kleine Anekdote zu Deepin Linux

Dieses Thema im Forum "Linux auf dem Mac" wurde erstellt von helge, 03.12.16.

  1. helge

    helge Gascoynes Scharlachroter

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    Neulich ist mir ja was lustiges passiert:

    Meiner Freundin haben wir ein gebrauchtes, aber ausgeschlachtetes MacBook besorgt, zu dem ich aber schon lange die "Ersatzteile" liegen hab (sprich Netzteil und Festplatte).

    Nun wurde das Gerät mit einer merkwürdigen CD-R bzw. DVD-R geliefert. Ich dachte mir, naja, da scheinen die ein Betriebssystem mitzuliefern.

    Als Festplatte und Netzteil eingebaut und angeschlossen waren, startete ich das Gerät und dachte mir, ah ist ja schön, die haben Deepin-Linux beigelegt. Wahrscheinlich, weil es wirklich sehr große Ähnlichkeiten zu OS X aufweist, ja selbst der Installer bietet ein genauso sauberes Look&Feel wie der von Mac OS X.

    Ein bisschen gewundert habe ich mich dann aber schon, dass dann der Anmeldename des vermeintlichen Live-Systems ebenfalls meinem Namen entspricht. Nanu, dachte ich, hat die Live-CD zufällig den selben Namen, den ich immer verwende?

    Schlimmer noch, mein Passwort funktionierte auch noch!

    Dann fiel es mir ein: auf der Festplatte war noch die Linux-Installation von Deepin 32-Bit drauf.

    Der Mac hat die Festplatte ohne Probleme gebootet, obwohl ich diese Installation auf deinem normalen PC-Notebook (Thinkpad R60e) vorgenommen habe.

    Wer also mal Schwierigkeiten haben sollte, Linux auf dem Mac zu installieren, dies scheint auch so zu funktionieren.
     
  2. wavelow

    wavelow Riesenboiken

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    Das ist einer der Vorteile von Linux vor allem gegenüber Windows: Es ist dem System ziemlich egal welche Hardware es vorfindet, es läuft los. Deshalb gibts die meisten Linux Distributionen ja auch als Live DVDs die man einfach starten und ausprobieren kann. Ich denke rein von der Theorie her könnte das osX bzw. MacOS auch.
     
  3. Scotch

    Scotch Juwel aus Kirchwerder

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    Ist klar. Und weil das so ist gibt es auch Unmengen von Peripherie mit Linux-Unterstützung.

    Vielleicht solltest du in einem Forum, wo du keine tiefergehende Systemkompetenz voraussetzen kannst und viele Anwender Apple-Produkte einsetzen, mit solch pauschalen Aussagen vorsichtig sein. Sonst glauben die dir das nämlich unbesehen und wundern sich, dass sie ihre TC und AE(X) nicht mehr konfigurieren können. Oder ihr Audio-Interface nicht mehr "da" ist. Oder das Touchpad nur noch im HID-Emulationsmodus läuft. Oder der Desktop auf einem 5k-Display beknackt aussieht, weil die Skalierung nicht funktioniert. Oder...
     
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  4. wavelow

    wavelow Riesenboiken

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    Hätte schreiben sollen: "Sollte los laufen"

    Meinte natürlich, dass das so funktioniert wenn die Hardware unbeleckt vom Linuxkernel erkannt wird. Dass viel Hardware nicht unter Linux funktioniert liegt aber nicht grundsätzlich an Linux selber sondern an der mangelnden Unterstützung der Hardwarehersteller.
     
  5. tjp

    tjp Russet-Nonpareil

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    Das sollte bei aktuellen Qt oder Gtk+ kein Thema mehr sein.

    Umgekehrt geht auch vieles mit Linux, was unter macOS gar nicht läuft. Z.B. die neuesten nVidia Grafikkarten.
     
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  6. Scotch

    Scotch Juwel aus Kirchwerder

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    Da es keine Macs mit den "neuesten Nvidia Grafikkarten" gibt, ist mir der Sinn deiner Bemerkung wie so oft schleierhaft. Oder ist das wieder eine typische tjp-von-hinten-durch-die-Brust Bemerkung die darauf abzielt, das macOS auf einem Hackintosh weniger flexibel als Linux auf einem Mac ist? Falls ja: Da hast du bestimmt Recht und was das mit diesem thread zu tun hat, weisst du bestimmt auch - und nur du.

    Ciao.
     
    Hendrik Ruoff und ottomane gefällt das.
  7. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Was aber ein systemübergreifendes Problem ist, auch wenn für W. halt einfach mehr Treiber programmiert werden.
    Viele Hardware würde auch noch unter TOS, RTOS, AmigaDOS etc. laufen, nur bräuchte man halt Treiber, und die müssten dann die Hardwarehersteller anbieten.
    Natürlich fraglich, ob das für solche eher archaischen Systeme sinnvoll ist, aber die Hardwarehersteller haben ja nicht mal Interesse, Treiber bereitzustellen, um ältere gute OS-X-Systeme auf aktueller Mac-Hardware laufen zu lassen. Obwohl es dafür sicher einen Markt gäbe. Selbst wenn Apple aus kommerziellen Gründen Sicherheitsupdates verweigert.
    Meiner Meinung nach übrigens auch ein Fehler der Politik, die Lücken waren ja früher schon da, Regierungen sollten Systemanbieter verpflichten, lange, lange Zeit ihre Softwareversionen sicher zu halten.
     
  8. tjp

    tjp Russet-Nonpareil

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    Ich habe zwei Aussagen getroffen. Die erste Linux hat mit 4k, 5k und 8k keine Probleme bezüglich der Skalierung, wenn Gtk+3 oder Qt5 eingesetzt werden. Da ist das vollkommen implementiert, und das nicht nur bei X11-Backend sondern auch mit Wayland-Backend. Es gibt noch Probleme, weil 5k Bildschirme noch als zwei Bildschirme interpretiert werden. Dadurch wird zum Teil die Menüleiste nur in einer Hälfte angezeigt. Allerdings hat auch macOS Probleme mit dem DisplayPort MST Protokoll. Während Display Hubs mit Linux laufen, spiegeln diese am Mac nur die Ausgabe, analog funktioniert DaisyChaining nicht. Also beide Plattformen sind in dieser Beziehung nicht frei von Problemen.

    Zweite Aussage: Es gibt für Linux Software, die es nicht für macOS gibt. Z.B. Treiber für die neuste Generation von nVidia Grafikkarten. Da hätte ich auch viele andere Beispiele nutzen können, z.B. SAP HANA o.ä. aber ich wollte ein Beispiel nehmen was für Kreative am Mac naheliegender ist als SAP HANA. Die nVidia Treiber in Kombination z.B. mit Mari (Du erinnerst Dich an die nMP Präsentation?) ergeben eine deutliche leistungsfähigere Workstation Plattform.

    Du verknüpfst nun diese beiden Aussagen.

    Nachtrag
    Es ist eine typische Scotch Überinterpretation einer Aussage.
     
  9. 78Mhz

    78Mhz Golden Delicious

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    Das ist in der Tat ein lustige Anekdote und nicht verkehrt zu wissen, wenns mal wo klemmt.