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Qualitätsverlust bei Konvertierung von MP3 zu AAC?

Dieses Thema im Forum "iPod classic/nano/shuffle" wurde erstellt von MikeZ, 04.02.07.

  1. MikeZ

    MikeZ Stina Lohmann

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    Hallo,
    ich habe zZt eine MP3 Sammlung in guter bis sehr guter Qualität (160-320 kb/s), die aber deshalb auch eine Menge Speicher belegt. Obwohl ich mit AAC weniger flexibel bin, würde ich die doch in das weniger speicherhungrige AAC Format umwandeln wollen.

    Wenn ich die Dateien mit iTunes in AAC umwandle, muss ich mit einem Qualitätsverlust rechnen?

    Wäre super, wenn da jemand ne sichere Antwort geben kann!

    Danke schonmal und viele Grüße, Michael
     
  2. yjnthaar

    yjnthaar Schwabenkönig

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    Ja! AAC ist wie MPEG Audio ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren. Eine Kodierung eines Quellmaterials X zu einem Zielmaterial Y ergibt Verlust. Im günstigsten Fall wäre ein re-import von CDDA die Beste Lösung. Ansonsten muss Mensch eben mit dem Qualitätverlust leben. Probier es doch mit ein paar Stücken aus und schau ob Du damit zu frieden. bist.

    Salve,
    Simon
     
  3. skueper

    skueper Niederhelfenschwiler Beeriapfel

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    Mit einem Qualitätsverlust ist zu rechnen. Ob und wie stark dieser hörbar ist, darüber streiten sich die Gelehrten (und Audiophilen). Wie bereits vorgeschlagen: mit einer handvoll Stücke selbst ausprobieren und dann entscheiden.

    Ich persönlich würde auch den Weg gehen, die CDs neu zu encodieren. Meine CD-Sammlung wird demnächst auch nochmal komplett neu eingelesen. Das allerdings, weil ich beim "ersten Mal" einfach eine zu geringe Bitrate gewählt habe, 128 kbit/s reichen mir persönlich bei vielen Stücken einfach nicht. Bevor jetzt wieder die ewige Diskussion losgeht: nein, auch ich höre nicht sofort auf Anhieb, ob eine Datei 128 kbit/s MP3 oder 192 kbit/s MP3 ist. Aber mir fällt klanglich sehr wohl bei bestimmten Stücken/Musikrichtungen der Unterschied zwischen 128 kbit/s MP3 und 320 kbit/s AAC auf ;)
     
  4. samson

    samson Gast

    ja was denkst du? wenn man was komprimiertes noch mal komprimieren will....
     
  5. MikeZ

    MikeZ Stina Lohmann

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    Hallo,
    ich bin mal dem Rat gefolgt Hörtests zu machen.
    Bei MP3 320 -> AAC 192 habe ich keinen echten Unterschied gehört,
    MP3 320 -> AAC 128 war bei bestimmten Sachen schon ein deutlicher Unterschied, zB Akustik-Gitarren klingen bei der 320er MP3 viel "plastischer", schwer zu beschreiben...

    Spasseshalber habe ich auch noch im MP3s konvertiert:
    Bei 128 kb/s fällt es mir normalerweise sofort auf, wenn ich mit meinen Sony MDR-V300 Kopfhörern höre (auf dem Logitech Z4 nicht), aber verglichen habe ich die Musik noch nie.
    128 klingt wirklich wie aus der Blechbüchse. Immer ein dezentes wabbern bei zB Chören und im Gesang, so ein komisches Reiben, was nicht reingehört, überhaupt wirkt alles metallisch und undetailliert.
    192 fand ich komischerweise bei manchen Sachen fast noch schlechter als 128... Aber insgesamt sind es die selben Phänomene wie bei 128, nur dezentert. Das Wabbern und Reiben bleibt, aber ist leiser. Bei beiden ist auf auffällig, dass in den Bassregionen ziemlich "gemantscht" wird, das klingt nicht mehr so detailliert wie im "Original".

