An sich hat die Samplerate nichts mit Übersteuerung zu tun.
Allerdings bietet Logic in einem normalen System nur die Samplerates 44,1 kHz, 48 kHz oder ganzzahlige Vielfache davon an. 130 kHz habe ich noch nie gesehen.
Auf welchem System läuft Logic Express?
Man müsste auch mal nachschauen, ob die Audiodateien des Projekts ebenfalls in 130kHz sind. (Im Projektordner->Audio)
Clemens
Ergebnis 1 bis 10 von 12
- 11.12.2011, 16:13 #1Jonagold
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Samplerate verschlächtert Audiosignal - Expertenfrage
Hallo Zusammen
Gestern ist meinem Vater bei einem Logic 8 Express mix etwas ganz komisches passiert. Nach dem Bouncen des Mixes und dem anschliessenden Brennen auf CD war das Signal auf der CD extrem übersteuert. Als erstes überprüfte ich, ob evtl. gewisse kanäle oder der Gesamtmix nicht zu laut war oder übersteuerte. Da keines der Fall war probierte ich den Bounce ohne normalisieren, doch auch das half nicht. Zufällig fand ich bei den Projekteinstellungen seines Mixes, das seine Sample Rate bei etwa 130.000 kHz war. Als ich nun die Samplerate auf normale 44.100 kHz einstellte wurden alle Audiospuren extrem gedehnt und alles war extrem langsamer und tiefer.
Nun meine Frage, könnte es sein das die Samplerate einstellung überhaupt etwas mit dem Übersteuern zu tun hat und wenn ja, gibt es einen weg die wieder normal einzustellen ohne dass das Audiomaterial verändert wird?
Besten Dank für die Hilfe
Musician88
- 12.12.2011, 09:10 #2Finkenwerder Herbstprinz
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- 13.12.2011, 08:01 #3Querina
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Nicht die Sample, sondern die Bitrate könnte das Problem sein. Wenn du bei 24-Bit knapp unter 0 dBFS bist und auf 16-Bit bounced clippt der Track.
- 13.12.2011, 09:30 #4inaktiv
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Die Samplerate hat nicht mit dem Übersteuern zu tun. Sie gibt nur an, wie oft pro Sekunde das Signal digitalisiert wird. Es gab mal eine Theorie (ich kenne den Namen nicht mehr), die besagt, dass die Abtastrate (=Samplerate) min. das doppelte der Frequenz hervorbringen muss/sollte, als das menschliche Gehör erfassen kann (erfassbar = ~20 kHz; üblich: 44.1 kHz). Alles, was 18 kHz überschreitet, wird übrigens durch den Tiefpassfilter 'entfernt'.
130 kHz ist aber doch irgendwie sehr (unnötig) viel oder etwa nicht? Bei professionallen Aufnahmen nimmt man mE mit 96 kHz auf. Herkömmliche Stereo-Anlagen spielen eine Bittiefe von 16 Bit ab, wenn ich mich nicht irre. Du solltest daher, wenn du von 24 auf 16 Bit runter gehst, etwas wie ein Dithering Plugin verwenden, um Quantisierungsrauschen zu minimieren. Ich persönlich bevorzuge aber 24 Bit, da du dort einen höheren Dynamikumfang (Laut/Leise-Verhältnis) hast.
Bedenke: Bei jeder Umwandlung zwischen Sampleraten, die in keinerlei ganzzahligem Verhältnis stehen, werden Artefakte erzeugt, was zu einer Qualitätsminderung führt.
- 13.12.2011, 13:06 #5Gala
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- 13.12.2011, 14:56 #6
- 14.12.2011, 12:39 #7
sehr informativ - danke
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- 14.12.2011, 12:57 #8
- 14.12.2011, 13:43 #9Querina
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Hohe Sampleraten sind aber nicht generell schwachsinn. Da geht es auch um die Qualität von EQs, Stichwort Oversampling.
Das mit der umwandlung von Sampleraten ohne ganzzahligen Zusammenhang und daraus resultierender Qualitätsminderung klingt zwar logisch, ist aber nicht so. Siehe dazu auch das Buch Tontechnik von Prof. Görne.
Ich selbst arbeite mit 96kHz, bin zufrieden.
- 14.12.2011, 17:50 #10inaktiv
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