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Weltkulturerbe "Röchling-Völklingen"

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von AngOr, 11.08.07.

  1. AngOr

    AngOr Gast

    Ich habe eben einen 7Jahre alten Beitrag von Kontraste gefunden.
    Es wird über den Ort Völklingen berichtet, welcher noch heute die Ehrenbürgerschaft von Hermann Röchling und Adolf Hitler aufrechterhalten.

    Ich möchte die Leute die dort wohnen nicht anklagen, ich möchte aber meine Verwunderung über eine Art von von Ignoranz und Schönreden zum Ausdruck bringen.

    Auch wenn Herrmann Röchling sagte:
    "Also ganz richtig. Die erste Bürgerpflicht ist das Maulhalten." , vielleicht ist das ja nicht immer zutreffend.

    Videobeitrag

    AngOr
     
  2. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

    Dabei seit:
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    Beiträge:
    2.751
    Naja wenn man sonst keine Ehrenbürger hat. ;)
    Kenne sowas ähnliches aus der Umgebung ... in Wurzen war bis vor ein paar Jahren A. Hitler auch noch Ehrenbürger. Idealerweise ist das Städtchen eine braune Hochburg. Immerhin haben sie es in VK "richtig" gemacht und gleich noch einen Stadtteil nach Röchling benannt..

    Oder schau mal in die Ausbildungsordnungen diverser Berufe (anderes auch). Die sind zum Teil auch noch aus der Zeit 30er/40er Jahre. Dem entsprechend wird man da teilweise auch noch auf dem Führer eingeschworen. Es gibt überall noch "Altlasten"; und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis diese beseitigt sind.
     
  3. Jenso

    Jenso Gast

    Das ist alles richtig, aber wo kommen wir hin, wenn wir nun alle Orte aufführen, die dubiose Ehrenbürger in ihren Reihen führ(t)en? - Hitler wurde bspw. in ca. 4000 Städten als Ehrenbürger geführt - das wird ja uferlos!
    Es gibt übrigens die Auffassung, daß „höchstpersönliche“ Rechte und Ehrungen automatisch mit dem Tode erlöschen.

    Traurig genug bleibt es allerdings, daß immer noch gar zu Viele früheren „Helden“ und derem Andenken nachtrauern…
     
  4. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    @Jenso

    Normalerweise wurden Ehrenbürgerlisten in der frühen Nachkriegszeit entnazifiziert. ;)
    Wobei diese Entnazifizierung auch manchmal seltsame Stilblüten hatte. Bei mir um die Ecke gibt es ein Wohnblock da stehtüber jeder Eingangstür: "Errichtet 1933 zu Ehren" und der Rest ist weggemeißelt. Da weiß man gar nicht, wem die Widmung galt. ;)
     
  5. AngOr

    AngOr Gast

    Ja, es ist eigentlich üblich das die Ehrenbürgerwürde mit dem tot erlischt. Aber im genannten Beispiel scheint sie wohl eher gepflegt zu werden..

    AngOr
     
  6. Jenso

    Jenso Gast

    „Entnazifizierung“ meint eigentlich etwas anderes, als dergleichen Listen zu säubern, nämlich das konkrete Nachweisen der Nichtbeteiligung Einzelner bei NS-Angelegenheiten; es ging also vorrangig um die (Wieder-)Eingliederung der „Normalbürger“ ins zivile Nachkriegsleben.

    Zum Thema Ehrenbürger hier etwas kurzes:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenbürger

    Zu dem von Dir beschriebenem Wohnblock:
    leider kann man sich denken, wer gemeint war: entweder der „Führer“ oder die „Bewegung“…
     
  7. ks-mzg

    ks-mzg Jonagold

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    Beiträge:
    19
    Ich wohne hier im Saarland und wusste dies nicht.
     
  8. cucube2001

    cucube2001 Jonagold

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    20
    dito. das hab ich auch nicht gewußt.
     
  9. Jenso

    Jenso Gast

    Hallo, miteinander,
    aus aktuellem Anlaß (ich las am Wocheende gerade über die Problematik einer nicht erloschenen (bzw. „übersehenen“) Ehrenbürgerschaft für Goebbels oder Göring) kann ich den Sachstand aktualisieren:

    Da der Ehrenzustand definitiv mit dem Tod (und automatisch) erlischt, greift man (gelegentlichweise) zu dem traurigen Konstrukt, eine Ehrenbürgerschaft erneut zu verleihen um sie dann korrekt zurückziehen zu können!

    Wenn dies nicht eine weitere schöne Blüte am üppig gedeihenden Baume der Bürokratie/Formaljuristerei ist, was dann?

    Dennoch fröhlich grüßend
    Jens
     
  10. AngOr

    AngOr Gast

    Das ist auch korrekt.
    Aber im Fall Hitler sind soweit alle Städte den Weg gegangen, unabhängig der üblichen Vorgehensweise, auch nach dem Tot die Ehrenbürgerwürde zu entziehen. Als besonderes Zeichen. Unmissverständlich.

    Im Fall Hermann Röchling aber wurde ja soagr noch weit in heutiger Zeit ein Stadtviertel nach ihm benannt.
    Gefeiert wird er zudem, als guter Mensch, Vorbild.

    Und wieso hat der OB sich nicht beim Videodreh klar in Stellung gebracht? Warum dieses wegschauen?
    Das hat nichts mit Bürokratie zu tun.
    Etwas Menschlichkeit und Verständnis hätte wohl gereicht, die Sache aus der Welt zu räumen.

    AngOr
     
  11. Jenso

    Jenso Gast

    AngOr,
    volle Zustimmung meinerseits, aber:
    soviel Vernunft kann man den Mitgliedern der „politischen Kaste“ hierzulande wohl leider nicht mehr zutrauen oder gar abverlangen: Kurs halten, nicht wackeln, nichts (weder sich selbst, noch die eigene Partei, noch das Amt und/oder die Vorgänger pipapo) in Frage stellen - das sind deren unantastbare Richtschnüre.

    (Parteien-)demokratiebedingt verstimmt
    Jens



    p.s.: mein Nachbar, neulich: „…oder kennen Sie jemand Vernünftigen, der in die Politik geht?"
     
  12. AngOr

    AngOr Gast

    Merkwürdig fand ich ja das Verhalten der Bewohner,.. und die sind nicht in der Politik, wählen aber ihre Vertreter.

    Und das merkte man am Kack-Braunem Wahlergebnis.

    AngOr
     
  13. Jenso

    Jenso Gast

    Ja, leider AngOr,

    aber wir Nordlichter müssen/dürfen unserer Landsleute auch nicht gar zu sicher sein: zwar bin ich glühender Lokalpatriot, aber die Augen vor unserer schleswig-holsteinischen Geschichte (und den seinerzeit fantastischen Zustimmungsraten für alles Braune) kann man nicht verschließen.

    Wenn es hier etwas härter wird (Motorola ist ja nur das aktuelleste von viel- zu-vielen Beispielen) in der Wirtschaft, dann werden auch (meine Sorge) vom Peter-Harry-Anteil allerhand Prozentpunkte (und das sind alles Menschen!) abbröckeln bzw. abwandern: und zwar gewiß nicht zur Linkspartei (die nenne ich nur als Beispiel vom anderen Flügel, keinesfalls aus Neigungsgründen).

    Ich fürchte, allüberall haben Bauernfänger leichtes Spiel (politisch sowieso, in Religionen dito, und (sogar) hier im Forum: quasi Wahl-Geschenke wurden schon angeboten, im Austausch gegen Zuneigung oder Unterstützung).

    Depri-Jens

    (letzteres aber nur sehr temporär!)
     

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