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Linux - direkt booten (ohne VM) Bootloader?

Dieses Thema im Forum "Linux auf dem Mac" wurde erstellt von Bier, 27.08.07.

  1. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Hi!

    Ich versuche mir gerade die aktuelle Xubuntu Version zu installieren. Das funktioniert bis zu dem Punkt stramm und problemlos, bis ich einen Bootloader installieren soll. Denn die Apple-artige Partionstabelle ist nicht unix-typisch.
    Wie habt ihr das gelöst?

    Gruß,
    Bier
     
  2. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hallo,

    Was für ein Mac? PPC (OldWorld oder NewWorld?) oder Intel?

    Bis dann

    R"udiger
     
  3. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Ja, nen Intel MacBook C2D, neu.

    Das Problem ist nicht die Installation, sondern Grub oder so was zu installieren. Partioniert ist, System kann man installieren... alles letti. Nur der Loader zum booten fehlt.
     
  4. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hast du refit (http://refit.sourceforge.net/) installiert? Das ist ein Bootloader für EFI-Systeme und stellt eine "fake"-MBR-Partitionstabelle zur Verfügung. Diese kann aber erst nach der Installation eingerichtet werden.

    Ausserdem kann es sein, dass grub noch nicht damit harmoiert (der Version aus der openSuSE 10.2 vom Okt/Nov 06 jedenfalls tut es nicht). Versuch es ggfs. mal mit lilo.

    Zur Installations von lilo nach Installation von openSuSE guck mal hierher: http://www.ppcnux.de/?q=node/6767

    Bis dann

    R"udiger
     
  5. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Hmmh... ich habe keine Ahnung wie ich eine Fake-Partitionstabelle emulieren soll. Das hört sich nach einem wilden Herumgehacke im tieferen System und viel schwarzer Magie im EFI an. Tendenziell bin ich an einer soliden und einfachen Dual-Boot Lösung interessiert. Dass ich da mich ins Thema rEFIt Shell einlese und da etwas skripte ist ehrlich gesagt nicht so ganz mein Traum der Sache :)

    Kennt da jemand zufällig was Einfaches?
     
  6. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hallo,

    Da musst du dich nicht drum kümmern.
    Du must nur drei Dinge tun.

    1. refit unter OSX installieren (damit hats du einen Vor-Bootloader)
    2. nach einem reboot in refit (erscheint dann automatisch) die MBR erstellen (in EFI
    ist das sogar vorgesehen, wird nur beim Mac nicht gemacht, da für OSC überflüssig)
    3. Danach den Linux bootloader einrichten (ggfs. via rescue-System)

    Grossartig tief wühlen muss man dazu nicht, nur mit dem manuellen Einrichten eines Boot-laoder sollte man sich auskennen.

    Dannach kannst du im refit zwischen Linux und OSX wählen und im Linux-Boot-loader deinen Kernel auswählen (sofern Auswahl vorhanden ;) ).

    Im Übrigen welche xubuntu Version versuchst du zu installieren?
    Ich habe gerade im grub-wiki (http://grub.enbug.org/TestingOnEFI) gelsen, dass es wohl nun einen grub-Version gibt, die mit GPT-Partitions-tabellen umgehen kann. Vielleicht ist dein xbuntu aber zu alt für diese Version?

    Bis dann

    R"udiger
     
  7. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Okay, das mit dem Einrichten der MBR war völlig problemlos :) Boahr... und ich fing da in der EFI Shell rumzuklackern. Dabei gabs da einen Button... LOL

    Nur, wenn ich jetzt anfange meine vorhandene UFS Partition vom Partitionsprogramm von Linux verändern zu lassen, wird diese gegenüber der Apple-Partitionstabelle, die anders ist, inkompatibel, und ich verliere mein Festplattensystem.
    Das möchte ich sehr gerne vermeiden. - Also mehr als gern.

    Das heißt, ich möchte meine _vorhandene_ UFS Partition nutzen, ohne dass das Installationsprogramm mir da irgendwas Neues reinschreibt... Wie kann ich das machen? (Irgendwie ist dieses Thema sehr undokumentiert...)

    Ich weiß auch noch gar nicht, ob ich tatsächlich Xubuntu behalten will... nur wegen der Treiber erschien mir das sinnig. DesktopBSD hätte auch was.
     
  8. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Das mit UFS-Partition versteh ich nciht ganz.

