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Review: iListen

Dieses Thema im Forum "Software-Tutorials" wurde erstellt von stk, 03.07.06.

  1. stk

    stk Grünapfel

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    Dies ist der Versuch ein Review zu diktieren. Ich habe dazu von einem Kunden die Software iListen von ASH zur Verfügung gestellt bekommen. iListen wird zusammen mit einem Headset von Parrot ausgeliefert und soll out-of-the-box den Benutzer befähigen dem Macintosh Texte für Briefe, Faxe, eMails oder Memos zu diktieren.

    Nach erfolgter Installation wird das Programm auf seinen "neuen Herren" trainiert. Dazu werden zunächst die Sprechgeschwindigkeit und die Sprachlautstärke des Benutzers sowie die Umgebungsgeräusche ermittelt und das Mikrophon kalibiert. Danach startet eine Trainingssitzung in der das Programm lernt wie der Benutzer Wörter artikuliert. Pro Benutzer kann so eine individuelle Stimmreferenz erzeugt werden, anhand derer iListen die Texterkennung durchführt.

    Soviel zur Theorie. In der Praxis bedarf es einiger Trainingssitzungen, bis eine halbwegs ordentliche Trefferrate zustande kommt. Nachfolgend der bisherige Text mal als Kostprobe:
    Dieses Diktat entstand nach dem ersten Basistraining, welches lediglich ein paar Dutzend Sätze umfasst. Auch nach einer weiterem Trainingsdurchlauf ist das Ergebnis nicht so viel besser geworden :(:

    Etwas ungewohnt auch: jedes Satzzeichen und jeder Absatz muß mitdiktiert werden. So als wäre die Sekretärin Legasthenikerin o_O. Weiterhin unzureichend: iListen setzt Worte nach den alten Rechtschreibregeln.

    Dazu kommt, das sich iListen recht zickig gibt, wenn es darum geht andere als das mitverkaufte Headset anzusteuern. Ein mit diversen Windows-Spracherkennungsprogrammen arbeitendes Philips Handmikrophon das unter OS X erkannt wird und das mit Quicktime hervorragend zusammenarbeitete, wird zwar in der Device-Auswahl von iListen angeboten, aber schon in der Kalibrierung wieder abgeblockt. Einen vernünftigen Grund gibt es dafür nicht, so daß sich der Verdacht aufdrängt, das über eine künstliche Beschränkung innerhalb des Programms "MacSpeech-Zertifizierte Hardware" verkaufsgefördert werden soll. Grundsätzlich nicht unterstützt sind alle Arten von Bluetooth-Headsets, da es hier übertragungsbedingt zu Verzögerungen und Verzerrungen durch die Datenkompression kommen kann, mit denen die Spracherkennung nicht zurecht kommt. Schade, aber wenigstens nachvollziehbar. Tröstlich immerhin, das das Headset wenigstens auch z.B. für iChat (und sicher auch für andere VoIP-Lösungen) verwendet werden kann.

    Weiterhin werden nur lokale Benutzer unterstützt, die zudem über Administrationsrechte verfügen müssen. Dies widerspricht zum einen elementaren Sicherheitsvorkehrungen unter OS X; zum anderen sind Benutzer mit netzwerkbasierten Homeverzeichnissen unter OS X Server damit vollständig von der Verwendung ausgeschlossen.

    Leider ist iListen derzeit - wie auch Route66 - der Einäugige unter den Blinden. Sprich: es gibt kein anderes, natives Mac OS X Programm als Alternative. Erste Versuche mit vergleichbarer Windows-Software unter Parallels sind zur Zeit in Arbeit, versprechen aber keine Besserung der Situation, da hier zwar die Mikrophone auf Betriebssystemebene prima durchgereicht werden (sprich: mit Windows selbst können qualitativ gute Aufnahmen gemacht werden), die Spracherkennungsprogramme aber offensichtlich eigene Input-Ressourcen verwenden, die die Aufnahme nur mit einem deutlichen und störenden Brummen ermöglichen.

