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Welches ist das beste Audio-Format

Dieses Thema im Forum "Musikproduktion" wurde erstellt von Trunks, 10.05.06.

  1. Trunks

    Trunks Zuccalmaglios Renette

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    Ich wusste nicht wohin, deshalb hier. Ich hoffe es gehört auch hier rein.
    Wollte mal fragen, welches das beste Format für Lieder ist.
    MP3 ist es ja bekanntlich nicht. AAC ist um einiges besser als MP3 bei gleicher Dateigröße.
    Jetzt hab ich gehört dass AIFF nochmal besser als AAC ist.
    Was könnt ihr mir darüber sagen? Lohnt es sich AIFF Dateien zu machen? Ich weiß schon, dass sogar der Unterschied zwischen MP3 und AAC sehr gering ist, wenn man aber eine hochwertige Anlage hat, hört man teilweise schon einen Unterschied.
    Also ist AAC doch noch am besten oder AIFF?
    Danke schonmal im voraus!
     
  2. AIFF ist am "besten" weil es unkomprimiert ist, aber dafür auch sehr groß von der Dateigröße. Eine CD kommt da schon mal auf 600-700 MB.

    Das Apple Lossless Format wäre das nächst bessere, auch verlustfrei aber kleinere Dateigröße als AIFF.

    Mir persönlich reicht AAC mit 320 kBit/s, ob man da noch Unterschiede hört darüber streiten sich viele, ich bin der Meinung zwischen 192 kBit/s und 320 kBit/s sehr wohl einen Unterschied herauszuhören. Vor allem wenn man gute Kopfhörer hat.
     
  3. Koller

    Koller Gast

    Hallo Trunks

    Meines Wissens nach ist AIF das beste Format. Aber so ganz genau weiss ich das auch nicht. WAV ist wohl so ziemlich ebenbürtig. Der einzige Unterschied ist, dass sich WAV vor allem in der PC-Welt etabliert hat. AAC ist (glaube ich) lediglich ein Aufnahmemodus. Wenn ich in Logic eine Datei in AAC bounce erhalte ich letztendlich auch ein AIF-File.

    Hoffe, gedient zu haben.

    K.
     
  4. Freddy K.

    Freddy K. Sonnenwirtsapfel

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    Hallo Trunks,

    Koller & Soul Monkey haben ja schon das wichtigste über AIFF gesagt. Ich rate dir auch mal bei www.audiohq.de reinzuschauen, die Jungs da haben echt Ahnung. Die Beiträge von Frank Bicking sind sehr klasse.
     
  5. kauan

    kauan Stina Lohmann

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    Die Frage ist natuerlich auch, welche Formate man denn nutzen kann. Beispielsweise koennen AAC Dateien nicht in jedem Player abgespielt werden...
     
  6. Patrock

    Patrock Salvatico di Campascio

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    Das kann man pauschal gar nicht beantworten. AIFF und WAV sind einfach verlustfrei, von dem her auf der Hifi Anlage eher vorzuziehen. Der Unterschied liegt in erster Linie darin, dass du in WAV nur Klanginformationen und in AIFF noch irgendwelche Metadaten hinterlegen kannst. macht aber praktisch niemand. bei 44,1 KHz abtastrate und 16 bit entspricht sowohl ein WAV wie auch ein AIFF dem aufzeichnungsformat einer normalen audio-CD, auch in sachen dateigrösse. In Tonstudios werden zum Grossteil aber höhere Abtastwerte verwendet, das geht dann hoch bis 192 KHz (ganz kranke systeme gehen sogar bis 384 KHz), und 24 bit. Das verfielfacht dann auch die Dateigrössen...

    1 Minute Mono Audio Wave ist
    bei 44.1 und 16 Bit - 5 MB gross
    bei 44.1 und 24 Bit - 7.5 MB gross
    bei 96 und 24 Bit - 16.5 MB gross
    bei 192 und 24 Bit - 33 MB gross

    stereo, das ganze x2.

