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  1. #1
    Jonagold
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    Frage Mellel vs. WinWord

    Hallo liebe Apple-Gemeinde,

    nach langem Informieren, Überlegen und Ausprobieren habe ich mich entschieden, meine Dissertation mit Mellel in Kombination mit Bookend zu schreiben.


    Kurz dazu:
    WinWord: Kenne ich mich echt gut aus, finde auch viele Dinge prima - stürzt aber bei Docs über 10 Seiten dauernd ab!
    LaTex: Einarbeitungszeit zu intensiv, ist mir auch zu unkomfortabel
    Mellel: Kenne ich nicht gut, scheint aber viel zu bieten und vor allem stabil zu laufen.

    1. Dazu habe ich jetzt zwei Fragen: Wenn ich GROSSE, KOMPLEXE Dokumente in .doc oder .rtf exportiere, muss ich dann mit Formatierungschaos rechnen. Schließlich kann ich die Diss am Ende nicht als .mellel zum Druck in den Verlag senden...

    2. Wie sind ansonsten eure Mellel-Erfahrungen?

    3. Arbeitet hier jemand regelmäßig mit Mellel? Suche einen oder eine Tutor(in), die mich in der Einarbeitungsphase unterstützt und konkrete Fragen beantworten kann. Wer sich dafür interessiert, gerne per PN melden. Eventuell kann ich mich ja irgendwie erkenntlich zeigen (Dokumente Korrekturlesen z.B.)

  2. #2
    Moderator Betriebssysteme Avatar von ImperatoR
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    Die Einarbeitungszeit in LaTeX ist meines Erachtens nach nicht sonderlich hoch — zumal du dich eh in eine neue Software einarbeiten musst. Das Resultat in LaTeX ist einfach mehr als überzeugend, gerade im wissenschaftlichen Bereich. Die Universitäten bieten auch immer Einführungsvorlesungen dazu (zumindest bei uns), falls man davor scheut.

    Ich habe dazu auch mal ein kleines Einsteigertutorial geschrieben.
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  3. #3
    Rheinischer Krummstiel
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    Rate Dir aus eigener Erfahrung heraus auch zu LaTex, wobei ich zugegebenermaßen Mellel nicht kenne.

  4. #4
    Pomme Miel Avatar von Jenso
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    Mellel ist einfach gut und einfach zu bedienen; außerdem sehr schnell und extrem stabil.

    Ich benutze es täglich für rein schriftliche Dinge; wenn ich Rechnungen/Tabellen oder dgl. brauche, greife ich zu RagTime oder Numbers.
    Einschränkungen bei Mellel bestehen für mich (äußerstenfalls) in der etwas schwierigen Einbindung von Grafik - wenn dies nicht (oder nur wenig) notwendig ist, dann gehört Mellel zum Besten,was ich an Textverarbeitung kenne.

    Wenn Du mal etwas Besonderes über Mellel lesen möchtest, dann nimm dies Beispiel vom (inzwischen sehr prominenten) RA von Schirach, der einige wichtige Pluspunkte schon vor Jahren zusammengefaßt hat: http://www.acnw.de/board/archive/index.php?t-7615.html

    Nur Mut
    Jens

    p.s. WinWord ist (Kurtz gesagt: The Horror, the horror!) – LaTex kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich kenne nur MS-Word, Winword, Signum, WordPerfect, MSWorks, AppleWork und iWork, Pages, Papyrus und die vorgenannten usual suspects.
    Geändert von Jenso (24.06.2011 um 10:54 Uhr) Grund: Orthographisches
    Am Fuße des Leuchtturms ist es dunkel.

  5. #5
    Moderator Betriebssysteme Avatar von ImperatoR
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    De facto Standard bei wissenschaftlichen Arbeiten ist und bleibt LaTeX. Und wer will sich schon Word freiwillig antun, wenn er die Wahl hat?
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  6. #6
    Jonagold
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    Also ich finde wirklich nicht, dass man bei Latex von "wissenschaftlichem Standard" reden kann. Die meisten Docs die ich kenne (Geistes- und Sozialwissenschaften) benutzen Word, die Dozenten sowieso. Kann ja sein, dass das in Naturwissenschaften anders ausschaut.

    Für die Qualität einer Arbeit ist das Schreibprogramm ja wohl egal! Das muss vor allem machen was ich will und keinen Ärger machen, der zusätzliche Zeit kostet. Daher danke Jenso für deine Antwort! Grafiken werde ich eher wenige haben.

