Hi Andreas,
also Lautstärke ist erstmal ein Psychoakustisches Problem... aber dazu gleich...
Normalisieren bedeutet, dass in dem Ausgewältem Audio-Abschnitt der Pegel des höchsten Signals auf 0db gezogen wird, und alles andere relativ dazu. 0db wiederum ist das maximale Signal in einer Spitze, dass in einer digitalen Datei noch nicht zu Übersteuerung führt. Lautstärke hingegen ist anders zu definieren... Selbst Songs die alle auf 0db normalisiert wurden klingen oft unterschiedlich laut . oder die Werbung im TV ist lauter als Spielfilme...
Das hat damit zu tun wie man mastert. Lautstärke ist das Empfinden von Pegeln über einen gewissen Zeitintervall, d.h. wieviele hohe Pegel in einer Sekunde stecken z.B.. Dies erreicht, indem man die kleineren Pegel in einer Datei/Spur erhöht, obwohl die maximalen Pegel bereits bei 0db sind : Dadurch wird's in der Summe lauter. Aber d.h. nicht, dass der Sound besser wird - bei Musik führt das oft zu einem Brei mit wenig Dynamik (Pegelschwankungen), die zb die Rhythmik zerstören können usw.
Ergebnis 1 bis 10 von 15
- 14.06.2011, 23:43 #1Jonathan
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Lautstärke von fertigen Tracks
hallo zusammen,
ich habe eine grundsätzliche frage zur audiobearbeitung. es geht um die lautstärke der zu bouncenden tracks.
wenn ich es recht verstehe, beschreibt der kanal "output" nur den pegel, der über die abhöre rausgeht, "master" dagegen die lautstärke der fertigen datei... richtig?
wenn meine interpretation stimmt, bedeutet dies automatisch, dass alle ausgespielten dateien dieselbe lautstärke aufweisen - unabhängig davon, ob die kanäle in einer mischung durchschnittlich leiser sind als in einer anderen (im dynamikspektrum des songs natürlich) ?
anders gefragt - sind z. bsp. 0 db ein grundsätzlich festgelegter volumepegel oder steht das in einem verhältnis zu einer anderen komponente?
frage plus: welche funktion hat das normalisieren dabei ? laut kurzer beschreibung, die ich finden konnte, ebenjene angleichung der lautstärke, "damit man beim hören einer cd nicht andauernd zum volumeregler rennen muss". würde dies auch bei unterschiedlichen masterpegeln gelten?
vielen dank und / oder - falls ich völlig daneben liege, nehme ich gern tips, wie sich eine ungefähr gleiche lautstärke aufeinanderfolgender songs bewerkstelligen lässt (mit der masterfunktion in logic habe ich mich noch nicht beschäftigt.)
schönen abend,
AndreasWer morgens zerknittert aufwacht, hat über den Tag viele Entfaltungsmöglichkeiten.
- 15.06.2011, 11:17 #2Jonagold
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- 15.06.2011, 16:42 #3
In dem Zusammenhang spricht man auch von Peaklevel (Pegelspitzen), die bei der Normalisierung angehoben werden.
Die Lautheit ist sozusagen die Energie, die pro Zeiteinheit verlautbart wird. Man könnte grob sagen die Fläche im Audioeditor, die von der Audiowelle abgedeckt wird, also je höher die Amplitude ist und das durchgehend über die Zeit, desto größer ist die Lautheit.
Im Mastering gibt es spezielle Plugins, die diese Lautheit möglichst verzerrungsfrei erzeugen sollen. Beispiele: Sonnox Oxford Inflator, TC-Electronic MD3/MD5.
Bei den 0db ist zu beachten, dass diese möglichst nicht in zwei Samples hintereinander erreicht werden, da dieses für Consumer-Geräte die Kennzeichnung für ein "Over" (Überpegel) ist. Deswegen arbeiten gute Limiter mit Oversampling und interpolieren die entsprechenden Pegel so, daß kein "Over" entsteht. Beispiel der TC Electronic Limiter, der beim MD3 Plugin enthalten ist.
Alle drei genannten Plugins sind jedoch sehr teuer und entsprechend überwiegend im Profibereich angesiedelt.
- 15.06.2011, 17:46 #4Jonathan
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vielen dank für eure antworten - die ich mal zu verstehen versuche