    Nach dem Vergleich steht für mich fest, dass ich die Musik nochmal gescheit als 192 kb/s AACs importieren werde. Ein Haufen Arbeit, aber das dürfte ein Kompromiss zwischen Klang und Dateigröße sein.

    Ich kann so einen Vergleich jedem empfehlen, echt interessant mal die Unterschiede zu hören :) So beim normalen Hören merkt man das nach dem MOtto "Was ich nicht weiss macht mich nicht heiss" vielleicht nicht, aber irgendwie verpasst man mit MP3s echt was.
     
  6. Hallo

    Hallo Gast

    Über Datenreduktion und Kompression gibt es einen schönen Artikel:
    http://www.stereophile.com/features/203/index.html
    Dieser besagt (es geht um eine wissenschaftliche Untersuchung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst von einem Dipl.-Psych.)
    Diese sagt zusammengefasst, dass es nicht um das Hörerlebnis geht, sondern um die Aufbereitung der Musik im Gehirn - emotionales Erleben und Verarbeiten.
    Jedes Kompressionsverfahren hat eine Datenreduktion zur Folge, die im Gehirn ausgeglichen werden muss. Unabhängig ob man dies hört wird das Gehirn veranlasst mehr Sinnesleistung zu leisten.
    Gezeigt hat sich in der Untersuchung, dass die Musik bei einer Datenreduktion als anstrengend erlebt wird - unabhängig von dem gehörten Klang.
     
  7. MikeZ

    MikeZ Stina Lohmann

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    Hallo,
    sehr interessanter Artikel :) Ich habe die letzten Seiten eher überflogen und den Teil über Datenkompression muss ich überlesen zu haben. Ging die Studie von dem Mann nicht eher um die emotionelle Reaktion der Menschen auf analoge/digitale HiFi Anlagen?

    Aber trotzdem echt lesenswert, sollte man beim Anlagenkauf im Hinterkopf haben. Ich hab jetzt richtig Lust bekommen mir selbst mal nen Röhrenverstärker zu bauen ;)
     
  8. Hallo

    Hallo Gast

    Die Nachteile der digitalen HiFi-Anlage basierten auf der Datenreduktion dieser. Auch die Uni-Dresden hat da mit einem EEG entsprechende Ergebnisse erzielt.
    Je datenreduzierter die Musik, um so nerviger ist sie emotional.

    Für den Selbstbau schaue mal hier:

    http://www.raphael-audio.de/

    Grüße

    Hallo
     
  9. apple-byte

    apple-byte Jakob Lebel

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    also die 160er und 192er würde ich so belassen

    alles darüber würde ich in AAC 192 konvertieren
    bzw die CDs neu rippen als AAC 192
     
  10. benstone

    benstone Erdapfel

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    Hi Forum,
    ich hab mir zu dem Thema auch ne Menge Gedanken gemacht. Auf der einen Seite war´s schon seit meiner Kindheit ein Traum meine Musiksammlung über nen PC zu verwalten, auf der anderen Seite find ich mp3s schon anstrengend.
    Vor ein paar Wochen hab ich dann das: http://ouir.ch/produkt.html?art=573
    gefunden.

    Hier ein Test: http://www.enjoythemusic.com/Magazine/equipment/0306/dared_mp5.htm

    Ich bin wirklich erstaunt wie groß der Unterschied zu meinem alten Verstärker ist.
    Alles klingt fast wieder analog wie von LP.

    Gruß Ben
     
  11. Hallo

    Hallo Gast


    Dann höre Dir mal Musik über eine Kinoanlage von z.B. Western Electric an.
    Leider stehen die alle in Japan. Auf die Frage, warum sie diese gekauft haben, sagten die, ihr wisst doch eh nicht was das ist.

    Wie gesagt, dass Klingen ist nichts gegen das Fühlen!:)
     
  12. benstone

    benstone Erdapfel

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    naja ich bin nicht in Japan. Und bei nem Röhrenamp geht´s sowieso nur ums Fühlen beim Hören.;)
     
  13. Hallo

    Hallo Gast

    Stimmt. Ist wie bei der Musik!;)
     
  14. Komprimieren ist nicht das Problem, das kann auch wieder dekomprimiert werden und führt somit nicht zum Qualitätsverlust. Das Problem ist Datenreduktion und das passiert nunmal beim encoden in MP3 oder AAC.
     
