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Latein: tote Sprache?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von jensche, 09.07.07.

  1. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    Ich hatte mit meiner Freundin ne Diskussion am wochenende. Wir haben über die Sprach Latein diskutiert. Sie meinte es sei eine tote Sprache, weil sie in dieser Form nicht gesprochen werden kann. Ich meinte dann im Vatikan z.b. ist das die Hauptsprache.

    Sie meinte Jedoch das z.b. früher wo Latein noch gesprochen wurde es sich um eine andere Form, sprich einen dialekt handelte, also nicht wie das heutige Latein um eine Schreibsprache.

    Ist Latein nun eine tote Sprache?
    Könnte man in Latein, wenn man die Sprache perfekt beherrscht eine anständige Diskussion führen? oder ist Latein in der heutigen Form nur eine Schreibschrift.
     
  2. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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  3. joey23

    joey23 Mecklenburger Königsapfel

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    da ich kein latein hatte in der schule kann ich nur meine freundin zitieren, die letzte woche mit ihrer kleinen schwester diskutiert hat ob diese latein oder französich nehmen soll.

    Meine freundin meinte, dass einem Latein enorm hilft, wenn man enschließend noch weitere Sprachen lernen möchte.

    Meine kleine hat jetzt ihr Latinum, eine Pizza auf lateinisch kann sie aber trotzdem nicht bestellen. Da ich das für eine absolute Grundlage halte, würde ich sagen: Ja, latein ist eine tote Sprache. Je nachdem was man nachher machen möchte, kann sie aber trotzdem eine sehr reiche Grundlage bilden.
     
  4. gtemmel

    gtemmel Rheinischer Krummstiel

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    Also mein Lateinprofessor konnte das schon sprechen (wieso auch nicht)... Kompliziert wirds bei Tätigkeiten oder Objekten, die es damals einfach noch nicht gab, weils da einfach kein Wort dafür gibt.

    Tot ist sie deshalb, weil sie nirgends mehr gesprochen und deshalb ergänzt wird (Vatikan gilt für mich nicht), nicht, weil es nicht möglich wäre.
     
  5. Jimbo Jones

    Jimbo Jones Pomme au Mors

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    Ich würde sagen JA. Es wird heutzutage nirgendwo gesprochen. (selbst im Vatikan wird Italienisch gesprochen, jedoch können die Pastoren alle Latein würde ich sagen)

    Hier zu weiß ich ne Geschichte von nem Ex-Professor (Lateinprof.) von mir.
    Er war in seinem Urlaub in Italien und besuchte dort ein paar Kloster, jedoch war er der Italienischen Sprache nicht mächtig. So versuchte er es mit Latein, die dortigen Priester waren verwundert das jemand zu ihnen kam der Latein konnte.

    Also man kann durchaus eine Diskussion führen, jedoch finde ich das Latein eine "ausgestorbene" Sprache, welche heutzutage nur mehr selten verwendet wird (Kirche, Medizin...)

    just 2 my cents
    mfg
     
  6. crossinger

    crossinger Doppelter Melonenapfel

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  7. Harald909

    Harald909 Prinzenapfel

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    Ja, Latein ist eine "tote" Sprache - und trotzdem sehr nützlich. In der Schule hatte ich es bis zum Erbrechen gehasst (und ich tingelte zwischen ner vier und ner sechs herum), jetzt sehe ich schon, dass es mir was gebracht hat.
     
  8. LuxusLux

    LuxusLux Tydemans Early Worcester

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    Ich persönlich habe zwar mein großes Latinum (erste Fremdsprache ab Klasse 5 an einem humanistischen Gymnasium), habe es aber während meiner gesamten Schulzeit gehasst und verflucht. Das Einzige wobei es mir jemals geholfen hatte, war das Verständnis für alltägliche Fremdwörter, die ich verstand und verstehe.

    Allerdings versinkt Latein täglich mehr in den Wirren meines Hirns und mir fallen immer weniger Zitate oder Vorträge ein, die man damals so auswendig lernen musste. Allein dadurch, dass es wie gesagt eine tote Sprache ist. Allerdings gibt es z. B. Schulen für Hochbegabte, an denen Podiumsdiskussionen oder Referate auf Latein vorgetragen werden.