    MP3 bietet ab 160 kbit/sekunde anständige qualität, bei werten über 192 kbit/s musst du schon ne richtig gute anlage haben, um überhaupt einen unterschied zur CD zu hören. Für alle feld-wald-und-wiesen-anwendungen find ich mp3s bei 192 Kbit/s absolut ausreichend, im Studio gibt's bei mir AIFF Files mit 44,1 KHz und 24 bit.
     
  7. yjnthaar

    yjnthaar Schwabenkönig

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    Moin, Moin,

    AIFF ist (wie WAV übrigens auch) in dem Sinne kein "richtiges" Format, sondern ein Container der PCM-Daten enthält. Diese können je nach A/D-Wandler erhebliche Qualitätsunterschiede aufweisen. Von "Telefonqualität" bis "High End" Studioqualität. Hängt wie gesagt von der Leistung und Parametrisierung der A/D-Wandler ab.

    Stimmt (teilweise), wenn das AIFF einen PCM-Strom enthält, der nach CDDA-Standard digitalisiert wurde.

    Es ist nicht das "nächst bessere" sondern genau so gut wie das Original. Bei "lossless" wird wie bei einer ZIP-Datei verlustfrei, also "Originalgetreu" komprimiert. Oder kennt ihr einen Text der nach dem ZIPpen mit fehlenden Buchstaben daher kommt? ;)

    Beim abspielen hat Mensch die Qualität des Originals. Nachteile der "Lossless"-Codecs: Braucht relativ hohe Rechenpower und die Player müssen das Format unterstützen.

    Gruss,
    Simon
     
    #7 yjnthaar, 11.05.06
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.06
    hochstammapfel gefällt das.
  8. kauan

    kauan Stina Lohmann

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    Naja, mit ZIP-Komprimierung wuerde ich komprimierte Audiodateien eher nicht vergleichen. Schliesslich muss ja eine ZIP-Datei wieder entpackt werden, damit die Dateien, die darin sind, gelesen werden koennen.
     
  9. kevinn

    kevinn Gast

    Und genau das macht ein kompatibler Player. => Deshalb wird auch eine grössere Rechenleistung für das Abspielen benötigt.
     
  10. kauan

    kauan Stina Lohmann

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    Okay, wenn man von einem lossless-Format spricht. o_O
     
  11. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    So, weil ich mich hier etwas auskenne und ich lustig bin und Lust auf son Text hab schreibe ich mal etwas dazu. Die Beschreibungen sind nicht total korrekt aber ich versuchs anschaulich zu machen. Ich mach jetz auch net ne tolle Literaturrecherche, mehr so ausm Kopf.

    Ich würde sagen, je nach den Ansprüchen die du hast wählste die Dateiformate. Kommt auch auf die Musik an. Klassische Musik oder ernsthafte Elektronische Musik (wer fan ist!) verliert stark durch Kompression (teilweise auch Jazz). Teilweise verliert Pop/Rock/Dance genauso an Qualität, aber hier fällts einem nicht auf, da man andere Ansprüche daran hat (in den meisten Fällen).

    MP3:
    Entwickelt 1985, maßgeblich vom Frauenhofer-Institut für integrierte Schaltungen. Ist eine Psychoakkustische Audio Reduzierung. Die Klanginformation (und somit auch der Datengehalt) wird hierbei so reduziert, dass unser Gehirn immer noch die wichtigsten Merkmale gut warnimmt.

    Dabei macht es sich einige Akkustische Prinzipien zunutzen, z.B.

    - Maskierung: Wenn man gleichzeitig 2 sehr ähnliche Töne hat, jedoch der eine wesentlich lauter als der andere, dann nimmt man nur den lauteren wahr. Hier kann der leisere vernachlässigt werden.
    - Das hörende Gehirn fügt selbständig zu einem Klang harmonische Ober (und teilweise auch Untertöne) hinzu. die können also auch aus dem Datenstrom herausgenommen werden.

    Diese reduzierten Datenpakete werden dann noch mit einer Zip ähnlichen Kompression in ihr Endstadium gebracht.

    Vorteile: relativ kleine Dateien, Platformunabhängig, kompatibel.
    Nachteile: Klang <-> Daten Quotient nicht optimal, Artefaktbildung, schlecht nachzubearbeiten.


