1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Unsere jährliche Weihnachts-Banner-Aktion hat begonnen! Wir freuen uns auf viele, viele kreative Vorschläge.
    Mehr dazu könnt Ihr hier nachlesen: Weihnachtsbanner 2016

    Information ausblenden

Was bezeichnet der Stimmumfang?

Dieses Thema im Forum "Musiccafé" wurde erstellt von missile à moyenne portée, 06.06.07.

  1. missile à moyenne portée

    Dabei seit:
    20.09.05
    Beiträge:
    70
    Hallo,

    und zwar habe ich heute mal ein gesangstheoretisches Problem.
    Ich habe eigentlich keine Ahnung von Musiktheorie, weiß aber dass eine
    Oktave, eine Freuquenzverdopplung bedeutet.
    Also meine ich, dass ein Mensch mit einem Stimmumfang von drei Oktaven,
    von seiner tiefsten Frequenz (Bsp. 100 Hz) ausgehend, das achtfache dieser
    singen kann (im Beispiel wären das 800 Hz).
    Das scheint mir aber nicht gerade viel.

    Also, wo ist der Fehler? Ist ein Stimmumfang von drei Oktaven Schwachsinn
    oder ist meine Logik verkehrt?

    Anlass gibt mir folgendes Zitat von Wikipedia über „The Police“:
    „[…] Das herausragende Kompositionstalent Stings, seine charakteristische
    Stimme, die mit der Kopfstimme drei Oktaven umfasst, eine hervorragende
    Instrumentbeherrschung […]“

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir eine/r helfen könnte.

    Danke schon mal
    TOM
     
    Dante101 gefällt das.
  2. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    stimmumfang versus frequenzumfang

    ahoi!

    zunächst einmal würde ich aus musiktheoretischer sicht frequenz nicht unbedingt mit intervallen (z.b. oktave) vergleichen oder in einem zuge in hinblick auf stimmumfang verwenden.

    der stimmumfang beschreibt - wie Du ansatzweise auch schon ganz richtig beschrieben hast - ganz einfach den umfang einer stimme. diese kann, je nach ausbildung und übung und "bauweise" des "körpers" mehrere oktaven betragen.
    eine oktave ist das in einer tonleiter größte intervall. es bezeichnet den tonabstand von einem ausgangston.

    beispiel:
    c-dur tonleiter:
    c d e f g a h c'

    in diesem
    falle bezeichnet der abstand von c bis c' eine oktave.
    es gibt auch nonen, dezimen usw. innerhalbn eines geschlossenen skalensystems (tonleiter) operiert man aber gewöhnlich bis zur oktave.

    wenn also über sting gesagt wird, daß er eine stimmbandbreite von bis zu drei oktaven hat, dann ist er z.b. in der lage, die c-dur tonleiter in drei stimmlagen zu singen.
    das heißt: diese tonleiter von drei verschieden gelagerten tonleitern aus.
    zum beispiel von c bis c', von c' bis c'', von c'' bis c'''.
     
  3. missile à moyenne portée

    Dabei seit:
    20.09.05
    Beiträge:
    70
    Soweit so gut. Das habe ich verstanden.
    Aber c' hat gegenüber c doch aber die doppelte Frequenz.
    Entschuldige, dass ich auf der Frequenz herumreite, aber nur darunter
    kann ich mir etwas vorstellen.
    Ist es denn so, dass c eine bestimmte Frequenz zugeordnet ist, oder
    ist die Ausgangsfrequenz dieses c's abhängig von der gewählten Tonleiter?
    Kann er also tatsächlich nur drei Oktaven singen oder kann er von einer
    Frequenz beginnend drei Oktaven auf-/abwärts singen?
    Das stelle ich mir dann so vor, dass er, wenn er hoch anfängt zu singen
    höher kommt (bspw. von 1000 bis 8000 Hz) oder wenn er tief anfängt nur
    zwischen bspw. 100 und 800 Hz singen kann.

    TOM
     
  4. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    im speziellen sting-falle ist natürlich ein auf die person gemünzter stimmumfang (persönlich preferierte singstimme) gemeint.
    wo die genau bei sting liegt, weiß ich nicht. auf alle fälle in einer höheren lage als beispielsweise tom waits stimme.
    also wird stings stimmumfang eher in den oberen lagen angesiedelt sein.
    als mann ist er sicher auch in der lage, einen baß zu singen. dieser wird als C oder wenn noch tiefer als kontra-C bezeichnet, wohingegen das kleine oder gestrichene c (c', usw.) eine höhere lage bedeuten.

    440hz bezeichnen beispielsweise den kammerstimmton a'.

    ob 880hz demnach auch a'' bezeichneten, weiß ich im moment nicht so genau. ich denke, ja. da hört's bei mir mit dem wissen und der sicherheit auf.

    c' ist also auch einer bestimmten frequenz zugeordnet.
    diese bildet sich aus verschiedenen tönen der naturtonreihe. man nennt diese verschiedenen töne auch partialtöne. diese bilden das, was wir als natürlichen ton bezeichnen. daran sind auf alle fälle natürlich frequenzschwingungen beteiligt.
     
