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Was ist nur los mit unserem Strom ?!

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von KingAnonym, 21.01.07.

  1. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    Guten Tag,
    Deutschland hat doch ein vermeindlich sicheres Stromsystem? Das dacht ich mir zumindest, doch dann stoß ich auf folgende Geschichte. Ein Bekannter kam mir mit der Theorie, dass in Sachsen-Anhalt der Strom ausfiel, weil alle Windkraftwerke auf Hochleistung liefen und so die Kraftwerke runtergefahren wurden, dann, wie euch vielleicht bekannt, wurden die Windräder abgeschaltet, aus Sicherheitsgründen. Die Folge: Ins Stromnetz wurde kein bisschen Energie mehr eingespeißt. Den selben Effekt kann man mit allen Tageszeit-abhängigen Stromquellen wie Solarzellen haben, die übrigens aus Erdöl hergestellt werden müssen (die schwarze große Fläche). Steinkohle wird in Deutschland bis ins Unermässliche subventioniert und verursacht zudem noch CO2. Was haltet ihr von der Atomenergie? Zu unsicher? Ich denke, sie ist eine finanzielle Erleichterung, doch bringt sie, wie wir alle wissen, Gefahren mit sich. Wasserkraft ist ebenfalls so eine kostenaufwendige Sache wie die Windkraft und lohnt sich nur richtig in Norwegen. Sagt mir eure Meinung! Umweltbewusstsein oder bewusste Zerstörung ?!
     
  2. Shokyu

    Shokyu Weigelts Zinszahler (Rotfranch)

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    Ich seh das so:

    Alle Verbrennungskraftwerke abschalten und den Energieverlust mit Atomkraft kompensieren.

    Das dadurch gesparte Geld für Subvention oder ähnliches in die Forschung von alternativen bzw. regenerativen Energiequellen stecken, oder eben in ihren Aufbau.

    Alternativ:

    Worauf ich momentan am meisten hoffe ist der Kernfusions Reaktor. Wenn der Serienreife erreicht wäre das super. Damit sollten sich alle Probleme lösen können.
     
  3. luettmatten

    luettmatten Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)

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    Wusstet ihr eigentlich, dass Atomkraftwerke ebenso subventioniert werden wie Kohle-, Wind- oder Solarstrom? Eigentlich sogar noch viel stärker als bei anderen Stromerzeugungsmethoden. Ein Atomkraftwerk rentiert sich erst nach etwa einem Jahrzehnt.

    Also gänzlich auf Subventionen für Kohle und Atom verzichten und das Geld gleich in Alternativen stecken.
     
  4. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    man muss sich eine unerschöpfliche, billige und sichere energiequelle für immer suchen, das wäre die sonne, doch sind solarzellen einfach zurzeit zu teuer

    die fusionskraftwerke sind ja zurzeit ein aktuelles thema, hast du genauere informationen dazu?
     
  5. kepptn

    kepptn Celler Dickstiel

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    Ich sehe es genauso. Warum schalten wir funktionierende Kernkraftwerke ab, die teilweise noch nichtmal die Subventionen wieder eingespielt haben und locker noch 20 Jahre laufen können und stecken dafür Geld in Ergas- und Ölpipelines aus dem Osten? Für mich ist es unbegreiflich das die Angst vor Kernkraft geschürt wird, und wir uns andererseits von anderen abhägig machen. Hier in unserer Region wird z.B. gerne Strom teuer zugekauft der aus franz. Kernkraftwerken stammt. Wenn wir die Kernenergie weiternutzen und parrallel weiterentwickeln sehe ich da ehrlich gesagt bessere Zukuftsaussichten für uns. Wind- und Solarenergie sind momentan ohne erhebliche Subventionen schicht nicht ausreichend ertragreich und daher nur eine halbherzige Alternativen die hauptsächlich die grünen Gemüter beruhigen. Was uns der Spass kostet und was er uns dafür tatsächlich bietet wird gerne ignoriert.
     
