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Frankreich knackt iTunes-Monopol

Dieses Thema im Forum "Gerüchteküche" wurde erstellt von Gold-Apple, 22.03.06.

  1. Gold-Apple

    Gold-Apple Antonowka

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    Frankreich knackt iTunes-Monopol

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    Die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung haben für eine Gesetzesvorlage gestimmt, wonach Kopierschutztechniken den Kunden nicht in seiner Wahlfreiheit einschränken dürfen, mit welchem Gerät er seine Musik hören will.

    Musik aus Apples iTunes Store soll deshalb zukünftig auch mit Geräten anderer Hersteller abgespielt werden können, umgekehrt sollen auf dem iPod auch andere geschützte Formate laufen, die von den Apple-Konkurrenten genutzt werden.

    Kein iTunes mehr in Frankreich?
    Nach Meinung von Analysten könnte das Gesetz dazu führen, dass sich Apple aus Frankreich zurückzieht, denn bislang ist es die Strategie des Unternehmens, dass sich Songs aus dem iTunes Music Store nur auf den iPod-Playern abspielen lassen. Ähnliches gilt für Sony mit seinem ATRAC3-Format und Microsoft mit seinen DRM-geschützten WMA-Dateien.

    Deutsche Nutzer des iTunes Music Store profitieren aber nicht von der französischen Neuregelung: Sie können nur im deutschen Shop einkaufen, da der Vertrieb geografisch begrenzt ist. (dcn)

    Quelle:chip.de

    Gruss
    Daniel
     
  2. MikeZ

    MikeZ Stina Lohmann

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    Wäre schön, wenn man iTMS Musik auch auf anderen Playern abspielen könnte. Das ist einer der Punkte, die mich bei meiner Kaufentscheidung ganz stark in Richtung iPod zwingen, weil es mit anderen Produktion sehr ungemütlich wird (brennen, importieren, ...)
     
  3. Lotus450

    Lotus450 Elstar

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    warum sich apple von diesem monopoldenken nicht lösen will ist nicht ganz nachvollziehbar - aber da haben sich sicher schon wirtschaftskundigere den kopf zerbrochen. aber dass sich apple aus frankreich zurückzieht glaub ich auch nicht. es sind doch immerhin 60,6 mio einwohner... ist für europa ja nicht grade wenig.
     
  4. Herr Sin

    Herr Sin Millets Schlotterapfel

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    Och Mensch. Ich habe dort gerne eingekauft. Kann das eigentlich nicht glauben, dass die schließen.
     
  5. high-end-freak

    high-end-freak Herrenhut

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    isch dat erlaubt???

    wenn man die musi auch auf anderen playern abspielen will, muss man die tracks halt auf ne audio-cd brennen und dann wieder importieren, dann sind sie ungeschützt.
     
  6. Netzfloh

    Netzfloh Zuccalmaglios Renette

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    ""Die französische Umsetzung der EU-Direktiven wird zu staatlich geförderter Piraterie führen", zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg aus einer Stellungnahme von Apple Computer." (Heise)

    Das steht im krassen Widerspruch zu

    "Mit der Endfassung sollen mit dem Gesetz erstmals auch in Frankreich Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) rechtlich abgesichert und ihre Umgehung strafbar werden. Die Möglichkeiten zur Erstellung von Privatkopien oder andere Einschränkungen des Verwertungsrechts etwa zu Gunsten von Behinderten müssen bei digitalen Medien künftig hinter den technischen Schutzmaßnahmen zunächst zurückstehen." (Heise)

    Die Wahrheit ist wohl eher daß Apple Angst hat weniger iPods zu verkaufen. Ich wußte bis vor kurzem gar nicht daß man Musik vom iTunes-Store nur mit dem iPod abspielen kann, da ich erst vor kurzem langsames Interesse daran entwickelt habe. Das ist nun natürlich wieder komplett weg, weil ich mir mit Sicherheit niemals einen iPod kaufen werde. Ich finde das schon extrem doof wenn man gekaufte Musik nur auf einem bestimmten Gerät abspielen kann, das ist in meinen Augen Wegelagerei. Aber gut, solange es noch Alternativen gibt (z.B. Audible) rege ich mich nicht weiter künstlich auf.
     
