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[LaTeX] Leerzeichen?

Dieses Thema im Forum "LaTeX" wurde erstellt von Tengu, 01.03.07.

  1. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Hi!

    Hier im Forum kam mir die Idee zum Verfassen meiner Mathetexte für die Uni LaTeX zu nutzen. Da prägt sich die Mitschrift doch besser ein. Jedenfalls habe ich gleich mal losgelegt und mich den Gruppenaxiomen gewidmet:
    Code:
    $\forall~a,b~\epsilon~G:\textvisiblespace a\diamond b~\epsilon ~G$
    
    Meine Frage ist: geht das mit dem \textvisiblespace auch einfacher? Also mit der Tilde geht es nicht immer. Da hab ich dann plötzlich ein dänisches a in diesem Falle. Gibt es da einen Trick?
    Die Tilde gefällt mir nicht. Und ich bin LaTeX Neuling... habe dies gefunden und: nix verstanden.

    lg,
    Mark
     
  2. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit ">" und "<" da kam dann auch ein komischer anderer Buchstabe raus. Ich hatte es gelöst, indem ich vor und nach dem Zeichen ein $ setzte. Also das zur Formel erklärte.
    Weiß aber nicht, ob das in der Formelbastelumgebung auch funktioniert.

    Zu dem Link: Schau mal auf das Erscheinungsdatum; das geht bestimmt schon einfacher. Fragt sich nur wie. ;)
     
  3. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    argh... habs herausgefunden. Einfach ein \ in die Formel zwischen die Zeichen klemmen.
    Ich hatte es mit \quad und \qquad, mit \ ! versucht. Nur ein \. Verdammt wie einfach. Wahhh...

    Da hat sich bei mir auch irgendwie noch ein Mistkrams eingeschlichen:

    Code:
    \begin {eqnarray} 
    f_{10}(x)=1x+0~\epsilon~G \nonumber \\
    f_{10}\bigcirc f_{a,b}(x)=1(ax+b)+0 \nonumber \\
    =ax+b=f_{ab}(x)=\textrm{neutrales Element}\nonumber
    \end {eqnarray}
    
    Kann man irgendwie erreichen, dass die Gleichungen unter den = angeordnet werden, also bündig, anstatt linksbündig.
    Ich habe es mit math und equation getestet. Alles nüscht... :(
     
    #3 Tengu, 01.03.07
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.07
  4. Duke Leto

    Duke Leto Boskop

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    Will hier nochmal kurz auf die "A not so short introduction into LaTeX" verweisen (http://texcatalogue.sarovar.org/entries/lshort-english.html).
    Im Kapitel 3 gibt es auf 10 Seiten einen kurzen Überblick über Formeln in LaTeX und dann noch 10 Seiten nette Übersicht über alle möglichen mathematischen Symbole.

    Sehr zu empfehlen, der Rest des Doks übrigens auch.
    Greetz

    P.S.: Gibt es auch in Deutsch, wenn auch mittlerweile nicht mehr ganz aktuell
     
  5. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Jo... ;) Problem gelöst. Danke... das war auch wieder so einfach-> &=&.
    Coole Sache, Danke...

    edit: Okay, das Ding ist wirklich gut. Auf Englisch ein Stück besser sogar ;)
     
    #5 Tengu, 01.03.07
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.07
  6. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Ich wollte meinen Arbeitungsthread noch mal aktivieren... also ich komm mitlerweile so einigermaßen klar. Nur ein Problem stößt mir immer wieder sauer auf:
    Code:
    \begin{flalign*}
    a) &\textrm{Beweisen Sie mittels vollständiger Induktion} \\
    &\sum_{k=1}^{n} k^3 ~=~\frac{1}{4}n^2(n+1)^2\\
    b) &\textrm{Gegeben sei }c \in \mathbb{Z}\textrm{ die ganzzahlige Abbildung}\\
    & f_{c}:\mathbb{Z}\rightarrow\mathbb{Z}:x \mapsto x+c-cx. \\
    &\textrm{Bestimmen sie alle }c\in\mathbb{Z},\textrm{, sodass gilt}\\
    &\textrm{1)}~f_{c}\textrm{ ist injektiv}\\
    &\textrm{2)}~f_{c}\textrm{ ist surjektiv}\\
    \end{flalign*}   
    
    Warum sind die zentriert wenn die doch extra ins flalign geschreiben wurden. Das ist doch eine linksbündige Umgebung? Hab ich zumindest so gelesen. Verrückt...

    Dann wars ein wenig haarig... Es gibt ja $ Umgebungen für Gleichungen usw. Also man beginnt die Matheumgebung mit Sonderzeichentags.
    Aber... wie kann ich da Gleichungen ausrichten unter = Zeichen?
    Diese eqnarray und displaymath - Umgebungen können das zwar, aber gibt es keine vordefinierten Tabstops, die man aktivieren kann?
    Ich würde ja lieber mit den $, /( usw. arbeiten, mit Tabstopps, als mit den genannten Umgebungen, die ich zum Ausrichten nutze.

