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Bachelor of Arts oder Staatl. gepr. Betriebswirt... ?!

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von ImpCaligula, 30.03.13.

  1. ImpCaligula

    ImpCaligula Bereichsmoderator Hardware AT Moderation

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    Salve!

    Eine sehr liebe Bekannte von mir hat eine dringende Frage an mich gestellt, die ich leider nicht beantworten kann. Vielleicht tummeln sich hier "Personaler" und / oder fachkundige Personen, welche einen Rat geben können. Meine Bekannte möchte sich weiter bilden.

    Sie hat einen Real Schul Abschluss - und kommt im Berufsleben nun ab einem gewissen Karriere Level (mit ihrem Real Schul Abschluss) nicht mehr weiter.

    Sie möchte nun in ihrer Fachrichtung an einer "Fernschule" einen Abschluss machen.
    - Bachelor of Arts
    - Staatlich geprüfter Betriebswirt

    An sich nichts schlechtes. Nun hat man ihr aber gesagt, dass diese Abschlüsse in den südlichen Ländern wie Baden Württemberg, Bayern etc nicht so viel "gelten" im Berufsleben. Das Problem soll anscheinend sein, dass sie die Abschlüsse ja ohne Abitur / FH Abschluss gemacht hat und daher in Kombination mit dem Real Schul Abschluss (gerade in den südlichen Ländern) kaum etwas gelten...?!

    Man hat ihr geraten den FH Abschluss und das Studium Bachelor/staatl. Betriebswirt zu machen.

    Kennt sich hier jemand fachkundig aus? Wäre für Tipps für die Dame dankbar!
    #1
  2. buessel

    buessel Normande

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    Hi,

    kann's sein, dass du anstatt FH (Fachhochschule) eine Fachoberschule meinst?
    Für einen FH Abschluss, bzw. das Studium an einer FH braucht sie schon das Abitur oder zumindest das Fachabitur. Letzteres kann sie mit einem Realschulabschluss an einer Fachoberschule machen.

    Grundsätzlich ist ein " richtiges" Studium natürlich immer sinnvoller. Es dauert zwar deutlich länger, zahlt sich aber langfristig aus.
    Ich arbeite zwar nicht im Personalwesen, aber soweit ich das mitbekomme werden Studierte immer bevorzugt. Zumindest werden sie höher eingruppiert. In manchen Firmen ist für viele Positionen inzwischen ein abgeschlossenes Studium sogar schon Vorraussetzung.
    Wenn sie die Zeit und den finanziellen Background hat um ein paar Jahre ohne Einkommen durchzustehen, würde ich ihr dazu raten.
    Für die FOS braucht sie schon mal 1 Jahr Vollzeit und dann kommt ein Vollzeitstudium.

    Allerdings ist nach einigen Berufsjahren die Ausbildung nicht mehr sooo wichtig. Dann zählt viel mehr was man in den letzten Jahren an Erfahrungen gesammelt hat.
    Da sie ja nun schon einen Beruf hat, ist eine Weiterbildung an einer Fernschule auch nicht so verkehrt. Das kann sie nebenbei machen, geht schneller und die finanziellen Einschnitte sind nicht so gravierend. Allerdings ist damit in der Regel die Kariereleiter etwas kürzer.
    In der Technik ist z.B ein Techniker besser als ein Facharbeiter. Für Führungspositionen sollte man aber min. Ing. sein.
    #2
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  3. ImpCaligula

    ImpCaligula Bereichsmoderator Hardware AT Moderation

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    Danke schon mal für Deine Antwort...
    Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Ich meinte es so:

    a) Realschule + Berufserfahrung --> Studium Bachelor of Arts / Staatl. gepr. Betriebswirt
    b) Abitur / FH --> Studium Bachelor of Arts / Staatl. gepr. Betriebswirt

    Kann es sein, dass Bildungsweg a) gegenüber b) oftmals nicht richtig anerkannt wird? Dass man schlechter einsteigt? Dass Leute aus Bildungsweg b) bevorzugt werden? Dass a) per Fernstudium bei den Personaler sogar belächelt wird?
    #3
  4. buessel

    buessel Normande

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    Nun ja,

    Bachelor ist Bachelor. Der Abschluss ist erstmal gleichwertig.
    Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Hochschulen was die Qualität der Lehre angeht. Die kennen die Personalverantwortlichen in der Regel auch.
    Bei einem Fernstudium kann man das natürlich schlecht abschätzen, weil der Studierende mehr oder weniger selbst verantwortlich für das ist, was und wieviel er lernt.
    Viele sehen ein Fernstudium tatsächlich als weniger Wert an.
    Andere hingegen schätzen die Eigeninitiative und das Engagement neben seinem Job noch ein Studium zu absolvieren.
    Solche Bewerber werden oft mehr geschätzt, als jene die nach der Schule gleich studiert und noch nie gearbeitet haben.

