Hallo Zusammen,
fuer meine Arbeit an der Uni brauche ich bald mal ein neues Notebook und spiele mit dem Gedanken mir ein iB/PB zu kaufen. Hier am Institut laeuft ausschliesslich Linux, was bis jetzt auch auf meinem alten Notebook drauf ist, leider laesst die Hardwareunterstuetzung gerade was einen externen Monitor/Beamer angeht zu wuenschen uebrig. Daher auch der Gedanke einen Mac zu kaufen, dort sollte das ja alles kein Problem sein.
Meine Frage ist hat hier jemand Erfahrung mit dem Umstieg von Linux auf OS X, wenn ja wie vergleichen sich die beiden Betriebssysteme im taeglichen Umgang z.B.:
-beim arbeiten im Terminal (Shell-Skripte,...)
-Programmieren, kompilieren von Fortran Programmen
-Verhalten es Windowmanagers und nette Linux-Eigenschaften wie ein guter Pager, Focus-follows-mouse, Einfuegen mit der beim Mac nicht vorhandenen mittleren Maustaste,...
-Einbinden von NFS-Shares, ssh logins,...
Vielen Dank schon mal
SkyWombat
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Thema: Wechsel Linux->Mac
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20.10.2005, 10:42 #1Uelzener Rambour
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Wechsel Linux->Mac
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20.10.2005, 10:50 #2
Re: Wechsel Linux->Mac
Moin,
Du hast die volle Auswahl an Shells. Wie beim wechsel von einer Distri zur nächsten mußt Du dich an das jeweilige Ablageformat von Ordnern gewöhnen und ein paar Befehle haben etwas andere Parameter als von Linux gewohnt.
Zitat von SkyWombat
Es gibt genügend gute Editoren die das Programmieren erleichtern, wirklich gute IDEs sind eher selten und kommen wenn aus der Linux/OpenSource Ecke, sehen so aus und arbeiten auch so - sprich brauchen ggf. X11 und integrieren sich optisch und funktional nicht wirklich ins Mac OS. Was aber nicht unbedingt störend sein muß.
Zitat von SkyWombat
Das hatten wir doch schon
Zitat von SkyWombat

No probs. NFS-Shares ww. über's CLI oder mit Marcel Bresinks NFS-Manager, ssh-Zugriffe kannst Du Dir im Terminal sogar bookmarken, ansonsten gibt's auch dafür (überflüssigerweise - just my 2 cents) auch GUIs wie Fugu o.ä. für.
Zitat von SkyWombat
Gruß StefanWenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt
auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke
von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!
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20.10.2005, 10:57 #3Baldwins roter Pepping
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Re: Wechsel Linux->Mac
Ich arbeite parallel an Linux und Mac OS X. Generell ist das Verhalten des Terminals sehr ähnlich, leider ist die Ausgabe auf dem OS X Terminal relativ träge, was man allerdings erst bemerkt, wenn sehr viel Text ausgegeben wird - ansonsten ist alles mehr oder weniger gleich, nur, dass es sich um ein BSD Unix handelt (also z.B. kein 'home/skywombat', sondern 'Users/skywombat' )
beinahe identisch, musst Dir nur ein paar Aliase anlegen-beim arbeiten im Terminal (Shell-Skripte,...)
Allgemein identisch, im speziellen Fall Fortran kenn ich mich nicht aus.-Programmieren, kompilieren von Fortran Programmen
Der OS-X Windowmanager ist zu Laufzeit wesentlich flexibler (daher auch kein Problem mit Beamer-Verhalten es Windowmanagers und nette Linux-Eigenschaften wie ein guter Pager, Focus-follows-mouse, Einfuegen mit der beim Mac nicht vorhandenen mittleren Maustaste,...
), ein Xforward sollte mit dem mitgeliefertem X11 ebenfalls gehen.
Was meinst Du mit Pager?
Focus follows Mouse: Nein.
