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Beeinflussen Games das Verhalten?

Dieses Thema im Forum "Spiele" wurde erstellt von I-Iealey, 30.08.06.

  1. I-Iealey

    I-Iealey Gast

    Habt ihr Erfahrungen damit gemacht, dass jemand nach exzessivem Pixel-Konsum irgendwie abgedrehter war als vorher? In den Medien wird's so oft beschrieben, aber mir persönlich bleiben da Erfahrungen aus. Sind Games gefährlich? Beeinflussen Games unser Handeln, unser Tun, unser Benehmen? Sind Kinder dadurch gefährdeter, weil beeinflussbarer?

    Würde mich freuen, die einen oder anderen Eindrücke von euch zu lesen!

    "Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pac Man das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören."
    - Kristian Wilson, Nintendo Inc., 1989
     
  2. abstarter

    abstarter Spätblühender Taffetapfe

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    hatte der das hier schon bemerkt? *vorurteilsmodus an* ;)
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  3. m00gy

    m00gy Gast

    Computerspiele beeinflussen diejenige, die sie spielen. Ob und wie sich das im Verhalten im "echten" Leben widerspiegelt, hängt sehr stark vom sozialen Umfeld desjenigen, der spielt, ab.
     
  4. Ich studiere Psychologie als Nebenfach. Es gilt als sicher, dass Modell-Lernen stattfindet (vgl. z. B. Albert Banduras Bobo-Doll-Experiment).

    Und ich nehme an, dass übermäßige Spieler nach einigen Stunden am Computer nun gerade nicht zu Goethe, Schiller usw. greifen werden. Das könnte einen Multiplikator-Effekt bedeuten.
     
  5. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    Klar beeinflussen Computerspiele Kinder, genau wie alles andere sie beeinflusst - das eine mehr das andere weniger und daran ist auch nichts verwerflich solange Computerspiele nicht statt sondern neben anderen Aktivitäten gespielt werden. Ich selber hab auch mit 10 oder 11 Jahren Wolfenstein 3D gespielt und lauf nicht mit nem Maschinengewehr durch die Gegend, ich hab Super Mario Bros. gespielt und steig nicht in die Kanalisation ab und spring auf Schildkröten herum. Somit hat Kristian Wilson mit seiner Aussage unrecht. Videospiele helfen einem die Reaktionen zu trainieren, logisches Denken voranzutreiben und auch strategisches Vorgehen zu erproben (je nach Spiel).
    Also ich halte Computerspiele für eine tolle Sache, solange man nicht dabei vergisst auch mal nach draußen zu gehen, seine Freunde zu treffen und mit diesen nicht dauernd vor der Glotze zu hocken. Darauf sollten Eltern achten und später sollte man selber reif genug sein um sagen zu können "mal ne Runde Street Fighter ist gut, aber danach gehen wir mal nach draußen skaten" oder ähnliches.
     
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  6. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    Och, sag das nicht, ich hab Unreal Tournament gespielt (stundenlang) und danach Faust 1 & 2 freiwillig (war in der Schule nicht Pflicht) gelesen.
     
  7. kyxh2o

    kyxh2o Braeburn

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    Habe leider nur noch 12% Leben und finde die Railgun nicht, sonst würde ich Dir zeigen was ich von solchen Fragen halte...
     
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  8. Ich spielte seinerzeit auch Wolfenstein 3D. Das Spielprinzip bestand seinerzeit darin, die Gegner mit Pixeln zu erschlagen.

    Bei den neuen Spielen ist die (Gewalt-)Darstellung sehr detailliert. Das Entscheidende ist jedoch, dass die Spieler den Hintergrund überhaupt nicht mehr kennen(lernen). Ihnen fehlt die politische Bildung.
     
  9. Catholic

    Catholic Lambertine

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    Noch so eine Frage und ich knall dir mit meiner Railgun den Kopf weg.:)

    Nein im Ernst, auf irgendeine Art und Weise beeinflussen Games die Spieler schon.
    Hab einen Kumpel und als der seinen Wehrdienst ableistete, hat er im Umgang mit der Waffe im Gegensatz zu den anderen Rekruten nie ein Problem gehabt. Auf die Frage des Vorgesetzten ob er in einem Schützenverein ist kam von ihm die lässige Antwort. Ne, aber Counterstrike Zocker. :)

    Ich glaube es kommt auch darauf an ob jemand geistig so gefestigt ist um zwischen Realität und Game zu unterscheiden. Gestörte/Amokläufer hat es auch schon gegeben als die Leute noch Brettspiele gespielt haben.