    Kann man nicht in einer $[...]$ Umgebung einfach einen Tabstopp haben? Am besten globale Tabstopps... naja...

    Vielen Dank für Hilfe im Voraus... aller Anfang ist schwer. Also ich habe noch nie so lange bebraucht um eine Textverarbeitung zu raffen^^.

    Ach so... kennt wer ein gutes LaTeX Buch? ;) Also was, wo man nachschlagen kann, was es alles gibt?
     
    #6 Tengu, 04.03.07
    Zuletzt bearbeitet: 04.03.07
  7. Nogger

    Nogger Damasonrenette

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  8. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Yeahr, das schon mal fein ;)
    Das Büchlein ist schon bestellt. Dann nerv ich hier nich mehr^^. Dauert zwei Tage bis das kommt :(

    Habe auch das pdf durchgelesen, weitgehend.

    * Aber das mit den globalen Tabstopps, wie man die hinkriegen könnte, steht da nicht. Da stehen die ganzen Formatierungstricks sehr gut erklärt. Jedenfalls habe ich jetzt zwar die Matheumgebungen viel besser verstanden.

    Aber (für glob. Tabstopps) alles in eine tabbing-Umgebung zu packen, den ganzen mehr als 100seitenlangen Text, kanns ja nicht sein. Das wär ein wenig arg. Find ich.

    Ich mein, mache schreiben ja Diplomarbeiten in LaTeX und so. Hat da keiner nen Trick gefunden?

    Danke schon mal,
    Mark
     
  9. Nogger

    Nogger Damasonrenette

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    Deine Probleme mit "globalen Tabstopps" sind ein Hinweis, daß dein Lösungsansatz wahrscheinlich nicht effektiv ist. Tabstopps sind eh nichts anderes als eine Krücke aus der Schreibmaschinenzeit, da ging es halt nicht anders.

    Das PDF beschreibt AMSLaTeX, das die Umgebungen und Befehle bereitstellt, die die American Mathematic Society für ihre Schriften nutzt.

    Ist das was du machen möchtest mit AMSLaTeX nicht möglich? Wenn nein, dann würde ich mir überlegen, ob mein Vorgehen typographisch Sinn macht. Und wenn es um typographische Fragen geht, dann tendiere ich sehr stark dazu den Experten zu folgen, welche die Pakete erstellt haben.

    Mal als Denkanstoß, vor allem weil Anfänger oft versuchen ihre Wordgewohnheiten 1:1 auf LaTeX abzubilden. Und das kann nur in die Hose gehen.
     
  10. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Du, ähm... ich bin doch eher ein Beginner. Und meine Lösungen sind handgemacht. Wär ja auch nen Wunder wenn mir so mirnichts dirnichts Profilösungen einfielen.
    Ich will nicht mal was Kompliziertes.

    [​IMG]
    http://www.directupload.net/file/d/992/N2uvUhn9_jpg.htm

    Code:
    \section{Beispielaufgabe}
    \begin{align*} \begin{split}
    a) 	&\textrm{Beweisen Sie mittels vollständiger Induktion} \\
    	&\sum_{k=1}^{n} k^3 ~=~\frac{1}{4}n^2(n+1)^2\\
     	&\textrm{Gegeben sei }c \in \mathbb{Z}\textrm{ die ganzzahlige Abbildung}\\
    	& f_{c}:\mathbb{Z}\rightarrow\mathbb{Z}:x \mapsto x+c-cx. \\
    b)	&\textrm{Bestimmen sie alle }c\in\mathbb{Z},\textrm{, sodass gilt}\\
    	&\textrm{1)}~f_{c}\textrm{ ist injektiv}\\
    	&\textrm{2)}~f_{c}\textrm{ ist surjektiv}\\
    \end{split} \end{align*}   
    
    Mein Problem ist die Rechtsbündigkeit. Ich will das Rechts haben und _nicht_zentriert. Ganz normal rechtsbündig.
    Ich habe schon ausprobiert was ich bis jetzt kenne: flalign*, eqnarray*, ..., sogar eine tabbing drumgesetzt. Aber dann müsste ich den Matheteil mit $...$s zerreißen. {l} wird ignoriert. Anscheinend ist keine Linksbündigkeit für mehrzeilige, ausgerichtete Formeln vorgesehen? Komische Sache... ärgerlich finde ich.

    Ich überlass das Erstellen und Anleiten gerne den Machern von LaTeX. Nur... irgendwie bin ich da sicherlich einerseits DAU, andererseits aber Perfektionist. Keine gute Kombination^^;)

    Gruß,
    Mark
     
  11. Nogger

    Nogger Damasonrenette

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    494
    In deinem Versuch gehst du von der visuellen Seite (Abstände, Einrückungen etc.) an das Problem heran. Was du machen solltest ist den Inhalt mit Bedeutung zu versehen, also als das auszuzeichen was er ist, z.B. Listen, Tableaus, Abbildungen, Formeln, Zitate, Überschriften etc.