    Latein kann evtl. eine Lernhilfe bei anderen romanischen Sprachen sein. Bei mir würde ich das nicht so sehen. Englisch fiel mir schon immer sehr zu. Französisch zu Lernen fällt mir nach wie vor unheimlich schwer. Spanische oder besonders italienische Texte zu verstehen fällt mir da leichter, obwohl ich die Sprachen nicht beherrsche oder je in der Schule hatte. Allerdings entleihe ich mir die Worte teilweise aus dem Englischen statt der lateinischen Fetzen.

    Mir hat Latein immer den Noten-ø versaut. Ich halte es auch für eine tote Sprache und von mir aus kann sie ruhig zu Grabe getragen werden. Allerdings ist es halt für zukünftige Juristen, Mediziner, Sprachforscher, Historiker oder Archäologen noch immer wichtig. Die können die Sprache dann ja für sich exhumieren.
     
  9. hbex

    hbex Martini

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    wuahhh *grauslich*
     
  10. crossinger

    crossinger Doppelter Melonenapfel

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    Aber nicht "tot"... ;)

    *J*
     
  11. Fullspeedahead

    Fullspeedahead Strauwalds neue Goldparmäne

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    also genau so ist es Latein ist sozusagn die Basis und wenn man danach noch andere Sprachen lernen will kann man diese sozusagn Patchn.
     
  12. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Man kann in Latein wunderbar diskutieren. Es sind auch ganze Reden und philosophische Abhandlungen nachlesbar. Es gibt selbst Asterix auf Latein ;)

    Latein ist die Basis von Französisch, Italienisch und Spanisch und selbst viele englische Worte sind lateinischen Urpsprungs. Ebenso viele Begriffe im Deutschen, vor allem in der Werbung und in der Medizin.

    Latein hat eine klare Grammatik, mit der man die prinzipiellen Grundlagen von Sprache besser lernt als im Deutschunterricht, was einem beim Erlernen jeder anderen Sprache weiterhilft.

    Mit dem richtigen Lateinlehrer kann man sich fast Deutsch, Geschichte und Politik schenken, da man darüber viel aus lateinischen Schriften lernt. Ich bin meinem Lateinlehrer bis heute dankbar für seinen Unterricht.
     
  13. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    Wie bestellt man eine Pizza mit Schinken, Ananas und Pilzen auf Latein. Dazu noch einen gemischten Salat mit italienischer Sauce und ein Weissbier?
    :p
     
  14. fussballzwerg

    fussballzwerg Idared

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    Sicherlich ist latein per se eher weniger lebendig, aber man lernt doch (wie von euch schon angesprochen) einige grundlagen für viele weitere europäische sprachen. Was ich noch viel wichtiger finde ist die tatsache, dass eine menge schüler zum ersten mal in ihrem leben deutsche grammatik wirklich verstehen. zudem erlernt man wohl oder übel durch übersetzungen systematisches und durch nichtendenwollendes vokabellernen kontinuierliches arbeiten...

    in diesem sinne- salvete ;)
     
  15. Bertha

    Bertha Jerseymac

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    Das liesse sich noch machen - aber wer würde die Bestellung verstehen?
     
  16. Jenso

    Jenso Gast

    Beifall für MacMark und den fußballzwerg: ganz ähnlich sehe ich es auch und gehe noch etwas weiter, indem ich meine, daß Latein - ganz erheblich - nicht nur bei einzelnen Fächern hilft, sondern insgesamt beim Denken: es zwingt dazu, über etwas nachzudenken, bevor man es ausdrücken kann/will.
    Im Alltags-Sprech geht es leider oft andersherum: man sagt unbedacht etwas und merkt dabei nicht, was man eigentlich damit (auch/ungewollt) ausdrückte.

    Mit Latein versteht man letztlich nicht nur andere Sprachen leichter, sondern (vor allem!) sich selbst.

    Man ist so tot, wie man sich fühlt.
    Latein ist so (un)tot, wie es genutzt wird.
     
  17. Skeeve

    Skeeve Pomme d'or

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    Hast Du auch die Prisma gelesen, Jensche?
    [Quelle...]
     
  18. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    5.570
    also.. da bin ich gespannt.
     
  19. MacMark

    MacMark Biesterfelder Renette

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    Dein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat wirkt genau anders als er es im Kontext gemeint hat.
     
  20. Skeeve

    Skeeve Pomme d'or

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    Konnte er wirklich? Ich bin mir bei meinen "alten" Lateinlehrern da nicht so sicher, wenn ich das hier lese:
    [Quelle...]
     

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