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Probleme beim JPG-Export mit iView Media Pro 2.6

Dieses Thema im Forum "Grafikbearbeitung & Layout" wurde erstellt von recipient, 23.02.06.

  1. recipient

    recipient Gast

    Hallo allerseits,

    da es hier offenbar eine ganze Reihe von Threads zu iView gibt (leider nicht zu meinem Problem), versuche ich es mal.

    Also, ich arbeite schon mehrere Monate mit iView Media Pro 2.6.4 und habe heute erstmals die Export-Funktion genutzt (Menu: "Erzeugen -> Bilddateien umwandeln"), mit der ich TIFs in JPGs konvertieren wollte.

    Das erste Problem dabei: Die Komprimierung ("Einstellungen") lässt sich nur in 25-er-Schritten einstellen. Also habe ich entweder 6-MB oder 2-MB-Dateien, dazwischen ist anscheinend nichts möglich. Oder?

    Noch schwerer wiegt aber, dass iView Media Pro augenscheinlich die IPTC-Daten nicht mit in die neue JPG-Datei schreibt! Ich habe das mit mehreren Einstellungen ausprobiert, aber immer mit dem selben Ergebnis: Die Zieldatei enthält keinerlei IPTC-Infos mehr!

    Ich kann (will?) irgendwie nicht glauben, dass das von Hause aus so ist. Schließlich ist der IPTC-Standard ja für die Weitergabe/den Austausch von Bildinformationen erfunden worden. Gibt's da vielleicht noch irgend einen Schalter, den man umlegen kann/muss?

    Über Tipps und Hinweise würde ich mich sehr freuen.

    Dank & Gruß

    recipient
     
  2. recipient

    recipient Gast

    So, ich habe jetzt noch viel herumprobiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass es tatsächlich so ist: iView Media Pro(!), eine dem Namen und dem Preis nach professionelle Bildverwaltungssoftware, "vergisst" beim Export von JPG-Dateien die IPTC-Daten.

    Es gibt die Optionen, Farbprofile und EXIF/GPS-Daten mit einzubetten, aber nicht die IPTC-Felder. Anscheinend haben sie die IPTC-Option an der Stelle tatsächlich einfach vergessen, denn beim HTML-Export für Web-Galerien, gibt es diese Option. Und da macht es erheblich weniger Sinn.

    Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.

    Es wundert mich allerdings sehr, dass diesen Punkt noch niemand bemerkt bzw. kritisiert hat. Ist doch nun wirklich keine wild konstruierte Anwendungssituation, in einem Bildarchiv TIF-Dateien zu verwalten und sie gelegentlich als JPG weiterzugeben. Inclusive IPTC-Daten, versteht sich, denn dafür sind sie ja da.

    Ich kann mir das nur so erklären, dass die wirklichen Bilder-Profis, bei denen solche Anwendungssituationen ja gang und gäbe sind, auf andere Werkzeuge setzen. Hätte ich auch tun sollen. Jetzt muss ich meinen Workflow komplett neu überdenken.

    --- schnipp ---

    Gerade eben hat auch der Support geantwortet. Zitat:
    "In der Version 2.6.4 ist es nicht möglich die IPTC Daten bei der Umwandlung von Bilddaten beizubehalten. Diese Funktion ist erst ab der Version 3 verfügbar."

    Ich soll also jetzt noch mal 119,- Euro dafür bezahlen, dass die IPTC-Daten beibehalten werden. Unfassbar. Ein echtes Trauerspiel, dass Begriffe wie Zugesicherte Eigenschaft, Gewährleistung oder Produkthaftung in der Software-Banche keinerlei Bedeutung haben. Wahrscheinlich hauen die sich vor Vergnügen auf die Schenkel, wenn ich jetzt einfach mal Nachbesserung verlange.

    Versuchen werde ich's aber. Mal sehen, was sie sagen.
     
  3. weebee

    weebee Gast

    Uff, ich kann dir das gut nachfühlen. Auch ich denke manchmal, nein häufiger, dass man die Gewährleistung auf für Software einführen sollte.

    Neulich hat hier jemand seine gerade neu gekaufte Version 3 für 70,00 Euro (wenn ich mich recht erinnere) angeboten. Vielleicht ist die ja noch zu haben? Ich finde den Thread allerdings nicht mehr. Ansonsten: guckt dir doch mal Extensis Portfolio an; ich denke das ist in den Agenturen häufiger als iView anzutreffen.
     
  4. recipient

    recipient Gast

    Gibt es ja. Im Prinzip gelten für Software die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Produkte, das Problem liegt in der Schwierigkeit, einen Mangel als solchen auch zu beweisen.

    Ich müsste in diesem Fall ein Gutachten in Auftrag geben, das (idealerweise) bestätigt, dass man bei einem Bildverwaltungsprogramm dieser Preisklasse, das laut Werbung sowohl mit IPTC-Daten umgehen als auch Bildformate konvertieren kann, davon ausgehen darf, das beides auch in Kombination funktioniert. Denn ASH behauptet ja nirgendwo explizit, dass im JPG-Format exportierte Dateien auch die IPTC-Daten behalten.

    Software ist halt ein relativ komplexes Produkt, die Beschreibung der Features zumeist eher vage und allgemein, so dass im Einzelfall vieles Auslegungssache ist. Das Internet ist dabei in jeder Hinsicht ein Segen für die Software-Hersteller, da sie nicht nur enorme Distributionskosten sparen, sondern über Download-Angebote von Demo-Versionen immer sagen können: "Sie hätten es ja testen können!" (Wobei die Testmöglichkeit natürlich auch für den Anwender Vorteile hat, aber hier geht es ja um den Problemfall.)

