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kein Windows Bashing

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von m00gy, 19.05.07.

  1. m00gy

    m00gy Gast

    Liebe alle,

    wie ihr wisst, liegt mir nichts so fern wie unreflektiertes Windows- oder Microsoft-Bashing. In den letzten vier Tagen habe ich jedoch dermaßen viel Frust mit Windows XP und Vista erlebt, dass es einfach mal Zeit ist für einen kleinen Erlebnisbericht.

    Windows Vista:
    Ein Freund von mir hat sich einen ALDI-Rechner gekauft, mit Windows Vista Home Irgendwas. Er betreibt ein Tanzstudio und ich bin nebenbei bei ihm für alles was Netzwerk und Telefon und so angeht zuständig. Meine Aufgabe: Den Vista-Rechner ins Netz bringen, Drucke installieren, Tanzstudio-Verwaltungssoftware sowie Finanz-Software ans Laufen bringen. Hört sich ja prinzipiell ganz einfach an.

    Allerdings ist schon die Bedienung von Vista in vielen Belangen so anders als die mir durchaus bekannten Vorgängerversionen, dass ich bei jedem zweiten Klick erstmal überlegen muss, wo's denn nun weitergeht. Nun gut, irgendwann war der Rechner im Netz und der Druckertreiber installiert. Ich hab nicht gezählt, wie oft sich der Bildschirm verdunkelt hat und ich gefragt wurde "Wollen Sie das wirklich?" und wie viele Male nach dieser Bestätigung der Bildschirm erneut eingedunkelt wurde mit der Frage "Diese Programm ist nicht verifiziert, sind Sie sich GANZ sicher, dass Sie das Programm laufen lassen wollen?". Vorher kam natürlich schon beim Download im IE der Hinweis "Diese Website will eine Datei herunterladen - wollen Sie das zulassen?" und beim Starten der Setup-Dateien der Hinweis "Diese Datei wurde aus dem Internet heruntergeladen - wollen Sie die Datei wirklich öffnen?".

    Liebe Jungs und Mädels bei Microsoft - ich weiß, dass es viele böse Buben gibt, die versuchen, Euer System mit Viren und anderem Kram zu verseuchen - aber die "Sicherehitsfeatures" in Vista sind doch wohl eindeutig eher User-Vergraul-Mechanismen, oder?

    Weiter ging's mit der Tanzstudio-Verwaltungssoftware. Ein DOS-Programm. Rüberkopiert, gestartet. Läuft. Wunderbar. Aber die Software lässt sich partout nicht im Vollbildmodus starten. Hallo? Win95, 98 und XP starten das ohne Probleme im Vollbildmodus, aber Vista kann's nicht? Google angeworfen, auf den Microsoft-Supportseiten die Lösung gefunden: Einige AKTUELLE Grafikkartentreiber unterstützen den benötigen Modus (VESA oder so?) nicht - Lösung: Installieren Sie einen älteren Grafikkartentreiber für XP. Aha. Sehr sinnvoll. Treiber installiert, alle Sicherheitswarnungen akzeptiert und siehe da - das DOS-Programm läuft im Vollbildmodus. Klasse. Dafür hängt sich der Rechner nun beim Starten des Mediacenters mit einem altbekannten Bluescreen komplett auf. Nunja. Das Mediacenter wirdeh nicht gebraucht, also Schwamm drüber.

    Als nächstes WISO-Mein Geld installiert. Bzw. VERSUCHT zu installieren. Die Installation bricht jedes Mal ab mit dem Hinweis, man müssen schon Win95, 98, NT oder XP haben. Aha. Also den Installer im XP-Kompatibilitätsmodus gestartet. Keinerlei Veränderung - Programm lässt sich um's Verrecken nicht installieren. Schade.

    Aber beim Hochfahren meldet sich ein "Problemlösungsassistent", der mitbekommen hat, dass der Rechner in den letzten 3 Stunden drei Mal abgestürzt ist - und weißt mich darauf hin, dass man sich ggf. wieder melden wolle, falls man online eine Lösung für mein Problem gefunden habe. Wer's glaubt...

