stimmt - und da hast du nicht unrecht, aber das ist auch so gewollt.
Das Problem steckt in deinem Kopf: Wenn du eine künstliche Lichtquelle anschaust, bist du gewöhnt, dass dieses Licht etwas rötlicher ist als das natürliche Tageslicht. Das ist auch der Grund, warum wir Lampen mit Tageslichtspektrum als unnatürlich wahr nehmen und lieber das verfälschte Glühlampenlicht haben wollen - das vermittelt Wärme und Geborgenheit. Und der Computermonitor ist halt nichts anderes als eine künstliche Lichtquelle...
Richten wir unseren Monitor nach Gefühl ein, kriegen wir genau aus dem oben beschriebenen Grund Probleme: Das Gefühl sagt uns, warmes Licht ist schön, wir finden dieses Licht als angenehmer als das kalte, bläuliche Kunstlicht, stellen unseren Monitor entsprechend ein und schon stimmen die Farben auf dem Monitor nicht mehr mit der Wirklichkeit überein. Genau deshalb gibt es ja solche Farbmanagement, damit wir den Monitor eben nicht nach Gefühl einstellen müssen und nachher beim Druck auch annähernd das heraus kommt, was in der Realität Bestand haben kann.
Dass dein Monitor nun dunkler wie vorher ist, liegt am fehlerhaften Default-Profil. Ob sie ZU dunkel geworden sind, kannst du ja an Hand des Graustufen-Bildes beurteilen, es sollte sowohl in den dunkelsten Feldern, aber auch in den hellsten noch eine Differenz erkennbar sein. Leider machen das nicht alle Monitore mit - die Bildschirme des iMacs oder des MacBooks sind hier nicht allzu toll.
Wie du selbst deinen Monitor einstellst, ist so lange Geschmacksache, wie du nicht deine Werke ausdrucken (oder deine Bilder ins Netz stellen willst) und damit mit mit anderen austauschen willst. Wenn du aber deine Bilder etc. anderen zeigen willst, solltest du schon einigermassen sicher gehen, dass die Farben und die Hell-Dunkelunterschiede so dargestellt werden, wie du das auch auf deinem eigenen Rechner siehst. Allerdings: Du kannst davon ausgehen, dass das Gros der Leute auch keine kalibrierten Monitore hat und die Darstellung dann ohnehin vom Zufall abhängig ist.
Bleibt die Darstellung beim Ausdrucken - sowohl beim Drucken auf dem eigenen Drucker als auch der Druck beim professionellen Anbieter. Und da ist ein kalibrierter Monitor schon wichtig - sicher ist der vorgeschlagene Weg nichts für den Profi, aber für die meisten ist er besser als gar keine individuelle Kalibrierung
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Ergebnis 21 bis 30 von 152
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30.08.2008, 10:59 #21
Geändert von urmeli-hd (30.08.2008 um 11:26 Uhr)
urmeli.hd
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30.08.2008, 11:12 #22
Mal 'ne Frage an die Profikalibratoren: Ich nutze derzeit auf dem MBP das sRGB IEC6196-2.1 Profil. Ist das einigermaßen OK? Habe 0 Ahnung.
cu bluejay
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30.08.2008, 11:25 #23
Das kann dir so keiner beantworten.
Die Streubreite solcher Monitore ist ungeheuer gross und Monitore verändern ihre Darstellung altersbedingt, umgebungsbedingt etc. Profis kalibrieren ihre Monitore deshalb regelmässig neu, manchmal einmal die Woche.
Für dich als MacBook-Besitzer kommt das eh nicht in Frage, da würde ich schlicht ausprobieren, ob dir das vorgegebene Profil besser zusagt, das sRGB-Profil oder was selbst zusammen geschustertes. Wenn du Fotos druckst oder drucken lässt, solltest du sicher schon etwas mehr Sorgfalt walten lassen - aber das wirst du eher per Versuch-und-Irrtum ausprobieren müssen.
Professionelle Kalibrierung kommt bei einem MacBook eh nicht wirklich in Frage. Wenn du solche Ansprüche hast, musst du spezielle Monitore (Eizo, Iyama etc.) kaufen.Geändert von urmeli-hd (30.08.2008 um 12:35 Uhr)
urmeli.hd
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30.08.2008, 11:30 #24Rheinischer Winterrambour
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Als Arbeitsprofil z. B. in Photoshop für Digiphotos geht’s in Ordnung. Aber als Monitorprofil ist es eher ungeeignet.