    Fazit: Nach reichlich Training sollte man immer noch auf eine Fehlerquote von um die 2 % gefasst sein. Das klingt zunächst nach nicht viel, bezogen auf einen einseitigen A4-Geschäftsbrief verbleiben aber so immer noch 2 bis 3 Worte die in einer Korrekturlesung identifiziert und i.d.R. manuell nachbearbeitet werden müssen. In dieser Fehlerquote nicht mitgezählt werden können sicherlich sinnentstellende Umsetzungen, die zwar korrekt phonetisch erkannt wurden, aber z.B. aufgrund von Groß-/Kleinschreibung oder Zusammen-/Getrenntsetzung fehlerhaft sind.

    Als sehr viel schwerwiegender noch empfinde ich, dass die Implementierung so ziemlich an OS X vorbei geht. Benutzerprofile liegen im systemweiten Library-Ordner, die Zusammenarbeit mit OS X Server schlägt vollkommen fehl und der Betrieb der Software verlangt nach administrativen Rechten. Eine Lieblosigkeit wie sie sonst nur bei Windowssoftware bekannt ist. Für meinen Teil verläßt das Teil mit Ende dieses Tests wieder meine Platte und wird mein Konto sicher nicht belasten.

    Gruß Stefan
     
    Moorcock und (gelöschter Benutzer) gefällt das.
  2. xgx7

    xgx7 Doppelter Prinzenapfel

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    Hallo,


    ein nettes Review. Leider mit ernüchterndem Ergebnis - vor einiger Zeit habe ich auch einmal vergeblich nach einer vernünftigen Spracherkennung gesucht und nach einiger Zeit wieder aufgegeben.

    Aber wäre das Review in der Sektion "Review Software" anstatt "Tutorials Software" nicht besser aufgehoben? ;)

    Gruß xgx7
     
  3. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    in der Tat - da hab ich wohl den falschen Link erwischt :oops:. @Admins könnt ihr das bitte fixen? Danke!

    Gruß Stefan
     
  4. weebee

    weebee Gast

    Schönes Review.

    Übrigens: Route 66 wird nicht mehr für den Mac verkauft :(
     
  5. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,
    Ja, stimmt. Allerdings weiß ich nicht ob ich darüber traurig sein soll ;). Ich warte da einerseits gespannt und andererseits sehr gelassen auf das erste Release von Garmin.

    Und vielleicht gibt's ja auch mal 'ne Portierung von Dragon NaturallySpeaking um das iListen-Problem in den Griff zu bekommen.

    Gruß Stefan
     
  6. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    Das wollte ich so ähnlich gerade dazu kommentieren. Denn Dragon NaturallySpeaking ist tatsächlich die einzig mir bekannte wirklich gut funktionierende Spracherkennung. Und es funktioniert auch unter Parallels.

    Leider wollen die Nuance Leute auf mein zigfaches Anfragen nicht an eine Portierung denken!!! Vielleicht hilft zahlreicheres Nachfragen: Dragon NaturallySpeaking.

    Mit USB-Headset hatte ich allerdings Probelme, mit Bluetooth Headset HBH 300 SonyEricsson funktionierte es erst, danach konnte ich Parallels nicht mehr neu starten und später funtioniert das Headset weder unter MacOS noch unter Parallels. Konflikte? Kennt sich da einer aus? :-D

    Georg
     
  7. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    ich habe vor einigen Tagen Dragon Speaking erfolgreich unter Parallels (Build3120) betrieben - sogar mit dem internen Micro des MacBook mit einem halben Meter Abstand! Das Parot Headset, das ich eigentlich damit testen wollte hab ich dann gar nicht mehr in Betrieb genommen. Es wurde unter Parallels zwar eingebunden, aber anschliessend nicht an Speaking übergeben. Mag sein, das der Fehler auf Win-Treiber Ebene zu suchen wäre. Egal. Grundsätzlich würde ich daraus schlußfolgern, dass es für den Mac via Parallels nun auch vernünftige Spracherkennung gibt. Einzige Einschränkung: die Übergabe der erkannten Wörter erfolgt natürlich ebenfalls an ein Win-Programm (Word, TextEditor, ...) und muß von dort noch entsprechend auf die Macseite übernommen werden.

    BT-Headsets sind im Allgemeinen nicht wirklich für Spracherkennung geeignet.

    Gruß Stefan
     
  8. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    ja, funzt auch mit eingebautem Micro erstaunlich gut.

