1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Unsere jährliche Weihnachts-Banner-Aktion hat begonnen! Wir freuen uns auf viele, viele kreative Vorschläge.
    Mehr dazu könnt Ihr hier nachlesen: Weihnachtsbanner 2016

    Information ausblenden

NETATALK vs. SAMBA oder Finder-Freeze ade!

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von Bananenbieger, 10.09.05.

  1. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

    Dabei seit:
    14.08.05
    Beiträge:
    24.564
    Nachdem ich mich nun einen Monat mit meinem Linux-Samba-Server (siehe Sig.) herumgeschlagen habe, habe ich nun den Schritt gewagt und NETATALK installiert.

    Für die Installation habe ich knapp 5 Minuten gebraucht (die Konfiguration ist wirklich einfach: "Apple-Feeling unter Linux...").

    Danach habe ich mal dem neuen Dienst auf den Zahl gefühlt. Mein wichtigstes Anliegen war die Behebung des Samba-Hauptproblems: Der "Finder-Freeze", wenn ein SMB-Volume nicht mehr verfügbar ist.
    Also schnell ein paar Volumes gemountet und anschließend mutwillig den Netzwerkstecker gezogen. Und siehe da: Innerhalb von einer Sekunde geht ein Fenster mit dem Hinweis auf, dass das Volume nicht mehr verfügbar ist. Diskret verschwinden dann die Netzvolumes vom Schreibtisch. Der Finder bleibt stabil und die Arbeit kann fortgesetzt werden. Somit haben sich meine Samba-Probleme erledigt.

    Zur Performance: Verzeichnisse, die mehr als 1000 Dateien enthalten, werden nur sehr langsam im Finder angezeigt, wenn man mit SMB arbeitet. Unter NETATALK ist die Browsing-Performance sehr viel besser. Selbst Ordner mit 10000 Einträgen bauen sich rasendschnell auf.

    Kommen wir zu dem Schluss: Mit OSX-Clients ist netatalk ein muss...
     
  2. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

    Dabei seit:
    27.10.04
    Beiträge:
    5.570
    Wir haben im Geschäft einen Samba Sun Server. Manmach ist die Performance nicht super. Was heisst das nun mit Nettalk..... betrifft das eigentlich nur mein Mac, sprich der zugriff auf den Server. Oder muss da was am Server geändert werden?
     
  3. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

    Dabei seit:
    04.01.04
    Beiträge:
    2.529
    @jensche: ausser der installation und konfiguration von netatalk muss serverseitig eigentlich nichts verändert werden.

    ich fand netatalk eigentlich auch immer ein sehr angenehmes und im vergelich zu samba ein deutlich performanteres protokoll - wenn es aber um den zugriff von einem unix-client (wie es os x eines ist) auf einen unix-server geht, würde ich ganz massiv NFS empfehlen - von der performance her unerreicht, und dank dem nfs manager von michael bresink (http://www.bresink.de/osx/NFSManager.html) auch nicht mehr wirklich schwer zu konfigurieren.
     
  4. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

    Dabei seit:
    27.10.04
    Beiträge:
    5.570
    also eine Installation am Server?

    Oder kann ich das an meinem Mac lokal vornehmen. Unsere Server Admins sind da sehr Pragmatisch.....(das ist also schwer durchzukriegen...."never touch a runnig system) zusätzlich greifen PCs auch noch drauf.
     
  5. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

    Dabei seit:
    14.08.05
    Beiträge:
    24.564
    @jensche: Wie mullzk bereits gesagt hat, muss netatalk zusätzlich auf dem Server installiert werden. Zusätzlich heisst: Der Samba-Server kann weiterhin die Windows-Clients bedienen.

    @mullzk: Stimmt, OSX setzt ja auf FreeBSD auf. Ich hätte auch selbst an NFS denken können :) Allerdings unterstützt netatalk einige Apple Features automatisch, so dass ich denke, dass das Arbeiten mit AppleTalk etwas mehr OSX-Feeling als NFS bringt.
     
  6. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

    Dabei seit:
    27.10.04
    Beiträge:
    5.570
    wie soll ich das unserem Admin beibringen?! Der hat gleich angst nachher läuft nichts mehr.....


    Wir haben das Solaris Betriebssystem auf unserem Sun Server
     
  7. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

    Dabei seit:
    04.01.04
    Beiträge:
    2.529
    nochmals wegen NFS - im gegensatz zu netatalk ist dieses auf jedem unix-server installiert und in den meisten fällen auch schon aktiviert. falls dein admin bei netatalk gleich die ohren zu hält und schreiend wegrennt würde ich es mit nfs als kompromiss versuchen...
     
  8. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

    Dabei seit:
    27.10.04
    Beiträge:
    5.570
    also was soll ich unserem Admin nun sagen (Ich bin kein Admin, darum frage ich auch so blöde)......was ist gut, was bringts.....


    Vorallen kostet es was und was ist der Aufwand? (Serverseitig und Mac seitig?)


    (wenn Netatalk, wo kann man das runterladen für Solaris?)
     