Ein einfügen mit der mittleren taste sollte sich machen lassen, geht aber per se nicht (zumindest bei mir)
LOL, rate mal...-Einbinden von NFS-Shares, ssh logins,...
Du wirst sicher keinen Fehler machen, auf Mac zu switchen, allerdings ist es eben schon ein bisserl anders als ein Linux - man kommt oft anders zum Ziel, nicht soviel nur über die Console (z.B. Netzwerkkonfiguration über Systemeinstellungen - und: kann nahtlos zwischen verschiedenen Konfigurationen umschalten, ein Segen!)
Gruß,
.commander
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20.10.2005, 11:00 #4Baldwins roter Pepping
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Re: Wechsel Linux->Mac
Nicht zu vergessen Eclipse, mit dem man fast alles hacken kann, und Java-IDEs, die sich sehr gut in Mac OS X einfügen.
Zitat von stk
PS: @stk: Du bist echt gemein
!
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20.10.2005, 11:26 #5
Re: Wechsel Linux->Mac
Moin,
das ist die Gnade von 10-Finger-Blind
Gruß StefanWenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt
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20.10.2005, 11:48 #6Cellini
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Re: Wechsel Linux->Mac
Desktop Pager gibts deren mehrere:
OpenSource: Desktop Manager 0.5.3: mein persönlicher Favorit, weil mit der besten Unterstützung für Shortcuts. Kann leider kein Focus follows Mouse
CodeTek Virtual Desktop: Kostet Geld, kann aber ± Focus follows Mouse, ist schrecklich unflexibel was Shortcuts angeht. Support der Firma ist, naja lassen wir das...
Was Focus follows Mouse angeht bin ich nicht sicher ob Du das in Mac OS X wirklich willst. In X11 ist das kein Problem, der Apple eigene aquaWM unterstützt das natürlich. Ebenso kannst Du jeden anderen WM verwenden den Du möchtest. Ob Du bei Verwendung von X11 noch den Mac OS X Rest auch sehen wills (rootless) oder nicht, sei Dir überlassen. Wenn Du Spaß dran hast, kannst Du auch einen kompletten Gnome oder KDE installieren. (Ist aber eigentlich eher sehr unnötig, da es sich rootless wesentlich bequemer arbeitet)
Focus Follows Mouse kann man zumindest fürs Terminal.app per defaults write einstellen, ebenso für X11. (Das Terminal.app kann keine X11 Sachen out-of-the-box, X11.app schon. Das merkst dann aber eh schnell)
Developer Tools mit gcc und so weiter gibts kostenlos und in hervorragender Qualität. Auch Fortran sollte kein Problem damit sein. Ansonsten gibts von AlSoft noch ein eigenes (kostenpflichtiges) Fortran DevKit.
MultiMonitor Unterstützung ist am Mac kein Problem. (iBook offiziell nur spiegeln, PowerBook offiziell auch Spanning. iBook inoffiziell auch Spanning.) Auch mit X11 geht das, da xinerama dabei ist.
Shellscripte die POSIX.2 folgen sind sicherlich kein Problem, auch Mac OS X ist ein POSIX.2 kompatibles Unix. Wenn Deine Skripte die eine oder andere Eigenheit eines Commands nutzen, mußt Du evt. minimale Anpassungen vornehmen. Mac OS X ist eben ein BSD Unix und kein Linux.
[pepi@Bauxite-Beauty:~]$ cat /etc/shells
/bin/bash
/bin/csh
/bin/ksh
/bin/sh
/bin/tcsh
/bin/zsh
Im wesentlichen ist alles was auf *nix hört machbar. Projekte wie fink (Debian Package Manager apt-get) und DarwinPorts (port) machen viele OpenSource Portierungen auch noch grausig komfortabel. Auch Gentoo emerge gibt es. Ergo sind NFS und ssh auch keine Probleme. Ich selbst verwende Sachen wie Nessus, nmap und Ethereal bunt gemischt mit hübschen Cocoa Apps im trauten Einklang.
