Also, es gibt für jedes Betriebssystem peinliche Fanboys. Aber wenn zu Fanboytum auch schlichtes Unwissen kommen, müssen wir wohl doch mal einiges geradebiegen...
Zunächst einmal geht es in dem Spot darum, dass in der Wahrnehmung der 'Verbraucher' die Computerwelt offenbar aus Macs und PCs besteht. Wobei der PC zwangsläufig mit Windows läuft.
Wie könnte man dieses Vorurteil aufbrechen und zeigen, dass es eine Alternative gibt und schon die Prämisse (nämlich dass man sich mit der Kaufentscheidung 'PC oder Mac' auf ein Betriebssystem festlegt) nicht stimmt? Da man nämlich auf einem Mac auch Windows oder Linux und auf einem PC zumindest Windows oder Linux installieren kann.
Im dritten Spot soll es laut Ankündigung insbesondere darum gehen, die falsche Metapher
PC-guy vs Mac-guy aufzubrechen.
Soweit klar? Es geht zunächst nicht darum, Linux als 'besser' als die anderen anzupreisen, sondern den anderen zu sagen: Ihr zieht hier eine doofe, selbstzufriedene Show ab, Jungs.
Nebenbei werden - in bester Manier der originalen Spots - Schwächen der 'anderen' persifliert. Nur wird in diesem Fall nicht so sehr über den 'uncoolen' PC hergezogen (das macht ja die Originalreihe), sondern über den 'coolen' Mac-guy, der zu seinem Computer anscheinend ein ähnliches Verhältnis hat wie zu einem besonders coolen Paar Turnschuhe oder was auch immer, von wegen 'Wiedererkennungswert' der Marke Apple.
Nun ans eingemacht Blöde:
Mac OS X ist, wie Linux, ein Unix-Derivat. Duh.
+ Antworten
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23.03.2007, 19:44 #21
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23.03.2007, 19:51 #22In jedem Mann steckt etwas Gutes. Und wenn es nur das Küchenmesser ist! Signatur-Erklärung
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23.03.2007, 19:58 #23
@landplage
Bewirf ihn doch mit rosa Wattebäuschchen.
(Mal die Vorurteile wieder herauskramen tu.)"Geographie ist die Mutter der Wissenschaften!"(Immanuel Kant)
Regenbogen statt Grau!
Silence is sexy!
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23.03.2007, 20:10 #24Carmeliter-Renette
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Nun lass doch mal diese Beleidigungen weg. Als unpeinlicher Nicht-Fanboy hast Du das doch gar nicht noetig.
Jetzt geht's also doch wieder um die Bekehrung von Nicht-Linux-Juengern? Ist ja wie in der Achterbahn.
Ich kann auch bei meinem Atari bleiben, wenn's nur darum geht, irgendeine Alternative zu nennen. Die blosse Nennung einer Alternative ist m.E. aber eben keine besonders schlaue Strategie, wenn mit keiner Silbe darueber geredet wird, wie konkurrenzfaehig diese Alternative ist.
Nochmal: Was kann Linux -- ausser die Benutzeroberflaeche wechseln und 3.000.000 Nutzer haben? Warum soll ich auf Linux wechseln? Diese Fragen haette der Spot beantworten koennen. Und dass ich eventuell wechseln koennte, das hab' ich schon vorher gewusst.
Reine Niedermache ...
... ist jedenfalls uncool. Und ich weiss das, als Mac-Nutzer hab' ich die Coolheit naemlich gepachtet.
Die Kampagne wirkt, wie schon oben gesagt, eher zementierend auf die bestehenden Vorurteile: Bei Dir ("Linux ist ganz toll, nur schnallt das keiner.") und bei mir ("Linux ist der kleine Bruder, der staendig auf- und abspringt und dabei schreit: Ich auch! Ich auch!"). Das find' ich ein unglueckliches Ergebnis.
Hab' ich das bestritten? Ich sehe allerdings einen qualitativen Unterschied in der Unix-Beziehung von BSD (eher Derivat, seit den 1970er Jahren) einerseits und Linux (eher Nachbau, seit 1984) andererseits. Aber vielleicht bilde ich mir den ein; und eigentlich ging's mir nur darum, die unauffaellig implizierte Aussage, Mac OS X habe das Konzept von Linux uebernommen, ein bisschen auf die Schippe zu nehmen. Deshalb der
-Smiley. Der sollte die begrenzte Ernsthaftigkeit dieser Aeusserung illustrieren.
Da geht's um ein ganz anderes Klischee, auch wenn eet das entgangen ist -- naemlich darum, dass Mac-Nutzer grundsaetzlich schwul sind, zumindest die maennlichen.
Geändert von Peter Maurer (23.03.2007 um 20:33 Uhr) Grund: Historie.
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23.03.2007, 20:15 #25
Wenn sich ein Schwuler einen Mac kauft, dann gehört der zu den Besserverdienenden und mit Sicherheit zu denen mit besserem Geschmack.
Also stellt man da jemanden hin, der schwul und schick/lässig/elegant aussieht. Von mir aus eine Tunte reinsten Wassers, aber bitte mit Stil. Es geht doch darum, die Vorurteile zu bestätigen, soweit ich hier gelernt habe.
Serge oder Stanford würden sowas nie anziehen.
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24.03.2007, 08:36 #26
Moment
1. Wo meinst Du kommt ein grossteil der Entwicklung oder Pflege von Software her?
Safari basiert auf Konqueror, dem KDE browser.
Samba ist zwar entstanden um SunOS und Ultrix zu verbinden, allerdings werden die meisten Bugs etc. auf Linux Systemen gefunden und behoben.
