Das ist wirklich traurig. Aber auch unverständlich. Wenn du nicht sofort nach einem alternativen Player gesucht hättest, sondern das vorinstallierte (und sehr gute) Rhythmbox benutzt hättest, hätte dich Ubuntu beim ersten Versuch, eine MP3-Datei abzuspielen, gefragt, ob du denn nicht einen passenden Codec und diverse Multimedia-Codecs installieren möchtest.![]()
Das nickt man dann für gewöhnlich ab und kann ab sofort nicht nur MP3s hören, sondern auch DVDs gucken etc.
Programme installiert man auch nicht durch Googlen und Terminals, sondern durch den Eintrag 'hinzufügen' im Menü 'Anwendungen' (das ist das Menü in der komischen Leiste ganz oben auf deinem Bildschirm, die beim Mac auch ganz oben sitzt...). Vielleicht heißt der Eintrag bei dir auch 'Software Center'; kommt auf deine Ubuntu-Version an:
Da machen es die Ubuntu-Entwickler einem schon so leicht wie möglich, und dann geht es doch nach hinten los, weil ein Nutzer nicht von seinen Windows-Gewohnheiten bei der Programm- und Codec-Installation lassen kann.
Wenn du demnächst mal Fragen hast, frag nicht Google, sondern guckstu hier:
http://wiki.ubuntuusers.de/Startseite
Und ehrlich gesagt, du hättest dir die Peinlichkeit sparen können. Hat dich zwischendurch nicht der Verdacht beschlichen, dass du irgendetwas falsch machst? An einem gewissen Punkt sollte man immer in Erwägung ziehen, dass es auch daran liegen könnte, dass man sich einfach zu blöd anstellt.
Die Schelte hat Ubuntu jedenfalls nicht verdient.
Ergebnis 1 bis 10 von 30
- 11.11.2009, 11:59 #1Carola
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Ubuntu und iTunes-Alternative... Tragödie in zwei Akten Wollte mal kurz meine Leidensgeschichte mit Ubuntu erzählen und meinen Dampf ablassen. Ich habe in den letzten Jahren zig mal Suse Linux installiert. Nach der nervtötenden Installation habe ich dann meist davor gesessen und gedacht "mmh, was mach ich damit jetzt?". Meist war ich selbst von trivialen Aktionen, wie z.B. einstellen der Bildschirmauflösung total überfordet! "Kernel neukompilieren" hieß es dann oft! Wie bitte was? Nein danke! Alles wieder deinstalliert und erneut zu Windows gegriffen.
Jetzt habe ich mir mal gedacht, ich installier mal Ubuntu in einer VM und schau mir das an. Da in meinem Bekanntenkreis recht viele Ubuntu benutzen, hatte ich gehofft, dass diese ganze Linux-Frikelei mittlerweile benutzerfreundlicher geworden ist.
Also ich muss ja die Installationsroutine von Ubuntu loben, das hat alles sehr unkompliziert geklappt. Doch dann nahm die Tragödie ihren Lauf.
Ich wollte einen iTunes-ähnliches Mp3-Player installieren und habe mich nach einigem Nachforschen für Amarok entschieden. Über den Software-Center wurde Amarok zwar gefunden, installieren konnte man es nicht. Ein wenig gegoogelt und dann ein kryptisches Terminal-Kommando gefunden, mit dem ich dann erstmal die Installation freischalten konnte.
Die Installation hat geklappt. Amarok gestartet und testweise ein paar MP3-Alben importiert. Tja, nur konnte dieser hochgelobte Amarok weder MP3s abspielen, noch hat er die im MP3 eingebundenen Album Cover erkannt. Dafür wurde aber Amarok ganz schön lahmgelegt, weil im Hintergrund irgendwelche Wikipedia-Einträge zu Band und Song runtergeladen und recht prominent dargestellt wurden.
Wieder ne halbe Stunde lang gegoogelt und endlich ein anderes Terminal-Kommando gefunden, mit dem irgendwelche MP3-Codecs installiert wurden. Musik konnte ich jetzt hören, die nervigen Wikipedia-Infos konnte ich auch abschalten aber Cover wurden immer noch nicht erkannt und insgesamt kam mir Amarok sehr rudimentär vor, kaum Sortiermöglichkeiten eine schreckliche Übersicht mittels Baumstruktur und wenn man Stop oder Pause beim laufenden Lied drückt dauert es bis zu 3-5 Sekunden bis das Lied auch tatsächlich mal stoppt (soll das ein Feature sein?).