  7. Netzfloh

    Netzfloh Zuccalmaglios Renette

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    Damit umgehst Du den Kopierschutz, und das ist verboten :)
     
  8. Herr Sin

    Herr Sin Millets Schlotterapfel

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    Was? Ob es erlaubt ist, dass ich im französischen iTMS einkauf?
     
  9. astraub

    astraub Champagner Reinette

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    Hallo,

    nein, das ist absolut legal, da die gebrannte CD keinen Kopierschutz mehr enthält. Das Recht den Song auf CD zu brennen hast Du mit gekauft. Du verlierst allerding etwas an Qualität bei dem Prozess.

    Gruss
    Andreas
     
  10. Netzfloh

    Netzfloh Zuccalmaglios Renette

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    Wenn die CD keinen Kopierschutz mehr enthält, bzw. der Track, dann muß er ja vorher schon irgendwie gekippt worden sein. Wenn diese Reihenfolge, mit dem Effekt daß der DRM-Inhalt dann weg ist, legal ist würde das DRM ja ad adsurdum geführt, meine Meinung.
     
  11. harden

    harden Roter Eiserapfel

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    Ich finde auch blöd, dass in meinen Renault ohne Umbau kein Mercedesmotor reinpasst! Warum muss da ein Renaultmotor rein?Wie kann dieser Autohersteller es wagen mir vorzuschreiben, dass ich in einem von ihm hergestellten Auto auch einen vom ihm hergestellten Motor verwenden muss :(
     
  12. KayHH

    KayHH Gast

    Moin Netzfloh,

    ne, DRM heißt ja nicht automatisch, dass du gar nicht kopieren darfst. iTunes führt aber quasi Buch darüber wie oft du schon gebrannt hast. Da du beim Brennen etwas Qualität verlierst, ist das auch nicht ad absurdum geführt. Apple nennt das halt FairPlay statt DRM.


    Gruss KayHH
     
  13. Lotus450

    Lotus450 Elstar

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    hinkt ein bisschen der vergleich. denn wenn ich "früher" eine schallplatte (kennt das noch wer?:)) gekauft habe, habe ich die musik dann auch auf tonband oder musikcasette zum eigenen gebrauch überspielen dürfen...

    und um beim auto zu bleiben: mein erster voyager bj89 hatte einen mitsubishi pajero motor, mein opel astra einen isuzu motor (konnte aber trotzdem nicht ohne öl fahren :() und mein aktueller voyager bj94 ist glaub ich auch wieder mitsubishi pajero... also nicht alles so monopolistisch wie man glauben könnte
     
  14. Netzfloh

    Netzfloh Zuccalmaglios Renette

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    Der Vergleich mit dem Auto hinkt wirklich. Wenn ich auf den iTunes-Store gehe und da springt mir erstmal die Warnung ins Auge 'iPod only', dann ist das okay. Ich rege mich wie gesagt auch nicht auf, es gibt ja Alternativen. (BTW: Wenn das Microsoft gemacht hätte wären die schon längst vorm Kadi. Aber egal.)

    Wie DRM funktioniert weiß ich ja, ungefähr. Also das mit dem 3x kopieren z.B. kenne ich. Wenn ich aber die Tracks auf CD kopiere und dann ist plötzlich alles offen, ist DRM IMO ausgehebelt. Ich denke mal auf jeden Fall eine Grauzone, kann mir nicht vorstellen daß das so gewollt ist.

    @edit: Ich habe mich jetzt mal durch die Texte bei iTunes gewühlt, und vordergründig scheint ja einiges erlaubt zu sein. Ich darf (nein ich soll sogar -> Backup) die Musik auf externe Geräte kopieren, ich darf sie auf fünf Geräten gleichzeitig nutzen, und ich darf sie brennen (Playlists 7x). In dem einen Text steht erstmal nichts davon welche Geräte. Wenn man weiter sucht kommt man bei einem weiteren Text an die Stelle wo steht daß es sich um von Apple erlaubte Geräte handeln muß. Leider findet sich dann kein Hinweis mehr welche das sind (okay, man kann es sich denken). Es finden sich aber noch andere interessante Sachen, z.B. daß ich das Angebot ausschließlich in Deutschland nutzen darf. Ganz unten dann der Hinweis es gilt englisches Recht. Eine weitere Merkwürdigkeit dann in den Datenschutzbestimmungen; Apple gibt ganz bestimmt keine Daten weiter, außer natürlich an ihre Partner. Unvermeidlich, so die Begründung. Das ganze wird abgerundet durch kleinere merkwürdige Sätze, die dem bisherigen Verständnis von Verbraucherschutz entgegenstehen. Okay, man muß das ja nicht mitmachen, aber gut zu wissen und nochmal ein Wink mit dem Zaunpfahl immer das Kleingedruckte zu lesen.
     
