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16bit aufnahme aufbessern

Dieses Thema im Forum "Musikproduktion" wurde erstellt von groove-i.d, 28.12.06.

  1. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    ahoi kollegen!

    besteht die möglichkeit, eine 16bit-aufnahme aufzupolieren und ihr wenigstens annährend einen anschein von 24bit zu geben?
    mir ist zwar klar, daß man aus einem schneckenhaus keine villa machen kann, aber vielleicht gibt's ja plug-ins oder verfahrensweisen, um sich einer 24bit-aufnahme anzunähren.
    danke!
     
  2. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    Andersrum kannstes ja dithern (Wobei das auch wieder ein Mythos ist da die einen drauf schwören und die anderen nich!)

    Sonst kann ich mir da rein von der Geometrie eigentlich nichts sinnvolles vorstsellen, ausser du erhöhst auch gleichzeitig die Sampling Rate. (Dann könnteste nämlich wieder ganz einfach Linear Interpolieren =) )

    Das machen aber die DA Wandler meines Wissens sowieso schon. Ich denke da kannste relativ wenig rausholen. In den ganzen Audio Tools läuft ja eh dann schon alles mit 32Bit (oder 64Bit) ab. Hier erfolgt ja quasi dann auch schon immer eine Umwandlung Hin und Zurück (ob die Optimierenswürdig ist ?)

    Das ist meine nüchterne Einstellung zu der Sache, nur weil ich aber nichts kenne muss es ja nichts geben!

    Der Post hatte jetzt insgesammt wenig Sinn oO


    Vielleicht kannst du ja mit ganz komplizierten Splining-Verfahren da noch etwas rausholen. Das ist aber reine Spekulation.

    (Ich meine das in etwa so, also ob du an die Treppige Kurve ein sehr elastisches Stück Holz anschmiegst und dann haste ja tolle Zwischenwerte wieder!)
     
  3. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    ahoi patrick!
    danke für die anmerkungen.
    es ist ja ein bischen wie mit einem jpeg: man kann es nicht wirklich verbessern oder die auflösung nachträglich "echt" verbessern. zieht man es größer, wird es pixelig/körnig.

    16bit ist 16bit, nicht wahr?
    oder kann ich aus einer 16bit datei nach editieren nachträglich eine echte(!!!) 24bit-datei machen? in spark le beispielsweise habe ich diese option beim speichern. ich wähle die auch immer, denke aber, daß sich da nix verbssert.

    was meinst Du mit interpolieren?
     
  4. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    Naja, die Bitzahl gibt ja an wie fein jedes Sample in der Amplitude aufgelöst wird.

    16 Bit = 65536 mögliche Zustände
    24 Bit = 16777216 mögliche Zustände

    Wenn man jetzt 16 Bit Material mit 24 Bit speichert dann ändert sich am Informationsgehalt nichts (ausser halt es kämen spezielle Mechanismen an den Start). Auf jeden 16 Bit Zustand fallen halt 256 Mögliche Zustände im 24 Bit Sample. Im Endeffekt wird beim resampeln dann wohl wieder eine Treppe mit gleichen Amplituden aufgebaut, nutzt quasi die 24 Bit Möglichkeiten gar nicht aus. (Hab ich jetzt nicht nachgeschlagen, eventuell wird hier auch schon optimiert!)

    Wenn du jetzt aber die Samplingrate von 44.1khz auf 88.2 khz erhöhst dann kriegst du zwischen jedem Zustand ja quasi noch einen Zustand geschenkt. Dazwischen kannste nun eine Linie ziehen (oder optimaler irgendeine Kurvenfunktion sicher) und dort dann für das Extrasample einen Zwischenwert aus den vorhergehenden Samples berechnen, welches dann die Möglichkeiten des 24Bit Raumes ausnützt.

    Wie schon gesagt passiert soetwas aber schon im Soundkartenausgang, wenn ich mich nicht ganz Irre =) (weil die Lautsprecherboxen wollen ja kein Viereckiges Signal haben sondern ein möglichst rundes!)

    Und mehr Information hat der Audiofile dann auch nicht, nur halt hingepfuschte (wie Bei der Interpolation beim Bild, man sieht keine Pixel sondern zwischen den Pixeln halt so Übergänge. Erkennen tut man nicht mehr drauf (also kein Informationsgewinn) aber sieht halt weicher aus.)

    Interpolieren meint:

    Wenn du 2 Punkte hast, A (0,0) und B (2,1) dann kannst du dir vorstellen das dazwischen auch noch der Punkt C (0.5,1) liegt, da sie alle auf einer Linie liegen. Das wäre dann z.B. Lineare Interpolation.
     
