Ich habe mir DxO Optics Pro gekauft und bin absolut zufrieden. Einfach mal die Testversion herunterladen und probieren.![]()
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- 22.06.2009, 10:56 #1
RAW-Workflow auf dem Mac - Aperture, Bridge, Lightroom & Co.
Hallo Freunde des Lichtes,
ich arbeite hier auf einem MacBook „Early 2007“ mit 3 GB RAM. Seit kurzem besitze ich die Canon 50D und fotografiere, wie schon zuvor, gerne weiter in RAW.
Nun beginne ich mir aber Gedanken zu machen, welches Programm am besten zu mir passt und welcher der RAW-Konverter die besten Ergebnisse liefert, auch hinsichtlich der „Vernetzung“ mit Photoshop für weitere Bildbearbeitungen. (Die Suche nach „Workflow“ hier im Unterforum und das Querlesen der Threadtitel hat mich nicht weitergebracht.)
Ich besitze Aperture und Photoshop CS3 (inkl. Bridge), schrecke aber nicht davor zurück, Geld in die Hand zu nehmen, wenn ich von einem Programm absolut überzeugt bin.
Meine Kritikpunkte an Aperture und seiner Vernetzung mit Photoshop würde ich gerne erst später einbringen.
Ich würde mich über Eure Tipps und Erfahrungen sehr freuen.
Grüße
JanPunkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das orthographische Carepaket für Dich.
- 22.06.2009, 14:14 #2 MacBook Air 13" (Mid '11), Core i5 1.7 GHz, 4 GB RAM, 256 GB SSD (10.7.3)
iPhone 4S 64 GB (5.1.1) | iPad Wi-Fi + Cellular (3. Gen.) 64 GB (5.1.1)
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz!
- 22.06.2009, 14:23 #3
DxO ist nett. Nik Color Efex und Nik Silver Efex sind aber besser in Aperture zu integrieren. Mit der Nik Complete Collection dürften eigentlich so gut wie keine Wünsche offen bleiben, Silver Efex ist z.B. besonders in der Schwarzweissfotografie zu empfehlen, ein ziemlich leistungsfähiges Programm.
Da ich leider keine Ahnung habe was du so machen willst kann ich auch nicht mehr zu dem Thema sagen.Feo, fuerte y formal.
www.knipskasper.net
„They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“
- 22.06.2009, 14:24 #4Cellini
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Der technisch beste RAW Converter dürfte momentan wohl CaptureOne von PhaseOne sein. Der Apple RAW Converter und der Adobe Camera RAW nehmen einander nicht viel ab. Vom Workflow her ist Aperture mit Sicherheit unerreicht und daher auch mein Tool der Wahl.
Ich mache keinerlei Bearbeitung in Photoshop, alles was ich brauche kann ich direkt in Aperture machen da ich keine umfangreichen Bildmanipulationen oder Freisteller benötige. Was man bei der Aufnahme richtig gemacht hat, muß man nicht in der Bildbearbeitung nachbauen oder mühsam korrigieren.
Ich persönlich verwende momentan eine Canon EOS 400D.
Gruß Pepi
- 22.06.2009, 18:09 #5
Okay, also schon mal 2 zu ? für Aperture.
Was ich machen will: alles fotografieren, was mir gerade so einfällt.
Ich glaube, da kann ich keinen Bereich kategorisch ausschließen. Was ich jedoch selten mache, ist die Bilder selbst drucken. Wenn ich etwas auf Papier möchte, schicke ich die Bilder online zu meinem bevorzugten Bilderdienst und bekomme Ausbelichtungen per Post.
EDIT: Gut, also Kritik an Aperture und dessen Vernetzung mit Photoshop: wenn ich in Aperture angebe, dass mein externer Editor PS CS3 sein soll und eine RAW-Datei dann "im externen Editor" öffne, konvertiert Aperture mir ein TIFF zurecht. Ich kann nicht direkt an die RAW-Datei, außer über "im Finder zeigen" und entsprechend manuell in PS öffnen.