  6. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    Also Solarzellen bestehen nicht aus Erdöl! Das ist einfach nur amorphes Silizium.

    Die Frage ist da eher, ob die Herstellungskosten der Zellen in einer Energiebilanz positiv der Energieproduktion gegenübersteht.
    Atomkraft ist nicht wirklich billiger, da diese Technologie (genau wie "grüne" Energieerzeugung) massiv mit Subventionen gefördert wurde, damit die sich überhaupt durchsetzt. Zu den Errichtungs- und Betriebskosten kommen ja gerade da noch die Rückbaukosten (dauert ewig und kostet Milliarden; pro KKW!) sowie die ungeklärten Endlagerung des hochradioaktiven Mülls. Außerdem werden KKWs ebenso mit einem fossilen Brennstoff betreiben, der irgendwann auch zu Neige geht. Kernkraft kann also höchstens als Überbrückung gelten.
    Um ein KKW zu errichten, muss man außerdem ewig lange Genehmigungs- und Bauzeiten mit einrechnen. Also einfach alle Verbrennungskraftwerke abschalten und einfach mal schnell mit Atomkraft kompensieren, ist nicht!

    Einheimische Steinkohle spielt für die Elektrizitätserzeugung eine untergeordnete Rolle; neben der importieren Steinkohle (z.B. aus Australien) spielt die heimische Braunkohle eine wesentlich größere Rolle (siehe z.B. die großen Kraftwerke in Schkopau bei Halle und Lippendorf bei Leipzig). CO2-Bilanz sieht da aber logischerweise nicht wirklich toll aus. Und die geplante unterirdische Speicherung des zuvor verflüssigten CO2 ist energetisch idiotisch, da man dann zwar kein/kaum CO2 mehr in die Atmosphäre entlässt, aber eben die fossilen Brennstoffe durch den entsprechend geringeren Wirkungsgrad in höherem Maße benötigt, was sich ja auch in einem höheren Landschaftsverbrauch durch Tagebau niederschlägt.
    Für Wasserkraft ist nur eine gewisse Reliefenergie notwendig. Die Kosten sind auch nicht soo hoch, das Problem ist da wieder eher der Landschaftsverbrauch durch die meist benötigten Talsperren, um eben eine vernünftige Energiegewinnung zu erzielen.
    Windkraft und Sonnenenergie sind eben stark vom Wettergeschen abhängig und zumeist nur mit Subventionen zu betreiben.
    Gezeitenkraftwerke und Geothermie spielen eine sehr geringe Rolle und sind an lokale Gegebenheiten gebunden und fallen so ziemlich oft aus.
    Erdöl und Erdgas werden kaum zur Elektrizitätsgewinnung benutzt, sondern eher in Motoren und Heizungsanlagen verbrannt. Und spielen hier auch kaum eine Rolle.
    Die Technologie der Biomassenutzung liegt noch in den Kinderschuhen. Und ob die Kernfusion jemals kommerziell nutzbar sein wird, steht in den Sternen. Die Jüngeren unter uns könnten es vielleicht noch erleben. ;)

    Einen Mix aus allen Energieerzeugungsarten mit einer progressiven Zunahme von erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Wasser und gerade Biomasse) bei gleichzeitiger Rücknahme der Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen und dazu eine Steigerung der Energieeffizienz und einer damit einhergehenden Senkung des Gesamtenergieverbrauchs können zumindest für eine Übergangszeit den CO2-Ausstoß eingrenzen bis entsprechende Technologien entwickelt worden sind, die eine CO2-neutrale Elektrizitätsgewinnung versprechen. Aber ich glaube kaum, dass diese Technologien in den nächsten 50 Jahren zur Verfügung stehen werden.
     
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  7. KÜN-Mr90

    KÜN-Mr90 Rheinischer Krummstiel

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    Ich denke da die Fusionsgeschichte noch in fernerer zukunft schwebt, sollte man sich auf jedenfall bei den alternativen Energien um Verbesserungen bemühen, leider ist es ja eine Tatsache, dass durch den geplanten Austieg aus der kernenergie der Energieverlust durch die gute alte Kohle kompensiert werden muss, das dass keineswegs besser ist dürfte den meisten klar sein.

