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  1. #1
    Korbinians Apfel
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    Avatar von groove-i.d
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    sucker punch - gesehen

    als ich vor einigen tagen unseren redakteur felix in england besucht habe, erzählte er mir von diesem film und schlug vor, sich den streifen anzusehen. so fanden wir uns am abend im odeon auf ungemütlich gestalteten polstersitzen ein und ich wurde gute 100min durch einen wahrlich heißen trip durch die galaxis gejagt.

    der film ist ähnlich gestaltet wie sin city, am ende aber von den machern von 300 und watchmen. die ästhetik ist apocalyptisch, düster und der plot bei genauem hinsehen ein tolles märchen. eine geschichte über wagen und gewinnen, über das besiegen der eigenen ängste, des überwindens innerer barrieren. verarbeitet wird das ganze im psychoklinikmillieu. die junge protagonisten wird von ihrem stiefvater nach einem tragischen unfall im häuslichen bereich in die klinik eingeliefert. die beziehung ist gekennzeichnet durch haß und argwohn. die einlieferung ist unrechtmäßig, aber sie kann sich nicht wehren. angekommen in der anstalt beginnt sie sich durch musik und tanz in andere sphären zu denken und kämpft ihren inneren kampf um vergeltung und gerechtigkeit.

    der wechsel zwischen realität und traumwelt ist nicht zu vergleichen mit dem stil von shutter island, geht aber so ungefähr in die richtung. die traumweltsequenzen sind wirklich irre und aberwitzig. ich mußte sofort an death proof von tarantino denken.

    wer sin city und tarantinos bildsprache mag, sollte sich diesen überaus beeindruckenden film nicht entgehen lassen.
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  2. #2
    Gloster Avatar von holst
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    beziehst du dich hier nur auf das visuelle? warum musstest du an death proof denken?

    sorry, aber ich hab soviel schlechtes ueber sucker punch gehört und gelesen, und gefallen hat er von den leuten die ich kenne auch nur denen, die sich sonst transformers oder ähnliches ansehn...
    In Search Of Space

  3. #3
    Zabergäurenette
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    Ich fand ihn interessant und mal was anderes. Der Film hat definitiv was. Allein schon das Intro bis zu dem Teil bei dem Sie in die Klinik gebracht wird war sehr gut gemacht.

    Bei ihren "Kämpfen" dann, fand ich am besten aber immer noch die ausgeklügelten Taktiken ihres "Kommandeurs": "Geht rein, macht alles nieder was euch in den Weg kommt, holt das Objekt und haut ab."
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  4. #4
    Martini
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    Fand ihn ok, aber nicht gut. Es ist halt kein Tarrantino oder Rodrigues. Schade fand ich, das man nur Ansatzweise die Hintergründe zu den Traumsequenzen durch die Animationsteile mitbekommen hatte.
    Gerade da es so unterschiedliche Sequenzen sind, wäre es vielleicht gut gewesen wenn die von den einzelnen Protagonistinnen gewesen wären, wobei, haben die anderen jemals existiert?
    Die Traumkämpfe empfand ich dann doch ab einem Punkt als eher fad, da zu wenig Variationen dabei waren.

    Er ist auf jeden Fall großes Popcornkino. Die historische Verarbeitung solchen Umgangs erinnerte mich eher an KillBill, wie sie zum Fahrzeug kommt. Erschütternd und gut. Also schlecht ist der Film auf keinen Fall.
    Unterstütze auch du eine Welt ohne Atombomben.
    http://www.cutnukes.net/thomas

  5. #5
    Korbinians Apfel
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    Avatar von groove-i.d
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    der film ist - wie so manche dieser tage - eine mischung aus bereits vielem, was man uns im kino bereits gezeigt hat.
    death proof: frauenbande
    sin city: gewalt- und erzählweise (teilweise auch bildästhetik)
    tarantino: aberwitz aus den traumsequenzen

    was mir neu vorkam bei dem film - zumindest in dieser konsequenz: die verknüpfung einer im grunde doch ernsten thematik (hätte auch stoff für eine ganz andere filmstimmung sein können) mit dem völlig überdrehten moment.
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  6. #6
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    Zitat Zitat von holst Beitrag anzeigen
    beziehst du dich hier nur auf das visuelle?
    Das tut er anscheinend.

