Gibts tipps zur 'einfachen' Sensor reinigung?
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- 26.01.2010, 14:04 #21
10. Tipp: Goldene Karte / Drittelkarte
Oft ist das "fotografische Sehen" gerade für Anfänger nicht leicht. Drittel-Regel und Goldener Schnitt wollen sich noch nicht wirklich eingewöhnen und man hebt immer erst den Sucher ans Auge um zu entscheiden, ob ein Motiv auch fotogen ist oder nicht. Zur Übung kann man sich aus Laminierfolie in Visitenkartengröße (ca 60x90mm, entspricht angenehmerweise dem Fotoformat 2x3) durchsichtige Kärtchen herstellen, die den Sucher ersetzen und die man jederzeit mitführen kann. In den folgenden Beispielen gehe ich von Kärtchen aus, die das Format 60mmx90mm haben. Bei größeren Kärtchen bitte ich darum, die Ränder zu markieren oder auszuschwärzen um ein durchsichtiges Rechteck von 60x90mm oder einem vergleichbaren Format zu schaffen. Ob die Ecken abgerundet sind oder nicht ist natürlich egal.
Vor dem Laminieren zieht man kurz die passenden Linien zwischen die inneren Seiten. Bei der Drittelregel ist es klar: Zwei horizontale Linien im Abstand von 20mm zueinander und zum Rand, bei den rechtwinklig dazu verlaufenden vertikalen Linien 30mm Abstand zueinander und zum Rand. Schon hat man dasselbe Gittermuster das einem in vielen Suchern begegnet und bei der Bildkomposition hilft.
Beim Goldenen Schnitt wird es etwas schwieriger: Hierbei geht es eigentlich um ein Verhältnis von Längen zueinander. Die einzigen Längen, die uns immer bekannt sind, sind die, die den Bildrahmen begrenzen. Hiervon ausgehend können wir uns den goldenen Schnitt über das Verfahren der "inneren Teilung" konstruieren und kommen so für 60mm Seitenlänge auf die Werte 23mm für die kürzere und 37mm für die längere Strecke sowie bei der 90mm Seite auf 34mm für die kürzere und 56mm für die längere Strecke (das sind Näherungswerte deren Genauigkeit für uns in diesem Fall ausreicht).
Die horizontalen Linien (2 Stück) müssen also beide einen Abstand vo 23mm zum Rand halten. Die vertikalen Linien müssen einen Abstand von 34mm zum Rand halten. Somit teilt jede Linie genau einen goldenen Schnitt zum Bildrand. Ich empfehle unbedingt, die Theorie und das Prinzip des Goldenen Schnitts verstanden zu haben bevor man zur Bildkomposition übergeht. Die Buxtehuder Fotofreunde haben dazu eine anschauliche Webseite gestaltet.
Letzter Hinweis: Goldener Schnitt und Drittelregel sind keine Regeln, an die man sich sklavisch halten muss. Aber es hebt die Qualität der eigenen Aufnahmen wenn man Situationen, die diesen Gegebenheiten entsprechen, erkennt und umsetzen kann. Hinzu kommt eine gehörige Portion Bauchgefühl bzw. eigenes ästhetisches Empfinden. Später braucht man die Kärtchen wahrscheinlich nicht mehr, dann hat man sich schon daran gewöhnt - bis dahin ist es aber meiner Meinung nach eine gute Übung.Feo, fuerte y formal.
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- 03.05.2010, 20:30 #22❘ ❤ \m/♫
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- 04.05.2010, 11:44 #23
11. Tipp: Wie reinige ich einen dSLR-Sensor?
Sensorstaub ist bei Kameras mit Wechselobjektiven ein ernstes Problem. Obgleich vieles von dem Schmutz natürlich von ausserhalb kommt, ist ein nicht unwesentlicher Teil des Sensorschmutzes Abrieb, und zwar vom Objektivbajonett. Auch Öltröpfchen vom Verschluss können den Sensor verschmieren. Da der Schmutz auch auf allen Bildern zu sehen ist, muss man ihn loswerden. Nur wie?
