Genau das gleiche denke ich auch. Lion ist eine Zumutung. Es läuft kaum was von dem was ich benötige. Daher wird mein mbp mit SL solange genutzt wies geht und danach kommt wieder ein thinkpad ins Haus.
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- 23.01.2012, 09:31 #1Jonathan
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Vom PC zum Mac und wieder zum PC... unfreiwillig
Es ist schon zum heulen. Vor etwas mehr als einem Jahr bin ich auf einen Mac umgestiegen und dachte für ca. ein Jahr, das wäre die beste Idee seit langem gewesen. Mit dem Update auf Lion trübt sich das inzwischen ein und tatsächlich stehe ich unfreiwillig kurz davor, wieder eine Windowsmaschine anzuschaffen.
Warum?
Nun, ich benutze so einiges an recht teurer Software, die entweder unter Lion nicht mehr läuft oder für ein Heidengeld auf eine neue Version gehoben werden müsste. Für das Geld, was ich da ausgeben müsste, kann ich mir nen dicken PC hinstellen und ja, damit wär ich dann bedient, denn die relevanten Programme liegen ALLE auch in einer Windowsversion in der Box, und die läuft dann unter jeden Windows, dass ich mir denken kann.
Beispiele? Poser Pro 2010. Das ist keine uralte Software, die kam 2010, also zu einer Zeit, in der Snowleopard das aktuelle OS war. Etwas mehr als ein Jahr später kommt ne neue Version des OS und ich kanns da nicht mehr nutzen. Ich dürfte jetzt für 199$ ein Update kaufen. ODER ich kauf nen PC und lass es da laufen. Vermutlich noch für Jahre, denn ich kann noch heute auf einem Windows 7 PC ein Poser 5 aus dem Jahr 2003 ohne Problem laufen lassen. Und ich brauche die wenigen neuen Alibifeatures einer neuen Version schlicht nicht.
Oder Anime Studio Pro. Version 7 wurde im Juli 2010 veröffentlicht, etwas mehr als ein Jahr später muss ich ein Update für 149 Euro kaufen, weil nur noch Version 8 unter Lion laufen will. Andererseits läuft JEDE Version seit 10 Jahren mit JEDER Version von Windows. Besser noch: Auch Version 8 ist in Teilen nicht Liontauglich. Kernfunktionen wie phonetisches Lipync werden in externe Tools ausgelagert, so kann man die Hauptapplikation noch 10.7-kompatibel nennen, die ausgelagerten Funktionen kann ich aber nicht mehr nutzen.
Und so geht's weiter: Bryce 7 Pro läuft nicht unter Lion. Starcraft 2 stottert, hat Grafikfehler, stürzt ab… Wenn ich alle Software, die ich DRINGEND brauche, für die Lion-Kompatibilität update, dann gebe ich mehr Geld aus, als ich für einen potenten PC in die Hand nehmen müsste. Warum sollte ich das tun? Und bei der Rechnung verzichte ich schon auf Sachen wie Starcraft 2.
Also stell ich mir jetzt nen PC daneben, denn auf Dauer kommt man um Lion kaum rum. Spätestens mit dem iPhone 5 werde ich die nötige iTunes-Version für Snowleopard nicht mehr bekommen oder so, ganz abgesehen von den ersten Updates bereits gekaufter Apps im Appstore, die plötzlich nur noch verfügbar sind, wenn man Lion auf der Maschine hat.
Ob das nun Schuld von Apple oder einigen Softwareherstellern ist, ist mir in dem Zusammenhang Latte. Es ist ein systemisches Problem, was man besonders gut an den Applikationen beobachten kann, bei denen es Versionen für OSX und Windows gibt. Da ist es egal, ob Windows bei neuen Version einfach besser abwärtskompatibel ist oder sich die Hersteller eine Aufgabe des Supports alter OS-Versionen wegen der noch hohen Nutzerzahlen nicht leisten können… ich als Anwender stehe mich da einfach besser. Ich habe schon viele Windows-Updates mitgemacht inzwischen, aber ein solches Problem wie beim OSX-Update hatte ich noch nie. Meine teuer gekaufte Software musste ich dabei in den seltensten Fällen (quasi nie) in die Tonne kloppen. Darauf hab ich nie einen Gedanken verschwenden müssen.