    (leider könnte das genau der Weg sein, einerseits puscht man sein Image mit dem Austieg aus der Kernkraft und andererseits sind bemühungen hin zur Alternative kaum spürbar und man verlässt sich auf die gute alte Kohle)

    Allerdings könnte man ohne diese Austiegstendenzen auch keinerlei Forschungsförderung hin zu "alternativen-Energiequellen" rechtfertigen bzw. erzwingen.

    natürlich wäre es das beste wenn man eine endgültige Entsorgungsmöglichkeit finden könnte um weiterhin saubere Kernenergie nutzen zu können.

    Aber momentan sollte man einfach seine gesamte Kraft mobilisieren um neues zu Entwickeln bzw. vorangegangene Ideen perfektionieren.
     
  8. luettmatten

    luettmatten Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)

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    Endlich jemand (guy_incognito), der das gesamte Thema und das Problem dahinter versteht. Das ist momenat der Status Quo.
     
  9. Venden

    Venden Weißer Trierer Weinapfel

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    Ich auch, und hoffentlich wird die Testanlage in Frankreich auch erfolgreich anlaufen und funktionieren. Allerdings ist auch dieser Art von Stromerzeugung nicht ganz frei von radioaktiven Stoffen und Fusionskraftwerke KÖNNEN auch die Kernwaffenverbreitung erhöhen (Betonung liegt auf KÖNNEN!). Mehr dazu gibt es -wie üblich- bei Wikipedia.

    Und ich würde weiterhin auf AKW's setzen -leider. Aber solange keine besserer Alternativen da sind, bleibt wohl nichts anderes übrig.

    Die Kohle hätte schon vor Jahren abgestellt werden sollen und nicht immer wieder unterstützt werden. Schon allein aus umwelttechnischen Gründen.

    Solar-, Wind- und Wasserenergie bringen zur Zeit kaum was. Vorallem diese Windanlagen finde ich in der Landschaft sehr störend und in meinen Augen auch sehr fraglich für die Umwelt. Die Gezeitenkraftwerke sind leider ortstechnisch gebunden.

    Egal was raus kommt, die Umwelt muss dringend im Vordergrund stehen!

    Gruß
    Venden
     
  10. Blixten

    Blixten Adams Apfel

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    Der Fusionsreaktor kommt seit 50 Jahren in 50 Jahren, darauf sollte Niemand warten
     
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  11. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    "Silicium ist ein klassisches Halbmetall und weist daher sowohl Eigenschaften von Metallen wie auch von Nichtmetallen auf. Reines, elementares Silicium besitzt eine grau-schwarze Farbe und weist einen typischen metallischen, oftmals bronzenen bis bläulichen Glanz auf.
    Silicium ist im Handel sowohl als feinkörniges Pulver als auch in größeren Stücken erhältlich. Hochreines Silicium für die Anwendung in Solarpanelen oder in Halbleiterkomponenten wird in der Regel in Form von dünnen Scheiben aus Ein-Kristallen, sogenannten Silicium-Wafern, produziert."

    danke, ein irrtum weniger ^^
     
  12. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    @Venden
    Soweit ich weiß, ist der Tidenhub für Gezeitenkraftwerke fast überall in Deutschland (also an der Nordseeküste) zu gering und fällt daher eh aus.
    Bei der Gesamtbetrachtung muss man aber immer auch die Kosten rundherum betrachten. Also die Kosten des Landschaftsverbrauchs, für die Herstellung des Materials, den Betreib, den Transport der Elektrizität, der Ausfallszeiten, der Rückbaukosten, etc.
    Diese fließen ja auch in die CO2-Bilanz mit ein. Und da sieht es meistens eh mau aus bei den meisten Technologien. Leider.
     