    Wenn ich mir das Bild anschaue, dann sehe ich da eine Überschrift. Dann eine Aufzählung. Im ersten Punkt einen Absatz mit einer abgesetzten Formel. Im Zweiten Punkt einen Absatz, eine abgesetzte Formel und einen Absatz mit einer weiteren Aufzählung. Innerhalb der Absätze sind kurze "Mathematik"-Ausdrucke.

    Von dieser Bedeutungsebene sehe ich in deinem Latex-Text fast nichts. Du scheinst den ganzen Text als "eine Formel" / "ein Matheteil" zu sehen. Das ist aber nicht der Fall.

    Hier ist was ich machen würde:

    Code:
    \documentclass[a4paper
                   ,11pt
                   ,DIVcalc % Satzspiegel berechnen
                   ,pagesize % Papiergröße an DVI und PDF übergeben
                   ,ngerman  % neue Rechtschreibung
                   ,oneside
                   ,fleqn % Abgesetzte Formeln links anordnen, nicht zentriert
                   ]
                   {scrartcl} 
                    
    % Umlaute direkt angeben
    \usepackage[utf8]{inputenc}
    
    % Deutsche Sprachanpassungen
    \usepackage[T1]{fontenc}
    \usepackage{babel}
    
    % Schrift
    \usepackage{mathpazo} % Palatino
    
    % AMS-LaTeX verwenden
    \usepackage{amsmath}
    
    \begin{document}
    
    \section{Beispielaufgaben}
    
    Bearbeiten Sie bitte die folgenden Beispielaufgaben.
    \begin{enumerate}
      \item Beweisen Sie mittels vollständiger Induktion
            \begin{equation*}
              \sum_{k=1}^n k^3 = \frac{1}{4} n^2 (n+1)^2
            \end{equation*}
            % Statt der equation* Umgebung wäre auch 
            % \[ \sum_{k=1}^n k^3 = \frac{1}{4} n^2 (n+1)^2 \]
            % möglich
            
      \item Gegeben sei $c \in \mathbb{Z}$ und die ganzzahlige Abbildung
            \begin{equation*}
              f_c:\mathbb{Z} \rightarrow \mathbb{Z}:x \mapsto x+c-cx  
            \end{equation*}
            
            Bestimmen Sie alle $c \in \mathbb{Z}$, sodass gilt:
            \begin{enumerate}
              \item $f_c$ ist injektiv
              \item $f_c$ ist surjektiv
            \end{enumerate}
    \end{enumerate}
    
    \end{document}
    
    Das angehängte PDF zeigt, wie es aussieht.

    Du siehst, daß die Bedeutung der Elemente sich hier 1:1 in der Latex-Auszeichung widerspiegelt. Das Vorgehen ist, Elemente des Textes zunächst als das auszuzeichnen was sie sind, und dann erst sich zu überlegen, ob die Darstellung eines Elements möglicherweise anders erfolgen soll. So ist die Linksausrichtung der abgesetzten Formeln beispielsweise nicht davon abhängig ob und wie ich Ausrichtungszeichen, Tabs o.ä. in die Formel eingebaut habe, sondern von der Dokumentenoption "fleqn". Lasse ich sie weg, werden abgesetzte Formeln zentriert. Genauso mit der Nummerierung von Formeln. Ich gebe an, daß die Formel eine Nummer erhalten soll. Wo diese Nummer erscheinen soll (rechts oder links) lege ich nicht beim Schreiben der Formel fest, sondern über eine Option. Ist eine Option für die gewünschte Darstellung nicht verfügbar, ändert man in der Definition der Umgebung wie der Inhalt dargestellt wird (oder erstellt eine eigene Umgebung), und ändert nichts am Text selbst. Bei Latex ist die Trennung von Inhalt und Darstellung sehr weitgehend möglich.

    Noch ein paar Anmerkungen zu meinen Änderungen gegenüber deinem Versuch:

    Ich sehe da zwei Beispielaufgaben, deswegen die geänderte Überschrift. Du siehst auch, das die erste Aufzählung arabische Ziffern nutzt, und die Aufzählung in im zweiten Punkt Kleinbuchstaben. Das ist so nach Duden (IIRC), und ich sehe keinen Grund da abzuweichen ("Latex, ich will eine Aufzählung, stell es so dar wie es üblicherweise sein sollte").

    Viel Erfolg noch beim Experimentieren und Lernen. Man muß schon ein bischen Aufwand reinstecken und ein paar alte Gewohnheiten ablegen, aber es lohnt sich.
     

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  12. Tengu

    Tengu Apfel der Erkenntnis

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    Das hat mir wirklich sehr geholfen... und wenn der Postbote demnächst klingelt (das dicke Buch kommt), dann steht dem Eintonnen von Word und Co. gar nichts mehr im Wege. fleqn... aha.
    Die Schrift ist auch nett ;)

    Vielen Dank!
     

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