  5. Lunde

    Lunde Fießers Erstling

    Dabei seit:
    07.08.05
    Beiträge:
    131
    Wenn du vom Kammerton a=440 Hz ausgehst und eine Oktave tiefer singst, bist Du nach Deiner Frequenztheorie bei 220 Hz. Eine Oktave höher bei 880 Hz und noch eine Oktave höher bei 1760 Hz. Also bei 3 Oktaven schon ein beträchtlicher Umfang. Die menschliche Stimme erzeugt nun aber keine Sinustöne mit exakt 440 Hz, sondern besteht immer aus einer Mischung vieler einzelner Frequenzen, bzw. Töne. Man spricht z.B. bei Instrumenten von Grundton und den verschiedenen Obertönen. Hierzu mischen sich besagte andere Frequenzen, die von Mensch zu Mensch verschieden sind und zu individuellen Klängen führen. Verantwortlich hierfür ist bei Instrumenten die Art des Materials, die Art der Schwingungserzeugung (Saite, Lippen, Rohrblatt, Membran etc)
    Der Frequenzgang der menschlichen Stimme liegt zwischen 80 Hz und 16 Khz.
    Also: Ein gesungener oder auf einem Instrument erzeugter Ton besteht immer aus mehreren Frequenzen, die sich aus oben genannten Gründen unterscheiden. Sonst würde ja jede Stimme gleich klingen und eine Trompete wie eine Oboe klingen... oder meine Frau wie ich..... oder die Katze wie Madonna......
    Infos findest Du auch hier.
    Hoffe geholfen zu haben und nichts falsches in die Welt gesetzt zu haben.
     
    Dante101 gefällt das.
  6. missile à moyenne portée

    Dabei seit:
    20.09.05
    Beiträge:
    70
    Würde man also annehmen, dass der tiefste Ton, den ein bestimmter
    Mensch singen kann, der einen Stimmumfang von zwei Oktaven hat -
    was wohl einer durchschnittlichen Stimme entspricht -dieser Kammer-
    ton ist. Dann kann man sagen, dass er nur bis 1760 Hz hoch singen
    kann?!
    Irgendwie scheint mir das sehr wenig, denn angenommen ich kann bis
    100 Hz tief singen, dann könnte ich bei einer sehr guten Stimme, die
    ich nicht habe (eben diese drei Oktaven), bis 800 Hz hoch singen. Ich
    bilde mir aber ein, höher singen zu können.
    Irgendwie scheint mir die gesamte Lage sehr verzwickt. o_O

    TOM
     
  7. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    rein rechnerisch sind zwei oktaven von a' (440hz) doch = 880hz, oder?
    ich habe aber nach wie vor probleme mit dem frequenzvergleich "ich kann bis 1345hz singen".
    das würde man so nie ausdrücken.

    aber da es für Dich wichtig ist, wäre es klasse, wenn uns mal ein physiker oder sowas weiterhelfen würde.
    mich interessiert letztlich die lösung.
     
  8. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

    Dabei seit:
    29.10.05
    Beiträge:
    478
    Ist ja auch irgendwie ob man den Ton singen kann oder ob man den Ton erzeugen kann.

    Ich komm auch brutal hoch wenn ich alles abquetsch was geht. Aber singen kann ich in der lage nimmer.

    Prinzipiell entspricht aber, wenn man von einem Stimmumfang von 3 Oktaven redet, schon die Regel von höchste Grundfrequenz = tiefste Grundfrequenz *2*2*2. Ob es nun ein Frequenzmischmasch ist oder nicht.

    Ich komme z.B. auf die 100 Hz Grundfrequenz auch runter. Bei 800 Hz muss ich aber schon in die Kopfstimme relativ weit hoch. Den Ton kann ich halten aber ich kann da oben nicht mehr singen.
     
  9. missile à moyenne portée

    Dabei seit:
    20.09.05
    Beiträge:
    70
    Also bei Wikipedia steht, so wie ich schon sagte, dass eine Oktave eine
    Frequenzverdopplung bedeutet.
    Also scheint meine Ansicht zu stimmen, dass die Frequenz des höchsten Tons
    bei Stings drei Oktaven acht mal so groß ist wie die der tiefsten.

    Dass man das in der Musik so nicht sagt, ist mir nun auch klar, aber als (alter)
    Naturwissenschaftler kann ich mir nun mal nur darunter etwas vorstellen.

    Also scheint so ein Umfang von 100 bis 800 Hz doch schon ganz gut zu sein.
    Nachdem ich mir nun auch mal die ganzen Police-Lieder angehört habe, kann
    man schon sagen, dass das passen könnte.
    Wobei ich mir trotzdem einbilde, dass es Menschen gibt, die ein größeres
    Spektrum ersingen können.

