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Wechsel Linux->Mac

Dieses Thema im Forum "Unix & Terminal" wurde erstellt von SkyWombat, 20.10.05.

  1. SkyWombat

    SkyWombat Uelzener Rambour

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    Hallo Zusammen,

    fuer meine Arbeit an der Uni brauche ich bald mal ein neues Notebook und spiele mit dem Gedanken mir ein iB/PB zu kaufen. Hier am Institut laeuft ausschliesslich Linux, was bis jetzt auch auf meinem alten Notebook drauf ist, leider laesst die Hardwareunterstuetzung gerade was einen externen Monitor/Beamer angeht zu wuenschen uebrig. Daher auch der Gedanke einen Mac zu kaufen, dort sollte das ja alles kein Problem sein.
    Meine Frage ist hat hier jemand Erfahrung mit dem Umstieg von Linux auf OS X, wenn ja wie vergleichen sich die beiden Betriebssysteme im taeglichen Umgang z.B.:

    -beim arbeiten im Terminal (Shell-Skripte,...)

    -Programmieren, kompilieren von Fortran Programmen

    -Verhalten es Windowmanagers und nette Linux-Eigenschaften wie ein guter Pager, Focus-follows-mouse, Einfuegen mit der beim Mac nicht vorhandenen mittleren Maustaste,...

    -Einbinden von NFS-Shares, ssh logins,...

    Vielen Dank schon mal

    SkyWombat
     
  2. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    Du hast die volle Auswahl an Shells. Wie beim wechsel von einer Distri zur nächsten mußt Du dich an das jeweilige Ablageformat von Ordnern gewöhnen und ein paar Befehle haben etwas andere Parameter als von Linux gewohnt.

    Es gibt genügend gute Editoren die das Programmieren erleichtern, wirklich gute IDEs sind eher selten und kommen wenn aus der Linux/OpenSource Ecke, sehen so aus und arbeiten auch so - sprich brauchen ggf. X11 und integrieren sich optisch und funktional nicht wirklich ins Mac OS. Was aber nicht unbedingt störend sein muß.

    Das hatten wir doch schon ;)

    No probs. NFS-Shares ww. über's CLI oder mit Marcel Bresinks NFS-Manager, ssh-Zugriffe kannst Du Dir im Terminal sogar bookmarken, ansonsten gibt's auch dafür (überflüssigerweise - just my 2 cents) auch GUIs wie Fugu o.ä. für.

    Gruß Stefan
     
  3. commander

    commander Baldwins roter Pepping

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    Ich arbeite parallel an Linux und Mac OS X. Generell ist das Verhalten des Terminals sehr ähnlich, leider ist die Ausgabe auf dem OS X Terminal relativ träge, was man allerdings erst bemerkt, wenn sehr viel Text ausgegeben wird - ansonsten ist alles mehr oder weniger gleich, nur, dass es sich um ein BSD Unix handelt (also z.B. kein 'home/skywombat', sondern 'Users/skywombat' )
    beinahe identisch, musst Dir nur ein paar Aliase anlegen

    Allgemein identisch, im speziellen Fall Fortran kenn ich mich nicht aus.

    Der OS-X Windowmanager ist zu Laufzeit wesentlich flexibler (daher auch kein Problem mit Beamer ;)), ein Xforward sollte mit dem mitgeliefertem X11 ebenfalls gehen.

    Was meinst Du mit Pager?

    Focus follows Mouse: Nein.

    Ein einfügen mit der mittleren taste sollte sich machen lassen, geht aber per se nicht (zumindest bei mir)

    LOL, rate mal... :-D

    Du wirst sicher keinen Fehler machen, auf Mac zu switchen, allerdings ist es eben schon ein bisserl anders als ein Linux - man kommt oft anders zum Ziel, nicht soviel nur über die Console (z.B. Netzwerkkonfiguration über Systemeinstellungen - und: kann nahtlos zwischen verschiedenen Konfigurationen umschalten, ein Segen!)

    Gruß,

    .commander
     
  4. commander

    commander Baldwins roter Pepping

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    Nicht zu vergessen Eclipse, mit dem man fast alles hacken kann, und Java-IDEs, die sich sehr gut in Mac OS X einfügen.