    Problematisch wird es erst wenn du beim McDrive was bestellst, laut "Fire in the hole" schreist und das ganze wieder zurückwirfst...
     
  10. apple-byte

    apple-byte Jakob Lebel

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    als Jugendlicher habe ich sehr viel gespielt (3D Shooter, Rennspiele, Adventures, u.a.) und auch jetzt sind meine Favoriten 3D Shooter & Rennspiele

    Ich war weder früher noch jetzt gewalttätig und glaube nicht daran, dass Computerspiele das Verhalten ändern können. Ich bin intelligent genug um Doom nicht mit der Realität zu verwechseln. Oder im Autoverkehr nicht wie im Spiel zu überholen.

    Eine Verstärkung von schlechtem Verhalten oder ein Abstumpfen von weniger intelligenten Menschen kann ich mir aber vorstellen. Ein potentieller Gewalttäter oder Verbrecher wird aber auch ohne Computerspiel seine Taten begehen.

    Im Kindesalter ist die Beeinflussung sicher gegeben, da hier keine Differenzierung des Gesehenen erfolgen kann.

    Ich glaube mehr daran, dass coole Ganster- und Rapper Filme und Musikvideos die Jugendlichen beeinflussen.
     
  11. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    Zur Zeit geben die Politiker und viele Eltern wieder mal die Schuld an Amokläufen usw... (wie erst kürzlich) den "Killergames". Ich kenne die Szene etwas, habe selber auch schon LAN-Partys organisiert (früher...). Dort werden vorallem auch die bösen Spiele "Counterstrike" usw gespielt. und das Tage- und Nächtelang. Bei solchen Veranstaltunge habe ich noch nie nur eine kleine Gewaltbereitschaft unter den Leuten gespürt. Alle sind dort sehr nett zueinander zu helfen gerne. Wenn ich zum Beispiel in den Ausgang gehe sind die Leute viel unfreundlicher zueinander, dann gibts auch eher Schlägereien.

    Dazu kommt das man an Lan Parties neben "Killergames" auch viele Pornos und teilweise Gewaltfilme (Gesichter des Todes usw.) zu finden sind... aber trotzdem keine Gewalt. Diese Leute welcher in der Gamerszene sind, haben schon viel gesehen. Ob das gut ist oder schlecht kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall muss man sagen, diese Leute schotten sicht nicht sozial ab und werden eigenbrötler nur wegen diesen Spielen.
    Wenn man zum Beispiel WOW anschaut... dort spiele viele Junge zuhause im Kämmerchen, alleine, jedoch kann man da ab einem gewissen Level nicht mehr alleine Spielen. sondern in Raids, wos strenge regeln gibt. Dort kommuniziert man auch Live miteinander im Teamspeak.


    Es sind ganz viele verschiedene Faktoren die einen Amokläufer erziehen.
    Wobei ich diese eher im sozialen Umfeld der Familie und der Schule sehe...
     
  12. HG Butte

    HG Butte Riesenboiken

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    Ja Spiele beinflussen Menschen, und grade auch junge Menschen. Aber sie machen keine Amokläufer.

    Wir muessen uns den Problemem stellen, und sie nicht vertuschen. Das verbot von Nationalsozialistischen Symbolen und Büchern verhindert auch keinen Neonazi.

    Ich denke mal mehr Augenmerk unseres fett gewordenen Staatsapperates auf die Bereiche Jugendarbeit ,Förderung ,Polizei. Nur leider müsste ein Abgeordneter warscheinlich schon auf einen Teile seiner kaum ausreichenden Diäten verzichten, wenn auch nur ein Sozialarbeiter, Leherer oder Polizist mehr eingestellt werden sollte. Also lieber mal auf einer Pressekonferenz ein paar Fischeierreste aus den gefüllten Pausbäckchen auf ein Mikrofon husten, wärend man den Untergang des Abendlandes auf Grund bösartiger PC-Spiele beschwört. Hauptsche keiner kriegt mit das man nur futtert statt zu arbeiten, und das das Einzige Gehalt was nicht geschröpft wurde in den letzten Jahren sein eigenes war. Prost Mahlzeit, das wäre es noch wie soll man sich sonst seine Villa im Schwarzwald noch leisten können .....

