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  1. #1
    Fairs Vortrefflicher
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    [Automator] MP3-Songs nach M4A konvertieren

    Hi,

    weiß jemand wie ich Audio-Dateien mit dem Automator umwandle? Ich habe eine Aktion, die mir einen Haufen Dateien aus dem Netz lädt. Diese sollen gleich nach dem Laden in kleinere AAC-Dateien konvertiert werden. In Itunes importieren möchte ich sie aber erst später. Gibt's evtl. einen Terminal-Befehl oder ein Applescript? Komischerweise kann QuickTime Pro keine AAC-Dateien exportieren, sonst würde ich das damit machen.
    Tekl


  2. #2
    Charlamowsky Avatar von Rastafari
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    Zitat Zitat von Tekl Beitrag anzeigen
    Komischerweise kann QuickTime Pro keine AAC-Dateien exportieren, sonst würde ich das damit machen.
    Klar kann es das. Export --> MPEG-4 ; Option Audio->AAC-LC
    Die Dateien haben zwar *.mp4 als Suffix, ist aber völlig egal. Ist exakt das gleiche, kannst du umbenennen wenn dich das ästhetisch stört.

  3. #3
    Fairs Vortrefflicher
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    Avatar von Tekl
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    Bist du sicher, dass es das gleiche ist? Sind m4a-Dateien echt einfach nur Videos ohne Video-Spur? MP3-Dateien liegen ja auch nicht im MPEG-Container vor. Aber das ist eh für die Katz, da mit damit die ID3-Tags verloren gehen und VBR kann ich auch nicht auswählen. Ich habe das aber inzwischen schon mit MAX gelöst, der ist per Applescript ansprechbar.
    Tekl


  4. #4
    Charlamowsky Avatar von Rastafari
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    Zitat Zitat von Tekl Beitrag anzeigen
    Bist du sicher, dass es das gleiche ist? Sind m4a-Dateien echt einfach nur Videos ohne Video-Spur?
    Exakt. Das andere Suffix soll nur eine Erkennung als "anderer" Dateityp durch Finder bzw Explorer bewirken - damit die Icons und Zuweisungen zu Programmen unterschieden werden können.

    MP3-Dateien liegen ja auch nicht im MPEG-Container vor.
    MP3 ist nichts anderes als ein MPEG-1 Stream - nur ohne Bild.
    (volle Bezeichnung: MPEG-1 Layer 3 Audio)
    MPEG-1 und MPEG-2 Dateien haben wirklich nicht so was wie einen "Container" - das wäre eine sehr unpassende Beschreibung für das Layout dieser Streamformate, obwohl sie sehr wohl klaren Regeln für die Kapselung der Daten folgen.
    MPEG-4 ist aber gänzlich anders aufgebaut. Es leitet sich aus dem QuickTime MooV-Format ab (auch bekannt als "QuickTime Movie", *.mov). Es handelt sich beim MPEG-4 Container gewissermassen um eine Art "QT Movie Light" mit ein paar kleineren Modifikationen der inneren Atomstruktur und starken Einschränkungen, was die möglichen Inhalte angeht.

    Aber das ist eh für die Katz, da mit damit die ID3-Tags verloren gehen
    Das ist korrekt. Nur iTunes liest die aus, um sie nach der Umkodierung in anderer Form wieder einzubringen. Der QT Player dagegen verwendet MP3 nur als "Rohdaten". Er versucht stattdessen die Metadaten einzubringen, die du im Player selbst in den "Filmeigenschaften" definieren kannst. Das funktioniert aber bisher nicht besonders überzeugend, weil es im Player noch an einer Auswahlmöglichkeit für die multilinguale und horrend komplexe Struktur der Metadaten von MPEG-4 fehlt.

    und VBR kann ich auch nicht auswählen.
    Doch, das kannst du - aber nur durch einen Trick.
    Und zwar auf einem Umweg über das Format "QuickTime Movie".

    Dort findest du unter den "erweiterten" Audio-Optionen (wo du auch die Bitrate einstellen kannst) auch noch die Möglichkeit, VBR zu aktivieren. Genauer gesagt ist das "VBR constrained", aber das passt schon. iTunes benutzt das gleiche Modell, sagt dir das nur nicht.
    Die erstellte *.mov Datei öffnest du anschliessend erneut im QT Player und wählst diesmal als Exportformat MPEG-4. Unter Audio wählst du "durchreichen". So wird einfach nur der *.mov Container durch einen *.mp4 Container ersetzt, und fertig ist die Laube.

  5. #5
    Fairs Vortrefflicher
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    Avatar von Tekl
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    Danke für die Infos. Mit Max geht das aber deutlich einfacher und vorallem gibt's da echtes VBR.
    Tekl


  6. #6
    Charlamowsky Avatar von Rastafari
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    Zitat Zitat von Tekl Beitrag anzeigen
    ...gibt's da echtes VBR.
    VBR ohne Bitratenbegrenzung ist bei AAC-LC überhaupt nicht empfehlenswert.
    Davon sollte man Abstand nehmen.