Naja, ok, probier ich mal einen anderen Player. Songbird runtergeladen. Tja, schön, eine tar.gz-Datei... die konnte ich auch entpacken. Aber was mach ich damit??? Nachdem ich weder auf den Webseiten von Songbird oder irgendwo anders einen Hinweis gefunden habe, wie ich ein Programm in Form von tar.gz auf Ubuntu installiert habe ich kurzerhand dieses ganze scheiß Ubuntu gelöscht. Für mich steht fest, ich warte nochmal 5-10 Jahre bevor ich einen neuen Versuch mit Linux/Ubuntu unternehme. Ich habe einfach keine Lust stundenlang zu googlen, und dann irgendwelche kryptischen Terminal-Kommandos einzugeben.
Mag ja sein, dass man Amarok mit Terminal-Kommandos oder Plugins super-toll konfigurieren kann und damit eine unglaubliche Funktionalität herauskitzeln kann... aber dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade.
Tja, die Linux-Freaks unter Euch werden sich jetzt bestimmt darüber kaputt lachen, dass ich nichtmal Songbird installieren konnte, aber ich finds eher zum weinen, dass man dieses OS einfach nicht intuitiv und ohne Experten-Wissen benutzen kann, nicht mal für einfachste Zwecke. Da ist selbst kostenlos noch zu teuer.
- 11.11.2009, 12:59 #2
Geändert von eet (11.11.2009 um 13:38 Uhr)
- 11.11.2009, 13:55 #3Carola
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Danke für die Beleidigung! Hatte auch nichts anderes erwartet...
Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Linux war ich halt einfach dran gewöhnt, dass so ziemlich alles, was bei Windows und Mac OS einfach offentlichlich, trivial und benutzerfreundlich ist, bei Linux oftmals das Gegenteil ist.
Woher soll ich denn bitteschön wissen, dass ich erstmal Rythmbox starten muss, damit die MP3-Codes installiert werden? Das ist doch Wahnsinn! Auch einen Software-hinzufügen-Button suche ich nach wie vor vergeblich. Falls es diesen Button gibt, würde es doch nicht schaden, wenn ein Softwarehersteller auf seinen Webseiten einfach mal beschreibt, wie man dessen Software unter Ubuntu installiert und wo man diesen Button findet, oder?
Die Akzeptanz von Linux zeigt meiner Meinung nach, dass ich nicht der einzige bin der sich "einfach zu blöd anstellt".
- 11.11.2009, 14:08 #4
Ähm; in der Tat - im vielversprechend benannten Menü 'Anwendungen' in der verheißungsvoll 'Audio und Video' (oder so) genannten Kategorie das einzige annähernd nach einem Player ausschauende Programm zu finden, ist wirklich eine Zumutung...
Alternativ hätte natürlich auch der Doppelklick auf eine Musikdatei den Player geöffnet. Das sollen manche schon versucht haben, bevor sie Installationsorgien in der Konsole gestartet haben.
Wenn man nur seine Glupschen aufmachen muss, um ihn zu sehen, würde ich die Funktion als 'selbsterklärend' bezeichnen. Schau dir noch mal den untersten Screenshot an. Ja. Da ist es.
1. Anwendungsmenü
2. Software Center

Der Tooltip sagt sogar, dass hier tausende von installierbaren, kostenlosen Programmen lauern...
Ähnlich einfach ist es bei keinem anderen Betriebssystem.
- 11.11.2009, 14:16 #5
- 11.11.2009, 14:17 #6
[QUOTE=JamesLaFleur;2665259]Danke für die Beleidigung! Hatte auch nichts anderes erwartet...
[/qoute]
Na ja, so zwingend ist das keine Beleidigung. Ist zwar etwas harsch ausgedrückt, aber eine bittere Wahrheit wird durch Honig nicht süsser.
Das ein (sehr gutes) deutsches Ubuntu Forum gibt ist nicht schwer rauszufinden und auch nicht das es für Standardprobleme, wie mp3s abzuspielen, Lösungen im System gibt die sich sehr leicht initialisieren lassen..
Da ist das Problem mit gefährlichem Halbwissen. Mittlerweile ist es eben nicht mehr so kompliziert und auch deutlich benutzerfreundlicher geworden. geht "man" die Problematik unbefangener an passieren solche Pannen nicht.
Aber unbesehen davon, von Anbeginn an waren Foren der beste Weg Lösungen zu finden (schliesslich bist du ja auch hierher gekommen).