    Genau so hat auch der ASH-Support argumentiert: Ich hätte es ja testen können. Hatte ich natürlich auch, aber auf die Idee, mit einer zusätzlichen Software zu überprüfen, ob die IPTC-Daten in der exportierten Datei auch tatsäclich noch vorhanden sind, bin ich zugegebenermaßen nicht gekommen. Das erschien mir selbstverständlich. Hätte ich aber vielleicht darauf kommen müssen?

    Für mich wäre das ist in etwa so, als würde man von einem Autokäufer erwarten, dass er bei der Probefahrt auch mal den Aschenbecher voll macht, weil es ja sein könnte, dass bei vollem Aschenbecher die Scheinwerfer nicht funktionieren. Gekauft wie gesehen. Sie hätten es ja testen können ...

    Aber ob ein Richter das im Ernstfall genau so sehen würde? Wer weiß. Der Kläger (Software-Käufer) müsste jedenfalls zunächst mal einen immensen Aufwand betreiben, um ihn davon zu überzeugen. Macht natürlich keiner. Man kotzt sich statt dessen lieber in Online-Foren aus. ;)

    Nur vor diesem Hintergrund ist erklärbar, dass es inzwischen ganz normal ist, dass Software-Hersteller fehlerhafte oder sogar unfertige Produkte auf den Markt bringen, und die Mängel dann (bestenfalls) nach und nach mit kostenlosen oder sogar -pflichtigen Updates beseitigen. Per Download, versteht sich ...

    Ich habe einfach schon zuviel in iView Media investiert (Workflow, eigene Benutzerfelder, Templates etc.), um jetzt mal eben wechseln zu können. Deshalb umgehe ich das akute Problem jetzt erst mal dadurch, dass ich die TIF-Dateien aus iView heraus kopiere und dann mit der 25-Euro-Shareware GraphicConverter unter Beibehaltung der IPTC-Daten in JPGs konvertiere. Die kann das nämlich.

    Mittelfristig werde ich mir aber auch wieder Alternativen ansehen (wenn die Oberfläche von Cumulus alias Mediadex nur nicht so grottenschlecht wäre!) und dann überlegen, in welche Software ich investiere.

    Dank und Gruß

    recipient
     
  5. weebee

    weebee Gast

    > Gibt es ja. Im Prinzip gelten für Software die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Produkte, das Problem liegt in der Schwierigkeit, einen Mangel als solchen auch zu beweisen…

    In diesem Fall hast Du recht, das wird schwer. Aber auch bei vielen anderen Fehlern, die reproduzierbar als "Fehler" erkennbar sind, hoffen wir alle doch nur auf ein Update statt den Hersteller Dampf zu machen. Dazu kommt leider noch, dass viele Leute (in den Foren) einerseits gar nicht richtig mit den Programmen arbeiten oder sie vielleicht nicht mal gekauft haben und dann antworten: hier alles toll, was willst Du überhaupt?

    > die Beschreibung der Features zumeist eher vage und allgemein, so dass im Einzelfall vieles Auslegungssache ist.

    Eine Sache die mich auch wundert. Man bekommt kaum noch echte Informationen, aber die Kunden fressen es ja.

    > Aber ob ein Richter das im Ernstfall genau so sehen würde? Wer weiß.

    Wie gesagt, ist dein Fall sicherlich schwieriger zu behandeln als "echte" Bugs.

    > Man kotzt sich statt dessen lieber in Online-Foren aus.

    … die sonderbarer Weise von den Herstellern weder mitgelesen noch beantwortet werden.

    > Nur vor diesem Hintergrund ist erklärbar, dass es inzwischen ganz normal ist, dass Software-Hersteller fehlerhafte oder sogar unfertige Produkte auf den Markt bringen, und die Mängel dann (bestenfalls) nach und nach mit kostenlosen oder sogar -pflichtigen Updates beseitigen. Per Download, versteht sich ...

    Tja und wir sind so blöde und lassen es mit uns machen. Nein noch schlimmer, wir (manche) reden uns die Probleme noch in Foren weg.

    Genau diese Problematik hatte ich ebenfalls mit iView. Die Version 1 hat noch 'ne Menge Fehler, die nie ausgemerzt wurden. Soll ich jetzt kostenplichtig auf die Version 2 oder 3 updaten? Bei EyeTV genau dasselbe Problem. Die alten Fehler werden nicht mehr behoben und man soll auf die neue Softwareversion umsteigen, die – man kann es kaum glauben – teilweise die alten Fehler ja sogar noch mitschleppt.

    > Ich habe einfach schon zuviel in iView Media investiert (Workflow, eigene Benutzerfelder, Templates etc.), um jetzt mal eben wechseln zu können.

    Ging/geht mir auch so. Leider wurde iView zur Version 2 in den grundlegenden Funktionen signifikant schlechter. Ich habe die Version 2 nie gekauft, immer auf Updates gehofft und weiterhin mit meiner alten Version 1 gearbeitet. Als dann die Version 3 kam, hoffte ich auf den großen Schritt. Aber die ersten, wenigen Stunden des Austestens waren ernüchternd. Ich habe – während iView vorsich-her-lahmte – parallel meine Eindrücke in Textedit geschrieben und bei Apfeltalk gepostet: http://www.apfeltalk.de/forum/iviewmediapro-3-erste-t23576.html
    Interessanterweise wurde das Programm mittlerweile von einigen Magazinen getestet; keines hat sich das Programm näher angesehen und praktisch keinen der Fehler entdeckt.

    Da iView für mich nicht mehr nutzbar ist, muss ich mich leider nach einer Alternative umsehen. Neben den grundlegenden Problem nervten mich auch noch viele, viele kleine Dinge, die ich in dem Review nicht mal angesprochen habe.
     

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