  15. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

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    Aehm, Herr Mueller, darum wird ja auch zwischen verlustfreier und verlustbehaftete Komprimierung unterschieden.

    Manche Komprimierungen bedingen Verlust (z.B. JPG), bei manchen Formaten ist zwar die Komprimierung verlustfrei (LZW), aber der Vorgang davor nicht (die Farbreduktion beim GIF) etc.

    Wie das bei Musik ist, weiss ich nicht genau, nehme aber stark an, dass MP3 und das "normale" AAC beide per se verlustbehaftet sind, indem sie zunaechst Toene und Tonunterschiede, die vom menschlichen Ohr nicht so gut unterschieden werden, rausschmeissen. Ein AAC und MP3 kann man jedenfalls nicht mehr so dekomprimieren (dekodieren), dass dabei das Original herauskommt.
     
  16. Hallo

    Hallo Gast

    Jede Reproduktion von Musik ist verlustbehaftet. Verlustfrei ist es mehr oder weniger nur im Konzert ohne elektronische Verstärkung.
    Je mehr Verlust, um so mehr werden wir zu zusätzlichen Sinnesleistungen angetrieben, die uns eigentlich wieder von der Musik entfernen.
     
  17. yjnthaar

    yjnthaar Schwabenkönig

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    Jau, wobei wir ja hier ein paar Ebenen weiter unten Diskutieren (dachte ich jedenfalls). Im datenelektronischen Sinne Verlust eben.

    Wie Tom schon sagte ist der MPEG4 und MPEG1 Audio mit einem verlustbehafteten Algorythmus ausgestattet, die auch das psychoakustichem Modell anwenden.

    Als "pure Quelle" sehe ich mal die Datenmenge an, die sich auf einer Audio Compact Disk im CDDA Format wiederfindet. Nun kann Mensch da mit einem ZIP/LZW/RLE-artigem Codec rangehen. Dieser komprimiert bis zu ca. 50 % der ursprünglichen Datenmenge, oder eben mit den Verlustcodecs MP3/AAC/OGG usw.

    Stellt Euch einfach ein Textdokument vor. Wenn ich das mit einem verlustfreiem Codec packe, habe ich den ganzen Text wieder, wenn ich ihn auspacke. Ein verlustbehafteter Codec würde (überspitztes Beispiel isch weiß) nach dem Auspacken einen Lückenhaften Text zum Vorschein bringen. Wenn der Text jetzt nochmals verlustbehaftet gepackt werden würde, würden noch mehr Buchstaben fehlen (=kummulativer Verlusteffekt).

    Salute,
    Simon
     
    #17 yjnthaar, 05.02.07
    Zuletzt bearbeitet: 05.02.07
  18. reab

    reab Wagnerapfel

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    Lasst uns alles digitalisieren um es dann wieder zu "analogisieren"?
    Ach, wie ich den Transrotor, die Revox-Anlage und meine Vinylsammlung liebe.
     
  19. Ja, sicherlich. Aber ich wollte nur zwischen "Komprimieren" und "Reduzieren" oder wie immer man das nennen mag, unterscheiden.

    Komprimieren hat nichts mit Datenreduktion zu tun und ist somit nicht Verlustbehaftet.
     
  20. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

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    NEINNNNNNNN, eben nicht. Wie oben beschrieben, ist zwischen verlustfreier und verlustreicher Komprimierung zu unterscheiden.

    Letztgenannte, zu denen auch MPEG-1 und MPEG-4 zaehlen (Danke, Simon!), sind ohne Verlust gar nicht moeglich, sie bedingen, dass was rausfliegt.

    Also nochmal: Es gibt Komprimierungsalgorithmen, die ueberhaupt nur verlustreich komprimieren.
     

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