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Display häufig an- und ausschalten

Dieses Thema im Forum "Mobil-Macs" wurde erstellt von kkoehne, 29.08.06.

  1. kkoehne

    kkoehne Gast

    Hallo,

    damit ich nicht immer das Netzteil mitschleppen muss, habe ich mein neues MacBook auf maximale Laufzeit getrimmt: So wird der Ruhezustand des Displays schon nach einer Minute Inaktivität aktiviert ...

    Nun bin ich in einem Online-Artikel über folgenden Satz gestolpert:

    "Die Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, das Display nach einer einstellbaren Periode ausbleibender Benutzereingaben auszuschalten [...] Das spart immens Strom, aber jeder Schaltvorgang verkürzt die Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung. Zudem benötigen die Lampen in der dann folgenden Aufwärmphase wieder mehr Strom. Das Ausschalten empfiehlt sich daher nur, wenn das Display länger aus bleibt, beispielsweise beim Abspielen von Musik."
    http://www.heise.de/mobil/artikel/77204/2

    Hört sich so an, als ob man von einer zu agressiven Einstellung der Energieverwaltung also die Finger lassen sollte ... auf der anderen Seite habe ich noch nie ein LCD-Display gesehen, das ausgebrannt ist. Wisst ihr mehr über das Thema?
     
  2. pete99

    pete99 Pomme au Mors

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    Hmm, das wusste ich auch nicht. Ich schalte mein Display auch wegen jeder Sekunde aus wo ich es nciht brauche. Will auch das Maximum aus meinem Akku rausholen. Während einer Vorlesung an der Uni kann es schon sein das ich das Display im Halbminutenrhytmus ein- und ausschalte. Bis jetzt lebt es noch :)
     
  3. bund

    bund Weisser Rosenapfel

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    Nach Jahren des für manche Interessengruppen unerquicklichen Energiesparens gibt es doch tatsächlich eine Gespensterdiskussion nach dem Motto
    "PC laufen lassen oder abschalten?"

    (zuletzt gelesen PC Welt 8/2006, S.78- darf man das hier zitieren?) wo ernsthaft die Alternative des 24-Stunden Betriebs in den Raum gestellt wird um die Komponenten nicht durch ein- und Ausschalten zu "stressen" was angeblich zu mechanischen Spannungen auf der Platine und Lötstellenfehlern führt. Fazit: Wer seinen PC / sein Notebook liebt lässt es doch einfach durchlaufen, um die Lebensdauer zu verlängern !

    Manchmal liegt der Verdacht nicht so fern, dass interessierte Konzerne mal wieder eine Werbeagentur darauf angesetzt durch "wissenschaftliche Studien" den Strombezug zu puschen.

    Rechenbeispiel: Ein Verbrauch von 150 Watt x24 Stunden macht 1320 Kilowattstunden im Jahr (ein Viertel eines durchschnittlichen Vierpersonenhaushaltes)= 224 Euro bei 17ct Strompreis.
    (Berechnung auch nach PC-Welt, s.o.)

    Wenn man durch solche Latrinenparolen nur bei 100.000 Nutzern den Strombezug durch Computernutzung verdoppelt hat man doch schon wieder Mehreinnahmen 100.000 x 112 Euro= 11.200.000 Euro. Das lohnt sich doch !
     
  4. Stargate

    Stargate Weisser Rosenapfel

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    >Hört sich so an, als ob man von einer zu agressiven Einstellung der Energieverwaltung also die Finger lassen sollte ... auf der anderen Seite habe ich noch nie ein LCD-Display gesehen, das ausgebrannt ist. Wisst ihr mehr über das Thema?

    Es gilt einen für sich selbst akzeptablen Mittelweg zwischen vorzeitigen Defekten und herber Energieverschwendung zu finden.

    Festplatten und Displays nach einer Minute zu parken ist tötlicher Krampf, genau wie den Rechner den ganzen Tag laufen zu lassen, wenn man ihn nur eine Stunde lang nutzt.
     