Einzelne Staubkörner und kleine Flusen bekommt man oft mit einem Blasebalg vom Sensor. Das funktioniert "eben mal schnell". Die meisten Kameras haben eine "Wartungsoption", d.h. dass der Spiegel hochgeklappt und der Verschluss gelöst wird. Um diesen Zustand aufrecht zu erhalten verbraucht die Kamera Strom, da Spiegel und Verschluss mit Elektromagneten offen gehalten werden - man sollte sich also nicht zu viel Zeit lassen. Alternativ kann man auch die Kamera im "bulb"-Modus auslösen und das Innere ausblasen. Dabei sollte man niemals selbst mit Atemluft auf den Sensor pusten oder hauchen, ein möglichst kräftiger Handblasebalg ist zwingend erforderlich. Hierbei gilt es absolut zu vermeiden, mit der Blasebalgspitze in den Schlagweg des Spiegels zu reichen. Wenn der Spiegel beim Zurückschlagen berührt wird, muss die Kamera aufwendig repariert werden (man kann davon ausgehen, dass eine neue in den meisten Fällen billiger ist). Das Gleiche gilt für den dahinter liegenden Verschluss. Das ist die Methode, die die meisten Kamerahersteller für ihre Kameras empfehlen. Grund: Sie wollen nicht, dass man den Tiefpassfilter auf dem Sensor berührt, womöglich mit nicht geeigneten Reinigungsflüssigkeiten. Das Ausblasen ist die sicherste Lösung und häufig ist man damit schon erfolgreich. Dabei bitte den gesunden Menschenverstand einsetzen und eine trockene, staubarme Umgebung aufsuchen.
Ein Blasebalg (bitte keines der Modelle mit eingebautem Pinsel!) ist leicht mitzuführen und die Reinigung damit ist leicht zu erlernen. Leider kann man damit keinen statisch aufgeladenen oder eingetrockneten Schmutz entfernen. Für diesen Fall kann ich folgende Artikel empfehlen, die man dann aber wirklich nicht unterwegs verwenden sollte sondern auf einer Arbeitsfläche:
Eine Sensorlupe (Delkin und VisibleDust stellen welche her). Die Dinger sind nicht unpraktisch, um den Staub erstmal zu finden. Alternativ tut's eine günstige Lupenbrille genauso gut.
"Sensor Brushes". Das sind Nylonpinsel, mit denen man die Sensoroberfläche abstreichen kann. Gibt es auch als statisch aufgeladene und selbstausschüttelnde Version mit den Namen "Arctic Butterfly" und "Brush OFF".
Reinigungsstäbchen und -Flüssigkeiten: Als "Sensor Swabs" oder "Sensor Wands" verkauft, sehen die Dinger aus wie kleine Fensterabstreifer. Sie werden zur Feuchtreinigung (meistens mit Methanollösung) benutzt. Man kann auch industriereines Methanol aus der Apotheke nehmen, im Zweifelsfalls sollte man aber zu den verschiedenen Lösungen greifen, die die Hersteller anbieten: "Eclipse" oder "Eclipse E2" sind die häufig verwendeten Flüssigkeiten (Achtung, darf nicht mit ins Fluggepäck!). Von VisibleDust gibt es auch noch 3 verschiedene Lösungen gegen verschiedene Arten von Flecken. Alle 3 sind ziemlich teuer, trocknen ziemlich langsam und der Hersteller garantiert für nichts, ABER sie dürfen ins Fluggepäck. Für die Reinigung zuhause empfehle ich "Eclipse E2", das ist übrigens die einzige Flüssigkeit, die auch Sony für den Einsatz auf ihren Sensoren freigegeben hat. Ich bevorzuge SensorSwabs, weil man die in genau passenden Größen kaufen kann und die Handhabung angenehm ist. Man kann auch bereits feuchte Swabs in der Einmalpackung kaufen, für die Reise sind die sicher nicht schlecht, aber auch da sollte man sich eine ruhige, saubere Arbeitsfläche suchen und das nicht mal eben auf der Überfahrt nach Ko Samui im Boot vornehmen.
