Wer hätte das gedacht?
Außenminister Frank Walter Steinmeier wider (aller Wahrscheinlichkeit nach) morgen offiziell zum Kanzlerkandidat der SPD nominiert.
Das ist eine Wendung, die man so nicht wirklich hätte erwarten können.
Denn zum ersten geht damit dem Winzerkönig und SPD Vorsitzenden Kurt Beck die Kandidatur durch die Lappen, die er sicher angestrebt hat.
Zum zweiten schwächt es die Position der Vorsitzenden innerhalb der eigenen Partei.
Poistiv wirkt es sich jedoch auch aus : Endlich sind die langen Querelen um einen Kanzlerkandidaten vorbei. Die derbe gebeutelte Partei braucht dringent ein Erfolgserlebnis, um aus dem tiefen Keller der Umfragen heraus zu kommen.
Mit rund 20% Umfrageergebnis steht die SPD so schlecht da,wie noch nie.
Interessant wird nun zu beobachten sein, wie die Entwicklung weiter geht.
Die Nomenierung Steinmeiers, die Rückkehr Münteferings und der Posten desVereinsParteivorsitzenden.
Fakt ist, dass nur Steinmeier im Ansatz eine Chance gegen die Kanzlerin haben wird.
Somit ist das ehr Schadensbegrenzung als alles andere.
Spannend wird auch zu sehen sein, womit FW Steinmeier in den Wahlkampf gehen wird.
Schließlich sind alle ehmalig sozialdemorkatisch geprägten Felder von den Christdemokraten (Union) besetzt worden.
Achja, ich finde die Entscheidung pro Steinmeier gut.
Ob ich ihn wählen würde, steht woanders.
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Thema: Überraschung!
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07.09.2008, 00:26 #1
Überraschung!
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07.09.2008, 00:44 #2
Also ich finde die Entscheidung seltsam. Ich finde Steinmeier dermassen charakterlos, dass ich mich schon wunderte wieso er es ueberhaupt zum Minister gebracht hat. Er scheint das aber irgendwie selbst nicht einzusehen. Als Kanzler kann ich mir Steinmeier irgendwie ueberhaupt nicht vorstellen, er ist einfach nicht der Typ dafuer. Ich haette eher Beck bevorzugt, Parteiquerelen hin oder her.
Was mich als Waehler irgendwie etwas ratlos zuruecklaesst, denn die CDU zu waehlen kommt fuer mich sowieso nicht in Frage. Hm.
Gruss, MasterDomino
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07.09.2008, 01:01 #3
Steinmeier wirkt wohl ehr etwas hölzern. Dies kann als Charkterlosigkeit interpretiert werden.
Jedoch hatte er es mit der Berufung zum Kanzleramtchef unter Altkanzler Schröder weit gebracht und auch als Außenminister besitzt er einen guten Ruf.
Zudem kennt er halt aus der Vergangenheit das Geschäft und die Vorgänge im Kanzleramt besser als manch anderer.
Kurt Beck hingegen gilt als schwieriger Politike. Wenn nicht gar als Polemiker. Gegen die starke Kanzlerin würde das Wahlergebnis noch schlechter ausfallen, denke ich.
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07.09.2008, 01:12 #4
Steinmeier sollte sich ganz klar von der Linken distanzieren.
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07.09.2008, 01:20 #5
Von der Links Partei, oder dem linken Flügel der SPD?
Sicher ist die LP und Oskar Lafontain momentan kein politischer Partner, doch das kann und wird sich sicher in der Zukunft ändern. Die Linken sind die neue, fünfte Partei im Kader und irgendwann wird man sich damit befassen müssen.
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07.09.2008, 01:26 #6
Der Linken = Links Partei.
Es reicht nicht nur einfach den Namen ein paar mal zu wechseln und das gleiche Gesocks hat immer noch das sagen. Auch wenn Lafontain "neu" dazu gestoßen ist, von dem hatte ich noch nie viel gehalten.