Apple gibt sich aber auch Mühe, es Anwendern so schwer wie möglich zu machen, und das ärgert mich vor allem darum, weil sich sie nach aussen was anderes auf die Fahnen schreiben. Warum zum Beispiel will man partout die Installation eines Snowleopard in einer virtuellen Maschine unterbinden? Wem zum Henker tut das weh? Apple? Weil sich die Verkaufszahlen von Snowleopard dann nach unten entwickeln? Was soll das? Könnte ich SL unter vmware virtualisieren, könnte ich fürs erste meine alten Software weiterverwenden… Aber nein, da müsste ich nen Snowleopard-Server kaufen (den man nirgends mehr bekommt, aber lassen wir das) und dafür rund 500 Euro ausgeben, die ich andererseits auch wieder in einen PC investieren könnte…
Ne, das ist Mist. Ich ende jetzt also tatsächlich damit, dass ich mir einen dämlichen PC daneben stellen muss, weil es einfach wirtschaftlicher ist, meine vorhandene Software da weiter zu nutzen, als das alles Liontauglich zu machen. Wahlweise lass ich den Mac auch auf Snowleopard und verabschiede mich mangels Softwareunterstützung davon, den in Zukunft als Hauptrechner zu benutzen. Auch dann werde ich wieder bei einem PC enden, denn ich so einem Käse will ich mich nicht alle 2-3 Jahre aussetzen.
Keine Frage, manchmal muss man alte Zöpfe abschneiden. Keine PPC-Software mehr unter 10.7? Ok… Aber massenhaft teure Software, die kaum älter ist als ein Jahr, für 10.6 entwickelt wurde und unter 10.7 nicht mehr läuft? Ne, das ist echt zu viel. Vor allem, weil das auf der langweiligen Windowsplattform kein Thema ist.
- 23.01.2012, 09:53 #2MacBook Pro 2011 | 13" | Core i5 | 8GB Ram | 320GB HDD
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Thinkpad X200 | 12,1" | Intel P8400 | 4GB Ram | 120GB OCZ Vertex 2
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- 23.01.2012, 09:57 #3
Ein wirklich brisantes Thema.
Auf meinem G4 Mini von Ende 05 läuft nur "noch" 10. 5, kein aktueller Safari mehr und kein aktueller Firefox.
Daneben steht ein zusammengewürfeltes Sammelsurium an Komponenten die schon ordentlich Patina angesetzt haben. Die Mehrheit davon ist gegen doppelt so alt wie der Mini. Darauf läuft jeder aktuelle Browser, unter XP oder jedwelcher Linuxdistri.
Und dafür brauchte ich nicht mal vor einem Shop zu übernachten.
Wenn Du direkt unter meinem Post auf diesen antwortest, brauchst Du ihn nicht zu zitieren. Die Leser werden schon bemerken, dass sich Deine Antwort auf den direkt darüber liegenden Post bezieht.
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- 23.01.2012, 11:38 #4Antonowka
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Und warum nicht einfach eine Bootcamp Partition mit Windows, unter der dann die Programme laufen? Oder eine VM mit XP? Oder einfach 10.6 behalten, wenn die Software so wichtig ist, und noch nicht über Dinge nachdenken, die vielleicht eventuell in einem Jahr nicht mehr laufen?
- 23.01.2012, 11:50 #5Jonathan
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Weil das Booten unter Windows jeden Workflow kaputt macht. Ich für meinen Teil benutze für meine Arbeit etliche Programme zusammen... Poser - Anime Studio - Pixelmator...
Weil vor allem grafikintensive Programme wie Poser virtualisiert laufen wie meine Oma beim Marathon... und meine Oma ist seit 20 Jahren tot.
Der Punkt ist nicht eventuell in einem Jahr erreicht, sondern JETZT! Mit der Veröffentlichung von iBooks Author hab ich jetzt den Punkt, an dem ich ohne Lion aussen vor bin. Klar, stellt sich die Frage, ob ich nicht trotzdem beim 10.6 bleibe und eben nicht zum Inhalt von iBooks beitrage... das passt dann aber zu dem erzwungenen Abschied von der Mac-Plattform, den ich empfinde.
- 23.01.2012, 12:32 #6
Man sollte erwähnen, dass die backward compatibility bei WIndows auch nicht 100% gegeben ist.
Wer einen aktuellen PC mit Windows kauft, wird in den meisten fällen eine 64-bit Version bekommen. Nun gibt es Softwarehersteller, die, warum auch immer, auch in ihren aktuellsten Versionen 8-bit komponenten verwenden. Das funktioniert nunmal nicht auf einem 64-bit System.
Hier ist es aber ziemlich eindeutig, wer den Kompatibilitätsverriss leistet, oder nicht?
Ich möchte Apple nicht in Schutz nehmen, aber was Apple lediglich macht, ist, wie schon erwähnt wurde, alte Zöpfe abschneiden. Das hat Vor- und Nachteile, keine Frage. Das eigentlich lästige daran ist, dass so mancher Softwarehersteller das als Anlass nimmt, einem gleich ein Upgrade für zig Euro andrehen zu wollen. Andererseits muss man auch im Hinterkopf behalten, dass auch die Softwarehersteller in die Bereitstellung solcher Upgrades investieren müssen und dass ein Upgrade für Lion unter Umständen nicht wenig Arbeit bedeutet. Das liegt aber nicht unbedingt nur an Lion, sondern daran, der Softwarehersteller lange nicht mit OSX mitgegangen ist, dafür nur von der backwards compatibility gezehrt hat. Als Beispiel seien hier alle Programme erwähnt, die nut mit Rosetta auf Snow Leopard liefen und auf Lion nun aufgrund der Einstellung des PPC supports eben nicht mehr laufen. Dass man Rosetta separat auf Snow Leopard, 2009 released, installieren musste, sollte eigentlich als Wink mit dem Zaunpfahl gereicht haben - zumindest wenn man sich der Zopf-Abschneide-Politik Apples bewusst ist. Dass Apple den Support für PPC einstellen würde, ist sogar schon 2006 angekündigt worden.