    Mein Fazit nach einem Nachmittag Windows Vista:
    Bunt, bunter, am buntesten, aber genau so problembehaftet und undurchschaubar wie alle anderen Windowsversion vorher auch.


    Windows XP:
    Habe gestern per Bootcamp Windows XP auf meinem Mini installiert, weil es die Konfig-Software für meine Telefonanlage für den Mac nicht gibt. Ist ja nicht so, dass das der erste Mini wäre, auf dem ich das installiert habe. Doch dieses Mal läuft erstmal nichts - nachdem Windows installiert war, wurden die Treiber von der Mac-Treiber-CD installiert - Reboot - kazenng - Rechner bootet und bootet und bootet immer wieder neu, scheint sich also irgendwo aufzuhängen - also in den abgesicherten Modus gestartet, wieder runtergefahren, wieder neu gestartet - und es läuft.

    Also abgesehen von der Bluetooth-Maus und der Tastatur....

    Kabelmaus dran, Treiber-CD nochmal durchlaufen lassen - Neustart - die Bluetoothmaus läuft, die Tastatur nicht (beim ersten Hochfahren direkt nach der Installation ging die tastatur noch). Also in die Systemsteuerung, händisch die Treiber nachinstalliert, neugestartet - und siehe da - es läuft.

    Liebe Jungs und Mädels bei Microsoft:
    Warum reagiert Windows bei EXAKT gleichen Voraussetzungen jedes Mal komplett anders? Mal läuft die Installation wunderbar, mal gibt es solche Zicken?

    Fazit nach 4 Tagen mit Windows:
    Ich bin noch immer auf das Betriebssystem aus Redmont angewiesen (siehe Telefonanlagen Software), aber sowas von froh, dass ich meine Hauptarbeiten auf dem Mac verrichten kann/darf.

    In diesem Sinne,
    m00gy
     
  2. Pokoo

    Pokoo Ontario

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    Zum Zähne ausbeißen :oops:
     
  3. macapple01

    macapple01 Eierleder-Apfel

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    Das kenn ich von wo @m00gy ich muss bei meinen eltern auch das ganze netzwerk machen und ich bein der einzig im haus mit Macs *gg*
     
  4. macapple01

    macapple01 Eierleder-Apfel

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    30.11.06
    Beiträge:
    1.244
    SRY doppelpost
    SORRY
     
  5. Silver111

    Silver111 Reinette Coulon

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    944
    Jo, schön ist wirklich was anderes. Will OS X auch nicht mehr missen, schade, dass es sovie Software nur für Windows gibt.
     
  6. m00gy

    m00gy Gast

    Der Tanzstudio-Freund war schon so weit, dass er meinte: "Nächstes Mal kaufe ich nur noch Macs, dann hast Du's einfacher" ;) Aber solange die Software halt nicht auf dem Mac verfügbar ist, bringt uns das leider in der Sache nicht weiter.
     
  7. Macken_Mäck

    Macken_Mäck Grahams Jubiläumsapfel

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    102
    Ich finde an meinem neuen Mac schon allein die Tatsache erfreulich, dass er AN ist, wenn man ihn anstellt. Bei meinem Windosen-Laptop (XP) war es immer so:

    Anschalten. Dann in die Küche, erstmal Kaffee aufsetzen. Dann das Bad putzen, Einkäufe erledigen. Wenn ich dann wieder nach Hause kam, noch ein bis zwei Minuten warten, dann war das Fenster mit den beiden Benutzerkonten so weit.

    Dann: eines der Benutzerkonten angeklickt. Danach: Eine Radtour durch den Grunewald machen, Zoo und/oder Kinobesuch, ein gutes Buch von A-Z durchgelesen, z.B. "Krieg und Frieden". Wenn ich damit fertig war, konnte ich mich an den Computer setzen, dann wurden gerade die letzten Icons auf dem Desktop sichtbar...