    Solange uns das hier aber niemand anders erklärt, nehme(n) ich (/wir) das
    erstmal so hin und schlafen beruhigt weiter. ;)
    Womit ich die gesunde Diskussion hier aber nicht ersticken möchte.

    TOM
     
  10. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    so einfach kann man sich die antwort dann selber geben/holen.
    danke. Du lagst also richtig!
     
  11. itschus

    itschus Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
    13.04.06
    Beiträge:
    333
    Jepp stimt alles, und drei Oktaven sind viel! Mein E-Bass (der gute alte Jazzbass) hat noch nicht mal drei Oktaven, un dich kann nicht jeden Ton mitsingen.
     
  12. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    ot - jazzbass

    was für ein modell spielst Du?
     
  13. itschus

    itschus Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
    13.04.06
    Beiträge:
    333
    78er Jazzbass von Fender :)
     
  14. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    ot - jazzbass

    schön. ist das so einer mit dreipunktverschraubung (hals, korpus) und hat er die halseinstellsachraube oben am kopf?
    ist bei Dir alles original?

    ich spiele einen rottig aussehenden sunburst von '73/'74 mit aktiven emg's.
    vor kurzem hat er neue "zähne" (frets) bekommen. spielt sich jetzt noch besser uund ist wieder schön bundrein. super arbeit von ralf börjes.
     
  15. itschus

    itschus Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
    13.04.06
    Beiträge:
    333
    @groove-i.d
    jepp ist alles so wie du es geschrieben hast. Leider ist nicht mehr alles original.
    der Bass hat mal einem Polen gehört, der hat oberhalb der Potiabdeckung ein Batterifach ins Holz gestemmt. Damit er einen Aktivbass draus machen kann. und es sind Status Pickups drin. Ich hab jetzt (ist auch schon wieder ne weile her) auf das Loch eine schwarze Abdeckung gemacht und zwei kleine Schalter eingebaut. Einen zu Wählen des Pickups bzw beide zusammen und einen um den Bass an und aus zu schalten. Potis gehen nicht mehr, einfach abgelötet.
    Das Ding klingt echt gut und sieht auch schon ein wenig danach aus, asl ob es die ein oder andere Sclacht hinter sich hat.
    Hast du Bilder von deinem?

    itschus
     
  16. Jenso

    Jenso Gast

    Drei Oktaven Stimmunfang sind schon ganz schön viel. Wenn man es genauer möchte – hier kommt ein Zitat aus de Meyers Konservationslexikon (ca 1890), das sagt m.E. vieles klarer und prägnanter als alle Wikis dieser Welt:

    Zwischen dem tiefsten Baß- und höchsten Sopranton liegen etwas über 3½ Oktaven. Rechnet man die Stimmen von seltener Tiefe und Höhe dazu, so beträgt der ganze Umfang der Menschenstimme sogar 5 Oktaven; ihr tiefster Ton hat 80, ihr höchster 1024 Schwingungen in der Sekunde. Eine gute Einzelstimme umfaßt 2 Oktaven (und etwas darüber) musikalisch verwendbarer Töne. Stimmen von größerm Umfang sind nicht so selten, ja selbst ein Gebiet von 3½ Oktaven wurde schon beobachtet. Der Baß erreicht ausnahmsweise f1, Kinderstimmen und der Frauensopran manchmal f3, ja selbst a3. Nur wenige Töne, nämlich von c1-f1, sind allen Stimmlagen gemein.
     
  17. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    ot - jazzbass

    seltsam, denn normalerweise ist genügend platz in der potifräse für die batterie. es sei denn, er hat neben aktiven pu's auch noch 'ne aktive elektronik eingebaut. das hielte ich für eine ganz schöne schandtat, weil diese alten fenders so klingen wie sie klingen.
    photos habe ich ein paar, müßte die aber auch erstmal einscannen. also nix digitales.
    wie gesagt: sunburst (gelb, rot, schwarz), ganz schön verknallt und derschossener lack, aber technisch einwandfrei.
     
  18. itschus

    itschus Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
    13.04.06
    Beiträge:
    333
    Ich weiss nicht, was der da alles einbauen wollte. Ja, eigentlich ist es schon eine Schandtat, aber dafür war der Bass dann bezahlbar. Er klingt jetzt, mit den Statuspickups und einem Knochensattel etwas moderner, aber schon noch nach Jazzbass. Gefällt mir so eigentlich recht gut
    Meiner ist auch sunburst.
    itschus
     
  19. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

    Dabei seit:
    10.01.05
    Beiträge:
    7.083
    an itschus:
    schön, daß er Dir gefällt! viel spaß damit weiterhin :)
     
  20. m00gy

    m00gy Gast

    [​IMG]
    *hihi* ;)
     

Diese Seite empfehlen