    PS: @stk: Du bist echt gemein :p !
     
  5. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    das ist die Gnade von 10-Finger-Blind ;)

    Gruß Stefan
     
  6. pepi

    pepi Cellini

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    Desktop Pager gibts deren mehrere:
    OpenSource: Desktop Manager 0.5.3: mein persönlicher Favorit, weil mit der besten Unterstützung für Shortcuts. Kann leider kein Focus follows Mouse
    CodeTek Virtual Desktop: Kostet Geld, kann aber ± Focus follows Mouse, ist schrecklich unflexibel was Shortcuts angeht. Support der Firma ist, naja lassen wir das...

    Was Focus follows Mouse angeht bin ich nicht sicher ob Du das in Mac OS X wirklich willst. In X11 ist das kein Problem, der Apple eigene aquaWM unterstützt das natürlich. Ebenso kannst Du jeden anderen WM verwenden den Du möchtest. Ob Du bei Verwendung von X11 noch den Mac OS X Rest auch sehen wills (rootless) oder nicht, sei Dir überlassen. Wenn Du Spaß dran hast, kannst Du auch einen kompletten Gnome oder KDE installieren. (Ist aber eigentlich eher sehr unnötig, da es sich rootless wesentlich bequemer arbeitet)

    Focus Follows Mouse kann man zumindest fürs Terminal.app per defaults write einstellen, ebenso für X11. (Das Terminal.app kann keine X11 Sachen out-of-the-box, X11.app schon. Das merkst dann aber eh schnell)

    Developer Tools mit gcc und so weiter gibts kostenlos und in hervorragender Qualität. Auch Fortran sollte kein Problem damit sein. Ansonsten gibts von AlSoft noch ein eigenes (kostenpflichtiges) Fortran DevKit.

    MultiMonitor Unterstützung ist am Mac kein Problem. (iBook offiziell nur spiegeln, PowerBook offiziell auch Spanning. iBook inoffiziell auch Spanning.) Auch mit X11 geht das, da xinerama dabei ist.

    Shellscripte die POSIX.2 folgen sind sicherlich kein Problem, auch Mac OS X ist ein POSIX.2 kompatibles Unix. Wenn Deine Skripte die eine oder andere Eigenheit eines Commands nutzen, mußt Du evt. minimale Anpassungen vornehmen. Mac OS X ist eben ein BSD Unix und kein Linux.

    [pepi@Bauxite-Beauty:~]$ cat /etc/shells
    /bin/bash
    /bin/csh
    /bin/ksh
    /bin/sh
    /bin/tcsh
    /bin/zsh

    Im wesentlichen ist alles was auf *nix hört machbar. Projekte wie fink (Debian Package Manager apt-get) und DarwinPorts (port) machen viele OpenSource Portierungen auch noch grausig komfortabel. Auch Gentoo emerge gibt es. Ergo sind NFS und ssh auch keine Probleme. Ich selbst verwende Sachen wie Nessus, nmap und Ethereal bunt gemischt mit hübschen Cocoa Apps im trauten Einklang.

    Die mittlere Maustaste brauchst Du für Mac apps sicherlich nicht. Jede Maus die über mehr als eine Taste verfügt wird aber unterstützt und kann auch für eine mittlere Maustaste zum copy/pasten in X11 herhalten. Ich selbst verwende dazu den alternativen Trackpad Treiber Sidetrack, wo ich mit einem Finger sowohl, links, als auch rechts und mittelklicks machen kann, sowie scrollen und noch mehr lustige Dinge anstellen kann. (Maus ist schließlich Gepäck im Rucksack des Digitalnomaden…)

    Nachdem gestern die neuen PowerBook vorgestellt wurden ist auch der Zeitpunkt für einen Kauf ideal. Also los! :) [SkyWombat@Mac:~]$
    Gruß Pepi
     
  7. Demo

    Demo Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)

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    btw.,installiert der die pakete mittlerweile in eigenes verzeichnis wie darwinports (/opt/local) oder fink (/sw) ?
     