Doch wenn ich die Datei manuell öffne, muss ich hinterher das in PS erzeugte bearbeitete Bild, sei es TIFF, JPEG oder sonstwas, wieder in Aperture importieren, damit es erscheint. Das ist zusätzlicher Aufwand.
Zudem benötigt Aperture durch sein - ich nenne es mal - Programmlayout relativ gesehen zuviel Platz auf meinem popeligen 13,3"-Bildschirm. Und jetzt bitte keine Kommentare à la "kauf Dir 'nen Monitor" - für alles andere reicht der Schirm, sogar für PS.
Bridge hingegen hat leider keine integrierte Funktion um RAWs direkt zu bearbeiten - ja, ACR, aber eben nicht integriert. Dafür zeigt Bridge mir mehr Meta-Statistiken (wieviele Bilder mit ISO 100?). Wenn ich also Aperture dazu bewege, die Bilder in eine am Datum angelehnte Ordnerstruktur zu verpacken, so kann ich beides nutzen und mich täglich ärgern, ständig für irgendwas das Programm wechseln zu müssen. Also frage ich mich, ob es nicht irgendwie besser geht.
Oh ja, wo es gerade wieder passiert ist - ein weiterer Kritikpunkt an Aperture ist, dass es bei speicherintensiven Tasks regelmäßig abstürzt. Aktuell bei der Aufgabe, 20 Bilder im Plugin "BorderFX" mit meinem Wasserzeichen zu bestempeln.Geändert von j@n (22.06.2009 um 18:11 Uhr) Grund: Ergänzung
Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das orthographische Carepaket für Dich.
- 22.06.2009, 18:52 #6Cellini
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Du vermischt da mit Deinen Wünschen ein wenig den Zweck der diversen Tools.
Die Bridge hat in erster Linie mit RAWs garnix am Hut, sie dient der Organisation und Verwaltung von Bildern.
Für die RAW Entwicklung ist der Adobe Camera RAW Converter zuständig der aus der Bridge oder Photoshop aufgerufen wird um ein RAW Bild zu entwickeln.
Photoshop ist für die Dunkelkammer Verfremdung zuständig, Retusche und Manipulationen, also entsprechend der Ausarbeitung eines Bildes.
Aperture ist anders strukturiert. Es ist ein Workflowtool für Fotografen. Es kümmert sich um den Import, dort kann ich bereits eine Vorselektion tätigen und Beschlagwortung erledigen die unmittelbar beim Import passiert, was ich extrem praktisch finde.
Das User Interface ist sehr flexibel, wenn auch, Pro-Application typisch, nicht unbedingt das einfachste. Mit einer Handvoll Tastenkürzel kann man allerdings extrem effizient und präzise arbeiten. Aussortieren, Aussuchen, RAW Entwicklung, kleine Retuschen, bis zur kompletten Verwaltung und Ausgabe. (Was nicht zwangsläufig Papier bedeutet, sondern auch ein Bildschirm oder eine Webseite sein kann.)
Die Adobe Entsprechung zu Aperture ist eigentlich Lightroom und nicht Photoshop.
Es gibt nirgends eine Möglichkeit das RAW direkt zu bearbeiten, das kanns auch nicht geben. RAW files sind rohe Sensordaten und an sich noch kein Bild. Erst der RAW Konverter macht sie sichtbar. RAW Files entsprechen also einem belichteten, aber noch unentwickelten Film wenn Du so möchtest.
Damit ist auch klar warum zur Manipulation in Photoshop kein RAW übergeben wird sondern ein TIFF. Die Entwicklung des Bildes ist bereits geschehen. Damit das im Photoshop genauso ankommt, bleibt nur der Weg es über ein TIFF auszutauschen.
Vielleicht hilft Dir diese Hintergrundinfo etwas dabei die Einsatzzwecke der unterschiedlichen Tools besser abschätzen zu können.