Bei der Kamerareinigung kann man es so anpacken: Erst ausblasen, dann versuchen mit einem statisch aufgeladenen Nylonpinsel Überbleibsel zu entfernen und dann evtl. verbleibende Stellen noch mit einem Sensor Swab feuchtreinigen. Die Feuchtreinigung ist wirklich nur selten notwendig, vor allem wenn man beim Objektivwechsel Vorsicht walten lässt (es hilft schon, das Objektivbajonett dabei zum Boden zu richten). Irgendwann hat JEDER mal Schmutz auf dem Sensor, übervorsichtig muss man also nicht sein, zumal es immer eine Möglichkeit gibt, diesen wieder zu entfernen. Manche unterziehen den kompletten Spiegelkasten einer regelmäßigen Feuchtreinigung, meiner Meinung nach muss das nicht sein.
Es gibt auch noch andere Lösungen wie z.B. Discofilm und Scotchtape, beide sind aber mit nicht unerheblichem Bastelaufwand und der Gefahr, etwas irreparabel zu zerstören verbunden. Für eine regelmäßige Reinigung ist mir das zu aufwendig und unsicher. "Speckgrabber" werden auch gerne verwendet, aber ich halte nichts von diesen Klebepads, die ABSOLUT sauber sein müssen (und das sind sie nur am Anfang, da sie auch gerne mehrmals verwendet werden). Ansonsten hat man den Dreck dann wieder auf dem Sensor. Sogenannte LensPens mit Spitze aus Kohlefaser oder was auch immer sollte man nicht verwenden, damit schiebt man den Staub nur von einer Ecke in die andere, in vielen Fällen kommt sogar neuer Staub auf den Sensor. Wattestäbchen (auch sog. "medizinische") sollte man auch nicht verwenden.
Übrigens: Viele Hersteller bieten auf Messen die Möglichkeit an, Sensoren kostenfrei zu reinigen. Die machen das auch nicht anders als oben beschrieben, haben aber natürlich mehr Erfahrung.Feo, fuerte y formal.
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- 09.09.2010, 15:23 #24Empire
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12. Tipp Fotografiesche Regeln bewusst missachten
Oftmals liest man in Foren und Büchern über essentielle Regeln für gute Fotos.
Diese beginnen meist mir korrekter Belichtung, führen über den Goldenen Schnitt bishin zum Weißabgleich.
Beschrieben wird das alles oft so dass einem Laien nichts anderes übrig bleibt als zu glauben das das strikte Einhalten der Regeln zu guten Bildern führt. Diese Regeln haben alle etwas gemeinsam, sie können Bilder aufwerten, und sie interessanter und realistischer machen und sorgen so dafür das ein Bild als schön und gut empfunden werden kann. Ich sage bewusst kann, da es mit dem genauen Gegenteil genauso der Fall sein kann. Belichtet man ein Bild bewusst unter und erhält so schwarze "asugefressene" Bereiche kann dies zur erheblichen Steigerung der Bildwirkung kommen. Das wohl beste Beispiel dafür sind Menschen die nur noch als Silhouetten dargestellt werden, genauso kann dies aber auch mit Tieren und Gebäuden funktionieren.
Genauso verhält es sich mit der Perspektive, so gelten Portraitaufnahmen von oben oder unten fotografiert meist als unvorteilhaft und sollten deshalb vermieden werden, setzt man den Bruch dieser Regel jedoch bewusst ein kann ein Bild erheblich an Wirkung gewinnen. Fotografiert man zum Beispiel Kinder nicht starr von vorne, wobei man auch hierbei in die Knie geehn sollte um auf der sleben Augenhöhe zu sein, sondern fotografiert sie von unten vom Boden aus indem sie einen Kreis um den Fotografen bilden, kann das Bild erheblich an Wirkung gewinnen.
Auch das Brechen der Drittelregel kann eine Bildwirkung steigern. Und auch ein falscher Weißabgleich kann zu einer anderen, eventuell besseren Wirkung des Bildes führen.
Der wohl wichtigste Aspekt hierbei, also beim Brechen dieser Regeln, ist jedoch das eigene Empfinden und auch ein wenig Selbstkritik ist hierbei vonnöten.