    Aber vielleicht hilf ja folgendes weiter:

    - Disk Utility von Apple zeigt nicht alle Partitionen an, sondern verschweigt die erste auf der das EFI selbt liegt. Daher verschieben sich alle Partitionen um eins.
    - Die Linux boot bzw. root-Partition muss innerhalb der ersten 4 liegen (bzw 3 aus Sicht von Disk Utility), da nur diese in den Fake-MBR übernommen werden. Wenn der Linux-Kernel einmal läuft kann er auch auch alle anderen Partitionen zugreifen. Nur die Bootloader brauchen den Fakr-MBR
    - Ich habe es nicht geschafft mit Disk Utility einen Leerraum zwischen zwei Partitionen anzulgen. Disk Utility hat sich immer aufeinander geschoben und den Leerraum ans Ende gepackt. (Ich partitioniere allerdings jeden Rechner den ich bekomme sofort neu und installiere danach OSX frisch in eine verkleinerte Partition)
    - UFS wird von Linux nur sehr rudimentär unterstützt. Lesezugriffe gehen wohl, aber Schreibzugriffe gelten immer noch als EXPERIMENTAL (IIRC). Daher die Frage muss du überhaupt auf die UFS-Partition von Linux aus zugreifen? Lass sie bei der Installation doch "links" liegen und binde sie unter Linux nicht ein. (Zumindest bei der openSuSE geht das problemlos). Zum Datenaustausch würde ich mittlerweile einen externe USB-Stick mit hfs+ oder FAT nehmen. Der hfs+-Support unter Linux scheint mittlerweile ziemlich stabil zu sein (auch schreiben). Und bei einem Stick kann man es mal schnell überformatiern (wenns den sein muss).

    Vielleicht helfen dir diese Hinweise ja weiter.

    Ansonsten kann du mal genauer beschreiben, wie die Partitionstabellen unter OSX und Linux unterschiedlich ausssehen?
    Wie äussert sich der Verlust des Festplattensystems?

    Bis dann

    R"udiger
     
  9. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Der Verlust äußert sich im Vollverlust aller Daten...


    UFS war das einzige unixoide Dateisystem, das das Diskutility bei der Installation backen konnte. Evtl. muss ich einen Weg finden es umzuformatieren... _bevor_ ich installiere.
     
  10. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hm, wie unixode soll das FS den sein?
    hfs+ unterstützt doch auch Rechte, uid,gid etc. Und die Unterscheidung von Groß- und Kleinschriebung gitb es inzwischen auch. Ebenso symlinks und hartlinks.
    Also warum nicht HFS+?

    Bis dann

    R"udiger
     
  11. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Öh... es geht ums Installieren auf der Partition. Den HF+ Support gibts doch nur nachträglich. Ich rede noch von der Installation. Das heißt ich will alles vorgefertigt zum Kopieren der Dateien des Betriebssystems haben.
    Als Haupt-FS, zum booten, kommt doch HF+ nicht in Frage, oder? Also bei DesktopBSD/FreeBSD sicher nicht. Bei 'buntu evtl.. Weiß ich nicht. Aber das hätte was :)
     
  12. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hallo,

    Versteh ich das richtig. Du willst Linux auf einer UFS-Partition installieren? Ehrlich gesagt, halte ich das für keine gute Idee. Dazu ist der UFS-Support von Linux zu schlecht. Mit HFS hat es IMHO noch keiner probiert.
    Aber wozu? Willst du von OSX aus auf die Systempartition von Linux zugreifen? Halte ich für keine gute Idee. Ich würde den Datenaustausch nie die Systempartition machen (dazu trau ich den Treibern für "Fremd-FS" zu wenig, und UFS ist für Linux ein Fremd-FS auch wenn es Unix im Namen trägt.), sondern über eine Extra-Partition, bzw. heutzutage über einen USB-Stick (kosten ja fast nix die Teile).

    Warum nimmst du also nicht einfach, ext3, XFS, JFS oder ReiserFS für die Linux-Partitionen?

    Bis dann

    R"udiger
     
  13. chrisrig

    chrisrig Tydemans Early Worcester

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    Leutz!

    Wenn ihr Linux keine eigenen HD spendieren wollt,
    müßt ihr die vorhandene Platte so vernünftig partitionieren und mit
    den richtigen Dateisystemen versehen, das beide Systeme optimal arbeiten können.

    In den meisten Fällen funktioniert das mit

    ext3 für Linux
    und
    hfs+ für Mac OSX
    eventuell
    fat32 für Datenaustausch
    am besten!

    99% aller User machen das so!

    @Bier: warum willst du dir eine eigene Lösung basteln,
    obwohl du scheinbar nicht die entsprechenden Kenntnisse dazu hast?

    Schau dir diese Anleitung hier an, und die o. g. Probleme sind Schall und Rauch:
    http://www.apfeltalk.de/forum/ubuntu-feisty-intel-t94216.html

    Grüße :)
     
  14. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Och Kenntnisse erwirbt man sich durch Ausprobieren und Nachfragen. UFS war wie gesagt die einzige Art "Unix" Format, die dieses Apple-Disk Utility hat. Mittlerweile funktioniert es unter HF+, ext, swap - wie es sein soll. Dass mit der MBR und rEFIt war essentiell. UFS hörte sich nur brauchbar an; war es aber nicht.