  5. skywalker

    skywalker Rheinischer Winterrambour

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    da die hintergrundbeleuchtung bis jetzt noch fast durchgängig durch eine kleine schmale kathodenkaltlichtröhre und eben noch nicht durchgängig durch leds bewerstelligt wird, ist es nur logisch, daß häufiges ein- und ausschalten die lebensdauer der röhre mindert.
    jeder "zündvorgang" beim einschalten strapaziert die röhre. deswegen sterben notebook hintergrundbeleuchtungen meistens auch nicht im betrieb sondern beim einschalten.
     
  6. Peter Maurer

    Peter Maurer Carmeliter-Renette

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    Gibt's da Studien? Hast Du sie gelesen? Welche methodischen und/oder inhaltlichen Einwaende hast Du? Denkst Du an den Stromverbrauch fuer die Herstellung eines neuen Displays?

    Mich wuerde eine solche Studie jedenfalls sehr interessieren.
     
  7. apple-byte

    apple-byte Jakob Lebel

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    Wie wäre es mit einem Zweitakku?
    den kann man im Ruhezustand wechseln (ohne Runterfahren und booten)

    bei Mac-TV hatten die denn Akku raus, um den RAM und Festplatten-Wechsel zu zeigen - dann Akku wieder rein und das MacBook startetes aus dem Ruhezustand
     
  8. pete99

    pete99 Pomme au Mors

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    Naja, wusste nicht das es so schlecht fürs Display ist. Akku wird mir zunehmend egal. Bin einer der Glücklichen die von Apple einen neuen geschenkt bekommen (aktuelles Akkuaustautschprogramm beim PB).
     
  9. bund

    bund Weisser Rosenapfel

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    Die Hintergrundbeleuchtung bzw. die Displayeinheit hat prinzipell eine begrenzte Lebensdauer. Du kannst dich trefflich und sinnfrei darüber streiten ob ein häufigeres Abschalten oder der normale Betrieb mehr "Lebenslicht" saugt.
    Bei den Apple Notebook Modellreihen geben erfahrungsgemäß zuerst andere Komponenten den Geist auf (Stichwort Logicboard)
    Beim Macbook ist das nicht anders -schau dir mal die Postings im Forum an und du wirst feststellen, dass die Displays seltener schlappmachen als andere Komponenten.

    Ich persönlich gebe den heissen hochgetunten Macbooks (meine Frau hat auch so eins) eine durchschnittliche Lebenserwartung von 3-4 Jahren, dann sind sie durchgebraten.:cool:
    Zu dem Zeitpunkt haben die meisten spätestens sowieso das neue Modell.

    Zum Vergleich:
    Wir haben hier seit 1999 / 2000 vier G3 Clamshell ibooks laufen. Nach 6 - 7 Jahren im (energiesparenden) Betrieb werden manche Displays blasser bzw die Helligkeitsverteilung ungleichmäßiger. Der Austausch ist kein Problem. Dazu sind sie kühl, lüfterlos leise und halten noch ein paar Jahre.....
     
  10. Peter Maurer

    Peter Maurer Carmeliter-Renette

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    Irre ich mich, oder hattest Du weiter oben Studien zum Thema erwaehnt? Du magst die als "sinnfrei" erachten; aber eine wissenschaftliche Untersuchung wuerde ich nicht per se als "Streiterei" abtun.

    Nehmen wir mal an, man liesse das Logic Board reparieren, weil man seinen Mobilmac naemlich lange verwenden will -- so wie Du Deine Clamshells. Wuerde man sich da freuen, wenn kurz danach das Display auch noch zum Abschied leise Servus sagt?

    Ausserdem frag' ich mich, ob das gesteigerte Kaputtgehrisiko beim Anschalten andere Bauteile, so wie das Logic Board zum Beispiel, nicht genauso betrifft.

    Die MacBooks sind noch jung, deshalb haben Verschleissteile bisher zugegebenermassen noch eine ziemlich weisse Weste. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das im Lauf der Zeit entwickelt.

    Den Mac angeschaltet lassen ist auch "kein Problem". Die Frage ist, wie gesagt, wie sehr die Herstellung eines neuen Displays im Vergleich zu diesem Strommehrverbrauch die Umwelt und den Geldbeutel belastet.
     