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07.09.2008, 01:37 #7
Äh, ich will ja nicht anmaßend erscheinen, aber dass war sowas von abzusehen. Wer denn sonst hätte Kanzlerkandidat der SPD werden sollen? Beck? Der hat doch schon genug Prügel durch die Sache in Hessen eingesteckt und dümpelt ganz unten in Umfragen rum.
Klar, Steinbeck ist vielleicht nicht der Charismatiker schlecht hin, aber er hat langjährige Erfahrungen, sowohl im Inland als auch im Ausland, er wird von Staatschefs aus aller Welt geachtet... von daher würde ich sagen, dass es momentan, so traurig das auch sein mag, keinen ernstzunehmenden Gegner Merkels außer ihm in der SPD existiert.
In erster Linie ist die Wahl keine Personenwahl, sondern eine Parteienwahl.Ob ich ihn wählen würde, steht woanders.
Ich bin bisher immer gut gefahren, mir das politische Programm der Parteien durchzulesen und dann abzuwägen, was mir wichtiger ist."There are never many, never enough of them, but there are men born into the world with a gaze fixed on the widest possible horizon. Men who can see without strain, beyond the most distant horizon into that unconquered country we call the future." - Orson Welles, 1984
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07.09.2008, 07:40 #8
Solange ich die Linken (einst PDS) wählen kann ist alles in Ordnung.
Die SPD zerbröselt doch eh und in der CDU versuchen behinderte größenwahnsinnige nur meinen Rechner auszuspionieren.
Aber naja, ich lass die mal machen bei der SPD.
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07.09.2008, 08:31 #9Weigelts Zinszahler (Rotfranch)
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- Beiträge
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Das die Wahl auf Steinmeier gefallen ist, freut mich. Er ist mir im Gegensatz zu Beck sympatisch. Aber wie hier ja schon gesagt wurde, wird auch das der SPD nichts nützen. Die Partei zerfällt dank der internen Streitigkeiten nach und nach in ihre einzelnen politischen Lager, ohne gemeinsame Ziele zu entwickeln. Schade. Und die CDU? Da herrscht zwar intern halbwegs Ordnung, doch sollte die Partei, vorallem in Form von unserer werten Noch-Kanzlerin, aufhören gegen die SPD zu schießen, denn die CDU wird denke ich auch 2009 nicht genug stimmen erhalten, um alleine zu regieren. Und da kommen wir dann zu meiner persönlichen Horrorvorstellung: Schwarz-Grün-Gelbe-Regierung! Dann doch lieber wieder eine große Koalition mit der SPD, und Steinmeier als Kanzler!
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07.09.2008, 10:37 #10
Also das die Bundestagswahl eine Parteinwahl ist, dass ist ja allgemein bekannt.
Aber an die Partei wird halt nicht nur das Programm sondern auch die Person geknüpft.
Was die Sache schon schwer macht : Die SPD hat kein Thema mehr, mit dem sie Punkten kann.
Alle Felder, die einst sozialdemokratisch geprägt und besetzt waren, hat die Union selbst besetzt.
Somit hat die SPD ihr Profil verloren. Traurig aber wahr.
Wie SPON heute berichtet, will Frank Walter Steinmeier mit den Themen Wirtschaft & Bildung punkten.
Da bin ich ja mal gespannt.
Ich denke nicht, dass es noch einmal zu einer erneuten großen Koalition kommen wird.
Was das Land auch braucht ist eine starke und fähige Oposition. Und die findet derzeit überhaupt nicht statt.
Merkel hat ja schon verkündet, sie wird 2009 eine Regierung mit den Gelben anstreben.
Eine neue Runde große Koalition unter der Führung von Steinmeier kann ich mir nicht vorstellen.
Das wird schwierig. Letzten Endes muss die SPD entweder mit den Grünen und den Gelben oder - sollte es soweit kommen - mit den Linken n Deal eingehen. Nur dann hat Steinmeier einen Hauch einer Chance.
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