Hab mich gerade mal durch die Gallerie geklickt. Netter Effekt, tolle Spielerei...aber scharf ist was anderes. Glaube nicht, dass ich mich damit zufrieden geben würde...und wenn das wirklich so bleibt, wäre es schade, da es den fotographischen Anspruch von "Ottonormalknipser" nochmal nach unten verschieben würde.
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- 23.06.2011, 17:45 #1
Erst Foto schießen, dann scharf stellen? Startup Lytro macht's (angeblich) möglich!
Hab gerade einen kurzen Artikel zum US Startup Lytro.com gelesen. Die Kamera, welche noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, nutzt die Lightfield Technologie um Bilder zu schießen die der Betrachter beliebig scharf stellen kann. Auf der Homepage gibt es dazu etliche Beispiele, mich würde mal interessieren was die Photographen unter euch dazu sagen?
Find's recht Interessant, muss aber sagen dass die Beispielbilder mich größtenteils nicht wirklich überzeugen. Man kann zwar einzelne Bereiche "scharf" stellen aber so wirklich scharf wirkt das alles nicht...
Bin auf jeden Fall gespannt wie sich das entwickelt, die Idee bzw. Technologie dahinter hat auf jeden Fall Potential!Geändert von obermuh (23.06.2011 um 17:58 Uhr)
- 23.06.2011, 18:35 #2
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- 24.06.2011, 14:20 #3
Diese Lichtfeldforschung ist nix Neues, synthetische Aperturen und Lichtfelder wurden seit den 90ern in Stanford erforscht und man könnte schon behaupten: Das ist die Zukunft. Die ersten Kameras werden, wie die ersten Digitalmodelle auch, nicht viel leisten können, neue Speichertechnologien erfordern und vor allen Dingen sehr viel kosten!
Ich denke aber, dass Lichtfeldfotografie das nächste große Ding sein wird, weil die Menschen eigentlich keine Bilder wollen, sie wollen Momente. Das kann ein ähnlich großer Sprung sein wie von der Malerei zur Fotografie, Leute werden in Zukunft in der Lage sein, ihre Umgebung wesentlich lebensnaher aufzunehmen und sogar 3D-Bilder aus diesen Aufnahmen erzeugen. In Lichtfeldfotografien kann man nämlich nicht nur den Fokus sondern auch in gewissen Grenzen die Perspektive ändern. Der Bildjournalismus wird sich mit Freunden auf dieses neue Medium stürzen und auch für wissenschaftliche Anwendungen gibt es mehr als genug Nachfrage, von der privaten Fotobegeisterung ganz zu schweigen.
Hier sind mal einige Beispiele von dem, was die Leute von Stanford aus dem Thema gemacht haben:
Stanford University: Light Field Archive
Schon das 1. Bild ist beeindruckend, man kann den Fokus verschieben, die Perspektive und man kann zwischen großer und kleiner Blende wechseln. Ich würde davon ausgehen dass jeder größere Kamera- und Elektronikhersteller die Technologie zumindest auf dem Schirm hat, wenn sie nicht schon Leute damit beschäftigen. Komisch dass gerade ein Startup plötzlich damit um die Ecke kommt. Damit werden einige Leute auf jeden Fall SEHR reich werden.Feo, fuerte y formal.
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„They told me that the classics never go out of style. But they do. They do. Somehow, baby, I never thought that we'd do, too.“
- 24.06.2011, 16:01 #4inaktiv
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Was ich nicht ganz verstehe: Wäre sowas nicht auch mit z.B. Photoshop möglich? Vielleicht ist das jetzt eine dumme Frage, würde mich aber durchaus interessieren...
- 24.06.2011, 16:53 #5
Nein, das wäre leider nicht möglich, einfach weil die Informationen auf gewöhnlichen digitalen Fotografien fehlen. Sie werden von aktuellen Sensoren nicht mit aufgenommen.
Angenommen, wir würden ein Bild mit extrem hoher Schärfentiefe machen, quasi mit einer Lochkamera, dann wären ALLE Bereich scharf. Allerdings zeichnet der Film oder Sensor nicht auf, woher das Licht eigentlich stammt, das heisst ich muss mich dransetzen und die Bereiche, die ich unscharf haben will von Hand weichzeichnen. Mit einer Lichtfeldkamera ist das nicht der Fall, man kann anhand der gesammelten Daten berechnen, woher nun genau welcher Lichtstrahl kommt und wo im Raum der gezeichnete Pixel stehen sollte. Und wenn man sich dann klar macht, dass Unschärfe nichts anderes ist als die Kombination von Zerstreuungskreisen kann man sich vorstellen, dass es mit einem von so einer Kamera aufgenommenen Datensatz ein leichtes ist, zwischen scharfen und unscharfen Abschnitten im Raum hin und her zu schwenken.Feo, fuerte y formal.
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- 24.06.2011, 18:59 #6inaktiv
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Danke für die einleuchtende Erklärung...
- 27.06.2011, 18:50 #7
Ich vermute die machen 2 Fotos, eins mit kleiner und eins mit großer Blende und lassen einen dann in etwa auswählen welches
- 27.06.2011, 19:17 #8
Ja, ne. Wenn's mal so einfach wäre. Es geht ja stufenlos
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- 27.06.2011, 20:17 #9
Dann ist das ne coole Sache. Auch wenn ich weiterhin mit PS und kleiner Lochblende ähnliches machen kann. Nur mit viel mehr Aufwand (ich muss die Bereiche selbst auswählen)
- 27.06.2011, 20:19 #10inaktiv
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Das heisst Bokeh...


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