Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Braeburn
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    TOR Project - Verständnishilfe bitte!

    www.torproject.org

    Kann mir jemand was zu diesem Projekt sagen? (Habe in der Suche weder unter "tor" noch "torproject" was gefunden.)

    Mein Englisch ist eigentlich nicht schlecht, dennoch habe ich einiges beim Studium der Homepage nicht verstanden. Ich denke, das liegt an meinen technischen Informationsdefiziten.

    1. Was genau macht das Programm TORproject?
    2. Oder sind es mehrere, verschiedene Programme?
    3. Wenn ich es richtig verstanden habe, ersetzt es NICHT einen Webproxy?
    4. Was kann ich damit also machen, und was definitiv nicht?

    5. Gibt es Nachteile, die man wissen sollte?

    6. Arbeitet es auch gut mit Safari oder sollte schon Firefox benutzt werden?

  2. #2
    JvW
    JvW ist offline
    Kaiser Alexander
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    Nachteil: Einige Webseiten haben den Zugang über TOR gesperrt, weil das System gerne für Hack-Versuche missbraucht wird

    ansonsten gibt es eine Wikipedia-Seite, die ziemlich eit oben in den G-Ergebnissen erscheint

  3. #3
    Reinette Coulon Avatar von obermuh
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    Kurz und knapp erklärt:

    TOR (the onion routing) ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von Proxies die verhindern sollen dass man verfolgen kann woher der Zugriff stammt. Die verschiedenen Schichten bzw. Stufen der Umleitung (=Proxies) ähneln dem Aufbau einer Zwiebel, daher die Bezeichnung Onion.

    Vorteil:
    - gesteigerte Anonymität im Netz.
    Nachteile:
    - teilweise stark verlangsamte Zugriffszeiten und Datenübertragung, im Normalfall aber erträgliche Geschwindigkeit.
    - Deine Daten/Eingaben laufen über diverse, dir unbekannte, Server.

  4. #4
    Braeburn
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    Danke euch Beiden für die Antworten!

    Zitat Zitat von obermuh Beitrag anzeigen
    - Deine Daten/Eingaben laufen über diverse, dir unbekannte, Server.
    Und das heißt? Im Prinzip eine Unklarheit über meine Datensicherheit? Potenzielle Missbrauchsmöglichkeit?

    Das wäre dann ja ein Widerspruch in sich... :S

  5. #5
    Fießers Erstling Avatar von new-resistance
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    Naja, einen TOR-Server kann im Prinzip jeder einrichten und bereitstellen. Wer behauptet denn, dass auf diesem Server keine Protokollierung der Eingaben / durchfließenden Daten stattfindet?

    Gerüchten zufolge hat gerade China unglaublich viele Server für TOR bereitgestellt ...
    Kreativität ist, wenn man vergisst, wo man etwas zuvor schon gesehen hat.

  6. #6
    Braeburn
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von new-resistance Beitrag anzeigen
    Naja, einen TOR-Server kann im Prinzip jeder einrichten und bereitstellen. Wer behauptet denn, dass auf diesem Server keine Protokollierung der Eingaben / durchfließenden Daten stattfindet?

    Gerüchten zufolge hat gerade China unglaublich viele Server für TOR bereitgestellt ...
    Ja, genau das wollte ich gerade frage. Ich lese gerade die Wikipedia-Seite und bin dabei auf Folgendes gestoßen:
    So ist beispielsweise vorstellbar, dass eine Person unter verschiedenen Identitäten sehr viele Tor-Knoten betreibt. Verbindungen, die ausschließlich über die von ihr kontrollierten Knoten laufen, können dadurch aufgedeckt werden.
    D.h. doch im Prinzip, dass Behörden, Unternehmen und Privatleute, wenn sie denn über die Mittel verfügen, einfach ganz viele dieser Server einrichten können, und sich dir Wahrscheinlichkeit, dass sie jemanden überwachen können, mit Zahl der Server erhöht! Oder?

    Man könnte vermuten, dass sich dadurch im Einzelfall sogar eine schlechtere Anonymität als ohne Tor ergibt. Ist das so korrekt?
    Das würde das ganze Projekt unsinnig machen...

  7. #7
    Braeburn
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von wikipedia
    Im Zusammenhang mit Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Konstanz im Bereich der Verbreitung von Kinderpornographie wurden am 7. September 2006 einige deutsche Tor-Server beschlagnahmt, die bei Host-Providern angemietet und untergebracht waren. Die Ermittlungen richten sich nicht gegen deren Betreiber. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich lediglich Erkenntnisse über die zugreifenden Nutzer. Aufgrund der Struktur des Tor-Netzwerk ist dies als hoffnungslos einzustufen, weshalb die Rechtmäßigkeit der Beschlagnahme zweifelhaft erscheint.[6][7]
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass man durch die Verwendung eines solchen Anonymisierungsnetzwerks überhaupt erst in einen engeren Kreis potenziell Verdächtiger kommt, da der Anteil krimineller Surfer in so einem Netzwerk höher ist. Bei gewissen Themen wie Kinderpornographie etc. dreht sich mir der Magen um...

    Da stellt sich die Kosten-Nutzen-Frage: Überwiegt der Nutzen des rein technischen Anonymisierungsverfahrens noch gegenüber der gesteigerten Aufmerksamkeit, die sich durch den Nutzen ergibt!?


    --
    Dan Egerstad konnte mit einem Versuchsaufbau, in dem er fünf Exit-Knoten über eigene Rechner zur Verfügung stellte und diese mit Sniffer-Tools abhörte, darlegen, dass viele Nutzer die Sicherung der „letzten, unverschlüsselten Meile“ noch nicht berücksichtigen. Egerstad konnte unverschlüsselte Zugangsdaten, insbesondere von E-Mail-Postfächern aufzeichnen, und veröffentlichte einen Extrakt aus 100 Postfächern, die er Botschafts- und Regierungsangehörigen zuordnen konnte, um auf die Brisanz hinzuweisen und gleichsam zum Handeln zu bewegen. In diesem Zusammenhang soll laut einem Artikel vom 10. September 2007 eine stark gestiegene Anzahl von Exit-Knoten in China und den USA stehen.[8] Um Missbrauch dieser Art zu verhindern, genügt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie die meisten E-Mail-Dienste anbieten.
    Was heißt das genau? Dass man einfach weiterhin wie immer auf seine Daten achten muss? Oder dass durch die Verwendung des Tor-Systems zusätzliche Verschlüsselungen nötig werden, die beim normalen Surfen nicht nötig waren?

    Muss man gerade bei der Verwendung Tors Verschlüsselungen anwenden oder ist alles so wie immer, worauf man im Netz bei der Sicherheit achten muss?

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