    ... Sorry jungs und Mädels ich schweife wieder ab .....

    .... aber wer hat den Wirklich versagt, wenn jugendliche keine Hoffnung mehr haben, keine Werte mehr kennen und einen Hass auf diese Gesellschaft hegen den sie über ihr Eigenes Leben Stellen ....

    sowas kriegt man nicht mit ein paar zeilen Code und einer guten GraKa hin. Nein dafür braucht es schon etwas mehr... und zum verhindern braucht es auch etwas mehr als das schlachten eines Sündenbock aus nullen und einsen.


    MfG
    Butte
     
  13. proteus

    proteus Langelandapfel

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    Ich habe zwar meinen Lebtag noch kein videogame gehabt, allerdings mal eine Zeitlang Resident Evil bei meiner Freundin auf der PS gespielt. Das war schon recht amüsant, doch war mir die Thematik auch bestens bekannt, weil ich seit frühester Jugend Horrorfilme geschaut habe. Mitte der Achtziger hatten wir eine ähnliche Diskussion über den Einfluß von Horrorfilmen, was zu einer beispiellosen Verbotswelle führte, dem strengsten Zensurgesetz der Welt und uneingeschränktem Einfluß der BPS. Das Ergebnis waren 1000 verbotene Filme, kaum ein Film kommt noch ungeschnitten zur Aufführung und der Schwarzmarkt blüht, weil gerade die verbotenen Filme die "Besten" sind.
    Und bsp. "Tanz der Teufel" lief in Frankreich im TV, ist in Österreich frei ab 15 und bis dato sind die Länder auch nicht untergegangen.
    Ich denke eher das Problem ist die Übersättigung, der Verfall der Werte und das genrelle Desinteresse vieler jugendlicher.
    Wenn ich Bewerbergespräche führe bin ich immer wieder erschreckt, wie dumm die Teens heute sind. Zu meiner Zeit hiess Abivorbereitung Tage mit Büchern in der Bibliothek.Heute sind das drei Klicks im Internet. Macht nur kaum einer. Und das wird sich auch nicht ändern, wenn es kein Counterstrike mehr gibt.
    "Das Volk der Dichter und Denker, es denkt nicht mehr und ist nicht mehr ganz dicht"
     
  14. dewey

    dewey Gewürzluiken

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    also meine meinung zur beinflussung jugendlicher ist, dass nur leute die wie zum beispiel dieser amokläufer keinen rückhalt in der familie haben bzw. von "freunden" ausgegrenzt wurde sich verändern und nicht mir unterscheiden können. wenn wer daheim alleine ohne freunde counterstrike zockt und dann auch noch irgendwelche gewaltvideos produziert und dazu noch in so einem militanten club geht. (softgun, kriegsbemalung, usw). ist es irgendwie klar das er nicht mehr unterscheiden kann zwischen rl und seiner virtuellen heimat. (den ganzen vormittag counterstrike zocken und am nachmittag mit softguns und kollegen im waldspieleno_O da ist die grenze schon ziemlich niedrig).

    darum glaube ich werden "normale" leute mit einem halbwegs guten sozialen umfeld und einer halbwegs kompletten familie sich nicht so leicht beeinflussen lassen.

    natürlich sollte man den konsum solcher spiele jüngerer menschen eingrenzen bzw die eltern sollten mal schaun was die kinder so auf der festplatte haben oder sich das spiel erklären lassen damit die kinder merken das sich die eltern dafür interessieren und mit den kindern über das spiel reden können.

    ich spiele auch counterstrike, fear und andere spiele und habe trozdem nicht das bedürfniss leuten auf der straße nen "headshot" zu verpassen oder sonstige eigenheiten vom übermäßigen cs konsum auszuprobieren.

    auf lan partys ist mir auch noch nie höhere gewaltbereitschaft aufgefallen. im gegenteil hilfsbereite leute und leute flippen nicht aus wenn sie mal gefraggt werden. also halte ich die ganze "killerspiel-verbot" welle für übertrieben. (vor allem in deutschland, in österreich kann man ja spiele die in deutschland zensiert sind mit 16 kaufen):)

    dewey

    PS: gründe wenn es zeit ist aufzuhören cs zu spielen: hier
     
  15. jensche

    jensche ̈Öhringer Blutstreifling

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    das sehe ich auch so... jedoch ist es für viele Politiker die einfachste Ausrede, bzw. ein guter Sündenbock.