Schau in die Foren oder direkt auf Ubuntu, mit der Literatur bedient sich die Software auch besser. Der "RTFM" Spruch passt hier auch perfekt.Sollte dir die HTML Hilfe nicht reichen, O'Reilly oder Addison&Wesley sind auch bereit dir passende Bücher zu verkaufen (Amazon zur Suche ist dein Freund).
Das hat nichts mit Wahnsinn zu tun, sondern nur mit Methodik
Nur das die "anderen" wohlgleich in Foren suchen und die Akzeptanz ist deutlich höher als dein jetzt negativ, subjektiv geprägter Eindruck sein mag. Gerade Ubuntu ist sehr gut akzeptiert da es sauber dokumentiert ist und als sehr benutzerfreundlich gilt.
Nur sollte "man" Probleme methodisch lösen, nicht durch Vorurteile geprägt…
NMacBook Pro 15",Core2Duo 2.4GHz, 4GB RAM, 500GB HDiMac 27", Core i5 2.8GHz, 16GB RAM, 2.000GB HDMacPro, 2x2.8GHz, 16GB RAM, 4x1.500GB HD…If it's mirage against no meaning, like I think it is,
I'll be a child of entertainment...
- 11.11.2009, 15:27 #7inaktiv
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Tja, die meisten Linux-Distris haben ihren Ruf, benutzerfreundlich zu sein, zu Unrecht.
Zitat von JamesLaFleur
Darüber hinaus ist das ja äusserst peinlich, wenn das simple Abspielen einer mp3-Datei ein Standardproblem ist.
Und das ist wohl der Grund, wieso man lieber nicht in einem Linux-Forum um Hilfe bittet. Stellt man sich "einfach zu blöd" an, wenn man Terminal-Befehle nicht kennt?
Zitat von eet
- 11.11.2009, 15:34 #8
1) Einmalig der Installation eines MP3-Codecs zuzustimmen, würde ich nicht als Problem ansehen.
2) Terminalbefehle muss man eben nicht kennen, darum sollte man nicht so blöd sein sich damit herumzuärgern. ;p
Merksatz:
Ubuntu ist offiziell Klicki-Bunti! Nix Terminal!
- 11.11.2009, 15:37 #9inaktiv
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- 11.11.2009, 16:04 #10Carola
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OK, ich erkläre es nochmal für ganz Begriffsstutzige. Ich bin auf "Applications" -> "Software Center" gegangen. Dort wollte ich Amarok installieren, weil auf der Amarok-Seite gesagt wurde, dass man hier Amarok installieren kann (immerhin! Lob an die Macher von Amarok). Ich habe dort Amarok gefunden, doch installieren ließ sich dort nichts, da stand lediglich die Meldung "No Data Available" oder so was. Ich habe dann ergooglet, dass man erstmal "sudo ap-get"-irgendwas eintippen muss, damit man überhaupt erstmal Amarok installieren kann. Da kann ich meine "Glupscher" noch so weit aufmachen!
Und von "Software hinzufügen" oder ähnlichem ist da weit uns breit nichts zu finden. Woher soll also ein "normaler" Benutzer, der nicht den ganzen Tag im Keller sitzt und seinen Kernel neu kompiliert wissen, welche Zauberformeln er ins Terminal eingeben muss, damit man zusätzliche Software installieren kann. Denn, glaubt es oder nicht, aber nicht jeder möchte die vorinstallierten Programme nutzen. ... gerade die Linux-Community schreit doch immer so laut, dass bei Windows und OSX alles vordiktiert wird!?
Ach ja, ein Doppelklicken der MP3-Datei hat lediglich bewirkt, dass irgendein Mediaplayer aufgegangen ist und mir die Fehlermeldung "Codec not installed" an den Kopf geworfen hat. Nein, mir wurde auch nicht angeboten, diesen Codec nachzuinstallieren, erst nachder Eingabe einer weiteren Terminal-Zauberformel, wurde der benötigte Codec installiert.
Fakt ist also. Ubuntu kann man zwar idiotensicher installieren aber alleine das Doppelklicken von MP3-Dateien führt zu Probleme, die ein Laie niemals intuitiv lösen kann.
Vielen Dank für die Literaturhinweise aber ich habe in meiner Freizeit echt besseres zu tun, als nachzulesen, wie ich bei einem Betriebssystem nachträglich Software installieren oder Musik abspielen kann. Wenn so was nicht intuitiv möglich ist, hat dieses Betriebssystem einfach nur versagt!
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