    Es hängt also viel von der Selbstdarstellung bei der Bewerbung und den Personalverantwortlichen ab.

    Die Frage lässt sich kaum pauschal beantworten.

    Ich habe nach meiner Ausbildung auch an einer Hochschule studiert. Wenn sie jedoch schon länger im Beruf ist, würde ich ihr wohl eher zu einem Fernstudium raten. Schließlich dauert ein Hochschulstudium ein paar Jahre und man wird ja auch nicht jünger.
    Wie gesagt: der Abschluss ist von der Wertigkeit her gleich.
    #4
  5. cmg1987

    cmg1987 Meraner

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    Wenn alles klappt (d.h. der Aufnahmetest und das Interview erfolgreich verlaufen) starte ich im Herbst auch ein BA-Studium an der Ferdinand Porsche FernFH in Wien bzw. Wiener Neustadt. Ich selbst komme aus AT und stehe seit mittlerweile 5 Jahren voll im Berufsleben, hab allerdings Matura (Abitur), von daher kann ich zur Bewertung Realschule + Studium nicht wirklich was sagen...

    Ich arbeite auch nicht im Personalwesen, kann mir allerdings schon gut vorstellen, dass ein Fernstudium gegenüber einem normalen Vollzeitstudium höher angesehen wird. Einfach aufgrund der Tatsache, dass derselbe Studieninhalt noch neben einem Vollzeitjob absolviert wird, was aufgrund des durchschnittlichen zusätzlichen Zeitaufwandes von ca. 20h pro Woche extremer Selbstdisziplin, Selbstmotivation und perfekt ausgeklügeltem Zeitmanagment bedarf, wenn man auch noch ein Leben neben Studium und Beruf haben will. Das sind alles Eigenschaften, die in den meisten Jobs sehr wichtig sind.

    Ich gehe davon aus, dass der Bildungsweg vor dem Studium eher zweitrangig ist, es zählt meiner Erfahrung nach doch immer noch der letzte Abschluss am meisten - und da ist Bachelor Bachelor, wie buessel schon gesagt hat. Außerdem ist es ja nicht so, dass jemand ohne Abi einfach so anfangen kann zu studieren, da müssen schon noch vorher zusätzliche Eignungsprüfungen absolviert werden.

    Wenn man sich die Entwicklung in den Stellenanzeigen so anschaut (besonders in DE) werden Studienabschlüsse immer wichtiger. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich selbst dieses Studium unbedingt durchziehen will (neben der Tatsache, dass mich das Themengebiet extrem interessiert). Somit würd ich an der Stelle deiner Bekannten eher zu einem Studium als zu einem staatlich geprüften Betriebswirt raten, aber das muss sie selbst entscheiden. Sie wird bestimmt das für sie richtige tun :).

    LG Carina

    Edit: Übrigens, auf fernstudium-infos.de findet man sämtliche Infos zum Thema Fernstudium, die man so benötigt. Sehr empfehlenswertes Forum zum Thema :)
    #5
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  6. ImpCaligula

    ImpCaligula Bereichsmoderator Hardware AT Moderation

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    Super... habe mal alles so weiter gegeben. Das sollte sehr helfen... Danke.
    #6
  7. flosen

    flosen Gast

    Servus ImpCaligula,

    Es ist so: Der Staatlich geprüfte Betriebswirt ist der Master der Berufspraktiker. Soll heißen unter Berufspraktikern steht der geprüfte Betriebswirt über dem Bachelor auf gleicher Höhe mit dem akademischen Master.
    Wenn deine Bekannte jetzt aber sagt, ich will eine Manager Karriere anstreben und sehe mich eher als Strategien, dann sollte Sie die akademische Laufbahn wählen und den Bachelor bzw. weiterführend den Master machen.
    Das geht übrigens auch ohne Abitur, wenn Sie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung aufweisen kann.

    Ich denke übrigens das das Abitur nachholen hier völlig Zeitverschwendung ist, da beide Alternativen auch ohne Abitur machbar sind.
    #7

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