    Wenn du die Dateien noch z.B mit Windows Usern tauschen willst die nicht iTunes benützen wollen, oder du einen mp3 Player (ausser iPod) hast, dann ist das Format für dich einfach die einzigste Wahl.

    AAC: Advanced Audio Coding.

    Da das mp3 Format ganz einfach viel zu früh auf den Markt gekommen ist (bzw die Ausmaße eventuell auch noch nicht abzusehen waren), wurde hochoffiziell der AAC Standardt verabschiedet, der auf ähnlichen Prinzipien basiert wie mp3, jedoch optimiert und befreit von einigen Schönheitsfehlern (z.B Artefaktbildungen bei mp3s)

    Vorteile: Guter Klang <-> Daten Quotient
    Nachteile: Nicht jeder Player kommt damit zurrecht, schlecht zum nachbearbeiten.

    Benutze iTunes und haste nen iPod dann hier zugreifen.

    OGG / mp3PRO / WMA

    Laufen beide nicht unter iTunes, deshalb nur kurz: OGG ist scheinbar sehr gut und OpenSource, aber nix für iTunes. mp3PRO ist größter Schrott... klingt echt nicht gut einfach. Hier werden die höhen komplett abgeschnitten und wieder hinzugerechnet über die tiefen Töne und noch einem kleinen Satz Meta Information. WMA ist das Microsoft Audio Format. Hat auch gute Werte, jedoch sind wir hier ja bei Apfeltalk!

    Es gibt noch einige andere Formate, jedoch sind die ingesammt weniger wichtig.(v.A. für den iTunes Anwender)

    Apple Lossless:

    Basiert auf einem System namens Linear Prediction, kanns nicht genau erklären aber man kann sich ja vorstellen dass Musik doch viele Muster aufweist, die sich immer wieder wiederholen, jedenfalls ähnlich. Bevor ich am Telefon 1000 mal 1 sage (die jemand notieren soll z.B) sage ich lieber "notiere 1000 1en" Und diese Beziehungen kann man auch in ein Audioformat kodieren. Dies ist nun kein Audio Reduktionsformat, sondern wirklich eine reine Kompression (deshalb auch Lossless). Klingt also genauso wie die folgende Audio Kodierung.

    Vorteile: 100% Klang, Datenmenge ca um Hälfte reduziert
    Nachteile: Hoher CPU Aufwand bei co- und decodierung. Wenig kompatibel zu Playern. iPod Batterien gehen schnell leer.

    Willste wirklich den vollen Klang deiner Lieblingsplatte oder reicht dir oben genanntes vom Klang nicht, dann nimm Apple Lossless. Für Klassik ne feine Sache, aber auch für diejenigen denen der mp3/aac Sound nicht reicht.

    AIFF / WAV, genauer: PCM Rohdaten (Pulse Code Modulation):

    Das ist der pure Klang, genau das steht auf den CDs, einen besseren Klang kriegst du aus keiner CD.
    Jedoch ist jede gerippte CD auch gleich 600/700 Megabyte groß. ob nun AIFF oder WAV, ist eine Containerfrage. Die Daten im Container sind die selben (quasi anders einsortiert und mit nem anderen Etiket drauf). Beim Mac biste hier mit AIFF zuhause, in der Windows Welt mit WAV. Gibt auch noch andere. Vorsicht ist aber geboten: AIFF --> Windows klappt nicht immer (weiß leider nicht wieso, vielleicht andere Codierung der PCM Daten)

    Vorteile: 100% Klang, schnell zu bearbeiten
    Nachteile: Groß.

    -------------------

    Generell musste selber entscheiden was sich für dich am besten anhört. Auch mit den Codierungsraten kann man die Tonqualität noch um einiges beeinflussen. Auch die Audiohardware (angefangen bei Soundkarte (D/A Wandler, Ausgangsverstärker) über den Verstärker / Kopfhörerverstärker (und auch der Kabelweg hat hier einen (wenn auch geringeren) Einfluß) zu den Boxen (oder Kopfhörern). NICHT ZU VERGESSEN: Auch der Raum / Boxenstellung hat Einfluß auf den Klang. Wer sich fragt, wie das am besten ist: Wenn ihr nur Musik hören wollt dann hört so wie ihrs am besten findet ;)

    Wichtig: Umcodierren von Dateien (also z.B von mp3 nach aiff oder andersrum) bringt immer Qualitätsverluste mit sich, ausser bei umcodierung ins Lossless oder ins reine PCM Format. Hier bringt es aber auch keine Klangverbesserung mit sich.
     
