Nachdem in mir den Film vor drei Tagen angesehen habe:
Grundsätzlich hat mir der Film sehr gut gefallen. Er ist -ab der zweiten Hälfte- recht spannend und die Story, die Schauspieler und die Fähigkeit Manns, Actionszenen sehr gut umzusetzen machen Public Enemies zu einem unterhaltsamen und sehr guten Film. Zwei Kritikpunkte sind mir jedoch aufgefallen: zum einen ist der erste Drittel des Filmes recht eintönig und langweilig, es passiert nahezu immer das gleiche und ein wenig in die Länge gezogen ist es auch. Der zweite Kritikpubkt ist die Kamera; mir kam sie teilweise recht störend und irgendwie...unpassend vor. Nach einer kleinen Recherche habe ich folgendes herausgefunden:
Grundsätzlich ist dieses Review sehr zu empfehlen!Und doch. Wenngleich "Public Enemies" auf der Stelle - und an eigentlich jeder Stelle - als Michael-Mann-Film zu erkennen ist, gilt Bild für Bild für Bild dieses neuen Films: Dergleichen hat die Welt noch nicht gesehen. Seit "Ali" - und damit als einer der ersten auf Hollywood-Big-Budget-Niveau - dreht Michael Mann mit Digitalkameras. Nicht im Glauben, dass das Digitale dasselbe leisten kann wie die emulsive Lichtchemie einer gut hundertjährigen Tradition. Ganz im Gegenteil möchte Mann wissen, wie, was vor die Kamera kommt, deutlich anders aussehen kann, wenn die Kamera der Wirklichkeit nun nicht mit lichtempfindlichem Film, sondern mit Sensoren gegenübertritt, die Bildsignale in Elektroimpulse verwandeln. Er experimentiert mit den anderen Schärfen und dem anderen Rauschen des Lichts und vor allem der Dunkelheit, er sucht nach den Effekten, die das Digitale Pixel für Pixel macht.
*In "Public Enemies" ist das Experiment radikal wie noch nie aus zwei Gründen. Der eine Grund ist die Kamera selbst. Die Sony CineAlta F23 nämlich erlaubt Schärfen und Kontraste in einer Auflösung, die man so aus dem Kino nicht kennt. Wenn einem die Bilder des Films von irgendwoher vertraut vorkommen, dann nur aus dem ganz anderen Logiken gehorchenden Raum der Videokunst, etwa eines Bill Viola oder eines Julian Rosefeldt, dessen Arbeiten Tom Tykwer in der Guggenheim-Sequenz von "The International" noch lustvoll zerschießen ließ. Abseits aller Theorieüberlegungen zur Differenz von Video und Film ist das ein Unterschied, der zunächst einmal ganz phänomenologisch ans durch Tradition eingefleischte Wahrnehmen und Empfinden geht: Was man sieht, ist nicht die Welt, wie man sie als Wirklichkeit des Kinos kennt. Diese neue, andere Welt ist überscharf und übergenau und überklar und gleißend und wir können gar nicht anders, als immerzu die Augen aufzureißen angesichts des Informationsreichtums dieser abertausendpixelig hochaufgelösten Bewegungsbilder.
Abschließend ist Public Enemies für Fans von gut inszenierten sowie sehr authentischen Geschichten empfehlenswert.
Ergebnis 1 bis 10 von 15
- 12.08.2009, 22:38 #1
Public Enemies
Public Enemies, 2009

mit Johnny Depp ( John Dillinger ), Christian Bale ( Melvin Purvis ) & Marion Cotillard ( Billie )
ich hab ihn mir gestern angesehen und war eigentlich ganz angetan. naja, war klar das michael mann banküberfälle und schießereien gut in szene setzen kann, aber mittlerweile hat man halt auch schon alles gesehen. kommt natürlich ( und leider ) nicht an heat-qualität ran. die richtig guten szenen kommen eher im letzten drittel des filmes ( der besuch im büro der 'dillinger squad' , manhatten melodram, das verhör, ... ), am anfang hat der film halt seine längen. johnny depp spielt seinen part sehr gut, christian bale eher n bisschen farblos, wie in the dark knight. ist auch ne undankbare rolle, dieser purvis. die vier euro waren trotz allem ( vierte reihe von vorne , niemand von uns hatte reserviert
) gut investiert und ich hatte mal wieder nen unterhaltsamen kino-abend.
hat ihn sonst schon wer gesehen?
John Dillinger
Melvin PurvisIn Search Of Space
- 13.08.2009, 00:57 #2
Geändert von iNiKeY22 (13.08.2009 um 10:45 Uhr)
Well, it was just a dream. Just a moment ago.
I was up so high, lookin' down at the sky.
Don't let me fall.
- 15.08.2009, 14:57 #3
Und jetzt komm ich:
Ohoh, ein Film von Michael Mann. Da hab ich ja schonmal miese Erfahrungen (Heat) gemacht. Aber auch schon bessere (Miami Vice) und schon richtig gute (Collateral) über die ich noch nix geschrieben hab. Diesmal wars leider eher wieder mies. Aber erstmal kurz die Story. weiterlesen ...
- 16.08.2009, 19:37 #4
Michael Mann, Geschmackssache. Im Gegensatz zu Juuro fand ich Heat grandios und Miami Vice und Collateral eher mittelmäßig bis schlecht. Man muss schon eine Freude an gut choreographierten Schusswechselszenen haben um das wirklich geniessen zu können. Michael Mann ist einer der wenigen Regisseure bei dem Waffen wirklich "sprechen", anstatt einfach nur zu knallen...
Ich möchte neben den Bildern auch noch ausdrücklich den sehr guten und stimmigen Soundtrack loben.Feo, fuerte y formal.
www.knipskasper.net
„They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“
- 17.08.2009, 07:49 #5Pommerscher Krummstiel
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Ich hab in gestern gesehen, mir gefiel er recht gut, aber mit der Kameraarbeit von Dante Spinotti bin ich nicht zufrieden, es ist mir halt alles viel zu wackelig.
Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (James Branch Cabell)
patrikdentsch.li
- 17.08.2009, 12:40 #6
stimmt, manchmal wars n bisschen hektisch...da wirst du echt blöd wenn du soweit vorne sitzt. aber ich dachte eig. dass das ein stilmittel ist. also gewollt hektisch. vor allem bei den 'schnelleren' szenen.
In Search Of Space
- 17.08.2009, 12:44 #7
Ich werde ihn mir demnächst ansehen. Bin schon ziemlich gespannt...
- 17.08.2009, 12:51 #8
Ich war enttäuscht. Die Hintergründe, warum er ein "Volksheld" war, wurden nur am Rande erwähnt und es kam mir zu gestückelt vor - "kleine" Nebenstränge (FBI, Syndikate) wurden gleich wieder abgewürgt.
Für Depp Fans sicher ein Muss, für Freunde von Gangsterfilmen alla Heat eher entbehrlich.http://blog.iaccarino.de - Navi-Verbraucher, notorischer Nörgler und manischer Besserwisser
- 17.08.2009, 12:54 #9
Hab ihn gesehen, war überhaupt nicht mein Ding
. Schauspielerei war zwar klasse, aber mir war langweilig
MacBook Pro - i7 2,2GHZ - 4GB - 750HDD
iPod nano 3G 8GB, iPhone 4 white 16GB, iPad 2 32GB 3G
- 18.08.2009, 07:04 #10
ist Euch was zu den synchronstimmen der beiden gegenspieler aufgefallen?
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