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US-Schule ersetzt Bücher durch iBooks

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von slartibartfast, 19.08.05.

  1. slartibartfast

    slartibartfast Schöner von Nordhausen

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    Hallo zusammen!

    Die US-Schule Empire High School in Vail, Arizona, stellt zum neuen Schuljahr komplett auf Laptops im Unterricht um. Und was sind das wohl für Laptops?

    ...Natürlich iBooks :)

    (Genaueres auch in der Heise-Nachricht "US-Schule ersetzt Bücher durch Laptops")


    Viele Grüße
    slartibartfast
     
  2. iPhil

    iPhil Auralia

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    Solchen Projekten gebe ich nur begrenzte Erfolgschancen.
    Auch an meiner, mittlerweile ehemaligen Schule (ein Privatgymnasium), hat jeder Schüler in der ersten Klasse ein Notebook erhalten. Im Grunde war aber die Zeit noch nicht reif für den sinnvollen Einsatz von Notebooks (ist mehr als 8 Jahre her!), weil sie zu schwer und leistungsschwach waren. (Für interessierte: Es waren Compaq 1530D-Notebooks, mit 133MHz und 16MB Ram)
    Heute sieht dieser Aspekt schon ganz anders aus. Die Notebooks sind viel leichter geworden, die Akkus laufen einige Stunden und WLAN erspart das ständige ein- & ausstöpseln der Kabel.
    Der Notebookeinsatz an meiner Schule war wirklich alles andere als sinnvoll & nutzvoll. Ich muss dazu sagen, dass es bei uns nicht geplant war, die Schulbücher komplett durch die Notebooks zu ersetzen. Wahrscheinlich deshalb hat das Notebook in meinem Fall zu einer großen Be- statt Entlastung geführt.
    Das Notebook war zum einen eine physische Belastung, da wir nicht nur die Schulbücher sondern auch das mehrere Kilo schwere Notebook täglich zur Schule und wieder nach Hause schleppen mussten.
    Zum anderen war es auch im Unterricht eine Belastung, weil die wenigsten Lehrkräfte das Gerät sinnvoll einsetzten. Viele Lehrpersonen waren, obwohl sie ausnahmslos jung waren und meist direkt von der Uni kamen, mit der "neuen Technologie" schlichtweg überfordert.
    Im Endeffekt war das Notebook in meinem Fall nicht mehr als eine bessere Schreibmaschine.

    Ich glaube, dass für einen sinnvollen Einsatz von Computern im Unterricht eine grundlegende Überarbeitung von Lehrplänen und -methoden notwendig ist.
    Wenn dies geschieht und die Möglichkeiten der Computer in der Schule annähernd ausgereizt werden (und nicht nur als Schreibmaschinenersatz dienen), sehe ich Notebooks für jeden Schüler als durchaus positiv; wenn nicht sogar schon fast als notwendig.
     
  3. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Ich halte vom Einsatz von Notebooks in der Schule schlichtweg überhaupt nichts. Es wird sich in den letzten Jahren immer mehr auf die äußere Form konzentriert und immer weniger auf die Inhalte.

    Aber PISA zeigt sehr deutlich, daß es eklatante Mängel bei der Grundausbildung der Schüler gibt. Es muß wieder mehr Disziplin und Strenge in der Schule her. Wenn man heute sieht was aus dem Hauptschulabschluß geworden ist, dann kann man diesen pädagogischen Unfug, der die letzten 30 Jahren verbreitet wurde, einfach nicht mehr gut finden.

    Mittlerweile ist ein Hauptschulabschluß ein Stück wertloses Papier, weil die "Absolventen" nicht mehr in der Lage sind grundlegende Dinge in einem Industrieausbildungsplatz durchzuführen. Vor 30 Jahren war das noch anders, da waren Hauptschüler sehr wohl in der Lage die geforderten Aufgaben zu bewältigen.

    Daher wider der Verdummung der Schüler, wider den neumodischen Firlefanz und zurück zu Bewährtem!
     
  4. abstarter

    abstarter Spätblühender Taffetapfe

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    da muss ich dir absolut zusprechen, insbesondere wenn die kinder und jugendlichen nicht mal mehr richtig schreiben können. eine annäherung an computer in der schule halte ich auch für unerlässlich, allerdings nicht als ersatz fürs handwerk. ich habe das auch während meiner zeit in wittmund gesehen, dass eine ansprechende ausdrucksweise und artikulation in keinster weise mehr möglich ist. ads gibt ein riiieeesen desaster,oder sind wir schon mitten drin?
     
  5. slartibartfast

    slartibartfast Schöner von Nordhausen

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    Ich muss euch da auch zustimmen, mit Computern den Rest der Schulmaterialien zu ersetzen, ist auf keinen Fall Richtig. Auch nicht der Einsatz in allen Fächern als "Schreibgerät". Ich hab' mal von einem Versuchsprojekt hier in Deutschland gelesen, da konnten die Schüler dann nicht mal mehr eine Postkarte fehlerlos schreiben, weil sie so von der Rechtschreibkorrektur in Word abhängig waren... Obwohl sie ja vorher in der Grundschule Schreiben gelernt hatten!