    Vorallem ist dann der Reiz ein verbotenes Spiel zu spielen viel viel höher...
     
  16. kepptn

    kepptn Celler Dickstiel

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    So schaut's aus. Ich hab jahrelag Baller- und Schnetzelspiele gezockt und ich höre nun seit 20 Jahren schweren Rock und Metal. Ich bi trotzdem ein freundlicher, friedlicher, ja nahezu pazifistischer Mensch. Ich spiele heute lieber Rennspiele, hab aber auch noch nie ein Wettrennen gefahre auch nicht gegen die Polizei. Warum? Weil sich meie Eltern die Mühe einer umfassenden Erziehung auf sich genommen haben. Ich Lehrer hatte die es noch schafften uns zu erreichen, was wir natürlich auch nicht kategorisch ablehnten.

    Es gibt aber einiges was ich mir bei Computerspielen angeeignet habe, z.b. kann ich, ank Tetris, in windeseile meinen Einkaufskorb packen. Bei Monkey Island habe ich das "umdieEckedenken" gelernt. Bei anderen Adventures wiederum das Systematische Denken und Handeln.

    Spiele sind nunmal ei Medium, jeder muss selbst wissen was er mit dem Inhalt macht, das ist bei RTL und der Zeitung auch nicht anders.

    Was den Deppen aus Emstetten angeht, hat es der MTV Typ vorhin gut formuliert, hätte Marilyn Manson oder Slipknot gerade ein neues Album draussen wären die auch noch mitiskutiert worden. Wie der Spast, u.a. an 2 legale, Waffen kommen konnte wird nicht so groß diskutiert, damit könnte man ja Jäger und Sammler kriminalisieren.
     
  17. needmilk

    needmilk Gast

    Ist nicht meine Art, aber ich antworte kurz und knapp: Nein!
     
  18. dewey

    dewey Gewürzluiken

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    da hat der typ recht es wird halt immer ein sündenbock gesucht und meist bei den pc spielen gefunde da viele studien existieren über die auswirkungen auf jugendliche aber mit keinem 100% ergebniss. da eigenen sich diese halt ganz gut. aber ganz ehrlich: ich würds gleich machen wenn ich keine ahnung hätte und nicht vl an die eigenen fehler denken kann (erziehungsfehler,...)o_O

    dewey
     
  19. kepptn

    kepptn Celler Dickstiel

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    Ich frag mich ernsthaft was passiert wenn beim nächsten Amokläufer daheim Florian Silbereisen DVDs und die Löwenzhn Spiele gefunden werden. Zum Glück lesen solche Typen nicht, was mir in geschriebener Form schon an Abartigkeiten und Gewalt begegnet ist würde als Spiel zehnmal für ei Verbot reichen, bei der Bibel mal angefangen.

    Die Horrorfilme sind auch ein gutes Beispiel, ich kann mir jeden Fim legal in Österreich oder Holland auf deutsch kaufen. Entweder per Internet, Mailorder, kumpel vor Ort oder bei nem kurzen Trip über die Grenze. Was denken denn die Herren von der CSU und Kollegen wie viel schwerer es für einen CS Spieler ist? Und was mit einem Film klappt, klapp auch mit einem Spiel.
     
  20. csharp

    csharp Gast

    Nein.
    1. Fehlende Perspektive
    2. Fehlende Erziehung
    3. Die absolut bescheuerte Medienpräsenz die solchen Ereignissen zu Teil wird.
    4. Vater und Mutter Vollzeitbeschäftigt (ist nicht negativ zu werten führt jedoch zu 2.)

    Wenn man wiederum die Ursache für einige Punkte genauer analysiert wird man feststellen, dass die unfähigen Politiker (Punkte : 1 + 4) auch Ihren Teil dazu beitragen. Mit dem beschränkten Horizont einiger Politiker würde ich jetzt lauthals die Abschaffung von Politikern fordern.
     

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