[FONT="Arial"]Hallo ATler,
das hat zwar nicht mal im entferntesten mit Apple zu tun, aber ich bin neugierig was ihr davon haltet...
Ich habe mir die letzten Jahren in etlichen Diskussionen immer den Mund über so etwas wie Elektroautos und deren Umsetzbarkeit zerreden lassen. Nun habe ich jedoch endlich ein Projekt bzw. eine Firma gefunden die es möglich machen würde vollständig unabhängig vom Öl zu werden.
Der Projekt-/Firmengründer ist Shai Agassi, ein ehemaliges Vorstandsmitglied von SAP. Er ist einer der führenden Köpfe der globalen Wirtschaftselite, und hat das neue Projekt ins Leben gerufen mit dem Namen " Project Better Place".
Das Konzept beruht auf der Idee, das es in der Zukunft günstiger und umweltfreundlicher wäre, mit Elektroautos durch die Gegend zu fahren. Das Problem bei Elektroautos ist meist eine geringe Reichweite, lange Ladezeiten und eine relativ kurze Akkulebensdauer. Shai Agassis Lösung basiert auf dem Tausch des Akkus des Elektroautos an einer heutigen Tankstelle. Wenn man von einer durchschnittlichen Reichweite von rund 150km pro Akkuladung ausginge, dann könnte man an einer “Zapfsäule” sich bequem den Akku tauschen lassen und lediglich die enthaltende Energie bezahlen. Heutzutage existiert so ein System schon beim Kauf von Propangasflaschen. Wenn man eine Propangasflasche nachfüllen lassen möchte, dann bekommt man stehts eine neue, volle Flasche und bezahlt nur das enthaltene Gas. Lange Ladezeiten wären dann für den Konsumenten kein Problem.
"Better Place" ist sozusagen der Mobilfunkprovider des Autofahrens (man kauft die Leistung dort ein, nicht das Gerät selbst)... Man mietet diese Akkus und den darin gespeicherten Strom wie man die Minuten bei einem Mobilfunkvertrag mietet, der Akku selbst bleibt aber im Besitz des Unternehmens. Somit entfällt der hohe Kaufpreis der Akkus für den Endverbraucher.
Elektromotoren haben zudem den Vorteil, das der Wirkungsgrad gegenüber Verbrennungsmotoren höher ist. Mit einer entsprechenden Infrastruktur von Austauschstationen könnte dieses zu einer Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen führen.
Mittlerweile ist Israel bereit der Firma "Better Place" die Tore zu öffnen und wird somit zu einem riesigen Feldversuch für das Konzept. Autohersteller wie Renault/Nissan sind auch schon mit an Bord und haben bestätigt Autos zu rationalen Preisen liefern zu können wenn der Absatzmarkt groß genug ist (z.B. bei dem Feldversuch in Israel). Auch andere Länder (Dänemark, Australien, Californien...) haben schon Interesse bekundet.
Persönlich finde ich neben dem Umweltschutzaspekt (es würde nur Öko-Strom verwendet...) an dieser Firma jedoch sehr sympathisch, dass sie für die Verwendung von internationalen Standards auf diesem Gebiet eintritt, um so den "Elektroautobatteriemarkt" offen für Konkurrenz zu halten.
Ich könnte jetzt weiter jede Einzelheit des Projektes vorstellen, habe aber denke ich das wichtigste gesagt. Mehr erfahrt ihr auf der Hompage der Firma.
Dort gibt es auch einen Werbefilm sowie Verlinkungen zu verschiedenen Interviews mit Shai Agassi. Wirklich sehenswert!
"We're not only running out of energy,
we're also running out of time..."
LG,
zottel
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Ergebnis 1 bis 10 von 42
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16.02.2009, 18:43 #1Ingrid Marie
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Ein Mann, eine Idee, eine bessere Welt!
Geändert von zottel@mac (16.02.2009 um 19:03 Uhr)
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16.02.2009, 18:46 #2
argh, die selbe Idee hab ich hier schon halb ausformuliert liegen und wollte, nach meinen Klausuren das ganze weiter bearbeiten und veröffentlichen / Patent anmelden.
Nach Diktat verreist."Ich bin ein Nerd!"Twitter | Diaspora | doofer Blog | Podcast | Dasein ist kein Mannschaftssport.
"Nein, Holger, Du bist ein Apple-Fanboy!"
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16.02.2009, 18:49 #3
Also die Idee an sich find ich ganz gut, aber wenn man bedenkt, dass der Akku eines Tesla Roadster zB 450kg wiegt, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie man das so einfach wechseln sollte...da würde man auf jeder Tankstelle ein Kran etc. benötigen und mindestens 2 Leute die sowas auch bedienen...
Also ich glaube, dass da zuerst mal die Hersteller von Akkus was machen müssen, damit diese ein Gewicht von so ca. 50kg haben, aber was da zB. im Tesla verbaut ist, ist eindeutig viel zu schwer...MacBook late 2008, 2GB Ram, 160 GB HDD, 2,0 GHz, Mac OS X 10.5.8
iPod nano 2.Gen
iPod touch 2G 3.1.2
iWork 09, iLife 08, iTunes 9,...
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16.02.2009, 18:50 #4Ingrid Marie
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Also diese Tankstellen sind laut Better Place so etwas wie Waschstraßen durch die man hindurchfährt und währendessen wird mit einer Maschine der Akku automatisch gewechselt. Einen vollen Benzintank hebt dir ja an der Tankstelle auch keiner ins Auto.
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16.02.2009, 18:51 #5
Ich mag die Idee sehr, bin auch total Öko, jedoch habe ich einige Bedenken.
- Die Akkus gehen irgendwann kaputt, --> es ensteht sehr schnell, ich habe mir einen neuen Akku + Auto gekauft, warum sollte ich ihn jetzt hergeben.
- Wer bezahlt dann die Akkus, vieleicht könnte man das Problem so lösen jedes Jahr müsse man ka wie viel so ein Akku kostet 500€ bis 1000€ zahlen, aber wer macht das.
Mal so eine Frage am Rande früher hatte die autos ja so 10-30 PS, warum hat man das heute nicht mehr warum braucht man umbedingt 200- unendlich?Apple
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16.02.2009, 18:51 #6
Und wie sieht das mit dem dabei enstehenden Abfall aus? Oder werden die Akkus dann wieder aufgeladen und "wiederverwertet"?
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"//We weren't born to follow
There Is A Fine Line Between Professional&Personal
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon.
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16.02.2009, 18:53 #7
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16.02.2009, 18:53 #8Blutapfel
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16.02.2009, 18:54 #9
An sich keine schlechte Idee, aber wie willst du das ganze lagern? Wenn ich so an unsere alte Tankstelle in Deutschland denke wo täglich ein paar hundert Autos getankt haben.
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16.02.2009, 18:54 #10Ingrid Marie
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Nein eben nicht. Das ist das geniale am Konzept.
Bei einem Handyvertrag gehören dir auch nicht die Mobilfunkmasten sondern nur die Minuten. Du kaufst nur das Auto, die Akkus (so wie bei Benzin auch) gehören Better Place und du kannst dir den Strom kaufen der da drin gespeichert ist. Somit wird eben genau dieses Problem umgangen!
.... Sry, habe vergessen das im Artikel zu erwähnen.
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