    Allerdings kommt der Einsatz von Computern in der Schule immer noch zu kurz, was vor allem an der mangelnden Kenntnis der Lehrer liegt - ich spreche aus Erfahrung, da ich ja noch Schüler bin (Kollegstufe) - wir haben hier einen Lehrer an der Schule, der Computer im Physikunterricht/Matheunterricht sinnvoll einsetzt...
    Trotz der vielen Möglichkeiten, die wir hier an der Schule haben.


    Ich wollte mit dem Thread eigentlich nur auf die Tatsache hinweisen, dass sie wenigstens so klug waren, Apple-Computer zu verwenden ;)

    Grüße
    slartibartfast
     
  6. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Ich halte das bis auf wenige Ausnahmen nicht für sinnvoll. Konkrekt erinnere ich mich nur einmal an den Schulunterricht bei dem ein Computer im Physikunterricht wirklich sinnvoll war. Der Computer war mittels IO Karte, Meßverstärker, Photomultiplier und speziellen Detektor als Szintillationszähler im Einsatz. Wer das einmal von Hand gemacht hat, in der Uni haben sie uns das für die Auswertung eines Statistikversuchs von Hand machen lassen, weiß wovon ich rede.

    Früher waren solche Fleißaufgabe vollkommen normal und man mußte sie zusätzlich zum eigentlichen Lehrstoff abarbeiten.
     
  7. amarok

    amarok Galloway Pepping

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    ich halte computer für den unterricht schlichtweg sinnlos. in grundschule und mittelstufe kann ein schüler mit dem rechner nichts anfangen bzw es macht nicht viel sinn diesen für mehr als nur zum schreiben zu verwenden, in mittel und oberstufe wird der rechner dann zwar verwendet und macht durchaus sinn doch die meisten schüler lassen sich durch ein gerät eher ablenken als unterstützen.

    wir haben für den mathematik und physik unterricht grafische taschenrechner. diese werden in 90% der zeit in der sie in den händen eines schülers gehalten werden entweder dazu verwendet sich den unterricht mit kleinen spielchen zu verkürzen oder ebooks zu lesen. mit einem "richtigen" computer wäre das nur noch schlimmer.

    trotzdem wären in manchen fächern mit der richtigen software und einem passenden lehrplan mobile computer im unterricht sehr sinnvoll (IT, Mathe, Physik, DigitalTechnik).

    In IT und Digitaltechnik funktioniert das bei uns so dass der Lehrer immer rumläuft und auf die Monitore schaut. (Workstations werden von der Schule gestellt) Wer nicht mit den vorgegebenen Programmen arbeitet fliegt raus (meistens zur Freunde des Schülers - Was'ne Lernmoral o_O )

    Schwieriges Thema
     
  8. slartibartfast

    slartibartfast Schöner von Nordhausen

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    @tjp: also wir haben da schon einige interessante Dinge mit Computern anstellen können - vor allem zum Thema Wellen, Interferenzen und Wellenfunktion.

    ich hatte ja das "sinnvoll" extra kursiv gesetzt, um zu betonen, dass er Computer eben nur dort einsetzte, wo es wirklich sinnvoll ist!
     
  9. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Mathematik gibt es an der Schule eh nicht, das ist fast ausschließlich Rechnen (im Mathe LK mag es anders aussehen). An der Uni habe ich nie einen Computer für die Mathematikübungsaufgaben vermißt, selbst CAS Software hilft einem bei den Aufgaben nicht weiter, man muß ja den Beweispfad begründen können. Da braucht man den Computer höchstens um Skripte oder Artikel herunterzuladen und auszudrucken.

    Nun ja, Informatik kann man auch ohne Computer machen, zumindest die theoretische/mathematische Informatik kommt ziemlich gut ohne Computer aus. Aber das ist nichts für Schüler. Für Einsteiger dürfte Informatik besser mit Computer unterrichtet werden, sonst gibt es nur Frust.

    Aber da wären wir bei den wenigen sinnvollen Ausnahmen.
     
  10. anubis

    anubis Gast

    Also ich finde, etwas Fortschritt ist gut, aber sich komplett Computer abhänging zumachen, eher weniger. Man sollte meiner Meinung nach die alten Lernmethoden zum Teil noch beibehalten !
     
  11. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Ich bin in der Hinsicht durch die Uni "verdorben", in erster Linie fallen mir zum Thema Wellen gewöhnliche/partielle Differentialgleichungen, Fouriertransformierte und Greensche Funktionen ein. Erst wenn man Lösungen approximiert braucht man da den Computer. Die Theorie ist halt interessant, weil man so viel über die Lösungen erfährt und wie diese sich superponieren.
     

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