    #14 Netzfloh, 22.03.06
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.06
  15. mrbenedict

    mrbenedict Fießers Erstling

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    Ich weiß nicht, irgendwie finde ich dieses DRM-Zeug ziemlich sch....lecht. Neulich assistierte ich eine rKommilitonin, die sich für ein Projekt legal bei musicload.de einige Lieder runtergeladen hat, wollte ja ne gute Bürgerin sein und nicht einfach über P2P "klauen". So, und dank dieses DRM-Schutzes gingen die Songs, die sie auf ihrem MP3-Stick dabei hatte nicht importieren, man konnte nichts mit diesen Files machen, außer sie am MP3-Stick anhören. Ich riet ihr, zuhause eine CD von ihren LEGALEN Songs zu machen und es dann nochmal zu versuchen - Fehlanzeige. Keine Chance. Was sollen solche Bremsen? Die Frau hat nichts illegales gemacht? Sie kauft sich Musik im Internet und wird dadurch total eingeschränkt. Wenn ich mir im Laden eine CD kaufe, kann ich mir davon auch eine Kopie brennen, oder einzelne Songs, wenn ich kein Geld damit machen will. wieso soll ich das nicht auch mit MP3s machen dürfen? Ich finde das ein ziemlich böses Spiel, das die Unterhaltungsindustrie da anführt zur Zeit. Klar, die Millionen Tauschbörsen-Nutzer zwingen zum Handeln, aber das ist der falsche Weg, finde ich. Alles nur noch komplizierter und proprietärer.... Ich fände es gut, wenn der iTunes Music Store ein universeller Store wäre, wo auch Leute einkaufen können, die keine Lust haben auf den iPod. Wie ist das denn, wenn ich mir über den Store einen Song in iTunes lade, der ist dann ja frei zugänglich in der Bibliothek. Wenn ich nun einen "normalen" MP3-Stick habe, kann ich dann nicht einfach die Datei rüberziehen und anhören? Und wenn nicht, wie wird das denn verhindert?

    Das mit dem 3 Mal brennen finde ich auch bescheuert. Musik und Kultur im Allgemeinen muss einfach zu handhaben sein und vor allem für jeden zugänglich. Und solange CDs neu immer noch für 17 Euro (das waren mal fast 34 Mark) im Laden stehen braucht man sich nicht wundern, dass so viele den illegalen Weg einschlagen - Tendenz steigend, trotz der Einschüchterungsversuche durch GErichtsverfahren und Kampagnen wie "Raubkopierer sind Verbrecher". Später sieht man die entsprechenden CDs dann bei Amazon unter "7777 CDs für 7,77 Euro und fragt sich, warum nicht gleich so?

    Ach nee.. das bringt nur schlechte Laune. Und das deprimierendste an diesem ganzen Kampf um Urheber- und Konsumentenrechte ist, dass dabei immer der Konsument, von dem die Industrie ja lebt, auf der Strecke bleibt. Googelt mal nach den kleinen Änderungen im Urheberrechtsgesetz, die gerade still und leise beschlossen werden... Anstatt den Leuten lukrative Angebote zu machen, investiert man lieber in weitere Privatsheriffs, die durch das neue Gesetz nun ohne Gerichtsverfahren in die Privatsphäre der Internetuser eindringen können. Das kostet auch eine Menge Geld, aber anscheinend ist man sich sicher, dass es gut angelegt ist. Mit Kunst, Kultur, Unterhaltung und der Freude daran hat das nicht mehr viel zu tun. Aber dass es auch anders geht, zeigt erfreulicherweise ein Projekt, von dem ich sehr angetan bin. Creative Commons (www.creativecommons.org). Bleibt zu hoffen, dass da mehr auf diesen Zug aufspringen..

    Man verzeihe mir die leichte Themaverfehlung gegen Ende, aber das musste ich grade mal loswerden.

    Einen schönen Abend,

    Daniel
     

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