    Also mein Ubuntu steht - mal schauen ob ich nun alle Treiber da reinkriege. :) Danke fürs Helfen!
     
  15. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Es gibt gar keine "Unix-typische" Partitionstabelle.
    Partitionstabellen sind hardwareabhängig, mit dem verwendeten OS hat das aber rein gar nichts zu tun.
     
  16. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Stimm, es gibt einfach zuviele verschiedene Unices, die jeweils ihr eignes Süppchen kochen (z.B. Sun) oder sich woanders ranhängen.

    Stimmt nicht. Historisch bestimmt das OS (bzw. die Firmware, auch BIOS genannt), wie Partitiontabelle aussieht. Der heute weitverbreitete MBR-Typ stammt noch von DOS (oder gar CP/M) und wurde auch von Atari (in Abwandlung) verwendet. Apple hatte früher sein eigenes Schema, Sun, Acron, ... auch. Seit neustem gibt es eine neue Varinate von Intel (GPT) im Zusammenhang mit EFI. Letzlich muss das OS (und der Bootloader) aber in der Lage sein die Tabelle zu lesen udn die Partitionen korrekt einzubinden.
    Unter Linux ist man da in der komfortablen Lage recht viele Partitiontabellen unterstützt zu haben (entsprechenden Kernel vorausgesetzt), daher hat Linux kein eigens Schema.
    MacOS X dürfte noch mit auch noch recht universell sein (zumindest Apple, MBR und GPT sollten gehen).
    Windows wird MBr können und sonst? Keine Ahnung.

    Bis dann

    R"udiger
     
  17. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Die Firmware ist allein von der Hardware abhängig, mit dem verwendeten OS hat das exakt gar nichts zu tun.

    Das ist falsch. Der Bootloader arbeitet nur mit reinen (Geräte-) Blockadressen, welche ihm von der Firmware fix und foxi übermittelt werden. Weder der Bootloader noch das OS verarbeiten die Tabelle selbst.

    Unsinn. Du kannst auch ein Linux immer nur von dem Partitionierungsschema aus booten, das von der Hardware präferiert wird. Was alles an sekundären Platten unterstützt wird, hat keine Relevanz. Das funktioniert alles erst nach dem Bootvorgang.
     
  18. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Firmware ist definitv begrenzt hardwareabhängig.
    Da hat Rasta recht.

    Dummerweise ist die EFI ans OS gebunden, nämlich (atm) an OS X. Anderwo kommt diese Version eines "BIOS" nicht vor. Okay.. das ist grundlgend was anderes, weiß ich. Trotzdem ist und bleibt das Ganze damit eine Apple-artige Partitionstabelle, die nicht typisch ist für andere Unices. :) Da kann man noch so rechthaberisch daherkommen. Es ist und bleibt ein Apple-Eigending.

    Und da ist die Installation ein hardware-abhängiger Sonderfall. :) Mir war sowieso nie klar, was das mit dem EFI soll, da 99% der Leute den Unterschied zu nem BIOS nicht bemerken.
     
  19. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    Hallo,

    Zum einen, Partitiontabellen sind letzlich nur eine Datenstruktur auf der Festplatte, die von der Software, die darauf zugreifen will, verstanden werden muss.
    Und die Software, die darauf zugreift ist nicht nur die Firmware, sondern neben dem Bootloader (der seine Infos u,U, via Firmware bezieht) auch das OS. Moderne OS greifen nämlich nicht mehr via Firmware auf die Platten sondern direkt. Sonst könnte man z.B. auch auf Intel-Macs keine externen Laufwerke mit anderen Partitiontabellen einrichten als GPT (man kann aber das allte Apple-Schema und auch MBR nehmen). Die Firmware muss sich also nur um die Partitiontabelle des Boot-devices kümmern. Den Rest macht das OS. Insofern richtig sich die Partitiontabelle eher nach dem was das OS kann, und die Firmware und Hardware wird entsprechend gewählt. Letzlich bedingen sich alle drei aber einander.



    ZU EFI: Das wird auch von Unices auf Intanium-Rechner genutzt. Sicher keine große Gruppe, aber immerhin.

    Ausserdem ist EFI wesentlich flexibler als das klassische BIOS (heisst nicht umsonst extendable Firmware Interface). Andernfalls hätte Apple einige PC-Krankheiten einführen müssen (z.B. feste Reihenfolge der Bootdevices, statt Absuchen nach bootbaren Volumes). Sofern also Apple keine Rückschritt bei der Firmware in Kauf nehmen wollte blieb nur der Schritt zu EFI oder was ganz anderen oder eignes, jedenfalls nicht das klassische BIOS.

    Bis dann

    R"udiger
     
  20. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Alle Itanium Systeme verwenden das, ergo HP-UX 11i, OpenVMS und Windows jeweils für IA64 booten so. Welches x86 Systeme das noch verwenden weiß ich nicht, aber Windows x86 EFI sollte intern bei MS existieren.
     

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