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Apple-Patent ermöglicht schmalere Lautsprecher und dadurch ein noch schmaleres Chassis



Wie jedes Jahr häufen sich die Spekulationen über das Aussehen des nächsten iPhone-Modells, dessen neue, hoffentlich innovative Features, sowie dessen technischer Innereien. Ein neues Apple-Patent könnte dem Gerücht über den Wegfall des Klinkensteckers etwas Schwung verleihen. Apple will, Gerüchten zufolge, bei zukünftigen iPhone-Modellen auf den analogen Klinkenanschluss verzichten und Töne stattdessen digital über den Lightning-Anschluss ausgeben. Dies stößt bei einigen Nutzern jedoch auf Widerstand, da herkömmliche analoge Kopfhörer nicht mehr verwendet werden können. Es gibt sogar eine Petition, die für den Erhalt des Anschlusses und somit der Buchse stimmt, es haben bereits mehr als 200.000 Menschen virtuell unterschrieben.

Neues Apple-Patent als „Klinkenkiller“

Ein Apple-Patent wird den Befürwortern der 3,5mm Klinke allerdings wie ein Dolch ins Herz vorkommen: Apple hat eine Technik patentieren lassen, mit der die im iPhone verbauten Lautsprecher deutlich weniger Platz benötigen würden. Ein Lautsprecher in einem iPhone unterscheidet sich technisch gesehen kaum von einem Hifi-Lautsprecher, wie sie im Auto oder im häuslichen Heimkino-System vorhanden sind: Über eine Membran wird Luft in Schwingung versetzt, welche im menschlichen Ohr als Schallwelle ankommt – So das bisherige Prinzip. Es muss aber nicht die klassische Membran sein, die die  Luft zum schwingen bringt. Die Apple-Ingenieure wollen sich hierfür die im iPhone verbauten Komponenten zu Nutze machen, wie zum Beispiel elektrische Substrate auf einer Platine. Durch diese Vergrößerung des bewegbaren Volumens soll der Sound nicht nur lauter sondern auch besser erzeugt werden können und soll die Sprachqualität von Telefonaten verbessern. Anders herum soll diese Technik ebenfalls funktionieren, so dass die Membrane der Lautsprecher als Mikrofon nutzbar wären.

Durch die Verkleinerung der Membrane wäre Apple in der Lage, ein noch dünneres iPhone-Chassis herzustellen, was aufgrund der physischen Gegebenheiten den Wegfall der 3,5mm-Klinke bedeuten könnte. Diese hätte dann kaum noch Platz, da die Bohrung für die Klinke schon jetzt ziemlich dicht an die Ränder des Gehäuses gelangt.

Dünner bedeutet nicht unbedingt „besser“

Natürlich hat eine Miniaturisierung des Gehäuses auch negative Auswirkungen: Zur Zeit gibt es immer noch Kritiken am iPhone, was die herausstehende Kamera und die Akkulaufzeit betrifft. Das iPhone 6s zum Beispiel hat aufgrund der Bauweise (stärkeres Chassis, 3D-Touch-Display) und des daraus technisch bedingt geringeren zur Verfügung stehenden Platzes zwangsweise einen im Vergleich zum Vorgängermodell kleineren Akku erhalten. Ein noch dünneres Chassis würde wiederum eine Herausforderung für die Ingenieure, die Akkuhersteller, aber auch für die Endverbraucher bedeuten, die mit dem Design bzw. der Akkulaufzeit leben müssten.

Ein Patent heißt nicht „sofort“

Ob Apple diese Technik bereits im kommenden iPhone-Modell verwenden wird, ist derzeit unklar. Ein Patent heißt auch nicht unbedingt, dass dieses umgehend umgesetzt wird. Es kann daher sein, dass der Wegfall des Klinkenanschlusses durchaus noch eine oder sogar mehrere iPhone-Generationen überspringen wird.

via macwelt.de




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