Zum Blaustich: Das hängt auch entscheidend vom Monitor ab. Obwohl ich ein Meßgerät und basICColor Display 4 besitze, habe ich diese Methode mal an meinem MacBook Pro (TN-Panel) und an meinem externen Dell 30"er (S-IPS-Panel) ausprobiert. Der Dell wurde blaustichig, das MBP im Vergleich gelbstichig. Während der teure 10-Bit-NEC eines Grafikerkollegen eigentlich sehr „neutral“ wurde.
Was bei „kleineren“ Monitoren (also z. B. TN-Panel mit nur 6 Bit) noch wichtig ist, hat Martin auch angegeben:
Denn beim Verschieben der Farbtemperatur eines TFTs abseits von „native“, z. B. auf 6.500K oder 5.800K, gehen salopp gesagt Farben verloren. Entsprechend lasse ich auch mit basICColor die Farbtemperatur am MBP auf „native“.
Zitat von marfil
Cheers,
-Sascha
Edith sagt: Generell ist für „normale“ Einsatzzwecke die Farbtemperatur ziemlich egal. Wer hat schon eine Betrachtungs-Kabine für Photos daheim stehen, und ein Normlicht an der Decke? Und an den Blaustich / Gelbstich gewöhnt man sich in ein paar Stunden, dann sieht’s plötzlich – wenn man keinen Vergleich hat –*wieder normal aus …Geändert von nggalai (30.08.2008 um 14:52 Uhr)
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30.08.2008, 12:58 #25
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30.08.2008, 16:08 #26Grahams Jubiläumsapfel
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- 01.2008
- Beiträge
- 105
Hab meinen 20" Alu iMac (AU-Optronics Panel) mit dem Spyder2express kalibriert.
Mein zweites Display (Philips 200W6CS) ebenfalls.
100% genau angeglichen kriegt man die nicht, die technischen Unterschiede (Philips S-IPS matt und iMac TN Panel glossy) sind zu groß.
Trotz allem liefert der Spyder ein recht ordenliches Ergebnis ab.Alu iMac 21,5" 3,06GHZ/Radeon 4670(Late 2009), MacBook Core2Duo 2GHZ,
Pentax K200D,Pentax Z-1,Pentax ME Super,Blitze und ein Paar Gläser
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31.08.2008, 14:07 #27
So, ich habe das jetzt mal nach der Anleitung gemacht. Irgendwann werden sich meine trüben Augen daran gewöhnt haben und mir jede andere Kalibrierung wie ein Dorn in die Augen stechen.
cu bluejay
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08.09.2008, 10:11 #28
Danke. Hab meine Bildschirm auch mal nach deiner Methode kalibriert...Kommt mir anfangs ziemlich kalt vor, aber so passt es mir eigentlich recht gut!

danke und lgMacBook Pro | 3.generation | 2.2 GHz | 2Gb Ram | Snow Leopard 10.6.2
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08.09.2008, 11:10 #29
Ich habe mal testweise die hier beschriebene Kalibration gemacht, obwohl mein Bildschirm eigentlich vor kurzem noch mit einem Colorimeter kalibriert wurde. Der Unterschied ist ziemlich extrem. Das Bild ist viel zu dunkel und die Farbtemperatur ist auch nicht ganz korrekt. Wenn ich die Kalibration wie von Apple empfohlen durchführe, komme ich deutlich näher an das Profil ran, welches mittels des Colorimeters erstellt wurde.
Tekl
- Deutscher Thesaurus und Deutsch-Englisch-Wörtbuch für (Snow-)Leopards Lexikon (Dictionary.app).
- Beta-Version von BeoLingus Deutsch-Englisch für Snow Leopard.
- Die iPhoto-Diät: Weg mit den Originalen!
- BrowseBack: Zurück-Funktion für die Mighty Mouse
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08.09.2008, 11:24 #30Rheinischer Winterrambour
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Huhu Tekl,
die Frage ist in dem Fall: Auf welche Werte hast Du denn mit dem Colorimeter kalibriert und profiliert? Ist klar, daß z. B. bei 5.000 Kelvin und Gamma 2,2 die Sache etwas anders aussieht, als nach der Methode hier.
Cheers,
-Sascha
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