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frage zu digitalem negativ? -neuling-

Dieses Thema im Forum "Grafikbearbeitung & Layout" wurde erstellt von notch80, 09.12.06.

  1. notch80

    notch80 Tokyo Rose

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    27.05.06
    Beiträge:
    66
    hallo leute!

    ich bin vor etwa 6 monaten zu mac os x "geswitcht". vorher arbeitete ich unter windows xp (habe aber lediglich mit office und ein wenig mit photoshop gearbeitet).

    tja, bin jetzt gerade dabei die verschiedenen anwendungen wie iPhoto und iMovie zu erforschen. meine freundin und ich fliegen nächste woche für 3 wochen nach westafrika und wollen mittels miniDV und digicam soviel wie möglich von den traumhaften landschaften festhalten und nachher auf unseren macbook bearbeiten.

    mit filmen und iMovie ist alles klar. zwecks photographie wirft sich nun aber ein frage auf: ich habe schon öfters gelesen und gehört, dass es sehr viele vorteile hat mit digitalen negativen zu arbeiten, das sog. RAW - format. iPhoto, sowie photoshop cs2 können ja damit.

    meine sony cybershot (modell dsc-w30) zeichnet jedoch nur in JPEG auf. heißt das, mir bleibt die möglichkeit mit RAW zu arbeiten vorenthalten, oder soll ich überhaupt die finger davon lassen, nachdem ich nicht mal weiß, wie ich das angehe?

    bin über jede antwort dankbar

    greetz
    notch
     
  2. msx3000

    msx3000 Martini

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    Beiträge:
    646
    Wenn deine kamera kein RAW Format anbietet kannst Du, wie Du schon bemerktest, auch nicht damit arbeiten.
    Jpegs sind kompriemierte Bilddateien, das heißt sie belegen weniger Speicherplatz haben dafür aber eine schlechtere Qualität. Das heißt aber nicht das ein Jpeg subjektiv gesehen schlechter aussehen muss. Die Komprimierungsalgorythmen sind extra für Fotos mit vielen Details und Tonwerten ausgelegt.
    RAW Dateien speichern genau das Bild ab, welches der Chip in deiner Kamera aufnimmt. Es wird nix kompriemiert auch die Kameraeinstellungen zur Belichtung Farbtemperatur etc. werden getrennt von der Pixelinformation (jedoch in der selben Datei) gespeichert. Der Vorteil, Du kannst Verlustfrei die Blder nachbearbeiten. Wird ein Jpeg oft skaliert, gedreht und an den Gradiationskurven gespielt sieht man früher oder später Artefakte. Solange man die Bilder nicht extrem bearbeiten will stellt das aber auch kein Problem für das Jpeg dar.
    Der Nachtei der Raw Formate ist außerdem das momentan jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und die einzelnen RAW Formate zueinander inkompatibel sind.

    Für Deine Urlaubsbilder würde ich aucf jeden Fall zum Jpeg-Format raten, da es einfacher zu handlen ist. Wenn Du die volle Kontrolle über ein Bild benötigst (z.B. Studiofotographie) dann solltest Du auf RAW-Formate zurückgreifen.

    Da deine Kamera eh nur Jpeg kann, musst Du dir da eh keine Gedanken machen:p .

    schönen Gruß

    Matthias
     
  3. notch80

    notch80 Tokyo Rose

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    66
    alles klar, kenn mich aus. danke für die info!

    greetz!
     
  4. Obirah

    Obirah Ingrid Marie

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    272
    Bei mir geht nix mehr ohne RAW. Bei JPG bist Du darauf angewiesen wie gut Deine Kamera bestimmte Situationen erkennt und dementsprechend verschiedene Filter auf das Bild anwendet.
    (zB Weißbalance)
    In meinen - recht kritischen Augen - geht das bei sehr vielen Aufnahmen in die Hose. Das geht sogar soweit, dass ich mittlerweile mit JPGs direkt aus der Kamera (meiner Freundin) eigentlich durch die Bank weg unzufrieden bin. Daher benutze ich mittlerweile selbst für Schnappschüsse RAW.

    Aber (wie erwähnt) brauch man halt gewisse Zeit um RAWs nachzubearbeiten und ein gewisses Grundwissen muss man sich schon aneignen - sonst machts keinen Sinn.
    JPGs kann man natürlich auch nachbearbeiten, aber man wendet sämtlich Änderungen auf ein bereits fertiges Bild an.
    Von der Anschauung her, ist es tatsächlich ein bißchen wie der Vergleich Negativ mit fertig entwickeltem Bild.

    RAW Bilder haben noch weitere Vorteile:

    -Mehr Tiefe pro Farbkanal (in der Regel 12 statt 8 Bit). Aber darüber lasse ich mich jetzt nicht aus... Ist aber wichtig, je stärker man ein Bild bearbeiten will.

    - Mehr dynamik. In einem RAW Bild ist der aufgezeichnete Farbraum meistens etwas größer, wird aber nicht angezeigt. Vorteil: Man kann überbelichtete und (manchmal) auch unterbelichtete Bereiche in einem Bild retten.



    Naja, das alles zieht dann natürlich einen riesen Rattenschwanz nach (zB Monitor sollte kalibriert sein.... Welche Software .....etc pp....)

    Keine Ahnung, wie tief Du da einsteigen möchtest, aber es geht ein Haufen Zeit bei drauf... ;)
    Das Buch "Adobe Camera RAW" (bei Addison Wesley) ist ein ganz guter Einstieg.


    Grüße
    Frank
     

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