    Dann habe ich auch versucht, ein Bluetooth Headset (HBH300 SonyEricsson) zu benutzen (es ging! Zwar langsam aber es ging) - aber nur solange bis ich damit (unter MacOs) Skype anwendete.

    Aber dann Totalausfall. Rechner hing. Alles beendet, Neustart, aber der dauerte mehrere Stunden. Beim nächsten Anlauf wieder aufgehängt, habe dann den Neustart, der dann wieder hing, nach ca. 5 Stunden gewaltsam unterbrochen.
    Nachdem ich unter erheblichen Schwierigkeiten alle Bluetooth Einträge in Bezug auf das Headset gelöscht habe, geht der Rechner wieder, aber Dragon Naturally Speaking nicht mehr!
    Rufe jetzt mal die Hotline an.
     
  9. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    Danke für das Review - ich warte vorerst darauf, dass endlich die deutsche Version von Dictate erscheint:
    http://www.application-systems.de/dictate/

    iListen arbeitet mit Philips TalkAnywhere - diese Engine ist relativ alt.
    Dictate verwendet die Dragon Naturally Speaking Technologie und unterstützt auch die neue deutsche Rechtschreibung.

    Würde mich natürlich freuen, wenn hier (sobald erhältlich) ein erster Erfahrungsbericht erscheint.

    Dragon NaturallySpeaking unter Parallels in Betrieb zu nehmen scheint problematisch zu sein und stellt für mich keine Alternative dar.
     
  10. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    Dragon Naturally Speaking funkt etwas besser unter Fusion, wahrscheinlich dank Nutzung der 2 Prozessoren. Aber so gut wie unter Windows geht es nicht und nach längerer Nutzung fängt es an zu spinnen.
    Dictate hört sich richtig gut an, da warte ich auch drauf!
     
  11. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    iListen 1.8.1

    Ich habe heute iListen 1.8.1 bekommen. Nachdem ich das erste Training absolviert habe funktioniert das diktieren schon recht gut.

    iListen wurde in einigen Punkten wie folgt verbessert:

    1. Um iListen zu installieren braucht der Benutzer keine Administrator-Rechte mehr.
    2. iListen speichert die Benutzer-Einstellungen in der Library des Benutzers.
    3. Ausnahme: Die Stimmen-Profile werden im Ordner "Dokumente" gespeichert.
    4. iListen läßt sich sowohl mit dem beigefügten Headset als auch mit meinem USB-Mikrofon von Samson verwenden. Wie es sich allerdings mit anderen Headsets verhält, kann ich nicht sagen (da ich keins habe). Voraussetzung laut Handbuch ist auf jeden Fall ein Headset, welches über USB angeschlossen ist. Ein USB-Adapter liegt bei.

    Um mit iListen flüssige arbeiten zu können, sollte man sich auf jeder Fall einige Stunden Einarbeitungszeit gönnen und diese über mehrere Tage verteilen. Auch sollte das Handtuch sorgfältig gelesen werden. Um das Lernen einiger Steuerbefehle wird man ebenfalls nicht herumkommen.

    Laut Handtuch arbeitet iListen optimal, sobald "die erreichte Genauigkeit über 90% beträgt, ... . Es ist wichtig, dass Sie nicht zu viele Trainingstexte lesen, da dies zu einer Überkompensation beim Anpassen Ihres Sprachprofils führen könnte." Nun denn...

    Wer jetzt noch eine Version von iListen 1.8.1 bei Application Systems kauft, wird eine vergünstigte Crossgrade-Version von Dictate bekommen und gegenüber dem späteren Kauf von Dictate sogar noch Geld sparen, da Dictate teurer sein wird als iListen mit dem Crossgrade auf Dictate (telefonische Auskunft). Das Erscheinen von Dictate (deutsch) wird nicht vor Oktober erwartet.

    Diesen Text habe ich (fast) komplett mit iListen diktiert. Das hat mit Sicherheit vielfach länger gedauert, als wenn ich den Text getippt hätte. Auch die Korrektur-Funktion für falsch erkannte Wörter habe ich oft bemüht, damit jedoch gleichzeitig meine Stimmen-Erkennung trainiert.

    Ich werde in ein bis zwei Wochen berichten, ob sich iListen bei mir zum texten bewährt oder als Fehlinvestition herausgestellt hat.
     