  8. pepi

    pepi Cellini

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    Soweit mir bekannt nein. Das ist in dem Fall Fluch und Segen zugleich. Wenn ich bestimmte Bibliotheken des Systems bewußt ersetzten möchte dann kann ich das damit tun. Wenn ich das nicht möchte wirds kompliziert. Kommt eben drauf an was man erzielen will. (zB openSSL des Systems durch eine neuere Version zu ersetzen)

    Das Konfliktpotential ist bei fink am geringsten da hier wirklich alles in (default) /sw installiert wird. Bei DarwinPorts landet zumindest fast alles in /opt.

    Gruß Pepi
     
  9. Wikinator

    Wikinator Adams Parmäne

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    auf jeden fall ein unterschied zwischen linux-distributionen und mac os x ist die konfiguration. /etc gibt es zwar auch unter os x, allerdings nicht vollständig.

    die manuelle konfiguration von os x via terminal ist doch sehr verschieden.
     
  10. IceHouse

    IceHouse Ribston Pepping

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    Papperlapapp. Alles eine Frage der Konfiguration. Fremdinstallationen gehoeren in den /usr/local Baum und sind in der Suchreihenfolge entsprechend im $PATH zu vermerken. Bei "which ls" ist somit durchaus ein ls in /usr/local/bin/ls vor dem /bin/ls zu benutzen.

    Auszug aus der /usr/local/etc/ports/ports.conf
    Code:
    # Set the directory in which to install ports
    prefix			/usr/local
    
    # Where to store ports specific database files
    portdbpath		/usr/local/var/db/dports
    Code:
    [11:34] :echo $PATH
    /Users/icehouse/bin:/usr/local/mysql/bin/:/usr/local/bin:/usr/local/sbin:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin:
    Code:
    [11:31] :which port
    /usr/local/bin/port
    Code:
    [11:34] :ls -l /usr/local/var/db/dports/
    total 24
    drwxrwxr-x   10 root      admin  340B May 23 11:24:56 2005 ./
    drwxrwxr-x    4 root      admin  136B May 23 10:32:36 2005 ../
    -rw-rw----    1 icehouse  admin    6K Jun 10 13:43:18 2005 .DS_Store
    -rw-r--r--    1 root      admin   13B Sep 29 13:11:29 2005 .tclpackage
    drwxr-xr-x    7 root      admin  238B Jun 18 23:20:00 2005 build/
    drwxrwxr-x    8 root      admin  272B Jun 18 23:20:00 2005 distfiles/
    drwxr-xr-x    3 root      admin  102B May 23 11:23:23 2005 packages/
    drwxrwxr-x   10 root      admin  340B Sep 29 13:02:01 2005 receipts/
    drwxr-xr-x    7 root      admin  238B Jul 19 11:12:05 2005 software/
    drwxr-xr-x    4 root      admin  136B Apr 29 23:28:35 2005 sources/
    Gruss von IceHouse
     
  11. pepi

    pepi Cellini

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    @IceHouse
    Wenn Du allerdings manuell compilierte Sachen hast (die ja auch in /usr/local landen) und DarwinPorts Sachen verwendest, kann es durchaus mal passieren, daß aufgrund einer Dependency ein von Dir compiliertes Programm überschrieben wird. Da hilft auch kein PATH nicht.

    @WikiNator
    Was fehlt Dir denn in /etc ? Mac OS X hat halt eine etwas eigene Art und Weise wann /etc berücksichtigt wird und wann nicht.
    Gruß Pepi
     
  12. Wikinator

    Wikinator Adams Parmäne

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    wo sind z.b init.d oder inittab?
     
  13. IceHouse

    IceHouse Ribston Pepping

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    Ich habe keine "manuell" kompilierten Sachen - wenn dem so waere, laegen sie in $HOME

    Code:
    /Users/icehouse/bin:/usr/local/bin:/usr/local/sbin:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin:
    Gruss von IceHouse
     
  14. pepi

    pepi Cellini

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    Ich selbst habe auch $HOME/bin in meinem Pfad und dort auch einige Sachen drinnen die ich manuell compiled habe. Das sind aber alles minikleine Dinger oder Shellskripte, und von denen spreche ich auch nicht.