  5. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    den ersten teil habe ich gekriegt. danke!

    nur khz ist mit bit nicht zu vergleichen, oder?

    das mit dem interpolieren habe ich immer noch nicht ganz gekriegt, obwohl mir Dein beispiel verständlich ist.

    zum resamplen:
    diese funktion kann man nutzen, ist aber aus von Dir genannten gründen eher augenwischerei. verstehe ich das recht?
     
  6. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    ne kHz ist mit Bit nicht zu vergleichen.

    kHz ist ja "wie Oft kommt ein Sample in der Sekunde" und Bit sind "wie Fein kann ich das Sample auflösen"

    Umso mehr kHz man hat, umso besser kann man meines Erachtens nach die Bitzahl effektiv ausnutzen. Das würd ich mal so als größten Zusammenhang sehen.

    Resampeln macht schon auch oft Sinn, da ja z.B. Dynamiktools wie digitale Kompressoren (oder auch einfach wenn man den Faderhochzieht) besser arbeiten können weil sie feinere Möglichkeiten haben (das is dann natürlich besonders wichtig wenn z.B. in Logic mehrere Effekte und Volumensachen nacheinander laufen; Aber in Logic wird sowieso alles beim Laden in 32Bit umgerechnet, hier ist also das manuelle resamplen nicht notwendig).

    Was gar nichts bringt ist halt was mit 16 Bit aufzunehmen und dann mit 24 Bit abzuspeichern und meinen es klingt nun besser. Anders halt wenn du z.B. in nem Program das intern nicht mit 32 Bit arbeitest, du 16 Bit aufnimmst, in 24 Bit resampelst, 10 Kompressoren nacheinander durchjagst. Da war der Schritt dann schon Sinnvoll. Ich glaube aber fast alle Ernstzunehmenden Programme arbeiten mit 32 oder 64 Bit.

    Interpolieren kannste eigentlich nur wenn du 2 Achsen hast, also kein einzelnes Sample sondern eine Reihe von Samples. Da isses dann halt teilweise Sinnvoll Zwischenzustände zu errechnen (man macht es dann auch wirklich wohl nicht Linear sondern mit Splines; Ich bin aber kein Signalverarbeitungsspezialist also hat mich nicht nicht! Mein Mitbewohner der E-Technikstudent ist leider in der Türkei sonst würd ich den kurz fragen.)

    Viel wichtiger als alle Theorie oder Scheintheorie ist doch folgende Frage: Hörst du einen Unterschied ?


     
  7. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    bist eine gute hilfe. danke.
    wenn ich mit le7 arbeite, mache ich mir über die bits auch keine gedanken. macht es ja von selbst artig so gut wie es geht.
    ich arbeite beim editieren von singletracks allerdings sehr gerne mit spark le, weil es so schön übersichtlich und simpel ist. da muß ich schon gucken, wie ich speichere.

    aber wie gesagt, es zählt, ob man selber dne unterschied hört. ich probiere mal rum. danke.
     
  8. weebee

    weebee Gast

    Du bringst da was durcheinander. Das stimmt so nicht.
     
  9. weebee

    weebee Gast

    Du hast nur 16 Bit Auflösung. Ob Du die in ein 32-Bit-Format schreiben würdest oder nur in ein 16-Bit-Format ändert nix. Die nicht vorhandenen Bits bleiben dann einfach leer.
     
  10. PatrickB

    PatrickB Rhode Island Greening

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    Hallo, du hast Recht. Hab es mir gerade in einem Hex Editor angeschaut, das erste Byte des von 16 auf 24 hochgerechneten Samples ist immer 00.

    War mal wieder nur Halbwissen am Start, Peinlich...

    Kannst du mir dann eventuell eine gute Quelle angeben wo das genau beschrieben ist wie die Amplitude dann kodiert wird? Oder Selbst kurz erklären wenn es relativ simpel ist.

    Grüße :-[
     
  11. astraub

    astraub Champagner Reinette

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    Hallo,

    da kann ich nur sagen - 16Bit sind 16Bit - alles was Du z.B. durch komplexere Interpolation zufügst ist reine Erfindung des Interpolationalgorithmus. Die Qualität (im Sinne von Reproduktion des Originals) wird damit nicht verbessert, da die Originaldaten einfach nicht vorhanden sind.

    Gruss
    Andreas
     
  12. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    danke, wie vermutet also!
     
  13. groove-i.d

    groove-i.d Grünapfel

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    ich habe noch eine text-datei auf meinem rechner zu diesem thema gefunden.
     

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    #13 groove-i.d, 30.12.06
    Zuletzt bearbeitet: 30.12.06

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