Die mittlere Maustaste brauchst Du für Mac apps sicherlich nicht. Jede Maus die über mehr als eine Taste verfügt wird aber unterstützt und kann auch für eine mittlere Maustaste zum copy/pasten in X11 herhalten. Ich selbst verwende dazu den alternativen Trackpad Treiber Sidetrack, wo ich mit einem Finger sowohl, links, als auch rechts und mittelklicks machen kann, sowie scrollen und noch mehr lustige Dinge anstellen kann. (Maus ist schließlich Gepäck im Rucksack des Digitalnomaden…)
Nachdem gestern die neuen PowerBook vorgestellt wurden ist auch der Zeitpunkt für einen Kauf ideal. Also los!
[SkyWombat@Mac:~]$
Gruß Pepi
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20.10.2005, 12:03 #7
Re: Wechsel Linux->Mac
btw.,installiert der die pakete mittlerweile in eigenes verzeichnis wie darwinports (/opt/local) oder fink (/sw) ?
Zitat von pepi
Signatur verreisst.
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20.10.2005, 12:21 #8Cellini
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Re: Wechsel Linux->Mac
Soweit mir bekannt nein. Das ist in dem Fall Fluch und Segen zugleich. Wenn ich bestimmte Bibliotheken des Systems bewußt ersetzten möchte dann kann ich das damit tun. Wenn ich das nicht möchte wirds kompliziert. Kommt eben drauf an was man erzielen will. (zB openSSL des Systems durch eine neuere Version zu ersetzen)
Das Konfliktpotential ist bei fink am geringsten da hier wirklich alles in (default) /sw installiert wird. Bei DarwinPorts landet zumindest fast alles in /opt.
Gruß Pepi
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20.10.2005, 13:36 #9
Re: Wechsel Linux->Mac
auf jeden fall ein unterschied zwischen linux-distributionen und mac os x ist die konfiguration. /etc gibt es zwar auch unter os x, allerdings nicht vollständig.
die manuelle konfiguration von os x via terminal ist doch sehr verschieden.Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral
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22.10.2005, 11:42 #10Ribston Pepping
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Re: Wechsel Linux->Mac
Papperlapapp. Alles eine Frage der Konfiguration. Fremdinstallationen gehoeren in den /usr/local Baum und sind in der Suchreihenfolge entsprechend im $PATH zu vermerken. Bei "which ls" ist somit durchaus ein ls in /usr/local/bin/ls vor dem /bin/ls zu benutzen.
Zitat von pepi
Auszug aus der /usr/local/etc/ports/ports.conf
Code:# Set the directory in which to install ports prefix /usr/local # Where to store ports specific database files portdbpath /usr/local/var/db/dports
Code:[11:34] :echo $PATH /Users/icehouse/bin:/usr/local/mysql/bin/:/usr/local/bin:/usr/local/sbin:/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin:
Code:[11:31] :which port /usr/local/bin/port
Gruss von IceHouseCode:[11:34] :ls -l /usr/local/var/db/dports/ total 24 drwxrwxr-x 10 root admin 340B May 23 11:24:56 2005 ./ drwxrwxr-x 4 root admin 136B May 23 10:32:36 2005 ../ -rw-rw---- 1 icehouse admin 6K Jun 10 13:43:18 2005 .DS_Store -rw-r--r-- 1 root admin 13B Sep 29 13:11:29 2005 .tclpackage drwxr-xr-x 7 root admin 238B Jun 18 23:20:00 2005 build/ drwxrwxr-x 8 root admin 272B Jun 18 23:20:00 2005 distfiles/ drwxr-xr-x 3 root admin 102B May 23 11:23:23 2005 packages/ drwxrwxr-x 10 root admin 340B Sep 29 13:02:01 2005 receipts/ drwxr-xr-x 7 root admin 238B Jul 19 11:12:05 2005 software/ drwxr-xr-x 4 root admin 136B Apr 29 23:28:35 2005 sources/
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