    Ach ja. Nachteil des Mac ist natürlich: man muss leider tatsächlich _arbeiten_, wenn man ihn angeschaltet hat... :-c
     
  8. Leraje

    Leraje Oberösterreichischer Brünerling

    Dabei seit:
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    714
    Naja, bei mir lief Windows XP zufriedenstellend auf meinem MBP, und Vista tut das nun ebenfalls.

    Wenn du auch einen veralteten XP-Grafikkartentreiber auf Vista installierst, dann darf man sich nicht wundern dass da vielleicht irgendwas nicht mehr mag und abstürzt.

    Auch das die Bedienung bei einem neuen Betriebssystem etwas verändert wurde ist doch logisch. Das wird bei Leopard nicht anders sein dass hier und da etwas nicht mehr so ist wie bei Tiger. Wenn alles gleich bleiben würde, dann bräuchte man auch kein neues Betriebssystem.

    Irgendwas ist übrigens immer anders bei Rechnern, auch wenn es die gleichen Modelle sind. Und sei es nur der Speicher oder die Festplatte, die im Laufe der Zeit kleinen Veränderungen unterworfen sind.
     
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  9. Kaito

    Kaito Gast

    Amen.

    Me hat auch keine Probleme gehabt mit Windows, bis auf Kleinigkeiten.
    Und kleine Probleme gbt es bei Mac OS X auch.
     
  10. m00gy

    m00gy Gast

    Nun ja. Prinzipiell hast Du da natürlich Recht. Wenn jedoch die offizielle(!) Windows-Support-Webseite empfiehlt, einen älteren Treiber zu installieren, um Problem A zu lösen, dann würde ich erwarten, zumindest einen kleinen Hinweis darauf zu erhalten, dass es MÖGLICHERWEISE dann ein neues Problem B geben könnte. (Mal ganz davon abgesehen, dass ein Hinweisfenster beim Starten des Mediacenters à la "Achtung, der Treiber unterstützt den benötigten Grafikmodus nicht" ein ganz kleines bisschen eleganter gewesen wäre als ein Bluescreen ;)


    Also ich hab in den letzten Jahren Mac OS X 10.2 / 10.3 / 10.4 genutzt - bei keinem war der Unterschied in grundlegenden Bedienungselementen so unterschiedlich wie zwischen XP und Vista. Selbst den Switch von Mac OS 9.2 zu Mac OS X hab ich als nicht so gravierend empfunden. Aber das sind natürlich persönliche Empfindsamkeiten, die jeder anders sehen mag...

    Du meinst also, nur weil auf der Festplatte des Minis jetzt etwas mehr Speicher belegt ist als noch vor ein paar Monaten, ist es legitim, dass eine Bluetooth-Maus und eine Tastatur nicht mehr funktionieren und ein frisch installiertes Betriebssystem permanent abstürzt? Oh je. Dann hab ich ja jetzt schon Angst davor, was passiert, wenn die Platte in ein paar Monaten noch mehr Daten beherbergt... ;)

    Nur noch einmal zur Verdeutlichung:
    Es geht mir nicht darum, Windows hier runter zu putzen, ich wollte einfach nur erzählen, wie's mir ergangen ist. Ich komm ja um Windows eh nicht drumherum (in der Schule erst Recht nicht). Trotzdem empfinde ich die Installation von Mac OS X auf den Rechner als extrem viel angenehmer - könnte mich nicht erinnern, ähnliche Probleme schon einmal auf einem meiner Macs gehabt zu haben - selbst Festplatten- und Prozessortausch haben nicht dazu geführt, dass plötzlich andere Peripherie nicht mehr funktioniert.
     