    #8 jensche, 10.09.05
    Zuletzt bearbeitet: 10.09.05
  9. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

    Dabei seit:
    04.01.04
    Beiträge:
    2.529
    ich würde wie folgt vorgehen:
    - zusammentragen jener probleme, die du aktuell mit samba hast. dazu gehört sicherlich eine suboptimale performance, andere sachen wie finder-freezes bei netzwerkverlust, authentifizierungs-probleme usw. kommen mal vor, mal nicht, das kommt ganz auf deine umgebung drauf an. vielleicht willst du den admin auch noch darauf hinweise, dass smb ein nicht-standardisiertes, von microsoft nicht öffentlich gelegtes protokoll ist, der samba-server ledigilich reverse engineered und m$ bei jeder neuen windows-version wieder kleine änderungen an smb vornimmt, damit der samba-server wieder einen wettbewerbsnachteil hat. vielleicht ist dir oder dem admin solches zeug aber auch egal und dann lässt du diesen verweis besser :D

    - dann würde ich mal zum admin gehen, ihn auf einen cafe einladen (die meisten admins wissen das sehr zu schätzen :D), ihm die probleme schildern und erst mal fragen, ob er allenfalls netatalk auf dem server am laufen hat, und ob er allenfalls gewillt wäre, dies zu instaillieren. du kannst ihm dabei versichern, dass es sich dabei um ein leicht konfigurierbares system handelt, mit recht guter dokumentation im netz.

    - wenn er dir auf diesen vorschlag hin den cafe ins gesicht schüttet und meint, er habe auch noch wichtigeres zu tun als sich mit den kleinlichen problemen minoritärer applenutzer umherzuschlagen (admins äussern sich gelegentlich so :D) würde ich ihn ganz lieb fragen, ob er denn alle kommunikation über smb laufen lässt, oder ob er auch noch NFS konfiguriert habe. denn das könne OS X als vollwertiges unix schliesslich genauso gut wie jeder solaris-server. abgesehen davon, dass es das wichtigste standardprotokoll im filesharing sei, mit einer über 20jährigen, sehr erfolgreichen geschichte. falls er grossspurig angibt (admins tun auch so was gelegentlich), dass er nicht umsonst den adminjob erhalten habe und natürlich NFS am laufen habe, fragst du ihn ganz lieb ob er a) noch einen cafe wolle und b) ob du über nfs auf den server zugreifen dürfst und nach welchem schema der server aufgesetzt sei (UID-Mapping, host-allowing etc).
    dann lädst du dir den erwähnten NFS-Manager runter, installierst ihn, schaust, ob du mit der beigeleten Dokumentation drauskommst oder aber du fragst hier im forum nach, wie das denn nun genau gehe...
     
  10. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

    Dabei seit:
    04.01.04
    Beiträge:
    2.529
    serverseitiger aufwand: runterladen, installieren, konfigurationsdatei anpassen (sehr leicht). wenns normal läuft ist der aufwand samt einarbeitung für den admin vielleicht zwei stunden, aber netzwerkaufgaben haben die eigenschaft, dass sie zwischendurch nicht ganz normal ablaufen.
    clientseitig ist der aufwand nix - einfach verbinden und gut ist.

    kosten tut es nix, ist open source
    runterladen kann man es hier: http://netatalk.sourceforge.net/


    NFS ist (abgesehen vom shareware-beitrag vom nfs-manager) ebenfalls kostenlos, aber der aufwand ist doch wesentlich grösser, insb. die einarbeitungszeit, falls der admin da noch keine grosse ahnung hat. clientseitig ist es mit dem nfs-manager in 5-30 minuten vollbracht....
     
  11. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

    Dabei seit:
    27.10.04
    Beiträge:
    5.570
    Danke für deine Ausführung.

    wir haben eben einen sehr schwierigen admin, auch menschlich.....



    darum werde ich ihm per E-Mail anfragen..... was soll ich da nun genau schreiben?
    Ich habe eben auch zu wenig Ahnung....

    (es muss einfach alles sauber Stabil und schnell laufen... da es sich um eine Druckvorstufe handelt... müssen da spezifische Sachen auch noch gewährleistet sein (OPI und OPIX Datenbanksystem und was auch immer noch). Freeze Pobleme habe ich nicht unbedingt. Performance ist durchnittlich 9-10MB/sek. mit einer 100Mbit leitung an meinem Mac.
     
  12. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

    Dabei seit:
    04.01.04
    Beiträge:
    2.529
    öhh, 9-10 MB/sek ist eigentlich ganz ordentlich, sofern du von Megabyte sprichst. Die Netzwerkkarte ist mit Mbit spezifiziert, wobei ein Byte bekanntlich 8 bit umfasst. Damit ist auf einer 100Mbit-Karte die theoretisch maximale Performance 12.5 MegaByte. Dazu kommen noch die Overheads auf den unteren Ebenen - 9-10MB/sek ist per se ein sehr guter Wert und für SAMBA meines Erachtens schon fast sensationell.

    Falls du nicht Mbit gemeint hast, würde ich in dem Fall alles lassen wie es ist. Einen Gewinn mit Netatalk würde ich mir da nicht erhoffen und auch der Gewinn von NFS dürfte eher spärlich ausfallen, dafür dass dein admin mit 'never change running system' ja eigentlich wirklich recht hat....
     

Diese Seite empfehlen