Man sollte nicht einfach darauf losschießen und sich nachher damit rechtfertigen man habe die Regeln absichtlich gebrochen. Dies sollte man bewusst machen und man sollte sich auch genau überlegen ob dies an dieser Stelle wirklich sinnvoll ist. Auch sollte man sparsam damit umgehen und stets das Bild als gesamtes und die WIrkung die auf den Betrachter ausgeübt werden soll im Auge behalten.
Abschließend möchte ich nochmals betonen, dass dies kein Aufruf dazu sein soll nur noch die Regeln zu brechen und möchte ebenfalls nochmals betonen das dieses Brechen die Wirkung steigern KANN.Wer Rechtschreibfehler oder Spuren von Ironie oder Sarkasmus oder jeglichen Mischungen findet darf sie konserviert behalten.
- 27.09.2011, 21:38 #25
13. Tipp Vielleicht kommt das Thema ja doch noch mal in Schwung.
Staub auf dem Sensor finden:
Um einen Überblick über den Staub zu bekommen, verwendet man ein bliebiges Objektiv, wählt die kleinste mögliche Blendenöffnung und stellt den Fokus manuell auf die Naheinstellgrenze. Nun fotografiert man eine möglichst eben ausgeleuchtete Fläche, z.B. den blauen Himmel. Grobe Partikel kann man so recht schnell auf dem gemachten Bild erkennen. Wenn man zB in iPhoto hier noch ein wenig mit dem Kontrast spielt und ihn ein wenig erhöht, hat man so eine Karte auch über die feinen Partikel. Jetzt kann beurteilt werden wo der Schmutz auf dem Sensor sitzt und ob eine Reinigung nötig ist.
(gelesen bei 96dpi.de)Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Legasthenie enthalten
- 02.10.2011, 21:47 #26inaktiv
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ACHTUNG: Flecken, die auf dem Bild links oben erscheinen, befinden sich auf dem Sensor rechts unten. Das Bild wird wie beim menschlichen Auge spiegelverkehrt aufgenommen, und in der Kamerasoftware dann gedreht. Dies nur als Hinweis.
- 05.03.2012, 14:41 #27Idared
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Ich hoffe das passt hier rein

Ist es möglich das man solche guten Bilder auch mit dem Iphone 4 macht ? ich als leie erkenne z.b. keinen unterschied ob das handy jetzt 6 megapixel hat oder 8 hat. Vllt gibt es ja auch eine gute App.
Noch eine frage zum schluß. Wie nennt man solche Bilder wo z.b. der vordergrund scharf ist allerdings der hintergrund unscharf ist wie hier : http://www.heiko-keim.de/wp-content/..._9935_0002.jpg
Oder ist dies nur ein Photoshop Trick ?
- 05.03.2012, 14:49 #28
Das nennt man: das Motiv „freistellen“ und es benötigt keine Software, sondern nur einen Fotoapparat. Man wählt eine kurze Belichtungszeit und offene, große Blende (= kleine BlendenZAHL) – punktgenau scharfstellen und fertig.
Je geschlossener, kleiner die Blende (= je größer die Blendenzahl), desto mehr „Tiefenschärfe“ entsteht; dies meint die Ausdehnung (von vorn nach weiter hinten) der Schärfenzone.Am Fuße des Leuchtturms ist es dunkel.
- 05.03.2012, 15:01 #29Prinzenapfel
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Die Aussage von Jenso stimmt natürlich. Ergänzen möchte ich noch, dass auch die Brennweite des Objektives eine Rolle spielt. Der Schärfebereich eines 200mm-Teles bei -sagen wir mal- Blende 8 ist kleiner als der Schärfebereich eines Weitwinkelobjektives bei Blende 8.
In Photoshop kannst du den Effekt unter Umständen simulieren, in dem du einen Hintergrund maskierst und danach weichzeichnest. Der Aufwand ist natürlich einiges grösser, als wenn du dies mit fotografischen Mitteln löst und ob das Resultat dann überzeugt ist auch fraglich.
Auf welche Bilder beziehst du dich da? Ist mir nicht klar.
- 05.03.2012, 15:09 #30Idared
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meine halt eben sowas wie mit dem freistellen oder andere effekte.
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