mir geht es nicht um maximale lautstärke - nur darum, bei aufeinanderfolgenden songs nicht riesige lautstärkeunterschiede zwischen den einzelnen tracks zu haben. innerhalb eines songs mag ich einen grossen, natürlichen dynamikbereich - nur soll nicht passieren, dass ein sanfter pianoklimpersong auf ner cd plötzlich massiv lauter ist als ein gitarrenbrett.
ps - wie sicher vermutet - ich bin nur im heimwerkerbereich tätig
merci, AndreasWer morgens zerknittert aufwacht, hat über den Tag viele Entfaltungsmöglichkeiten.
- 17.06.2011, 09:33 #5Jonagold
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Also das Problem, welches Du immer haben wirst ist, dass die fertigen Songs ja schon gemastert sind und daher unterschiedlich laut klingen. Also alle auf 0db bringen reicht daher nicht. Da hilft nur, alle auf zb -2db zu normalisieren und dann selbst individuell jeden Song mal leiser oder lauter ins Verhältnis zu bringen... klingt nach ner Menge Arbeit!

Wenn die Dynamik nicht ganz so wichtig ist, dann kannst Du das mit einem Mastering Tool automatisieren ... also auch alles auf -2db und dann mit einem Preset "CD Mastering " in iZotope Ozone durchlaufen lassen (mein Lieblingstool für sowas). Aber da gibt's ne Menge anderer schöner Programme, wie ja schon oben erwähnt) - bestimmt auch Freeware - vll weiß jemand eines?
- 17.06.2011, 11:09 #6Jonathan
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... dann werde ich mich mal mit dem wörtchen mastern näher auseinandersetzen. auf jeden fall sehr spannend, der einstieg ins aufnehmen. zum glück kann ottonormalneueinsteiger heutzutage jeden unbekannten begriff sofort googlen.
die einfachste (oder naivste
) möglichkeit, die mir einfällt, ist - fertige songs nacheinander in ein neues projekt einladen, dem gehör vertrauen & dann einzeln als cycle-breich wieder ausspielen. aber wie erwähnt, das logic-eigene mastering habe ich noch gar nicht betrachtet.
danke, AndeasWer morgens zerknittert aufwacht, hat über den Tag viele Entfaltungsmöglichkeiten.
- 18.06.2011, 14:12 #7
@ Andreas
Die Logic interne Mastering-Klamotte versteh ich ehrlich gesagt auch nicht ... ich bleibe bei iZotope / WaveLab mit WAVES Plug's
Ein kleiner Tip von mir, wenn du Freunde hast die sich mit Mastering etwas auskennen, lass es von denen machen -> frische Ohren. Du bist der Künstler du hast eine andere Sicht auf dein Werk als ein "fremder".
Noch ein Tip fürs Mastern:
Nur weil alle Master die heute im Radio gespielt werden laut sind muss dein Master nicht auch laut sein weil laut ≠ besser.
Die Dynamik bzw die Dynamic Range und der Headroom sind wichtiger als die Lautheit des Werkes. Ich weiss das hier jetzt einige wieder rebellieren werden aber die heutige Popmusik ist m.M.n völlig "vermastert" ... Achte beim selbermastern darauf (wenn du es machst) das dein Werk noch Leben inne hat (was meint das noch genügend Entfaltungsmögichkeit für die Musik da ist).
Weniger Lautheit zugunsten höherer Dynamik!
Dynamik ist die Essenz eines jeden Tracks - welche heute von den Major Plattenfirmen durch Lautheit zertört wird weil laut besser verkauft! (Angeblich - ich halte das für einen Trugschluss!!)MacPro 1,1|2,66Ghz|OS X 10.6.8|2,5TB HDD|32GB RAM|TC PowerCore Xpress| UAD-2 QuadCore| RME HDSPe AIO|Logic Studio| ProTools 10| Euphonix MC Control|
PM G4|800Mhz|OS X 10.4.11|M-Audio Audiophile 2496|Logic Express 7.2|
- 18.06.2011, 17:00 #8Jonathan
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- 19.06.2011, 01:44 #9
bei Mastering fragen kannst du dich gerne auch vertrauensvoll an mich per PN wenden!
Geändert von jazummac (19.06.2011 um 18:14 Uhr)
MacPro 1,1|2,66Ghz|OS X 10.6.8|2,5TB HDD|32GB RAM|TC PowerCore Xpress| UAD-2 QuadCore| RME HDSPe AIO|Logic Studio| ProTools 10| Euphonix MC Control|
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- 19.06.2011, 12:14 #10Jonathan
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danke!
könnte gut passieren, denn ich lebe in der pampa ;-()Wer morgens zerknittert aufwacht, hat über den Tag viele Entfaltungsmöglichkeiten.


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