    #11 PatrickB, 11.05.06
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.06
    1 Person gefällt das.
  12. Trunks

    Trunks Zuccalmaglios Renette

    Dabei seit:
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    OK, danke für die Antworten.
    Es geht darum wie ich meinen iPod Photo füttere. Habe alle meine Lieder in AAC Format, und werde das dann auch so lassen. AIF is mir einfach zu groß, das bringts dann nicht.
    Warum ich das auch gefragt habe war, weil mein Kollege meint dass sein Sound angeblich zu schlecht ist, obwohl er die Songs AAC-Format hat. Liegt dann wohl doch an seinen Kopfhörern.
     
  13. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    Du kannst ihn ja mal Blindprobe machen lassen.

    Einmal den gleichen Song (von CD gerippt, also ohne dass es vorher mp3 oder so war) als aiff, als mp3 und als aac auf den iPod laden (oder auf den PC) und dann ihn alle 3 hören lassen (mit exakt gleichen lautsprechern und bei gleicher lautstärke) und fragen was nun am besten geklungen hat...
     
  14. weebee

    weebee Gast

    Boah, so viel Text. Aber teilweise auch nicht so ganz aussagekräftig und richtig. Ich will das jetzt nicht im Einzelnen auseinander nehmen, aber eine Sache klar stellen:

    Du hast das Konzept von MP3Pro nicht verstanden. Es wurde entwickelt, um bei geringen Datenraten (Webradio) noch einen einigermaßen guten Klang zu erhalten.

    Das kann jeder mal ausprobieren, da der MP3-Player Audion, der jetzt kostenlos ist (Panic.com), MP3Pro erzeugen und abspielen kann.

    MP3Pro-Dateien sind vollkompatibel zu MP3. Wie Du richtig beschrieben hast, werden die bei geringen Datenraten ohnehin nicht vorhandenen hohen Frequenzanteile bei der Wiedergabe synthetisch wieder hinzugerechnet. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Daten auch als MP3Pro kodiert worden sind und wenn sie mit einem MP3Pro-fähigen Player wiedergegeben werden. Aber – wie gesagt – sie können auch mit jedem normalen Player wiedergegeben werden, nur fehlen dann halt die Höhen – wie auch beim normalen MP3.

    Den Sinn der ganzen Sache bemerkt man nur (!) bei geringen Datenraten, bei hohen Datenraten (z.B. 128 k/b) gibts keinen Unterschied zum normalen MP3.

    Also Leute ausprobieren: Mit iTunes oder was auch immer einen Song mit 48 kbit/s in Stereo als MP3 und/oder AAC kodieren und dann noch mal denselben Song mit Audion in MP3Pro (auch mit 48 kbit/s).

    Alle drei Songs können von iTunes wiedergegeben werden, alle klingen höhenlos, AAC etwas besser. Auch der MP3Pro klingt matschig, da iTunes kein MP3Pro dekodieren kann. Jetzt bitte mal den MP3Pro-Song mit Audion wiedergeben und staunen!

    Wenn man das Ganze mit "normalen" Datenraten macht, wird man kaum einen Unterschied hören, abgesehen davon, dass AAC eben neuer und besser als MP3 ist.

    PS: Schreib doch deine Texte vorher in Textedit, dann sind wenigstens die gröbsten Rechtschreibfehler raus.
     
  15. weebee

    weebee Gast

    Logischerweise braucht man eine hohe Rechenleistung, wenn man komprimierte Daten on-the-fly wieder auspacken will. Je nach Kompressionsformat mehr oder weniger. Dabei aber bitte nicht übersehen, dass MP3 und AAC und Ogg ja auch alle komprimiert sind und ebenfalls zum Dekodieren Rechenleistung benötigen – ich vermute aufgrund des komplizierten Algorithmus sogar mehr Leistung als bei losless.
     

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