  7. #7
    Himbeerapfel von Holowaus Avatar von Zenturio
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    LaTeX ist schon wissenschaftlicher Standard, gerade in den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Komplexe Formeln sind einfach die Pest in Word, gerade, wenn die restliche Formatierung auch komplex ist. Wer den Aufwand in LaTeX minimieren möchte, kann auch einen WYSIWYG-Editor à la Lyx mal ausprobieren. Vielleicht ist das eine Option?

  8. #8
    Moderator Betriebssysteme Avatar von ImperatoR
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    Für die Qualität einer Arbeit ist das Schreibprogramm ja wohl egal!
    Aber für die Qualität des Dokuments nicht. Wobei Apple bei Typografie auch sehr gute Resultate liefert. Aber wenn du eine wissenschaftliches Dokument erstellen möchtet, hat LaTeX bereits passende Templates — und du hast kaum Arbeit mit Formatierung etc.
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  9. #9
    Rheinischer Winterrambour Avatar von nggalai
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    Moin moin,

    Zitat Zitat von rollin'Nora Beitrag anzeigen
    1. Dazu habe ich jetzt zwei Fragen: Wenn ich GROSSE, KOMPLEXE Dokumente in .doc oder .rtf exportiere, muss ich dann mit Formatierungschaos rechnen. Schließlich kann ich die Diss am Ende nicht als .mellel zum Druck in den Verlag senden...

    2. Wie sind ansonsten eure Mellel-Erfahrungen?

    3. Arbeitet hier jemand regelmäßig mit Mellel? Suche einen oder eine Tutor(in), die mich in der Einarbeitungsphase unterstützt und konkrete Fragen beantworten kann. Wer sich dafür interessiert, gerne per PN melden. Eventuell kann ich mich ja irgendwie erkenntlich zeigen (Dokumente Korrekturlesen z.B.)
    1. Was heißt "groß und komplex?" So oder so gehen die Stile beim RTF-Export verloren und werden auf "hart" umgebogen, entsprechend die Frage nach der Komplexität. Der Textsatz von Mellel gehört zum Besten im WYSIWYG-Bereich, entsprechend wäre es Verschwendung, die Texte dann als RTF/.doc aus Word zu drucken. Für den Druckdienstleister nimmst du besser PDF.

    2. Sehr stabil, sehr schnell auch bei Manuskripten mit > 400 Seiten, sehr guter Textsatz nahe am TeX-Niveau (bis auf fehlenden optischen Randausgleich und Formelsatz). Die Stil-Bundles sind ein wahrer Segen (mit einem Klick von Manuskriptformat auf "hübsch"), und man kann Mellel praktisch komplett mit der Tastatur bedienen (Stil-Vorlagen lassen sich Tastatur-Shortcuts geben). Dafür ist die Lernkurve steil und das Programm vom Konzept her recht eigen. Zusammenarbeit mit Word-Usern ist wegen der "gestrippten" Stile eher suboptimal, aber Änderungen-verfolgen geht jetzt endlich.

    3. Bis vor etwa einem Jahr schrieb ich alles, was länger als 2 Seiten war, in Scrivener oder Mellel. Mellel ist immer noch meine am häufigsten benutzte Textverarbeitung, der Textentwurf geschieht allerdings seit geraumer Zeit mit MultiMarkdown in Scrivener oder TextMate. Einsatzbereich: Text & Redaktion, Kurzgeschichten, Sachartikel / -eBooks, Romane.

    Falls dir Punkt 1) wichtig ist – also bestmögliche RTF-Implementation incl. Stile – dann solltest du dir Nisus Writer Pro anschauen. Das tut am besten mit dem Word-Universum, ist ebenfalls stabil und flott, aber verwendet den Apple-Textsatz, i.e. zwar gut, aber nicht so gut wie der von Mellel.

    Cheerio,
    -Sascha

  10. #10
    Jonagold
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    Danke Sasha für die nette ausführlich Antwort - eine Diss muss ja über einen Verlag publiziert werden. In was für einem Format, nehmen die denn ein Manuskript. Kaum in .mellel, oder? Mit komplex meine ich: automatisches Inhaltsverzeichnis, automatische Bibliographie, Tabellenverzeichnisse etc...

    Was meinst du mit "gestrippte" Stile?

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