  11. m00gy

    m00gy Gast

    Ich eigentlich auch nicht. Weder in den ganzen Jahren, die ich nur mit DOS / Windows gearbeitet habe noch mit den Installationen auf den verschiedenen Macs hier im Haus - egal ob Bootcamp oder Parallels. Die letzten vier Tage haben mich aber ein bisschen ins Grübeln gebracht, ob man als Windows-User vielleicht auch automatisch eine recht hohe Frustrationstoleranz entwickelt hat - man ginge infach irgendwie schon davon aus, dass der Einbau neuer Hardware erstmal mit ein paar Problemen, vielen Bestätigungsfenstern und einigen Reboots einher ging. Am Ende lief eigentlich fast immer alles - gerade unter XP meistens auch ganz rund, gar keine Frage. Trotzdem hab ich das Gefühl, dass bestimmte Dinge auf dem Mac einfach einfacher sind.

    (Natürlich dabei immer im Hinterkopf zu behalten, dass der Mac es da natürlich auch einfacher hat - die Zahl der möglichen Hardwarekonfigurationen ist begrenzt, die Zahl der möglichen Peripherie auch - die Billiger-Ramsch-TV-Karte aus dem ALDI läuft halt nicht auf dem Mac, also muss man sich auch keine Gedanken über den Billiger-Ramsch-Treiber machen. Hab ich ja schon des öfteren hier geschrieben - ich würde auch kein Betriebssystem programmieren wollen, das mit derart vielen unterschiedlichen Konfigurationen klarkommen können muss. Abgesehen, dass ich's eh nicht könnte... ;) )
     
  12. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    @Leraye

    Falls du den Text von m00gy richtig gelesen hast, steht da, dass der alte XP-Treiber eine Support-Empfehlung von MS war. ;)
    Außerdem sollten Änderungen in der Bedienung LOGISCH sein. Manchmal fragt man sich (allgemein auf alle Bereiche des Produktdesigns bezogen), weshalb eine Änderung vorgenommen wurde.

    Und das Win (solange ich denken kann) bei gleichen Ausgangsbedingungen teilweise radikal unterschiedlich reagiert, scheint ein Dogma zu sein. (Irgendwie muss man ja das obligatorische "Hää?!?" erzeugen ... nur das "Aha!" stellt sich so nicht ein).
     
  13. Leraje

    Leraje Oberösterreichischer Brünerling

    Dabei seit:
    04.11.06
    Beiträge:
    714
    Mit der Festplatte als Beispiel hast du mich wohl missverstanden. Ich meinte, dass diverse Hardwarespezifikationen sich durchaus ändern können, auch wenn z.B. der Mac mini immer "gleich" geblieben ist. Das kann den Hersteller der Festplatte oder des Speichers betreffen, die Firmware des CD-/DVD-Laufwerks oder ähnliches. An solchen Dingen stört sich Windows (unsinnigerweise) gerne mal.

    Ich persönlich empfinde die Installation von OS X gegenüber Windows XP auch wesentlich komfortabler, da sind wir einer Meinung.
    Wenn ich nicht ebenfalls von Apple und seinen Betriebssystemen überzeugt wäre, dann würde ich das hier nicht gerade auf deinem MBP schreiben.
    Ebenso bin ich aber auch hin und wieder auf Windows angewiesen. Und damit hatte ich bis jetzt, glücklicherweise, eher weniger Schwierigkeiten.
     
  14. m00gy

    m00gy Gast

    Ja, dass es innerhalb einer Baureihe Unterschiede geben kann, ist schon klar. Und dass Windows dann Probleme hat (Windows will ja schon Treiber neu installieren, wenn man ein Audiointerface mal am linken statt am rechten USB-Port anschließt). Im gegeneben Fall war es aber EXAKT der gleiche Mini, auf dem ich Windows schon einmal installiert hatte....

    Könnte allerdings sein, dass die aktuelle Bootcamp-Version irgendwelche anderen Sachen mitgebracht hat, die es in der ersten Bootcamp-Version nicht hatte...

    Ansonsten glaube ich auch, dass wir tatsächlich einer Meinung sind :)
     

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