Wenn Du Dich mit RAW Convertern noch nicht so auseinandergesetzt hast dann lade Dir die entsprechenden Demo Versionen von Aperture und Adobe Lightroom runter. Du kannst beides kostenlos für 30 Tage testen.
Mir persönlich ist, wie bereits erwähnt, der Workflow und die Bedienung von Aperture sehr viel sympatischer als die Kombination auf Bridge und Lightroom. Ich arbeite zwar auf einem MBP 17", habe also ausreichend Platz, schätze es aber trotzdem, daß ich in Aperture meine Bilder komplett Fullscreen anzeigen lassen kann und immer noch alle Funktionen über Tasten und Einblendepaletten bedienen kann.
In jedem Fall ist es aber empfehlenswert sich selbst damit zu beschäftigen und zu schauen was einem selbst zusagt. CaptureOne ist meiner Ansicht nach nur etwas für Fotografen die kommerziell gröbere Unmengen von Fotos RAW entwickeln müssen und dabei wirklich extremste Nuancen an Einstellungen nutzen können wollen. (Voraussetzung, viel Geld, Rechenleistung und Fachwissen.) CaptureOne ist nur ein RAW Konverter.
Gruß Pepi
- 22.06.2009, 19:11 #7
Aperture sieht auf kleineren Bildschirmen tatsächlich reichlich "unaufgeräumt" aus. Ich hatte auf meinem 12 Zoll Powerbook seinerzeit eine Testversion von Lightroom installiert, das war deutlich besser allerdings auch vom Funktionsumfang ungewohnt bzw. eingeschränkt. Ich hab's jetzt nicht mehr, darum kann ich auch nicht viel mehr dazu sagen. Falls dir Aperture nicht zusagt ist Lightroom allerdings einen nennenswerte Alternative.
Ein konvertiertes TIFF der entsprechenden Bittiefe ist doch kein schlechtes Transferformat, obwohl es ziemlich groß und komplex ist. Aber ein Baseline TIFF dürfte in Photoshop so rauskommen wie es in Aperture reingezogen wurde. Da jeder Kamerahersteller sein eigenes RAW-Format hat ist TIFF bis jetzt das, auf das sich alle einigen können (bis Adobe endlich bei allen DNG etabliert hat). Wenn ich die RAW Datei will, wähle ich "Exportieren - Original" und bekomme die Nikon NEF-Datei heraus die ich dann in Photoshop bearbeiten könnte. Beim RAW ist meines Wissens nach nichtmal der Bayer-Filter rausgerechnet, wie Pepi sagte ein "unentwickelter Film". Sieht man ja auch wenn man eines in Photoshop öffnet, es muss erst "entwickelt" werden.
Ich finde es durchaus angenehm dass mir die Originaldatei erhalten bleibt und ich die bearbeitete Datei erst wieder importieren muss. Das ist zwar zusätzliche Arbeit, gleichzeitig kann ich mir aber auch nichts zerstören da die Dateien auch gleichzeitig als Backup gesichert werden. Kommt halt drauf an von welchem Standpunkt man das sieht. Natürlich arbeite ich auch mit Stapeln, das ist dann auch gleich ordentlicher. Die Nik-Programme folgen dem gleichen Schema: Arbeitskopie wird angelegt und bearbeitet und danach gespeichert und mit dem Original gestapelt.
Wie und ob man das mit Photoshop hinbekommt weiss ich leider nicht da ich Photoshop so gut wie nie brauche. Aber das wäre wirklich mal interessant, vielleicht gibt es ein Plugin?
Bei mir ist Aperture vor einigen Monaten ständig wegen eines miesen Plugins abgeschmiert. Plugin zu deinstallieren hat nicht geholfen, komplette Aperture-Installation mit Updates usw. nochmal, dann hat es sich beruhigt.Feo, fuerte y formal.
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- 22.06.2009, 23:23 #8
Danke für die Erläuterung. Vieles wusste ich schon, aber dennoch hast Du mit der Systematik nochmal Klarheit geschaffen.