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  12. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Danke für den ersten Eindruck. Jetzt warte ich natürlich auf die Erlebnisse aus dem RL. Würdest Du das Programm nochmals kaufen? Was sind die positiven/negativen Überraschungen? We verändert sich die Produktivität?. Dein letzter Eindruck:
    war ja eher ernüchternd.

    Gruß
    Moorcock
     
  13. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    iListen 1.8.1 Erfahrungsbericht

    Meinen Erfahrungsbericht über iListen werde ich komplett mit iListen diktieren. Korrekturen am Text (falsch verstanden Wörter) werde ich ausschließlich per sprach Steuerung vornehmen, dadurch mag der Leser einen Eindruck bekommen, wir ein mit iListen diktierter Text aussieht und an welchen Stellen man um einen Nachbesserung per Tastatur nicht herumkommt. Manche zusammen geschriebene Wörter zieht iListen auseinander, und Verbindung Striche zusammengesetzter Wörter müssen mit diktiert werden, was ich etwas Gewöhnung Bedürftig finde.

    Sollte dem Leser der Satzbau dieses Textes ein wenig "ungewohnt" vorkommen, so liegt das an meiner fehlenden Übung, Sätze zu diktieren. Ich denke jedoch, daß das jedem, der mit iListen diktiert, so gehen wird, was diesen Bericht ein wenig authentische machen soll. Zu erwähnen ist auch, das iListen noch mit der alten Rechtschreibung arbeitet. Die neue soll mit dem Nachfolger Dictate, dessen Spracherkennung auch wesentlich besser sein soll, geliefert werden - voraussichtlicher Erscheinung Termin: Ende dieses Jahres.

    iListen eignet sich meiner Erfahrung nach nur sehr begrenzt zum verfassen komplexer Texte. Die Wort Erkennung verbessert sich mit der Zeit und die Trefferquote ist recht gut, dennoch muß man oft zur Tastatur greifen und den Text nach besseren. Ein Großteil der Korrekturen kann auch per sprach Befehl ausgeführt werden, was die Erkennung Rate gleichzeitig erhöht, jedoch auch zeitaufwendig und mühselig ist. Man kommt keinesfalls darum herum, die Texte sorgfältig (vor allem auch inhaltlich) Korrektur zu lesen, da iListen falsch verstanden Wörter ja richtig schreibt (Rechtschreibung), diese jedoch im Text Zusammenhang unsinnig sind und oft nur schwer auffallen. Daher am besten sofort korrigieren, was wiederum ein flüssiges diktieren sehr erschwert.

    Auch ist es notwendig, die Sätze vor dem diktieren im Kopf weitestgehend aus zu formulieren, da eine nachträgliche Korrektur per sprach Befehl mühselig ist; hier ist die Eingabe per Tastatur klar im Vorteil.

    Für Menschen (wie mich), die sich mit der Rechtschreibung manchmal etwas schwer tun und denen die Rechtschreibung Funktion in Programmen eine der wichtigsten Funktionen ist, hat die Spracherkennung einen klaren Vorteil: Sie kennt zum einen nur Wörter, die es auch wirklich gibt, und diese werden zudem immer richtig geschrieben. Schwierig wird es natürlich dann, wenn der Wortschatz komplexer wird und man auch gern auf das eine oder andere Fremdwort zurückgreifen möchte, weil dieses einen Sachverhalt einfach kürzer und genauer beschreibt. Wer jedoch schon viele selbst geschriebene Texte vorliegen hat, sollte sich dieser als reinen Text ab speichern (Mac OS Lateinisch) und iListen damit füttern. Dazu steht eine entsprechende Funktion zur Verfügung, die diese Texte dann auf unbekannte Wörter hin untersucht und diese auflistet. Aus dieser Liste kann man dann alle Wörter, die iListen lernen sollen, auswählen. Die phonetische Beschreibung der Wörter kann in der Regel übernommen werden, es jedoch auch möglich, diese auf recht simple Weise an die tatsächliche Aussprache anzupassen.