Kein OS kennt soviele Dateisysteme, was auch OSX zugute kommt (zB. FUSE)
2. Schnellere Installation, Verwendung alter noch vorhandener Hardware
3. Die OSS Gemeinde am Leben halten bis die auch auf OSX aufmerksam wurden.
Du magst vielleicht gewusst haben, Du koenntest wechseln.
Der Spot kann nicht sagen 'Du sollst weil dies und jenes'. Also bringt er den Zuschauer dazu nach dem Warum zu fragen und sich damit zu beschaeftigen.
Viele ernsthafte Switcher wechseln ja auch nicht weil das Design bei OSX so toll ist, das ist eher ein 'Zuckerl'.
Nein, die meisten die ich kenne wollen einfach nur von 'Windows' mit seinen Problemen weg.
Und vielfach ist es einfacher auf die vorhandene Hardware Linux zu installieren als komplett etwas neues zu kaufen.
Das stimmt nicht! Sind BSD und Linux Derivate.
Hier zu sehen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Unix_history.svg
Da aber nicht eine Zeile des Codes von AT&T in BSD uebrig geblieben ist wuerde ich eher sagen 'Nachbauten'
Mal abgesehen davon basiert OSX auf FreeBSD das auf BSD basiert etc., also ist es von 'Ur' Unix genausoweit entfernt wie Linux.
Um das ganze mal auf den Punkt zu bringen:
Fuer jeden Anwendungsbereich gibt es ein passendes OS, wenn OSX nichts taugen wuerde wofuer ich es brauche waere nur noch Kubuntu auf meinem MacBook. Fuer den iMac G5 haette ich mich auch noch was einfallen lassen.
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24.03.2007, 09:05 #27Carmeliter-Renette
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Ich denke, man muss die Leute dadurch ueberzeugen, dass man ihnen erzaehlt, was man mit einem Betriebssystem machen kann. Und idealerweise sogar damit, was man besser machen kann als mit konkurrierenden Systemen. Historische Leistungen (hier: KDE et al.) ueberzeugen selten jemanden; das hat schon beim Mac und seinem GUI-Pioniertum nicht geklappt.
Und wenn ich offensichtlich auch auf dem Mac von den Linux-Entwicklungen profitieren kann, warum soll ich dann ueberhaupt auf Linux wechseln?
Das ist der Knackpunkt: Warum kann der Spot diese Botschaft nicht vermitteln?
Und wenn's nur eine Botschaft waere. Den finanziellen Aspekt betreffend vielleicht.
Das Original von Apple kann das schliesslich auch. Und das ist gerade die Staerke der Apple-Kampagne: Einfache Botschaften. Ich kann leicht Blogs erstellen. Ich kann leicht meine Fotos verwalten. Ich befinde mich im Zentrum des iTunes-Oekosystems. Ich bin relativ sicher vor Viren & Co. Und so weiter.
Boesartige, nicht ganz ernst gemeinte Provokation: Irgendeine Echte-Welt-Anwendung muss Linux doch besser drauf haben als Windows und Mac OS X.
Eine Vielzahl von Dateisystemen und eine schnelle Installation (Schneller als Mac OS X? Sicher?) werden kaum jemanden ueberzeugen, fuerchte ich. Die meisten Nicht-Geeks, die ich kenne, wissen nicht einmal, was ein Dateisystem ist.
OK.
Nur scheint es den Linux-Werbenden seltsamerweise schwer zu fallen, diesen Anwendungsbereich beim Namen zu nennen.
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24.03.2007, 09:22 #28
Also wenn ich die Dateiverwaltungsprogramme Explorer, Finder und Konqueror vergleiche - sofern man das als "Echte-Welt-Anwendung" sehen kann, war mir der Konqueror von der Funktionsfülle und Nutzerfreundlichkeit immer der liebste.
Aber: Seit meinem Wechsel zum MacBook habe ich die Vorzüge von Dingen wie Spotlight, iTunes oder iPhoto erst zu schätzen gelernt. Warum alles händisch erledigen, wenns der Computer auch macht? Nur eine ins System integrierte Dokumentenverwaltung a la iPhoto für Pages und Neooffice fehlt mir noch..."Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der BILD und die besteht nun mal - wer wüßte das nicht - aus Angst, Haß, Titten und dem Wetterbericht!" (Die Ärzte, Lasse redn)
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24.03.2007, 09:30 #29HalloInaktiv
Unabhängig ob bei Linux und OSX ein Unix Kern seinen Dienst verrichtet, ist mir das Doch als User ziemlich wurscht, solang es funktioniert. Ähnlich ich mich durch Suse Linux so ab 7.0 gekämpft.
Was mich aber an Linux immer am meisten gestört hat, sind die unschönen Icons. Die sind einfach als ob Kinder sie im Kita gemalt hätten. Sie haben einfach keine Ästhetik. Die Linux Gemeinde mag ja von hervorragenden Programmieren beseelt sein, für ihre Oberfläche und die Icons haben sie aber vergessen, dass man da die ganze Zeit draufschaut und dafür scheinen keine Fachleute herangezogen worden zu sein.
Genau so präsentiert sich auch der Film. Wir machen mal einen Film. Dem Film fehlt die Aussagekraft und die Ästhetik. Er wirkt halt einfach unprofessionell.
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24.03.2007, 10:03 #30
Also, ich find die ja ganz schön. Scheint wohl auch Geschmackssache zu sein.
Hm. Es handelt sich ja auch um eine schnell mal abgefilmte Parodie auf eine Multimillion-Dollar-Kampagne.
Beagle, Banshee und F-Spot; Standard-Komponenten des openSUSE-Desktop.
Geändert von eet (24.03.2007 um 11:03 Uhr)
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