Ich will damit sagen: In diesem Fall muss man eigentlich nicht Apple anklagen, sondern die dreisten Softwareherstellern, die entweder rücksichtslos eine neue Geldquelle anbohren (das ist es eigentlich, was durch Apple's Politik wirklich erleichtert wird) oder Ihre eigenen Versäumnisse auf ihren Kunden abwälzen.
Aber so läuft es nunmal in unserem Wirtschaftssystem, nicht wahr? Unlängst habe ich über Sollbruchstellen an recht teuren Ersatzteilen für meinen T4 erfahren müssen, welche, wie mir von einem Fachmann (und ich meine damit nicht einen "einfachen" KFZ-Meister) bestätigt wurde, nicht etwa der Sicherheit dienen, sondern alleine dem Zweck, dass das Teil nicht ewig hält. Man könnte es so bauen, dass es vielleicht nicht ewig, aber zumindest einiges länger hält, aber nein, dann verdient man nicht genug dran. Und nun muss man wieder im Hinterkopf haben, dass der Hersteller eine Kalkulation über eine bestimmte Absatzmenge gemacht haben muss, um die Produktion der Teile nicht nur zu finanzieren, sondern auch daraus Profit schlagen zu können. Und letzteres ist nötig, um überhaupt fortbestehen und auch um Weiterentwicklungen finanzieren zu können. Die Kalkulationen kenne ich natürlich nicht. Ich weiß nur: Das Teil würde noch funktionieren, wenn es keine Sollbruchstelle gehabt hätte. Ich komme mir also vera...t vor.
Es geht also nur darum, den Geldfluss aufrecht zu erhalten. Egal ob in der Auto-, IT- oder XYZ-Branche.
Ja, es nervt. Aber ohne kein Fortschritt, zumindest nicht im derzeitigen System. Es nervt trotzdem.
Wahrscheinlich nervt es (mich persönlich) auch nur deshalb so sehr, weil nie klar ist, wann pure Ausbeutung betrieben wird und wann es gerechtfertigt ist. Bah.The cause of the problem is:
Don't worry; it's been deprecated.
The new one is worse.
- 23.01.2012, 12:36 #7Wiltshire
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Hmm aber wenn die Alternative dann Windwos heißt scheint der iBooks Author für dich ja eh kein relevantes Thema zu sein, also was solls? Solange alles was du brauchst unter SL läuft musst du dich doch nicht zum Upgrade gezwungen fühlen? Auf aktuelle Software scheinst du eh keinen besonderen Wert zu legen, denn die Updates würden dich ja unter Windows vermtulich auch Geld kosten, und dann sieht die Rechnung schon wieder anders aus...
- 23.01.2012, 12:41 #8Pomme au Mors
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Hmm, Du brauchst unbedingt die neuesten Sachen (iBooks Author, ein noch nicht vorhandenes iTunes für ein noch nicht existentes iPhone) - arbeitest anscheinend professionell mit deiner Software (aka, verdienst Dein Geld damit) - da sollten doch die Preise für die Softwareupgrades mit drin sein - ansonsten bleib eben bei SL. Genau weil Windows immer und immer wieder alte Zöpfe mitschleppt um ja kompatibel zu bleiben, sieht's so aus wie's bei Windows eben aussieht.
- 23.01.2012, 12:47 #9
Hey Bobele. Cool, du bist ja auch aus Euskirchen

Aber back 2 Topic. Wenn du nicht bereits bist, für die Update zu zahlen macht eine Windows Maschine natürlich schon Sinn. Aber wie meine Vorredner bereits sagen, ist eine 100% Kompatibilität nie gewährt. Vielleicht hast du dann andere Probleme. Erweiterungen oder keine Softwareunterstützung für "Alte Zöpfe" gibt es auch unter Windows.
Und wenn du die Programme so benötigst, hast du dich evtl. schon mal nach Alternativen umgesehen? Es gibt bestimmt Apps. die Alternative günstige oder gar kostenlose Upgrades/Updates anbieten.
Grüsse aus Euskirchen iPad 3 (New iPad)
iPhone 4 16GB Black/White JB und Spire/Siri
- im Test: 1 Jahr ohne Mac, dafür im Ersatz das new iPad.
- 23.01.2012, 12:49 #10


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