    Ein Problem für jede Spracherkennung sind Wörter, die zwar gleich klingenden, jedoch unterschiedlich geschrieben werden. Da sich diese unterschiedliche schreiben Weise zum Teil aus dem Text Zusammenhang ergibt und iListen diesen Zusammenhang erkennen können soll, ist es immer besser, die Wörter nicht einzeln sondern als zusammenhängenden Satz Teil zu diktieren. Ein gutes Beispiel ist das Wort ".". Leider hat iListen in diesem Punkt (".") Einen. Geschrieben und "einen" nach dem. Groß. Hier hilft notfalls der Modus für das Buchstabieren.


    Probleme:

    Nachdem ich meinen Rechner durch falsch verstanden Befehle mehrfach lahmgelegt und sogar ohne Nachfrage komplett ausgeschaltet hatte (entsprechend der Funktion "aus schallt Knopf gedrückt halten" bis der Rechner sich aus schaltet - sehr übel) habe ich die meisten Befehle zur sprach Steuerung des Rechners deaktiviert.


    Fehler:

    Wird im Modus für das Buchstabieren gearbeitet, so werden die dort diktierten Zeichen im Text phonetisch nicht korrekt eingebunden, das heißt, daß sie nicht mit gezählt werden und daher beim Navigieren im Text per sprach Befehl die Text Marke nicht mehr an der richtigen Stelle steht und der Text durch das korrigieren zerstückelt wird.

    Wird ein Text länger, sollten nach jedem oder zumindest wenigen absetzen die Korrekturen übernommen werden, da iListen dann den Speicher löscht und für das aktive Fenster ab der Text Position eine neue Sitzung auf zeichnet. Im Modus für die Korrekturen kann es bei längeren Texten sonst schon mal mehrere Minuten dauern, daß das Programm sich zu der gewünschten Text Stelle durch gearbeitet hat. Und es kann auch passieren, daß der Text sonst nach einer Korrektur schlimmer aussieht als vorher, da Wörter an die falsche Stelle gesetzt werden. In diesem Punkt erscheint mir das Programm noch sehr wenig aus gereift.


    Mein Fazit:

    Es wird noch sehr lange dauern und viel Forschungsarbeit nötig sein, um Spracherkennung Alltags und Praxis tauglich zu machen. Ich habe das Gefühl, daß es hier noch eines komplett neuen Ansatzes fehlt. Das Schreiben mit der Tastatur geht nach einiger Übung wesentlich schneller und zuverlässiger, ich muß mich um den Satzbau nicht schon vor dem Schreiben (diktieren) kümmern, ich kann schneller und effektiver im Text Navigieren und alle Wörter schreiben, die ich kenne oder die mir in den Sinn kommen (kreative Wort Schöpfung).


    Mein Schluß:

    Vierzehn Tage Training mit "Tipp10" ist aus meiner Sicht wesentlich produktiver angelegte Zeit und das erlernte ist universell auf jedem Rechner mit gleicher oder ähnlicher Tastatur nutzbar. Denn weder komme ich mit iListen um die Verwendung der Tastatur herum noch um eine Einarbeitungszeit. Dennoch macht das diktieren mit iListen Spaß, doch außer dem reinen Spaß Faktor sehe ich in dieser Software (noch) keinen Vorteil gegenüber der Eingabe mit der Tastatur, nach meiner Erfahrung ist die Spracheingabe mit iListen Arbeit- und Zeit-intensiver.
    Da ich mir iListen gekauft habe, um später günstig auf Dictate aktualisieren zu können, werde ich mich hoffentlich noch vor Ende des Jahres mit einem weiteren Erfahrungsbericht (von und mit Dictate) melden können - an mir soll es nicht liegen, die Frage ist nur, wann die deutsche Version von Dictate vorliegen wird.


    Screenshots:

    Wird ein Wort nicht korrekt verstanden, kann man es im Korrekturmodus berichtigen. iListen macht hier Vorschläge und lernt daraus, mit der Zeit erhöht sich die Trefferquote.
    [​IMG]

    Ist ein Wort unbekannt, wird der Wortschatz von iListen erweitert:
    [​IMG]

    Ich kann ganze Texte auf unbekannte Wörter analysieren lassen:
    [​IMG]
    [​IMG]
     
  14. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

    Dabei seit:
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    Vielen Dank für Dein ausführliches review.