    Und darüber muss man nicht sprechen, denn visuell ist dieser Film wirklich sehr beeindruckend.

    Bleibt was? Ach ja: Schauspieler und Handlung.

    Dieser Film ist einmalig, nicht vergleichbar, und grandios, und ich reihe mich gerne in die Reihe derjenigen ein, die dem allgemeinen Gemaule widersprechen.

    @ groovy id, deine aufgezählten Vergleiche sind unpassend und schwerfällig

    EDIT: Dieser Film wird von Mainstream-Film-Usern wahrscheinlich ebenso abgetan wie Southland Tales.

  7. #7
    Boskoop Avatar von Julian-W.
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    Kann mich nur anschließen. Habe den FIlm gesehen und konnte nicht verstehen wieso so viele den Film für schlecht hielten. Der FIlm hat einen sehr eigenwilligen Fantasystil, welcher mich persönlich aber sehr angesprochen hat. Die Actionszenen sind wirklich hochkarätig (BluRay ist hier zu empfehlen) und dabei bin ich jemand der sich nur schwer durch Optik beeindrucken lässt, aber in der Hinsicht, hatte der Film es in sich.
    Inhaltlich hab ich gemerkt, dass viele anscheinend mit dem "unerzählten" nicht klar kamen. Viele Teile der Handlung laufen ab, ohne dass der FIlm sie einem direkt zeigt, man muss viel selbst aus den Traumsequenzen heraus rekonstruieren. Ich will jetzt nicht zu viel hineininterpretieren, denn in erster Linie handelt es sich natürlich um einen Actionfilm, jedoch ist er nicht so flach wie viele sagen.
    Ich denke bei dem FIlm ist es einfach eine ganz klare Geschmacksfrage ob man ihn gut findet oder nicht, je nachdem ob man den Stil der Erzählung und Optik mag oder nicht.
    Meiner Meinung nach lohnt der FIlm sich aber alleine schon wegen dem grandiosen Soundtrack.

  8. #8
    Teo
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    Adams Parmäne Avatar von Teo
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    Visuell ist der Film ohne Frage ein dickes Ding, allerdings hat man ständig das Gefühl die Drehbuchautoren legten es vor allem darauf an, so viel optische Vergewaltigung anderer Filme oder gar Genres einzubauen wir möglich. Dabei wird auf eine vernünftig erzählte Geschichte geflissentlich verzichtet. Selbst die Lobotomie wird im Film falsch bzw. nur zur Hälfte durchgeführt, dabei sind es doch solche Details, denen man hätte ansehen können, dass den Machern etwas an dem Teil des Films lag, der nicht so action-lastig ist. Stattdessen springt man von einem Schwertkampf in einen Nazi-Zombi-Krieg ohne wirklich etwas damit zu erzählen. Soetwas kennt man sonst nur von Trash-Filmen und B-Movies. Genau das ist Sucker Punch am Ende aber auch: Ein teures, gut aussehendes B-Movie.
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  9. #9
    Korbinians Apfel
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    Avatar von groove-i.d
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    Zitat Zitat von Dinofelis Beitrag anzeigen

    @ groovy id, deine aufgezählten Vergleiche sind unpassend und schwerfällig
    das tut mir leid.

    an teo:
    stimmt. diese lobotomieszene fällt weit hinten über und erhält durch das kurze anreißen einen so geringen stellenwert, daß der zuschauer beinahe den eindruck bekommt, daß das gar nicht so wichtig ist.
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  10. #10
    Gelbe Schleswiger Reinette Avatar von Irreversibel
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    Ehrlich gesagt konnte ich Sucker Punch nicht viel abgewinnen. Nach 20 Minuten haben seine Bildsprache und die unglaubwürdigen Figuren einfach nur noch genervt. Das eigentlich interessante Thema wurde schreierisch und platt inszeniert, Autoren und Regie liessen es an allen Nuancen feiner Töne mangeln. Die psychatrische Klinik im Jahrmarktstil tat das Übrige.

    Als schlussendlich das feine Singen des Hammers auf dem Eispickel ertönte, war ich wirklich froh dass es endlich vorbei war.
    Feo, fuerte y formal.
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    „They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“

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