    Abgesehen davon, bloß weil Du keine manuell compilierten Sachen hast, heißt das nicht, daß andere Leute sowas auch nicht haben. :) Ich verwende den Begriff "manuell" hier auch zur Unterscheidung gegenüber einem Package Managing System, wo Source fetchen, patchen, configure, make und install automatisiert ablaufen.

    Klar kann ich einem ./configure unheimlich viele Pfade mit auf den Weg geben und so meine Sachen für einen customized Pfad einrichten. Die Frage ist jedoch ob ich das will und ob das sinnvoll ist. Meiner bisherigen Erfahrung nach halst man sich damit mehr Arbeit und Probleme auf als meist notwendig.

    Es gibt nur leider nicht "alles" bequem über einen Package Manager. Oder nicht in der Version die ich haben will, oder nicht so compiled wie ich es haben will. zB spezielle Module für einen Apache Server, oder Verlinkung mit einer bestimmten Bibliothek die ich verwenden möchte, Authentication Plug-Ins für was-weis-ich-welchen-Dienst, etc.

    Einen mySQL Server wirst Du Dir auch eher nicht in $HOME/bin installieren sondern dort wo ihn auch andere Software mit der Du arbeitest erwartet. Es geht dabei auch nicht zwangsläufig um Dinge die nicht auf einem Development Arbeitsplatz wie meinem PowerBook laufen, sondern um Server wo es überhaupt keinen Sinn macht sowas bei einem einzelnen User zu installieren. (Rechteschrauberei hin oder her).

    Für mich gilt, daß ich das schon "auf die harte Tour" gelernt habe und seither sehr vorsichtig geworden bin.

    @Wikinator
    Korrekt, init.d und inittab existieren in Tiger nicht. Nachdem (ein nicht upgegradeter) Tiger jedoch auch keinen init bzw. initd mehr verwendet sondern launchd ergibt sich das auch. In /etc wird auf diese Migration zum Glück auch hingewiesen.
    Es hat wohl jedes *nix seine Eigenheiten und Mac OS X hat wohl davon ein paar mehr.

    Gruß Pepi
     
  15. lodger

    lodger Normande

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    Eine Frage an erfahrene Äpfel:

    Seitens Apple wird ja viel Wirbel um XCode gemacht. Soweit so gut, nun lese ich hier von Eclipse. Gibt es (vernünftige) Gründe, das eine dem anderen vorzuziehen?

    Wäre nett, wenn da jemand mit Erfahrung was zu sagen könnte, denn so langsam bin ich unter OS X heimisch geworden und wollte ein paar Sachen mit SDL und Cocoa ausprobieren. Dankeschön schonmal ...
     
  16. commander

    commander Baldwins roter Pepping

    Dabei seit:
    25.02.04
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    Für Cocoa / ObjectiveC gibts wohl keine Alternative zu XCode - Eclipse kann halt einfach alles andere (je nach PlugIn) recht gut, z.B. Java.

    Gruß,

    .commander
     
  17. Habe Eure Konversation gelesen.


    Bin Linux-Anwender und wenig im Mac, aber als Mac-user nur ganz einfacher typischer Mac-anwender, ohne Kenntnisse, wie man dem mac unter die Moterhaube schauen kann.

    Wenn man Linux gewöhnt ist, ist man neugierig und möchte mal sehen, was des da so alles gibt :)

    Das würde mich interessieren, habe aber keine Ahnung, wie das geht.

    Wie komme ich im Mac an die Commandline?
    Kann ich dort genauso, oder ähnlich, wie im Linux mit den üblichen oder ähnlichen Befehlen arbeiten?


    Danke
    Philipp
     
  18. Nogger

    Nogger Damasonrenette

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    05.11.05
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    494
    Über das Programm "Terminal" zum Beispiel.

    Ja.

    Kleiner Startpunkt: http://www.macdevcenter.com/pub/a/mac/2002/10/22/macforunix.html
     
  19. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Nicht da.
    Merke: Wo gar kein Prozess 'init' ist, da ist die diesbezügliche Konfiguration irgendwie fehl am Platze.
    (Die PID 1 gehört seit Tiger 'launchd')
     
  20. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Focus follows mouse für Terminal:
    defaults write com.apple.Terminal FocusFollowsMouse -string YES

    Mittlere Maustaste:
    Schließ eine beliebige USB-Maus an.
     

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