Lightroom werde ich mir runterladen. Von Aperture besitze ich schon die Vollversion (siehe Ausgangsposting). Es ist klar, dass die Entscheidung zu einem großen Teil Geschmackssache ist, aber mir ging es eben auch um andere Meinungen; Lösungen wie andere mit ihrem „Workflow“ umgehen; Vergleiche …
Also doch wieder sparen …
Ich sehe das von dem "ich-hab-mein-Erspartes-in-die-Kamera-investiert"-Standpunkt, der Daten-Redundanzen (ausgenommen EIN komplettes Backup) eher kritisch und als Kostenfaktor betrachtet.
Um das nochmal klar zu machen: ich BRAUCHE ebenfalls kein Photoshop, deswegen werde ich mir auch nicht die CS4 kaufen. Ich benutze Photoshop, wenn ich ab und an mal ein Portrait-Shooting hatte und Hautunreinheiten oder andere (bei mir, auf der technischen/gestalterischen liegenden) Unzulänglichkeiten korrigieren will, um ein sauberes Ergebnis abzuliefern.
Außerdem benutze ich es für raffiniertere Korrekturen (z.B. im LAB-Farbmodus oder Objektivkorrekturen) und für Aufgaben, mit denen ich in Aperture nicht klarkomme - wobei letzteres immer weniger werden.
Sprich: es ginge meist ohne Photoshop, aber wenn ich es mal verwenden will, soll es kein „Fremdkörpergefühl“ in meinem Ablauf erzeugen und mit so einem zeitraubenden Mist wie manuellem Export/Import möchte ich so wenig wie möglich zu tun haben. Dann lieber rausgehen und noch mehr Fotos machen!
Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das orthographische Carepaket für Dich.
- 22.06.2009, 23:30 #9
Hmm, ich habe eine Canon 350D und fotografiere eigentlich ausschließlich in RAW. Ich gebe zu, ambitioniert, aber nicht unbedingt talentiert zu sein. Zumindest hilft mir das RAW Format, die gröbsten Schnitzer gerade zu bügeln.
Ich arbeite mit der Kombination aus Lightroom und PS. Import, Vorsortierung, Tagging, Bearbeitung in LR. Da schaffe ich eigentlich so ziemlich alles. Wenn es speziell wird, gehe ich in PS - bestimmte Masken, Blendeneffekte oder vll sogar Freistellungen gehen halt nur da. Es wird aber eine neue Datei erzeugt, die PS dann - wenn man den Haken gesetzt hat - zusammen mit der Ursprungsdatei gruppiert. Die werden also hübsch zusammen in LR angezeigt. Kann man aber auch ausstellen, wenn man das nicht will.
Ich habe LR und PS zuerst auf meinem MacBook 13" late 2006 2GB Ram laufen gehabt. Es ging so, aber bei der Größe meiner Bibliotheken kam der Mac schon ein wenig an seine Grenzen. Jetzt mit dem iMac 20" early 2009 4GB Ram flutscht es nur so.
Weiterhin viel Spaß beim Fotografieren und immer gutes Licht.AppForThat - App Rezensionen auf Deutsch!
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- 23.06.2009, 09:10 #10Cellini
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Solche Sachen mache ich alle in Aperture direkt. Für Linsenkorrekturen gibt es bestimmt entsprechende Plug-Ins die man verwenden kann. zB die Sammlung von Nik Software oder Kekus LensFix.
Das User Interface von Aperture kann schon mal ein wenig überwältigend sein. Man kann es aber auch sehr gut an seine Anforderungen oder die gerade anstehende Tätigkeit anpassen. Tastaturkürzel sind das wichtigste für einen effizienten und damit auch guten Workflow. Die kann man in Aperture hervorragend anpassen womit man auch auf einem eher kleinen Bildschirm gut arbeiten kann. Schlußendlich sind doch die Bilder das Wichtigste.
Gruß Pepi
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