  13. LCST

    LCST Damasonrenette

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    Naja, ich wär dafür die Kernkraftwerke abzuschalten......sie produzieren ja vermeindlich "sauberen Strom". Aber das bezieht sich ja nur auf die Emissionen.Die Frage mit dem Endlager ist ja immer noch net geklärt, un die ist WESENTLICH wichtiger. Weil das ganze zeug strahlt ja z.T. noch in 20.000Jahren. (s. Halbwertszeit)
    Un wenn man sich Tschernobyl ansieht, is es ja auch nich ganz ungefährlich.
    Erdöl wird bald alle sein, da das Plankton nicht genügend Zeit hat nachzuwachsen, und Kohle is auch bald weg.
    Ich weiß nicht, ich wär für einen Mix aus Regenerativen Energien. (Wind, Sonne, Gezeitenkraftwerke, vll. Geothermie(auch wenn man dafür in Deutschland tief bohren müsste), Wasser oder Bioenergie. Also wenn keine Sonne scheint, aber dafür Wind weht, nützt man eben das.
    Ich denke wenn man diese Arten der Energiegewinnung mehr fördern würde, würde sich das alles arangieren lassen.....das is meine meinung zu diesem thema.
     
  14. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    zurzeit wird dieser ganze atommüll in eine art salzkristalllösung geschützt eingelagert
     
  15. LCST

    LCST Damasonrenette

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    Ja, zurzeit, das is aber auch keine Lösung auf dauer.
     
  16. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    eben. außerdem ist nicht bekannt, ob das zeug bei einer erdverschiebung zusammenhält
     
  17. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    @max.duerbeck

    In 20.000 Jahren gibt es den Menschen eh nicht mehr. Was intessiert uns dann also der strahlende Müll? ;)

    Geothermie ist auch nur eine fossile Energiequelle. Es gibt schon heute Probleme, dass nach wenigen Jahren die Energieerzeugung eines solchen Kraftwerks sehr rasch abnimmt, da das umgebende Gestein sich durch das ständige Einpumpens von kalten Wasser rasch abkühlt. Und wenn man andauernd neue Löcher bohren muss, um halbwegs konstant in der Energieerzeugung zu bleiben, ist der Aufwand dann doch zu hoch. Und auch diese Form der Energiegewinnung ist an lokale geologische Gegebenheiten gebunden (z.B. Oberrheintal oder Mäc-Pomm). Da man schon eine stärkere Erwärmung benötigt wird, als der normale Temperaturgradient von 3 Grad pro 100 Metern hergibt. :)
     
    #17 guy_incognito, 21.01.07
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.07
  18. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    Dann gibt es den Menschen erst recht nicht mehr. Und das Zeug strahlt dann auch schon so gut wie gar nicht mehr. :)

    Man lagert das ja in Gegenden ein, wo zu erwarten ist, dass in den nächsten paar Millionen Jahren zu keinen tektonischen Verschiebungen und Vulkanismus kommt. :)
     
  19. KingAnonym

    KingAnonym Transparent von Croncels

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    es gibt ja nicht nur die tektonischen faktoren, es kann sich ja auch eine erdschicht, die viel weiter unten ist verschieben oder jemand zündet oben eine atombombe -.-
     
  20. LCST

    LCST Damasonrenette

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    @guy_incognito
    Naja wie du meints, trotzdem ist es unfair, den folgenden Generation das zuzumuten was wir verbockt haben. Außerdem weiß niemand was in 20.000 Jahre ist.
    Und die Welt kaputt zu machen, indem man denkt, "haja, in ein paar Jahren is eh alles vorbei, da machen wir jetzt erst recht alles kaputt", ist komisch.

    Zur Geothermie: man muss ja nicht immer neue Löcher bohren, sondern, wenns einmal hieß is, bleibts meistens auch heiß. Und n Deutschland würds auch gehn, nur müsste man tief, tieeeef bohren, aber in anderen, nordischen Ländern is das kein Problem, da wirds ja auch schon eingesetzt.
     

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