  11. bund

    bund Weisser Rosenapfel

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    @Peter Maurer

    Wie dir vielleicht nicht aufgefallen ist, habe ich "wissenschaftliche Studien" (gemeint waren in dem Zusammenhang Studien, die eine maximale Laufzeit beim 24 Stundenbetrieb angeblich beweisen ) in Anführungszeichen gesetzt, da in dem genannten PC-Welt Artikel keine Quellenangaben gemacht wurden.
    Wolkig wurde im genannten Artikel weiter formuliert. "Die Experten sind sich einig - wer die maximale Laufzeit aus seinem PC herausholen will, muss den PC durchlaufen lassen"
    Weder wurden Experten namentlich genannt, noch deren Studien.

    So ein Artikel wird natürlich weiter durchs Internet geschleift zum Beispiel dann zum FOCUS
    wo das ganze dann noch etwas wahrer wird als zuvor, die Experten sind jetzt plötzlich die PC-Fachzeitschrift selber.
    "Die Experten einer PC-Fachzeitschrift haben herausgefunden, dass häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer eines Computers stark verringert"

    Dabei hatten die doch keine eigene Untersuchung gemacht !

    und vom Focus aus greifen das willige Blogger und andere Contentsucher auf und so entstehen Wahrheiten.

    Ich plädiere hier nicht für eine Wissenschaftsfeindlichkeit, sondern gegen ein leichtgläubiges Azpeptieren von Meldungen.

    In dem Zusammenhang ist der im Spiegel 31/2006 auf Seite 72ff erschienene Artikel
    Public Relations - Meister der Verdrehung interessant.
    Darin wird an vielen anschaulichen Beispielen aufgezeigt , wie Journalisten gezielt mit aufgehübschten und manipulierten Informationen gefüttert werden, mit denen ein bestimmtes Verbraucherverhalten bis hin zur Akzeptanz von Angriffskriegen erreicht werden soll.

    Zitat "Mindestens 40% der Informationen einer Tageszeitung....stammen bereits von PR-Agenturen oder aus den Marketingzentralen von Unternehmen, Behörden oder Verbänden. Oft kommen die "Nachrichten" als vermeintliche Studien daher und werden gar nicht mehr als PR wahrgenommen. - Zitat Ende


    Falls du mit Servern (die ja maximale Zuverlässigkeit und Lebensdauer haben sollten) zu tun hast, wird dir die Diskussion der letzten Jahre nicht entgangen sein. Viele Rechenzentren sind schadlos inzwischen dazu übergegangen, Server bei abends/nachts bei Nichtbenutzung herunterzufahren und morgens zu rebooten.
    Infos findest du z.b. hier
    Die Hersteller haben sich durch veränderte/verbesserte Komponenten auf dieses Verhalten eingestellt und verpflichten sich (z.B. sun) zukünftig noch energiesparendere Geräte zu produzieren.
     
  12. Peter Maurer

    Peter Maurer Carmeliter-Renette

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    16.03.04
    Beiträge:
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    Ahja, danke. Die Anfuehrungsstriche waren mir aufgefallen, aber ich hatte sie nicht richtig interpretiert. Schade eigentlich, dass dieses Revolverblatt keine Quellen angibt. Aber dafuer kannst Du -- das sehe ich voll und ganz ein -- rein gar nichts.

    Sehr lobenswert.

    Mja, im hier vorliegenden Fall haengt es wohl davon ab, wie pessimistisch man die Welt betrachtet. Ich koennte mir durchaus vorstellen, dass es die vom o.g. Magazin zitierten Studien tatsaechlich gibt; und dass denen bloss nicht klar ist, wie wenig ein Zitat ohne Quellenangabe wert ist.

    Ich bin eben ein Optimist. ;)

    Danke! Das ist doch mal was handfestes. Muss ich demnaechst mal lesen. *bookmark*

    Was das Spindoctortum im Allgemeinen betrifft, darueber bin ich mir durchaus im Klaren. Auch im Softwaremarkt kann ich das beobachten, auf beiden Seiten der Hersteller-Abnehmer-Beziehung. Trotzdem bleibt die Frage, ob eine Nachricht schon allein deshalb gelogen sein muss, weil sie von jemandem kommt, dem sie in den Kram passt.
     

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