    Vieles was Du beschreibst ist mit Sekretärin nicht unbedingt besser (ich habe mal diktiert: "Dies gilt nota bene für..." und raus kam der "Notar Bene"). Aber Du gibst einen sehr klaren Eindruck über Deine Erfahrungen

    Auf den Erfahrungsbericht von "Dictate" freue ich mich schon. Bis dahin werde ich auf meinen Mac wohl weiter tippen.

    Gruß
    Moorcock
     
  15. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    Wenn Dictate DragonNaturallySpeaking gleichkommt, dann lohnt sich das Warten

    Dictate soll ja die Engine von DragonNaturallySpeaking haben. Und wenn ich den Bericht von Zeisel bewerte, dann lohnt sich das Warten bestimmt, denn DNS läuft sogar virtualisiert besser als iListen. Sich jetzt noch in iListen einzuarbeiten ist Zeitverschwendung!
     
  16. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    Dictate hat die Engine von DragonNaturallySpeaking. Daher denke ich das auch!

    Danke ;) Aber im Ernst: zum einen wollte ich es einfach gern schon einmal ausprobieren, zum anderen bekomme ich das Upgrade auf Dictate von ASP so vergünstigt, dass es in der Summe mit iListen günstiger ist als wenn ich mir Dictate später als Vollversion kaufe - so zumindest das telefonische Versprechen von ASP, sonst hätte ich mir iListen nicht noch gekauft.
     
  17. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    Danke auch, dein Beitrag in Ehren.

    Ich hatte auch damit spekuliert iListen zu testen, werde es jetzt aber bleiben lassen. Allerdings der von dir zitierte iListen-Kauf mit dem Crossgrade klingt verlockend. Nur welches Headset ist dann bei Dictate dabei und wie sieht es mit Englisch als zusätzlicher Sprache aus?
     
  18. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    Das Headset ist von Plantronics und wirklich nichts besonderes - ich werde mir noch ein besseres kaufen. Das Mikrofon sitzt mir vor der Nase, oder ich muss den Kopfbügel sehr weit nach vorn schieben, wodurch das Ganze nicht optimal sitzt. Du kannst jedes "ordentliche" Headset verwenden, auch mit einem Tischmikrofon funktioniert es (getestet mit meinem Samson Q1U). Bedingung: Anschluss über USB! Ein USB-Adapter für 3,5 mm Klinke ist jedoch dabei, auch das Plantronics ist ein "normales" Headset und über den Adapter angeschlossen.

    Edit: Die Sprache ist deutsch, wie das mit anderen Sprachpaketen aussieht weiß ich nicht, dazu kontaktiere am besten APS ASH, am Telefon geben sie (über eine ganz normale Telefonnummer, ja, das gibt es noch ;) ) bereitwillig Auskunft.
     
    #18 Zeisel, 18.08.08
    Zuletzt bearbeitet: 18.08.08
  19. g.v.s

    g.v.s Jerseymac

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    Das könnte der Nachteil des Crossgrades von iListen auf Dictate sein

    Das hatte ich mir so gedacht. Hoffentlich wird es zum Dictate ein vernünftiges USB-Headset als Dreingabe geben, was dann den "Mehr"-Preis wieder rechtfertigt. Die DNS-Engine ist sehr anspruchsvoll mit Headsets!
    Auch in Bezug zu den Sprachpaketen habe ich nicht iListen gemeint sondern Dictate. Eventuell kostet das Bundel: Dictate mit englischer und deutscher Sprachversion und optimalem USB-Headset weniger als das Crossgrade mit zusätzlichen Heaset und auf englisch nachgerüstet.
    Aber egal wie, Hauptsache sehr bald. Mir hat der APS (oder ASH?) Mitarbeiter letzten Monat noch Ende Juli bis Ende August angesagt!
    Es kommt wenn es kommt - wir können es sowieso nicht ändern.
     
  20. Zeisel

    Zeisel Spätblühender Taffetapfe

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    ASH ;) Und mir hat man frühestens Oktober, wahrscheinlich später, gesagt. Die sollen sich lieber ein wenig mehr Zeit lassen und dann etwas ordentliches abliefern.

    Mit dem Headset könntest Du natürlich recht haben - ich habe mein iListen allerdings schon im Dictate-Karton geliefert bekommen.
     

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