  7. #7
    Fairs Vortrefflicher
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    Avatar von Tekl
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    Warum das? Ich habe zu 96k VBR und 128k ABR keinen Unterschied feststellen können, dafür sind die Dateien noch mal ein Stückchen kleiner.
    Tekl


  8. #8
    Charlamowsky Avatar von Rastafari
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    Zitat Zitat von Tekl Beitrag anzeigen
    Warum das? Ich habe zu 96k VBR und 128k ABR keinen Unterschied feststellen können, dafür sind die Dateien noch mal ein Stückchen kleiner.
    AAC VBR ohne ein intelligentes setzen des Rahmens für die Bitrate führt bei entsprechendem Tonmaterial zu sehr häufigen Änderungen der Kodierungstechniken. Das kann so manchen Decoder schnell überfordern und die Tonqualität sehr beeinträchtigen, oder ihn gar abstürzen lassen.

    Bei sinkenden Bitraten werden nämlich diese erreicht, indem stufenweise immer mehr neue Reduktionstechniken hinzugeschaltet werden, das ist auch bei MP2 und seinem Nachfolger MP3 so. (AAC hat da nur deutlich mehr und v.a. raffiniertere Dinger in Petto, die MP3 weit überflügeln - bis hin zur synthetischen Hinzufügung von Störgeräuschen, um die Klangqualität zu verbessern. Das klingt zwar total absurd, regelrecht paradox sogar, funktioniert in der Praxis aber tatsächlich.)
    Und mehrere dieser erst bei den niedrigen AAC-Raten zum Einsatz kommenden Methoden machen überhaupt nur dann Sinn, wenn sie auf "long Frames" und "very long Frames" angewandt werden können, auf grössere Abschnitte der Zeitskala also als üblich. (in MP2 und MP3 gibts sowas noch nicht, da haben alle Frames die gleiche Länge)

    Schaltest du diese Modi zu häufig an und ab, müssen die Cache-Einheiten der CPU dermassen viele vorgepufferte Daten sinnfrei umherschaufeln, dass der Aufwand dafür ab einer gewissen kritischen Schwelle nicht mehr nur linear, sondern "geometrisch" zunimmt.
    Wenn du die Geschichte mit den Reiskörnern und dem Schachbrett kennst, dann ahnst du sicher dass ein "geometrisches Wachstum" manchmal etwas sehr "unpraktisches" sein kann.
    So mancher Miniatur-CPU im Hosentaschenformat geht dabei viel schneller die Luft aus, als man anhand ihrer ansonsten beeindruckenden Leistung vermuten würde.

    (Hast du schon mal von sog. "Zip-Bomben" gehört? Das sind böswillig manipulierte bzw synthetisch erzeugte Archivdateien, die sich in rekursiver Weise immer wieder vollständig selbst enthalten, und beim Versuch sie zu öffnen wird der gesamte Arbeitsspeicher des Rechners "weggefressen" bis nichts mehr übrig ist --> Crash. Der negative Effekt ähnelt ein wenig diesem Problem.)

    Ausserdem sind zu heftige Schwankungen der Bitrate auch generell ungünstig, wenn du den Ton als Begleitspur zu einem Video und/oder fürs Streaming einsetzen willst. Bei VBR-Techniken müssen nämlich teilweise sehr viele Daten im Voraus gepuffert werden, was irgendwann an seine Grenzen das machbaren geht, denn irgendwie muss man beides synchron halten können. Das kann problematische Dateien erzeugen, die nicht gerade besonders abspielfreundlich sind. Kommt nicht so gut rüber, wenn plötzlich das Bild dem Ton ein paar Sekunden davonläuft - oder andersrum.
    Und diese Effekte zeigen sich dann erst, wenn du die gesamte Datei mit Normalgeschwindigkeit ablaufen lässt, beim schnellen Scrollen scheint aber eigentlich alles o.k. zu sein. Schon mal sowas erlebt?

  9. #9
    Fairs Vortrefflicher
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    Avatar von Tekl
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    Wow, vielen Dank für die ausführliche und fundierte Erläuterung. Jetzt verstehe ich auch, warum echtes VBR bei AAC nicht überall zu finden ist. Mit deinen Infos habe ich meine Sache noch mal überdacht und weitere Tests gefahren. Ich werde jetzt doch wieder alles über iTunes machen, bin da dann auf der sicheren Seite.

    Noch eine Frage:
    Bei Mono-Dateien wird ja von iTunes automatisch die halbe Bitrate verwendet. Bedeutet dann z. B. 128k Stereo, dass zwei Kanäle im Grunde mit 64k kodiert werden?
    Tekl


  10. #10
    Charlamowsky Avatar von Rastafari
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    Zitat Zitat von Tekl Beitrag anzeigen
    Bei Mono-Dateien wird ja von iTunes automatisch die halbe Bitrate verwendet. Bedeutet dann z. B. 128k Stereo, dass zwei Kanäle im Grunde mit 64k kodiert werden?
    Nein, da kommt besser "Joint Stereo" zum Einsatz, das ist effizienter.
    Also ein Summenkanal, und einer mit der Differenzinformation zwischen L und R.
    (Bzw den Koeffizienten zwischen L, R, Lr, Rr, Center und LFE etcetera. AAC kann ja schliesslich auch die diversen Sorroundmodelle wie Dolbys AC-3.)
    Der "Zentralkanal" kriegt dabei den Löwenanteil der Bitrate ab, weil er die wichtigste Information trägt.

    Bei MP3 macht man das ja i.d.R. auch, aber bei 192 kbps aufwärts bringts eigentlich nichts mehr, da nimmt man dann eher doch "Full Stereo" mit jeweils der halben Rate für L und R, weils etwas bessere Werte bei der Kanaltrennung ergibt und auch ein wenig simpler zu decodieren geht.

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